Ziergräser und Bambus natürlich düngen: Kompost, Hornspäne, Mulch
- Gedüngt wird nach Bodenuntersuchung; Nährstoffe aus Kompost und Mist rechnest du mit.
- Kompost kommt im Spätwinter oder Frühjahr aufs Beet, im Jahr höchstens 2 bis 3 l/m².
- Stickstoff gibt es nur in der Vegetationsperiode und ab dem Spätsommer nicht mehr.
- Für Bambus passt ein stickstoffbetonter Langzeitdünger mit wenig Phosphor, organisch etwa Hornspäne oder kompostierter Mist.
- Ziergräser düngst du nach Standort; Gräser natürlich magerer Standorte erst bei erkennbarem Mangel.
- Roher Rindenmulch bindet Stickstoff; auf trockenen, mageren Flächen passt mineralischer Mulch.

Organisch düngen wirkt bei Bambus und Ziergräsern wie die sichere Wahl. Doch auch Kompost kann den Boden mit Phosphat überversorgen, und Stickstoff zur falschen Zeit kann als Nitrat ausgewaschen werden. Ich fange deshalb nicht beim Dünger an, sondern bei der Bodenprobe und beim natürlichen Standort des Grases. Erst danach entscheide ich, ob Kompost, Hornspäne, Mulch oder gar nichts dazukommt.
Natürlich düngen heißt hier zweierlei. Du gibst organisches Material, dessen Nährstoffe BodenorganismenBodenorganismen sind die Lebewesen im Boden: winzige Bakterien, Pilze und Algen ebenso wie Bodentiere vom Einzeller über den Regenwurm bis zu Wirbeltieren. Zusammen bilden sie das Bodenleben. erst aufschließen. Und du verbesserst den Boden selbst mit Humus, Mulch und Gründüngung, damit er Wasser und Nährstoffe besser speichert.
Was natürliche Düngung umweltfreundlich macht
Umweltfreundlich ist vor allem eine Düngung, die zum Bedarf passt. Die Menge richtet sich nach Bodenuntersuchung, Pflanzenbedarf und Angabe auf der Packung. Kompost und StallmistStallmist ist ein Wirtschaftsdünger aus der Tierhaltung, etwa von Rindern oder Pferden, bei dem der Dung der Tiere meist mit Einstreu vermischt ist. Er verbessert den Boden und liefert zugleich reichlich Nährstoffe. liefern neben organischer Substanz auch Nährstoffe, deshalb rechnest du sie mit. Wer das vergisst, düngt doppelt.
Ebenso wichtig ist der Zeitpunkt. Überhöhte, zu häufige oder außerhalb der Vegetationsperiode ausgebrachte Stickstoffgaben können als Nitrat ausgewaschen werden. Stickstoff bleibt deshalb auf die Vegetationsperiode beschränkt und unterbleibt ab dem Spätsommer, damit die Pflanzen ausreichend aushärten. Kompost bringst du aus demselben Grund im Spätwinter oder Frühjahr aus, nicht im Herbst. Zu späte oder zu reichliche Düngung erhöht bei Stauden und Gehölzen zudem die Gefährdung im Winter. Wie du mit der Düngung vor und nach dem Winter die Winterhärte von Bambus und Gräsern unterstützt, steht im Ratgeber dazu.
Organisch oder mineralisch: eine Abwägung
Mineralische Dünger sind nicht von vornherein die schlechtere Wahl. Leicht lösliche Mineraldünger wirken schnell, können bei nicht bedarfsgerechter Anwendung aber Stickstoffverluste durch Auswaschung verursachen. Umhüllte DepotdüngerDepotdünger ist ein mineralischer Dünger, dessen Nährstoffe von einer Hüllschicht ummantelt sind. Durch diese Hülle werden sie nicht auf einmal, sondern langsam nach und nach freigesetzt. geben ihre Nährstoffe dagegen nach und nach durch die Hüllschicht frei. Wer überwiegend mineralisch düngt, muss dem Boden zusätzlich organisches Material geben, damit seine Struktur langfristig erhalten bleibt.
Organische Dünger bringen dieses Material gleich mit. Ihre Nährstoffe werden erst pflanzenverfügbar, wenn Bodenorganismen sie zersetzen und mineralisieren. Das macht sie langsamer, aber nicht berechenbarer. Bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe setzen sie kaum Nährstoffe frei, bei feuchtwarmer Witterung unter Umständen sehr viel.
„Organischer Dünger kann nicht überdüngen.“ Das stimmt so nicht. Organische Dünger können bei feuchtwarmer Witterung unter Umständen sehr viele Nährstoffe freisetzen, und überhöhte Stickstoffgaben können als Nitrat ausgewaschen werden. Auch Kompost kann den Boden mit Phosphat überversorgen. Über die Umweltbilanz entscheidet die Menge, nicht allein die Herkunft.
