Jungfer im Grünen: Was sie Insekten bietet und wie du das förderst
- Einjährige Sommerblume aus dem Mittelmeerraum, die von Juni bis September blüht.
- Gilt als nützlingsfreundlich; für Insekten wählst du ungefüllte Blüten.
- Gefüllte Zuchtformen sind häufig steril und bieten dann keine Nahrung für Bienen.
- Für ein durchgehendes Blütenangebot ergänzt du Frühjahrs- und Herbstblüher.
- Wildbienen brauchen außerdem Nistplätze wie offene Bodenstellen und Totholz.
- Kein Lichtkeimer: Samen etwa 0,5 bis 1 cm tief säen und gleichmäßig feucht halten.
- Einige Pflanzen bis zur Samenreife stehen lassen, damit sie sich selbst aussäen kann.

Wer die Jungfer im Grünen für Bienen und andere Insekten sät, greift oft zur nächstbesten Samentüte. Enthält die Mischung gefüllte Formen, kann ein Teil der Blüten für Insekten ausfallen, denn gefüllte Zuchtformen sind häufig steril. Ich lese vor dem Kauf deshalb zuerst, welche Blütenformen in einer Tüte stecken, und erst danach die Farben.
Die Jungfer im Grünen, botanisch Nigella damascena, heißt auch Damaszener Schwarzkümmel und ist eine einjährigeEinjährige, auch Annuelle genannt, sind Pflanzen, deren Lebenszyklus üblicherweise innerhalb eines Jahres beendet ist. Sie legen als Pflanze keine Ruhezeit ein, nur ihre Samen überdauern ungünstige Zeiten. Sommerblume. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum. Wie sich Sommerblumen nach Lebensdauer und Herkunft einordnen lassen, zeigt das Kurzporträt im Sommerblumen-Ratgeber.
Warum ist die Jungfer im Grünen für Insekten wertvoll?
Die Jungfer im Grünen gilt als nützlingsfreundlich. Sie blüht von Juni bis September und bringt damit den ganzen Sommer über Blüten ins Beet. Für Insekten zählt dabei die Blütenform, denn ungefüllte Blüten erleichtern ihnen den Zugang zu Nektar und Pollen. Für bienenfreundliche Sommerbepflanzungen eignen sich viele ungefüllte und halbgefüllte Blüten als Pollen- und Nektarquellen, stark gefüllte meidest du dort besser.
NützlingeNützling ist kein biologischer Fachbegriff, sondern eine Sammelbezeichnung für wildlebende Tiere, die dem Menschen nützen: Sie fressen Schädlinge wie Blattläuse, bestäuben Pflanzen oder tragen zur Bodenfruchtbarkeit bei. sind Tiere, die Schädlinge wie Blattläuse dezimieren. Zu den natürlichen Feinden von Blattläusen gehören Marienkäfer sowie die Larven von Florfliegen und SchwebfliegenSchwebfliegen sind Fliegen mit oft schwarz-gelber, wespenähnlicher Zeichnung, die in der Luft auf der Stelle schweben können. Sie gelten als Nützlinge: Die erwachsenen Tiere bestäuben Blüten, die Larven vieler Arten fressen Blattläuse..
Die Jungfer verträgt Trockenheit, regelmäßiges Gießen fördert bei ihr aber die stetige Bildung neuer Blüten. Weil sie über mehrere Monate blüht, hält Gießen in trockenen Phasen das Blütenangebot für Insekten den Sommer über aufrecht. Ich gieße sie in Trockenzeiten deshalb früh morgens direkt auf die Erde mit, obwohl sie als trockenheitsverträglich gilt.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Kalkhaltige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Der Boden sollte gut durchlässig sein.
- Anbauort
Geeignet sind sonnige Beete, Gefäße oder Wildblumenpflanzungen mit gut durchlässigem Boden.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Direkt am endgültigen Standort säen. Herbstsaaten können Schutz durch Frühbeet oder Haube benötigen.
- Saattiefe
Das angebotene Saatgut „Nigella Jungfer im Grünen“ etwa 0,5 - 1 cm tief säen.
Pflege
- Pflege
Herbstaussaaten können Winterschutz durch Frühbeet oder Pflanzglocke benötigen.
- Düngung
Bei Pretty Rose ist im Beet keine zusätzliche Düngung nötig; Pflanzen im Topf gelegentlich düngen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.
