Stickstoffzahl
Die Stickstoffzahl ist einer der Zeigerwerte nach Ellenberg, also eine Kennzahl von 1 bis 9. Sie zeigt, ob eine Pflanzenart in der Natur eher auf stickstoffarmen (1) oder stickstoffreichen Standorten (9) wächst.
Ellenberg hat den Pflanzenarten Mitteleuropas Zeigerwerte zugeordnet, etwa für Licht, Feuchte, Bodenreaktion und Stickstoff. Die Stickstoffzahl beschreibt, wo eine Art in der Natur bevorzugt wächst: Arten mit dem Wert 1 kommen nur auf stickstoffärmsten Standorten vor, Arten mit 9 an übermäßig stickstoffreichen Stellen wie Viehlägerplätzen. Wachsen auf einer Fläche viele Arten mit hoher Stickstoffzahl, ist das ein Hinweis auf einen stickstoffreichen Standort.
Wichtig: Die Zahl beschreibt das Vorkommen unter Konkurrenz und sagt nichts über die besten Kulturbedingungen. Viele an Stickstoffarmut angepasste Arten wachsen schwach und können sich bei reichlicher Stickstoffversorgung kaum gegen stärkere Pflanzen behaupten. Die Werte dienen nur der Orientierung und gelten im Grunde nur für das westliche Mitteleuropa. Mit dem N im NPK-Verhältnis auf Düngerpackungen hat die Stickstoffzahl nichts zu tun: Sie ist kein Messwert für den Boden, sondern ordnet Pflanzenarten ein.
Beispiel aus dem Garten
Bevor ich Arten für meine ungedüngte Wildblumenecke auswähle, schlage ich ihre Stickstoffzahl in einer Zeigerwert-Tabelle nach. Steht dort eine niedrige Zahl, kommt die Art in der Natur eher auf stickstoffarmen Standorten vor, und genau solche Arten nehme ich für diese Fläche, die ich nicht dünge.
Quelle: Bundesamt für Naturschutz (FloraWeb) ↗ – FloraWeb - Anwendung ökologischer Merkmale, Abschnitt Zeigerwerte. Geprüft am .
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