Holzasche gehört weder direkt ins Beet noch auf den Kompost, auch wenn sie aus naturbelassenem Holz stammt. Größere Ascheanteile können bei der Eigenkompostierung Schwermetalle im Kompost anreichern.
Erst messen, dann düngen
Ich nehme vor jeder Neuanlage eine Bodenprobe, bevor irgendetwas gedüngt wird. Die Untersuchung zeigt, welcher Nährstoff nach Art und Menge fehlt und ob überhaupt etwas fehlt. Liegen Phosphat, Kalium oder Magnesium in den hohen Gehaltsklassen D oder E, setzt du die Düngung mit genau diesem Nährstoff aus.
Eine Standarduntersuchung erfasst üblicherweise Phosphat, Kali und den Kalkbedarf. Stickstoff musst du gesondert beauftragen. Beim Bambus ist dieser Zusatz sinnvoll: Für ihn wird ein stickstoffbetonter Dünger empfohlen, und genau diesen Nährstoff misst die Standardprobe nicht mit.
Wer regelmäßig Kompost gibt, lässt alle 4 bis 5 Jahre prüfen, ob sich Phosphor und Kalium anreichern. Bei stark erhöhten Werten schränkst du weitere Kompostgaben ein.
So nimmst du die MischprobeEine Mischprobe ist eine Bodenprobe, die aus Erde von mehreren Stellen derselben Fläche zusammengemischt wird. So zeigt die Untersuchung im Labor den Zustand der ganzen Fläche und nicht nur den einer einzelnen Stelle.:
- 10 bis 15 Einstiche, gleichmäßig verteilt über die einheitlich genutzte Fläche
- jeweils aus der gesamten Oberbodenschicht von 25 bis 30 cm
- alles gut mischen und davon etwa 500 g zur Untersuchung abgeben
- für Bambus den Stickstoff gesondert mit beauftragen
Aus dem Ergebnis berechnest du die Düngermenge. Du nimmst den Düngebedarf des Nährstoffs in g/m² mal 100 und teilst durch seinen Gehalt im Dünger in Prozent. Den Bedarf liefert die Bodenuntersuchung, den Gehalt die Packung.
Ziergräser düngen: Der Standort entscheidet
Ziergräser düngst du nach Bodenprobe und natürlichem Standort. Kompost kommt im Spätwinter oder Frühjahr, Stickstoff nur in der Vegetationsperiode. Ein Einheitsrezept gibt es nicht, denn die Ansprüche liegen weit auseinander. Plattährengras braucht nährstoffreichen, frischen bis feuchten Boden. Moskitogras und Wimper-Perlgras bevorzugen dagegen trockene, durchlässige Kalkböden in voller Sonne. Wer beide gleich behandelt, düngt mindestens eines davon am Standort vorbei.
Die Übersicht ordnet einige Gräser nach ihrem Standort und nach der Pflege, die dazu passt.
| Gras | Standort | Was dazu passt |
|---|---|---|
| Plattährengras | nährstoffreicher, frischer bis feuchter Boden | Kompost im Spätwinter oder Frühjahr, organischer Mulch |
| Pfeifengras (Molinia arundinacea, Molinia caerulea) | frische bis feuchte Böden | Rindenhumus oder Rindenkompost |
| Pennisetum alopecuroides | frischer Standort | Rindenhumus oder Rindenkompost |
| Pennisetum orientale | trockener Standort | mineralischer Mulch |
| Moskitogras, Wimper-Perlgras | trockene, durchlässige Kalkböden in voller Sonne | mineralischer Mulch, kein Kalk ohne Messung |
| Blauschwingel, Schafschwingel | warme, eher trockene, durchlässige Sand- bis Steinböden | mineralischer Mulch |
| Pracht-Federgras (Stipa pulcherrima) | sonnig, trocken, kalkhaltig | mineralischer Mulch |
| Weißrandige Japan-Segge | frischer, humoser Boden im Halbschatten oder Schatten | Herbstlaub oder Rindenhumus |
| Mandschurische Breitblatt-Segge | Plätze mit viel Falllaub | Falllaub liegen lassen |
Gräser, die von Natur aus auf mageren Standorten wachsen, behandelst du wie Stauden nährstoffarmer Standorte. Gedüngt wird bei ihnen erst, wenn ein Mangel erkennbar ist. Übermäßige Düngung kann untypisch starkes Wachstum auslösen und die Winterhärte verschlechtern.
