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Akelei im Gartenstil: So setzt du sie vom Bauerngarten bis zum modernen Beet ein

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 11 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Die Gemeine Akelei passt in Bauern-, Cottage- und Naturgärten und eignet sich zur Unterpflanzung von Rosen und Gehölzen.
  • Die Gemeine Akelei braucht fruchtbaren, feuchten, aber gut durchlässigen Boden in Sonne bis Halbschatten.
  • Nach der Blüte wirkt das Laub weniger attraktiv: Plane Nachbarstauden ein, die es verdecken, ohne die Akelei zu überwuchern.
  • Akeleien kreuzen sich leicht. Soll ein Farbbild bleiben, schneidest du nach der Blüte zurück.
  • Im Steingarten gehören niedrige Arten an frische, halbschattige Plätze am Stein, nicht auf die trockene Sonnenseite.
  • Die Gemeine Akelei ist in allen Pflanzenteilen giftig und in Deutschland besonders geschützt.
Eine blaue Blüte der Gemeinen Akelei (Aquilegia vulgaris) mit ihren charakteristischen Spornen und mehreren Blütenknospen an einem behaarten Stängel
Foto: Hans · Pixabay Content License · Quelle ↗

Im Mai sieht eine Akelei fast in jedem Beet gut aus. Schwierig wird es danach: Das Laub wirkt nach der Blüte weniger attraktiv, Samen fallen aus, und im nächsten Jahr können Farben blühen, die du nie gepflanzt hast. Ob die Akelei zu deinem Gartenstil passt, entscheidet deshalb vor allem die Planung für die Zeit nach der Blüte. Ich lege bei jeder neuen Pflanzung zuerst fest, welche Nachbarn den Platz neben der Akelei übernehmen und ob sie sich aussäen darf.

Die Akelei (Aquilegia) gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Die heimische Gemeine oder Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris) ist eine krautige, mehrjährige und winterharte Staude. An ihren meist blauvioletten, nickenden Blüten sitzen Sporne, die an der Spitze hakig eingerollt sind. Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Was die Pflanze sonst ausmacht, liest du im Porträt über die Akelei und ihre Pflege im Garten.

Welche Akelei passt zu welchem Gartenstil?

Jeder Gartenstil verlangt etwas anderes von einer Pflanze: Fülle, Ordnung, Wildheit oder eine klare Farbe. Die Übersicht ordnet zu, welche Akelei wohin passt und wie du sie dort einsetzt. In den folgenden Abschnitten findest du die Gestaltung im Einzelnen.

Gartenstil Passende Akelei So setzt du sie ein
Bauerngarten Gemeine Akelei in die Beetmitte zwischen Stauden mit frischem Boden, die das Beet nach ihrer Blüte füllen
Cottage Garden Gartenformen und Mischungen, auch die langspornigen McKana-Hybriden unter Rosen und zwischen Stauden frei aussäen lassen, Sämlinge auslesen
Naturgarten Gemeine Akelei am Gehölzrand und in der Wildblumenwiese, Samen ausreifen lassen
Steingarten niedrige Arten wie Aquilegia flabellata und Aquilegia einseleana an kleinen, frischen Plätzen im Halbschatten am Stein
Moderner Garten eine Form in einer Farbe, etwa die Dunkle Akelei in wiederholten Gruppen im Raster, Samenstände nach der Blüte abschneiden
Gefäß im Designgarten Biedermeier-Mischung kompakt im Topf an sonnigen bis halbschattigen Plätzen, Erde nicht austrocknen lassen

Was gilt für die Akelei in jedem Gartenstil?

Erst der Boden, dann der Stil

Die Gemeine Akelei braucht fruchtbaren, feuchten, aber gut durchlässigen Boden und wächst in Sonne bis Halbschatten. Beim pH-Wert ist sie nicht wählerisch, denn saure, neutrale und alkalische Böden kommen infrage. Wie du den passenden Platz für deine Akelei findest und schwierigen Lagen nachhilfst, erklärt der Standort-Ratgeber.

