Goldlack-Boden vorbereiten: Bodenart, Kalk, Drainage und Grunddüngung
- Goldlack will gut durchlässigen Boden, nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich, neutral oder idealerweise alkalisch.
- Eine Fingerprobe mit leicht feuchter Erde unterscheidet näherungsweise körnigen Sandboden von klebrigem Tonboden.
- Gekalkt wird nur, wenn der gemessene pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig liegt.
- Schweren Boden verbesserst du je nach Ausgangszustand mit 2 bis 5 Litern gewaschenem Sand je m² und mit Kompost.
- Zusätzliche Düngung ist bei Goldlack nicht zwingend nötig, die Grunddüngung folgt der Bodenuntersuchung.
- Goldlack ist kein Lichtkeimer: Die Samen kommen 0,5 bis 1 cm tief und werden nur leicht bedeckt.

Goldlack wird zwischen Mai und Juli gesät und blüht erst im folgenden Jahr, von Mai bis Juni. Dazwischen steht er einen Winter lang im Beet, und er ist nur bedingt winterhart. Ein schwerer, nasser Boden ist für ihn deshalb das größere Risiko als ein magerer. Ich prüfe den Boden darum, bevor ich die erste Rille ziehe. Ich nehme eine Fingerprobe, schaue nach kräftigem Regen, ob Wasser auf der Fläche stehen bleibt, und lege die letzte Bodenuntersuchung daneben.
Seine Kultur dauert 336 bis 350 Tage. Was du vorher an Sand, Kompost oder Kalk einarbeitest, bleibt die ganze Kultur über im Beet. Deshalb klärst du Bodenart, Kalkbedarf und Nährstoffe vor der Aussaat und nicht erst, wenn die Pflanzen stehen.
Goldlack kurz eingeordnet
Goldlack (Erysimum cheiri) ist eine kurzlebige, immergrüne mehrjährige Pflanze, die im Garten zweijährig gezogen wird. Er duftet und eignet sich als Schnittblume, außerdem ist Echter Goldlack giftig, was du in einem Garten mit Kindern bedenken solltest. Einen Überblick über Lebensdauer und Herkunft der Sommerblumen gibt das Kurzporträt der Sommerblumen.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Geeignet ist nährstoffarmer bis mäßig nährstoffreicher, gut durchlässiger, neutraler oder idealerweise alkalischer Boden. Volle Sonne erforderlich.
- Bodenart
Kalkhaltige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist nährstoffarmer bis mäßig nährstoffreicher, gut durchlässiger, neutraler oder idealerweise alkalischer Boden.
- Anbauort
Die Pflanze eignet sich für trockene Steinmauern.
Aussaat und Vermehrung
- Saattiefe
Samen nur leicht bedecken.
Pflege
- Pflege
Für das Überdauern eines weiteren Winters sehr gut durchlässigen, trockenen Boden sicherstellen.
- Düngung
Bei Gartenformen des Goldlacks ist zusätzliche Düngung nicht zwingend nötig. Nach dem Winter kann ein Stauden-Dünger Wachstum und Blüte unterstützen.
Lebensform und Verwendung
- Verwendung
Die Pflanze eignet sich für Terrassen- und Gefäßbepflanzung, Blumenrabatten und Beete, Böschungen und Hänge.
Wo Goldlack stehen will
Goldlack bevorzugt sonnige, geschützte Gartenlagen und braucht volle Sonne. Beschrieben wird er auch für trockene Steinmauern sowie für Böschungen und Hänge. Welcher Platz in Beet, Steingarten, Hochbeet oder Kübel zu ihm passt, klärt der Ratgeber, welcher Standort Goldlack üppig blühen lässt.
Welcher Boden passt zu Goldlack?