Neue Gräser der Freifläche pflanzt du am günstigsten im zeitigen Frühjahr, wenn sich der Boden bereits erwärmt hat. Herbstpflanzungen können schlechter anwachsen. Auch trockenheitsverträgliche Gräser brauchen danach eine verlässliche Wasserversorgung, bis sie fest im Boden verwurzelt sind. Wurzeln nehmen Nährsalze als im Wasser gelöste Ionen auf, deshalb braucht jede Düngung ausreichend Bodenfeuchte.
Mein Gräserbeet hat eine trockene Seite mit Splitt und eine frischere Seite unter einem Strauch. Die trockene Seite bekommt keinen Kompost, die frischere im Spätwinter Kompost und im Herbst das Laub. Bevor ich nachdünge, greife ich in den Boden und prüfe, ob er überhaupt feucht genug ist.
Bambus organisch versorgen
Für Bambus wird ein stickstoffbetonter Langzeitdünger mit wenig Phosphor empfohlen. Organisch kommen für den Stickstoff Hornspäne oder Mist infrage. Tiermist kompostierst du vor dem Einsatz im Garten. Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl enthalten typischerweise 10 bis 14 % Stickstoff und gehören damit zu den stickstoffbetonten organischen Düngern.
Auch Kompost kann den Boden mit Phosphat überversorgen, während Bambus wenig Phosphor bekommen soll. Den Stickstoffbedarf deckst du deshalb nicht mit immer mehr Kompost, sondern mit einem stickstoffbetonten Material wie Hornspänen.
Hornspäne wirken nicht sofort. Ihre Nährstoffe werden erst durch mikrobiellen Abbau verfügbar und deshalb langsamer frei als bei mineralischen Düngern. Ich streue sie am Bambus erst, wenn sich der Boden im Frühjahr erwärmt hat und die Bodenorganismen aktiv werden. Die Menge leite ich aus Bodenuntersuchung und Packungsangabe ab.
Erst das Wasser, dann der Dünger
Staunässe kann beim Bambus Wurzeln und Rhizome faulen lassen. Bei stauender Nässe setzen organische Dünger außerdem kaum Nährstoffe frei. Auf vernässtem Boden bringt zusätzlicher Dünger also wenig, während die Wurzeln weiter leiden. Dort lockerst du zuerst den Boden und beseitigst auch tiefer liegende Verdichtungen.
Im Winter braucht Bambus bei frostfreiem Boden weiterhin bedarfsgerechtes Wässern. Wie du Gießen und Düngen im Jahreslauf aufeinander abstimmst, zeigt der Ratgeber dazu.
Wuchstyp und Wachstumsphase
Beim Bambus folgen auf das Längenwachstum der Halme zuerst Zweige und Blätter, danach wächst das Rhizom unter der Erde. Je nach Gattung und Art breiten sich die Rhizome flächig aus oder bilden eher geschlossene Horste. Wie du Bambus passend zu Wuchstyp und Wachstumsphase düngst, liest du im Ratgeber dazu.
Organische Dünger im Überblick
Diese organischen Materialien kommen für Bambus und Ziergräser infrage. Was sie liefern und worauf du achtest, unterscheidet sich deutlich.
| Material | Was es liefert | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Kompost | organische Substanz und Nährstoffe, auch Kalzium | im Jahr höchstens 2 bis 3 l/m², im Spätwinter oder Frühjahr |
| Hornspäne, Horngrieß, Hornmehl | typischerweise 10 bis 14 % Stickstoff | Stickstoff wird erst durch mikrobiellen Abbau frei |
| Tiermist | organische Substanz und Nährstoffe | vorher kompostieren, Nährstoffe mitrechnen |
| Pflanzenjauche | Nährstoffe für die Wurzeldüngung | in der Regel 1:10 mit Wasser verdünnt an die Wurzeln gießen |
| Rindenhumus, Rindenkompost | organische Substanz zur Bodenverbesserung | nur kompostierte Ware einarbeiten, roher Rindenmulch bindet Stickstoff |
Kompost zur richtigen Zeit
Kompost lockert schwere Böden und verbessert bei leichten Böden die Wasser- und Nährstoffspeicherung. Damit es nicht zu einer Phosphatüberdüngung kommt, sollte die jährliche Gabe im Garten 2 bis 3 l/m² nicht überschreiten. Regelmäßiger Kompost liefert auch Kalzium, und sein Kalkgehalt kann den pH-Wert erhöhen. Das berücksichtigst du, bevor du zusätzlich kalkst.
Sommergrüne Staudenpflanzungen werden erst im Spätwinter zurückgeschnitten, und genau dann beginnt auch das Zeitfenster für Kompost. Ich verteile ihn deshalb direkt nach dem Rückschnitt zwischen den Horsten, solange der Boden frei liegt, und arbeite ihn nur leicht ein. Wie Rückschnitt und Winterschutz im Einzelnen gehen, steht im Stauden-Ratgeber im Abschnitt Pflege im Jahreslauf.