Nach der Blüte: Nachbarn einplanen

Ist die Blüte vorbei, wirkt das Akeleilaub weniger attraktiv. Plane deshalb Nachbarstauden ein, die es dann verdecken, ohne die Akelei zu überwuchern. Stabiler und pflegeleichter wird so eine Gemeinschaft, wenn alle Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht haben. In einseitig betrachteten Beeten stehen höhere Leitstauden hinten und niedrige Bodendecker vorn. Setz die Akelei dort in die Beetmitte statt an die Kante, damit ihr Laub nach der Blüte nicht in der ersten Reihe steht. Welche Stauden sich farblich und vom Standort her eignen, sammelt der Ratgeber mit Pflanzpartnern für die Akelei.

Samen stehen lassen oder abschneiden?

Akeleien, die zusammen wachsen, kreuzen sich leicht: Dabei können neue Farbvarianten entstehen, und eine Sorte bleibt über Selbstaussaat kaum dauerhaft rein. Ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert die Samenbildung und begrenzt so die Selbstaussaat. Für die Gestaltung heißt das: Wo sich die Akelei frei mischen darf, bleiben die Samenstände stehen, und wo ein Farbbild halten soll, schneidest du ab. Die Grundlagen zur Vermehrung über Samen und Teilung findest du im Stauden-Ratgeber im Abschnitt Teilen, Stecklinge und Selbstaussaat.

Mini-Checkliste

Bleibt der Boden am geplanten Platz frisch und trotzdem durchlässig? Welche Nachbarstaude verdeckt das Laub nach der Blüte? Darf sich die Akelei aussäen, oder soll ein Farbbild bleiben? Wachsen gleich daneben Kräuter oder Salat, die jemand pflücken könnte?

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Wie setzt du Akelei im Bauerngarten ein?

Ein Bauerngarten gliedert sich in klar abgegrenzte Beete, in denen Blumen, Kräuter und Gemüse dicht beieinander wachsen. Die Gemeine Akelei gehört zu diesem Bild, denn in der Gartenkultur wurde sie als Marienblume verwendet. Ich setze sie im Bauerngarten in die Mitte der Blumenbeete und lasse links und rechts Platz für Stauden, die das Beet nach ihrer Blüte füllen.

Als Nachbarn passen Stauden, die ebenfalls frischen, humosen Boden brauchen. Hoher Phlox bevorzugt einen stets frischen, lehmig-humosen Boden mit organischer Mulchschicht und wird deutlich höher als die Akelei. Er teilt also ihren Anspruch an den Boden und füllt das Beet, wenn das Akeleilaub nachlässt. Hoher Staudenrittersporn braucht tiefgründigen, lehmigen und humusreichen Boden mit gutem Wasserspeichervermögen und fügt sich deshalb ebenfalls in diese Gemeinschaft ein.

Gemüse und Kräuter bekommen im Bauerngarten eigene Beete. Welche Gemüse sich dort als Nachbarn vertragen, kannst du in der Mischkultur-Übersicht nachsehen. Die Akelei selbst setzt du nicht zwischen Kräuter und Salat, weil sie giftig ist.

Achtung

Die Gemeine Akelei ist in allen Pflanzenteilen giftig und wird nicht gegessen. Setz sie nicht direkt neben Pflückkräuter oder Salat, und erklär Kindern, dass keine Pflanzenteile in den Mund gehören. Besteht der Verdacht, dass jemand davon gegessen hat, ruf ein Giftinformationszentrum an oder hol ärztliche Hilfe, und löse kein Erbrechen aus. Mehr zu Schönheit und Risiken der Akelei im Garten liest du im Überblick dazu.

Wie wirkt Akelei im Cottage Garden?

Der Cottage Garden wirkt dichter und freier als der Bauerngarten. Stauden, Rosen und Sommerblumen wachsen ineinander, eine strenge Beetordnung gibt es kaum. Hier wird die Neigung der Akelei, sich auszusäen und zu kreuzen, zum Gestaltungsmittel, weil sich das Beet dadurch von Jahr zu Jahr in Farbe und Verteilung verändern kann.