Goldlack will einen gut durchlässigen Boden, der nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich sein darf. Der pH-Wert soll neutral oder idealerweise alkalisch sein. Als passende Bodenarten eignen sich Kalkboden, Lehmboden und Sandboden. Tonboden fehlt in dieser Aufzählung. Auch beim Wasser ist Goldlack bescheiden, sein Feuchtebedarf wird als trocken eingestuft. Seine Reaktionszahl nach Ellenberg liegt bei 9 und damit am kalkreichen Ende der Skala.
Die Reaktionszahl nach Ellenberg ordnet Pflanzenarten nach dem Boden-pHDer Boden-pH-Wert beschreibt, ob ein Boden sauer, neutral oder alkalisch ist. Er beeinflusst die Tätigkeit der Bodenorganismen und zeigt, ob ein Gartenboden eine Kalkgabe braucht. ihres Standorts ein. Die Skala reicht von 1 für stark sauer bis 9 für basisch und kalkreich.
Bodenart mit der Fingerprobe erkennen
Für die Fingerprobe nimmst du leicht feuchte Erde aus dem geplanten Beet und knetest sie zwischen den Fingern. Fühlt sie sich körnig an und zerfällt, spricht das für Sandboden. Lässt sie sich gut formen und klebt, deutet das auf Tonboden hin. Die Probe unterscheidet die Bodenarten nur näherungsweise, für eine erste Einordnung reicht sie aber. Ich nehme sie an mehreren Stellen des Beets und notiere mir, wo die Erde klebt.
Tonboden gehört nicht zu den genannten Bodenarten, und Goldlack will gut durchlässigen Boden. Eine klebrige, gut formbare Probe ist für dich also das Zeichen, den Boden vor der Aussaat zu verbessern. Körniger Sandboden steht dagegen schon auf der Liste.
Muss ich für Goldlack kalken?
Für Goldlack zählt die Richtung, nicht eine einzelne Zahl: neutral oder alkalisch, ein saurer Boden gehört nicht zu seinem Profil. Ob dein Beet dort liegt, zeigt eine Bodenuntersuchung. Die Standarduntersuchung von Gartenboden erfasst üblicherweise PhosphatPhosphat ist die Form, in der der Pflanzennährstoff Phosphor im Garten meist angegeben wird: als Phosphatgehalt im Befund der Bodenuntersuchung und als Phosphatanteil auf Düngerpackungen, dort mit dem Kürzel P2O5., Kalium und den Kalkbedarf. Mit einer Probe klärst du so Kalk und GrunddüngungDie Grunddüngung ist die Düngergabe unmittelbar zu Beginn einer Kultur oder der Wachstumszeit. Was die Pflanzen danach noch brauchen, bekommen sie mit einer oder mehreren Nachdüngungen, den sogenannten Kopfdüngungen. in einem Schritt.
Kalk kommt nur ins Beet, wenn der gemessene pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig liegt. Ob gekalkt werden sollte, hängt neben dem pH-Wert auch von Bodenart und Humusgehalt ab. Weil die Untersuchung den Kalkbedarf mit ausweist, ist der Befund dein Maßstab und keine Kalkmenge aus dem Gedächtnis. Liegt dein Boden schon im alkalischen Bereich, ist das für Goldlack die Wunschlage, und du musst nichts gegensteuern.
Ich lasse den Boden vor jeder Neuanlage eines Beets untersuchen und hefte den Befund zu meinem Gartenplan. Vor der Probenahme dünge ich die Fläche nicht.
So nimmst du die Bodenprobe
Die Probe ist schnell genommen, wenn du die Eckpunkte kennst.
| Punkt | So gehst du vor |
|---|---|
| Zeitpunkt | nach der Ernte und vor der Düngung, zwischen Herbst und Frühjahr |
| Rhythmus | vor der Neuanlage, danach alle 3–5 Jahre |
| Vorher | nicht düngen |
| Mischprobe | 10–15 Einzelproben aus einem Nutzungsbereich mischen |
| Menge | rund 500 g einsenden |
| Flächen | unterschiedlich genutzte Gartenflächen getrennt untersuchen lassen |
Wer Goldlack zwischen Mai und Juli säen will, nimmt die Probe im Herbst, Winter oder Frühjahr davor.