Gefüllt oder ungefüllt: Welche Jungfer hilft Insekten?
Die Jungfer im Grünen gibt es mit gefüllten und mit ungefüllten Blüten. Manche Mischungen blühen weiß und in verschiedenen Blautönen und enthalten beide Blütenformen. Daneben werden Mischungen angeboten, die ausdrücklich gefüllt blühen.
Für Insekten macht das einen Unterschied. Gefüllte Zuchtformen sind häufig steril und bieten dann keine Nahrung für Bienen. Vollständig gefüllte Zierblüten können zudem als Pollenquelle ausfallen. Säst du eine Mischung mit beiden Formen, ist für Insekten nur der ungefüllte Anteil die sichere Wahl. Für Insektenbeete nehme ich Tüten, die ungefüllte Blüten ausweisen, gefüllte Formen setze ich nur dorthin, wo es mir ums Aussehen geht.
Sind gefüllte Blüten für Insekten immer wertlos? So pauschal stimmt das nicht. Auch gefüllt blühende Zierpflanzen können noch zugänglichen Pollen oder Nektar bilden, die Füllung allein bestimmt den Bienenwert also nicht sicher. Für ein Beet, das Insekten Nahrung liefern soll, bleibt die ungefüllte Jungfer trotzdem die verlässlichere Wahl.
Einen Überblick, welche Farbvarianten und Sorten es von der Jungfer gibt, findest du in einem eigenen Ratgeber.
Welche Pflanzen ergänzen die Jungfer übers Jahr?
Insekten brauchen ungefüllte Blüten vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätherbst. Die Jungfer blüht von Juni bis September, allein deckt sie also nur den Sommer ab. Für ein durchgehendes Angebot kombinierst du sie mit Pflanzen, die zu anderen Zeiten blühen.
| Zeitraum | Partner | Was sie beitragen |
|---|---|---|
| Frühjahr | Krokus, Lungenkraut | Blüten, bevor die Jungfer beginnt |
| Sommer | Kornblume, Schmuckkörbchen, ungefüllte Tagetes | Kornblume blüht von Mai bis Oktober, ungefüllte Tagetes bieten frei zugänglichen Nektar |
| Herbst | ungefüllte Herbstastern wie Raublatt- und Glattblatt-Astern | Blüten bis zum ersten Frost |
Raublatt- und Glattblatt-Astern werden von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und Tagfaltern besucht. Die Jungfer selbst wird 30 bis 60 cm hoch und bildet im Beet einen filigranen Kontrast zu Sonnenhut und Dahlien. Auch bei solchen Partnern wählst du für Insekten ungefüllte oder halbgefüllte Blüten. Als Sommerblume eignet sich die Jungfer außerdem als Lückenfüller im Staudenbeet und als Folgebepflanzung nach frühblühenden Zwiebelgewächsen. Die Blühzeiten deiner Pflanzen kannst du im Beetplaner über die Saison verteilen.
Was brauchen Insekten im naturnahen Garten außer Blüten?
Blüten allein reichen Wildbienen nicht. Sie brauchen auch Nistplätze, die unter anderem offene Bodenstellen und Totholz bieten können. Bodennistende Wildbienen finden Lebensraum an offenen, besonnten und möglichst ungestörten Stellen. Am sonnigen Beetrand lasse ich deshalb ein Stück Boden frei und hacke dort nicht.
Die Jungfer stammt aus dem Mittelmeerraum, und einige spezialisierte Wildbienen sind auf bestimmte heimische Pflanzen angewiesen. Für diese Arten ersetzt sie keine heimische Pflanze, sie ergänzt das Angebot nur. Im privaten Garten kannst du nichtheimische Arten wie die Jungfer verwenden. Für Aussaaten in der freien Natur sind dagegen heimische Pflanzen regionaler Herkunft vorgesehen, die Jungfer gehört also ins Gartenbeet.
Schmetterlinge brauchen außer Blüten auch Futterpflanzen für ihre Raupen. Für die Raupen von Tagpfauenauge und Kleinem Fuchs sind Brennnesseln wichtige Nahrungspflanzen. Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten fördern zudem die Ansiedlung von Nützlingen, die Blattläuse dezimieren. Steht die Jungfer zwischen Stauden, schneidest du deren vorjährige Stängel erst im Frühjahr ab, denn über Winter stehen gelassene Staudenstängel bieten Insekten Quartiere. Bei Blattläusen schaue ich zuerst, ob schon Nützlinge an der Pflanze sitzen, und spritze die Läuse nur nötigenfalls mit einem Wasserstrahl ab.