Setz die Akelei in Gruppen unter die Rosen, denn die Gemeine Akelei eignet sich zur Unterpflanzung von Rosen. Daneben passen Stauden mit ähnlichen Ansprüchen. Die Margerite wächst in mäßig nährstoffreichem, feuchtem und gut drainiertem Boden, in Sonne oder Halbschatten. Wald-Vergissmeinnicht mag humusreichen, gleichmäßig feuchten und gut durchlässigen Boden. Es sät sich ebenfalls aus, wenn die Pflanzen bis zur Samenreife stehen bleiben.

Gelbe Töne bringt die Gold-Akelei (Aquilegia chrysantha), eine hohe, gelb blühende Art. An der Entstehung der langspornigen McKana-Hybriden war sie beteiligt. Wenn du ein festes Farbbild willst, etwa nur eine Farbe unter den Rosen, pflanzt du eine einzige Akelei-Form und schneidest nach der Blüte zurück. Soll das Beet wild wirken, lässt du die Samenstände stehen und liest im Frühjahr die Sämlinge aus.

Marias Erfahrung

Ich lasse im Cottage-Beet an ein paar Pflanzen die Samenstände stehen und schneide die übrigen nach der Blüte ab. Im Frühjahr ziehe ich die Sämlinge heraus, die zu dicht stehen oder in den Weg wachsen. So entscheide ich jedes Jahr neu, wie viel Akelei das Beet tragen soll.

Warum passt Akelei in den Naturgarten?

Im Naturgarten zählen heimische Pflanzen, Lebensraum für Tiere und der Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz. Die Gemeine Akelei passt in dieses Konzept, denn sie ist in Deutschland heimisch und gilt als nützlingsfreundlich.

Heimisch, geschützt und kreuzungsfreudig

Die Gemeine Akelei ist in Deutschland besonders geschützt. Pflanzen und Saatgut holst du deshalb aus Gärtnerei und Samenhandel, statt Akeleien am Waldrand auszugraben. Gartenformen der Gemeinen Akelei können durch Einkreuzung die genetische Zusammensetzung einheimischer Wildbestände verändern. Weil sich Akeleien, die nah beieinander wachsen, leicht kreuzen, verzichtest du in der Nähe wilder Vorkommen auf bunte Gartenformen und bleibst bei der Wildart.

Was finden Bestäuber an der Akelei?

Für Bestäuber ist die Akelei wegen ihrer Nektarsporne interessant. Wer an den Nektar kommt, hängt vom Bau dieser Sporne ab.

Kurz erklärt

Akeleien tragen Nektarsporne. Wie lang und wie stark gekrümmt sie sind, beeinflusst, welche Bestäuber an den Nektar gelangen. Bei der Gemeinen Akelei sind die Sporne an der Spitze hakig eingerollt, bei der Kanadischen Akelei verlaufen sie gerade.

Ein Teil der dürren Staudenstängel kann ganzjährig stehen bleiben und Insekten weiter Unterschlupf bieten. Ich räume das Naturbeet deshalb nicht vollständig ab und lasse an einer geschützten Stelle einen Teil der trockenen Stängel bis ins nächste Jahr stehen.

Am Gehölzrand und in der Wildblumenwiese

Die Gemeine Akelei eignet sich für naturnahe Gärten, Wildblumenwiesen und die Unterpflanzung von Gehölzen. Am Gehölzrand kommt es auf die Wurzelkonkurrenz an. Die geprüfte Staudenmischung Schattenjuwelen, zu der Aquilegia vulgaris ‘Alba’ gehört, ist für Standorte ohne oder mit mäßigem Wurzeldruck vorgesehen. Wähle für die Akelei deshalb Stellen, an denen die Wurzeln der Gehölze den Boden nicht dicht durchziehen.

In einer Blumenwiese soll die Saatgutmischung zum vorhandenen Boden passen. Beim Mähen berücksichtigst du die Samenbildung der Pflanzen, die du fördern willst. Soll sich die Akelei in der Wiese über Samen verbreiten, mähst du also erst, wenn sie ihre Samen gebildet hat.