Wie verbessere ich schweren oder sandigen Boden?
Zeigt die Fingerprobe einen schweren, klebrigen Boden, arbeitest du gewaschenen Sand ohne Feinanteile ein. Je nach Ausgangszustand sind das 2 bis 5 Liter je Quadratmeter. Dazu kommt organisches Material, denn es verbessert in schweren Böden die KrümelstrukturKrümelstruktur bedeutet: Die Bodenteilchen halten zu lockeren, mit bloßem Auge sichtbaren Krümeln zusammen, zwischen denen viele Hohlräume bleiben. Der Boden baut sie selbst auf, getragen von aktivem Bodenleben, gutem Humus und ausreichend Ton und Kalk. und die Durchlüftung. Kompost etwa lockert schwere Gartenböden. Ich verteile Sand und Kompost auf der Fläche und arbeite beides zusammen ein, bevor ich das SaatbeetDas Saatbett ist die vorbereitete obere Bodenschicht eines Beetes, in die du säst. Es soll eben, frei von Steinen und groben Schollen und feinkrümelig sein, und zwar umso feiner, je feiner die Samen sind. fein harke.
Bestehende Zierbeete lockerst du mit einem Sauzahn, ohne die Bodenschichten zu wenden. Die gelockerte Fläche betrittst du möglichst nicht, damit ihre Poren und ihre Wasserspeicherfähigkeit erhalten bleiben.
Das frisch gelockerte Beet wird beim Säen betreten. Betreten kann dem Boden Poren und Wasserspeicherfähigkeit nehmen. Ich lege die Reihen so an, dass ich sie vom Weg oder vom Beetrand aus erreiche.
Wo der Boden trotz Sand und Kompost nach Regen nass bleibt, wechselst du besser den Platz. Goldlack ist auch für trockene Steinmauern, Böschungen und Hänge beschrieben.
Auf Sandboden verbessert organisches Material vor allem die Wasserspeicherung, Kompost verbessert in leichten Böden zudem die Speicherung von Nährstoffen. Weil Goldlack mit magerem, trockenem Boden auskommt, richtest du die Kompostmenge dort nach der Bodenprobe.
Goldlack im Kübel
Goldlack ist topfgeeignet, im Gefäß gelten aber eigene Regeln für den Wasserabzug. Die Abzugslöcher bleiben frei, das Substrat ist strukturstabil, und unter dem Gefäß muss Wasser abfließen können; Bims oder Blähton können die Struktur der Kübelerde unterstützen. Wie du Goldlack im Gefäß ziehst und überwinterst, beschreibt der Ratgeber zu Goldlack im Kübel auf Balkon und Terrasse.
Wie viel Grunddüngung braucht Goldlack?
Für Gartenformen des Goldlacks ist zusätzliche Düngung nicht zwingend nötig. Er kommt mit nährstoffarmem bis mäßig nährstoffreichem Boden aus und braucht kein üppig gedüngtes Beet. Die Grunddüngung richtest du an den Nährstoffvorräten aus, die die Bodenuntersuchung zeigt. Ist ein Nährstoff sehr hoch versorgt, lässt du ihn bei der Grunddüngung weg. Mit einbezogen wird auch der Stickstoff, den der Humus im Boden nachliefert.
Goldlack ist auf Zusatzdünger nicht angewiesen, und bei sehr hoher Versorgung entfällt der jeweilige Nährstoff. Zeigt der Befund für alle untersuchten Nährstoffe eine sehr hohe Versorgung, kann die Grunddüngung vor der Goldlack-Aussaat deshalb ganz ausbleiben. Nach dem Winter kann ein Staudendünger Wachstum und Blüte unterstützen, nötig ist er nicht.