So förderst du Insekten rund um die Jungfer im Grünen.
- ungefüllte Blüten säen
- Frühjahrs- und Herbstblüher ergänzen
- offene, besonnte Bodenstellen und Totholz lassen
- heimische Pflanzen dazusetzen
- Brennnesseln für Raupen stehen lassen
- Staudenstängel erst im Frühjahr schneiden
Kapseln stehen lassen oder Verblühtes ausputzen?
Nach der Blüte bildet die Jungfer ihre Samenkapseln. Die etwa 3 cm lange Kapsel ist zuerst grün mit violetten Längsstreifen und wird während der Reife papierartig hellbraun. Das Entfernen welker Blüten kann bei Sommerblumen weitere Blüten fördern, begrenzt aber die Samenbildung. Die einjährige Jungfer kann sich selbst aussäen, braucht dafür aber reife Samen. Wer alles Verblühte abschneidet, verzichtet also auf die SelbstaussaatSelbstaussaat heißt, dass sich eine Pflanze ohne Zutun des Gärtners über ihre Samen verbreitet. Die Sämlinge tauchen dann auch an Stellen auf, an denen niemand sie gepflanzt hat. im nächsten Jahr.
Ich teile das Beet deshalb auf: In der Mitte putze ich Verblühtes aus, am Rand lasse ich einige Pflanzen bis zur SamenreifeSamenreife ist der Zustand, in dem Samen voll ausgereift sind und sich zur Ernte eignen. Du erkennst sie daran, dass sich die Samen leicht oder sogar von selbst aus ihrer Samenhülle lösen. stehen. Für Trockensträuße schneidest du die Kapseln dagegen vor der Samenreife. Willst du Samen für die eigene Nachzucht, lässt du einzelne Blüten ausreifen und erntest bei trockenem Wetter. Wie du ihre Selbstaussaat förderst und lenkst, beschreibt ein weiterer Ratgeber.
Die Pflanzen, die Samen bilden sollen, markiere ich mit einem Stab, bevor ich mit der Schere durchs Beet gehe.
Aussaat, Standort und Pflege in Kürze
Gesät wird die Jungfer im Grünen direkt am endgültigen Standort, im FreilandFreiland ist die offene Anbaufläche unter freiem Himmel, im Garten also das normale Beet. Anders als im Gewächshaus oder im begehbaren Folientunnel wachsen die Pflanzen dort ohne feste Schutzhülle. von April bis Juni. Sie ist kein LichtkeimerLichtkeimer sind Pflanzen, deren Samen zum Keimen Licht brauchen. Bei der Aussaat werden sie deshalb nur angedrückt und nicht mit Erde bedeckt; ob eine Art dazugehört, steht meist auf der Samentüte.: Die Samen kommen etwa 0,5 bis 1 cm tief in die Erde, die du gleichmäßig feucht hältst. Separat erklärt ist, wann und wie du die Jungfer säst und ihre Sämlinge bis zur Blüte pflegst. Deine Saattermine für weitere Sommerblumen planst du mit dem Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.
Die Jungfer braucht einen sonnigen Platz mit gut durchlässigem Boden. Im Gefäß lässt sie sich ebenfalls ziehen, wenn überschüssiges Wasser durch Abzugslöcher ablaufen kann. Grundsätzliches zu Licht, Boden und pH-WertDer pH-Wert gibt an, wie sauer oder alkalisch etwas ist, etwa Gartenboden, Blumenerde, Gießwasser oder Kompost. Die Skala reicht von 0 bis 14; der Wert 7 gilt als neutral, niedrigere Werte sind sauer, höhere alkalisch. steht im Abschnitt Standort und Boden des Sommerblumen-Ratgebers.
Zur Pflege gehören vor allem das Gießen in Trockenzeiten und die Entscheidung, wie viel du ausputzt. Ausführlich beschrieben ist, wie du die Jungfer im Naturgarten anbaust und welchen Nutzen sie dort bringt. Als Schnittblume eignet sie sich ebenfalls, für fortlaufenden Schnitt sind Folgesaaten im Abstand von 2 bis 3 Wochen sinnvoll. Weitere Verwendungen stellt der Ratgeber zu ihren Sorten und Farben vor.