Partner nach dem Wildstandort wählen

Ökologische Zeigerwerte kennzeichnen die Standorte, an denen eine Wildart wächst. Für die Gemeine Akelei sehen sie so aus:

Zeigerwert Gemeine Akelei Skala
Lichtzahl 6 1 Tiefschatten bis 9 Volllicht
Feuchtezahl 4 1 Trockenheitszeiger bis 9 Nässezeiger
Reaktionszahl 7 1 stark sauer bis 9 basisch und kalkreich
Stickstoffzahl 4 1 stickstoffärmst bis 9 übermäßig stickstoffreich

Licht- und Feuchtezahl liegen nahe der Skalenmitte, die Reaktionszahl weist eher auf kalkreiche als auf saure Böden. Pflanzgemeinschaften werden stabiler, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche haben, deshalb passen Wildstauden mit ähnlichen Werten zur Akelei. Die heimische Margerite hat ebenfalls die Feuchtezahl 4. Mit der Lichtzahl 7 steht sie etwas heller, also setzt du sie an die sonnigere Seite der Akelei-Gruppe.

Wohin gehört Akelei im Steingarten?

Steingartenpflanzen wie Blaukissen wachsen in durchlässigen, steinigen und meist nährstoffarmen Böden. Für die Akelei passt dort nicht jede Ecke, denn sie braucht einen frischen Boden. Niedrige Arten wie Aquilegia flabellata und Aquilegia einseleana eignen sich für kleine, frische Pflanzplätze im Halbschatten in Verbindung mit Stein. Die Alpen-Akelei (Aquilegia alpina) mit ihren blauen Blüten bevorzugt kühle Standorte mit tiefgründigem Boden, der auch im Sommer nicht völlig austrocknet.

Blaukissen brauchen dagegen einen sonnigen Platz, und die Immergrüne Schleifenblume zählt zu den trockenheitsliebenden Kiesbeetstauden. Beide Gruppen in dieselbe Pflanztasche zu setzen, ginge gegen ihre Ansprüche, deshalb teilst du den Steingarten in Zonen. Die Sonnenseite bekommen die Polster, die schattigere und frischere Seite die Akeleien. Ich setze niedrige Akeleien an die Schattenseite größerer Steine und prüfe dort im Sommer mit dem Finger, ob die Erde frisch bleibt. Wie du einem Steingartenplatz für die Akelei nachhilfst, beschreibt der Standort-Ratgeber für die Akelei.

Häufiger Fehler

Die Akelei landet im sonnigen Kiesbeet zwischen trockenheitsliebenden Stauden. Dort fehlt ihr der frische Boden, den sie braucht, und die kompakte Biedermeier-Mischung ist nicht trockenheitstolerant. Setz sie stattdessen an eine halbschattige, frische Stelle am Stein.

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Wie passt Akelei in moderne Gärten und Designgärten?

Moderne Gärten arbeiten mit klaren Linien, wenigen Pflanzenarten und ruhigen Farbflächen. Die Akelei passt hinein, wenn du sie streng einsetzt: eine Form, eine Farbe, in wiederholten Gruppen im Raster. Weil gemeinsam wachsende Akeleien sich leicht kreuzen, schneidest du hier nach der Blüte zurück, bevor sich Samen bilden. So bleibt das Farbbild ruhig.

Zahl im Blick

Für die Gemeine Akelei sind 25 cm Pflanzabstand in der Reihe und 25 cm Reihenabstand angegeben, gesetzt als frei wachsende Staude im Raster. Die kompakte Biedermeier-Mischung wird etwa 30 bis 40 cm hoch. Für die Gemeine Akelei findest du Höhenangaben von 30 bis 35 cm, aber auch von 80 cm, deshalb gilt das Etikett deiner Sorte.

Dunkle Akzente am richtigen Platz

Die Dunkle Akelei (Aquilegia atrata) blüht nahezu schwarz und hebt sich vor hellem Mauerwerk deutlich ab. Geeignet ist sie für feucht-kühle, halbschattige Standorte. Mineralischer Mulch aus Kies oder Splitt passt dagegen zu sonnig-trockenen Pflanzungen mit mageren, durchlässigen Böden. In die besonnte Kiesfläche gehört die Dunkle Akelei also nicht, ihr Platz ist die Schattenseite einer Mauer.