Kompost: Menge und Zeitpunkt
Kompost kommt im Spätwinter oder Frühjahr ins Beet und nicht als pauschale Herbstgabe, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird. Ich arbeite ihn im Frühjahr ein und harke danach das Saatbeet fertig. Die folgende Faustzahl gilt für Gartenböden allgemein und ist kein eigener Wert für Goldlack.
Als allgemeine Garten-Faustzahl gelten jährlich etwa 3 Liter Kompost je Quadratmeter. Bei stark überhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten bringst du weniger aus.
Wie lege ich das Saatbeet für Goldlack an?
Als Aussaatzeit für Goldlack gilt Mai bis Juli. Den Zeitraum kannst du dir im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken markieren. Für die DirektsaatBei der Direktsaat säst du die Samen gleich an Ort und Stelle ins Beet, statt sie vorher im Haus vorzuziehen. Die Pflanzen keimen und wachsen dort, wo du sie später erntest. brauchst du ein fein geharktes, unkrautfreies und gut durchlüftetes Saatbett.
Ich lockere die Fläche mit dem Sauzahn, ziehe aufgelaufenes Unkraut samt Wurzeln heraus und harke die Oberfläche fein. Danach spanne ich eine Schnur und ziehe die Saatrillen an ihr entlang. Zwischen den Reihen lässt du 30 cm Platz. In der Reihe stehen die Pflanzen später einzeln mit 20 bis 25 cm Pflanzabstand. Wie viele Reihen auf dein Beet passen, kannst du vorher im Beetplaner einzeichnen.
Die Samen kommen 0,5 bis 1 cm tief in die Rille und werden nur leicht mit Erde bedeckt. Die Saat darf auch kurzzeitig nicht austrocknen, das gilt für zweijährigeZweijährige sind Pflanzen, die im Jahr der Aussaat nur wachsen, oft zu einer Blattrosette, und erst im nächsten Jahr blühen. Dazu gehören etwa Stiefmütterchen, Goldlack, Bartnelken und Fingerhut. Sommerblumen allgemein. Das widerspricht nicht dem trockenen Boden, den die ausgewachsene Pflanze mag, denn es betrifft nur die Aussaat. Bei passender Temperatur zeigen sich die Keimlinge nach 10 bis 21 Tagen.
Goldlack muss nicht oben auf der Erde liegen, denn er ist kein Lichtkeimer. Die Samen kommen 0,5 bis 1 cm tief in die Rille und werden nur leicht bedeckt.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Aussaatzeit | Mai bis Juli |
| Saattiefe | 0,5–1 cm, Samen nur leicht bedecken |
| Lichtkeimer | nein |
| Keimtemperatur | Untergrenze 15–18 °C, Obergrenze 18–22 °C |
| Keimdauer | 10–21 Tage |
| Reihenabstand | 30 cm |
| Pflanzabstand in der Reihe | 20–25 cm |
| Wuchsbreite | 20–30 cm |
Wie es nach dem AuflaufenAuflaufen nennt man es, wenn nach der Aussaat die Keimlinge sichtbar aus der Erde kommen. Man sagt dann auch, die Saat ist aufgegangen. weitergeht, von der Jungpflanze bis zur Samenernte, zeigt der Ratgeber, wie du Goldlack aussäst und pflegst.
Pflege und Winter in Kürze
Nach der Pflanzung
Auch später betrittst du das Beet möglichst nicht und hältst es frei von Unkraut. Die Pflege der Jungpflanzen bis zur Blüte beschreibt der Ratgeber zu Aussaat und Pflege des Goldlacks.
Durch den Winter
Goldlack ist nur bedingt winterhart, in einem dokumentierten Garten traten ab etwa −10 °C Schäden auf, und violette Farbsorten sind meist empfindlicher. Bei Kahlfrost schützt du ihn vor Wintersonne, und soll er einen weiteren Winter überdauern, braucht er sehr gut durchlässigen, trockenen Boden. Wie das an Mauern und im Steingarten gelingt, zeigt der Ratgeber, wie Goldlack im Steingarten sicher durch den Winter kommt.