Als Begleiter für diesen Platz eignet sich die weißrandige Japan-Segge. Die Segge braucht einen frischen, humosen Standort im Halbschatten oder Schatten und verträgt Sonne nur bei ausreichender Bodenfeuchte. Zwischen die Akelei-Gruppen gesetzt, bleibt sie nach der Blüte als ruhige Blattfläche stehen.

Gefäße im Designgarten

Im Designgarten kann die Akelei einzeln in einem schlichten Gefäß stehen. Die kompakte Biedermeier-Mischung eignet sich für die Topfkultur und passt dort an sonnige bis halbschattige Plätze. Trockenheitstolerant ist sie allerdings nicht. Bei torffreier Erde prüfst du deshalb vor dem Gießen die Feuchte auch im unteren Bereich, weil eine trockene Oberfläche tiefere Nässe verdecken kann. Jedes Gefäß braucht freie Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser abläuft. Mehr zum Topfplatz steht im Standort-Ratgeber für die Akelei.

Wie verbindet Akelei verschiedene Gartenstile?

Viele Gärten mischen Stile, zum Beispiel einen formalen Bereich am Haus und einen naturnahen Teil dahinter. Die Gemeine Akelei eignet sich für Staudenbeete, naturnahe Gärten und Wildblumenwiesen ebenso wie zur Unterpflanzung von Rosen und Gehölzen. Dieselbe Pflanze kann also in all diesen Zonen wachsen und sie optisch verbinden, wenn du sie in jedem Bereich wiederholst.

Im formalen Teil schneidest du nach der Blüte zurück, im naturnahen Teil lässt du die Samen reifen. So bleibt vorn das Farbbild ruhig, während sich die Akelei hinten frei mischen darf. Für eine standortgerecht zusammengestellte Staudenmischpflanzung gelten 7 bis 10 Pflanzen/m² als Orientierung. Wie dicht du am Ende pflanzt, hängt vom Standort und von der gewünschten Wirkung ab. Zonen und Übergänge kannst du vorab im Beetplaner skizzieren.

Passt Akelei in den Schattengarten?

Akeleien werden häufig für überwiegend halbschattige bis schattige Gartenplätze mit anhaltend feuchtem Boden empfohlen. Am Gehölzrand achtest du zusätzlich auf den Wurzeldruck der Bäume und Sträucher. Welche Sorten sich für schattige Gärten eignen und wie du sie im Schattenbeet einsetzt, zeigt der Ratgeber zu Akelei-Sorten für schattige Gärten.

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Aussaat, Pflege und Jahreslauf in Kürze

Die Gemeine Akelei ist ein Lichtkeimer und wird von April bis Juni gesät. Für Stauden wie die Akelei gibt es ein Kaltkeimerverfahren, bei dem die Aussaat nach einer Warmphase im Haus an einem geschützten Platz draußen einen Kältereiz bekommt. Wann du was säst, zeigt dir der Aussaatkalender für Stauden zum Ausdrucken.

Ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert die Samenbildung, und bei der Biedermeier-Mischung kann danach ein weiterer Blütenflor folgen. Zeigt sich ein weißlicher, abwischbarer Belag auf der Blattoberseite, kann das auf Echten Mehltau hindeuten. Zur Vorbeugung gehören ausreichende Pflanzabstände, gute Belichtung und Durchlüftung.

Für die Gestaltung zählt im Jahreslauf vor allem die Blütezeit der Gemeinen Akelei von Mai bis August. Die Biedermeier-Mischung blüht im Juni und Juli, danach übernehmen die Nachbarstauden das Bild. Rückschnitt, Winter und Mulch bei Stauden beschreibt der Stauden-Ratgeber im Abschnitt Pflege im Jahreslauf, den Pflanzenschutz im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.

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Häufige Fragen

Was ist eine Akelei und was zeichnet Aquilegia aus?
Die Akelei (Aquilegia) gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Die heimische Gemeine Akelei ist eine krautige, mehrjährige und winterharte Staude, die von Mai bis August blüht. Typisch sind die Nektarsporne der Blüten, deren Länge und Krümmung beeinflussen, welche Bestäuber an den Nektar kommen.
Welche Akelei-Arten passen zu welchem Gartenstil?
Für Bauern- und Naturgärten passt die heimische Gemeine Akelei, die sich auch zur Unterpflanzung von Rosen und Gehölzen eignet. Niedrige Arten wie Aquilegia flabellata und Aquilegia einseleana gehören im Steingarten an kleine, frische Plätze im Halbschatten. Die nahezu schwarz blühende Dunkle Akelei setzt in modernen Beeten Akzente, braucht aber einen feucht-kühlen, halbschattigen Standort. Für Töpfe eignet sich die kompakte Biedermeier-Mischung.
Warum ist Akelei insektenfreundlich und welche Rolle spielen die Blütensporne?
Die Gemeine Akelei gilt als nützlingsfreundlich. An den Blüten sitzen Nektarsporne, und deren Länge und Krümmung beeinflussen, welche Bestäuber an den Nektar gelangen. Bei der Gemeinen Akelei sind die Sporne an der Spitze hakig eingerollt, bei der Kanadischen Akelei verlaufen sie gerade. Welche Insekten eine Akelei nutzen können, hängt also auch von der Spornform ihrer Art ab.
Wie funktioniert die Selbstaussaat bei Akelei und welche Rolle spielt die Kreuzung?
Bleiben die Blütenstände nach der Blüte stehen, bildet die Akelei Samen und kann sich im Garten selbst aussäen. Ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert die Samenbildung und begrenzt so die Selbstaussaat. Akeleien, die zusammen wachsen, kreuzen sich leicht, sodass neue Farbvarianten entstehen können und Sorten über Selbstaussaat kaum dauerhaft rein bleiben. Gartenformen können außerdem in wilde Bestände der heimischen Gemeinen Akelei einkreuzen und deren genetische Zusammensetzung verändern.
Welche Blütenfarben und Blütenformen gibt es bei Akelei?
Die Gemeine Akelei blüht meist blauviolett, mit nickenden Blüten und an der Spitze hakig eingerollten Spornen. Die Alpen-Akelei trägt blaue Blüten, die Gold-Akelei gelbe, und die Dunkle Akelei blüht nahezu schwarz. Die Kanadische Akelei hat schmale, hellrote Blüten mit geraden Spornen. An der Entstehung der langspornigen McKana-Hybriden war die Gold-Akelei beteiligt.
Wie sät man Akelei-Samen richtig aus?
Die Gemeine Akelei ist ein Lichtkeimer und wird von April bis Juni gesät, bei der Biedermeier-Mischung drückst du das Saatgut nur an. Für Stauden wie die Akelei gibt es ein Kaltkeimerverfahren: Nach einer Warmphase im Haus und einer kühleren Übergangszeit bekommt die Aussaat an einem geschützten Platz draußen einen Kältereiz. Die Sorte 'Heidi' säst du dagegen bei etwa 20 °C und hältst die Erde gleichmäßig feucht, nach der Keimung stehen die Sämlinge kühler.
Gedeiht Akelei nur im Schatten?
Nein. Die Gemeine Akelei wächst in Sonne bis Halbschatten, und die Mischung Barlow Choice passt ebenfalls an sonnige oder halbschattige Plätze mit gut gelockertem, durchlässigem Boden. Oft wird die Akelei für halbschattige bis schattige Plätze mit anhaltend feuchtem Boden empfohlen. Wichtig ist in jedem Fall ein fruchtbarer, feuchter, aber gut durchlässiger Boden.
Wie pflegt man Akelei richtig im Garten?
Halte den Boden frisch und durchlässig, denn die Akelei braucht fruchtbaren, feuchten, aber gut durchlässigen Boden. Schneidest du nach der Blüte zurück, verhinderst du die Samenbildung und damit unerwünschte Selbstaussaat. Bei der Biedermeier-Mischung kann nach einem Rückschnitt nach der ersten Blüte ein weiterer Blütenflor entstehen. Willst du, dass sich die Akelei selbst vermehrt, lässt du einige Samenstände stehen.
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