Im Ratgeber zum Kompost liest du, wann und wie viel Kompost Bambus und die einzelnen Gräsergruppen bekommen und wie du ihn selbst ansetzt.
Pflanzenjauche
Pflanzenjauche, etwa aus Brennnesseln, wird zur Wurzeldüngung in der Regel 1:10 mit Wasser verdünnt. Du gießt sie rund um die Pflanzen an die Wurzeln, auf feuchten Boden und nicht über die Blätter. Allgemeingültige Mengen und Abstände gibt es dafür nicht, weil Pflanzenbedarf und Bodenvorrat mitzählen. Wie du Flüssig- und Blattdünger bei Bambus und Gräsern einsetzt, beschreibt der Ratgeber dazu.
Bokashi, Effektive Mikroorganismen und Bodenleben
Bokashi ist fermentiertes organisches Material, etwa aus Küchenabfällen. Ich behandle es deshalb wie jeden festen organischen Dünger: Bodenorganismen müssen es erst zersetzen, und seine Nährstoffe rechne ich bei der Düngung mit.
Effektive Mikroorganismen sollen das Bodenleben anregen. In einem Gewächshausversuch mit Herbststauden brachte eine solche Behandlung jedoch keinen einheitlichen Vorteil für Wuchs, Bewurzelung und Pflanzengesundheit. Bodenlebewesen machen Nährstoffe aus abgestorbenen Pflanzenresten im Humus verfügbar. Kompost, Mulch, Gründüngung und schonende Bodenbearbeitung können sie fördern. Welche Bodenmikroben Bambus und Ziergräsern helfen und wie du sie förderst, erklärt der Ratgeber dazu.
Mulch: schützt den Boden und unterstützt das Bodenleben
Organischer Mulch erhält die Bodenfeuchte und unterstützt das Bodenleben. Eine Mulchdecke hemmt die Verdunstung, vermindert die Erwärmung des Bodens und schützt die Oberfläche vor Verkrustung. Rasenschnitt eignet sich, wenn du ihn angewelkt und dünnschichtig ausbringst. Ich lasse außerdem das Herbstlaub unter den Gräsern liegen, statt es abzufahren.
Holziges Material braucht mehr Überlegung. Beim Abbau kohlenstoffreicher Mulchstoffe können Bodenorganismen vorübergehend Stickstoff binden und so Stickstoffmangel an den Pflanzen begünstigen. Roher Rindenmulch ist deshalb für junge Staudenpflanzungen ungeeignet. Kompostierten Rindenhumus kannst du dagegen zur Bodenverbesserung einarbeiten.
Frisch gepflanzte Gräser mit rohem Rindenmulch abdecken. Er bindet Stickstoff, und im trockenen Kiesbeet ist er wegen seines feucht-sauren Milieus für trockenheitsliebende Pflanzen ungeeignet.
Welcher Mulch passt, hängt am Standort. Für feuchtere und gehölznahe Pflanzungen kommen Rindenhumus oder Rindenkompost infrage, für trockene Freiflächen mineralische Mulchstoffe. Mineralischer Mulch eignet sich besonders für sonnig-trockene Pflanzungen auf mageren, durchlässigen Böden. Schwingel, Pracht-Federgras und Moskitogras mit ihren trockenen, durchlässigen Standorten gehören also eher unter Kies oder Splitt als unter Rinde. Die Mandschurische Breitblatt-Segge eignet sich dagegen als BodendeckerBodendecker sind niedrige, flächig wachsende Pflanzen, die in größeren Gruppen gepflanzt eine dichte Pflanzendecke bilden. Sie bedecken den Boden und lassen unerwünschten Wildkräutern wenig Platz. für Plätze mit viel Falllaub.
Mineralischer Mulch aus Kies oder Splitt hat sich in Staudenpflanzungen der trockenen Freifläche, Felssteppe und Steppenheide bewährt. Die Schicht ist mindestens 5 cm dick, besser 7 cm, die Körnung liegt bei 8 bis 16 mm. Herbstlaub liegt im naturnahen Staudenbeet gut 3 cm dick als Mulch um höhere Stauden und etwa 5 cm dick zwischen den Pflanzen.
Gründüngung und natürliche Bodenverbesserung
Humus verbessert die Bodenstruktur, die Durchlüftung und die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Auf sandigen, humusarmen Böden verbessert organische Substanz die Aufnahme und Speicherung von Wasser. Gründüngung, Kompost, Mulch und bodenschonende Bearbeitung können zum Humusaufbau beitragen.
Gründüngung eignet sich in Blumen- und Staudenbeeten vor allem für größere, vorübergehend freie Flächen oder zur Vorbereitung einer Neuanlage. Ihr Platz ist deshalb eher die Fläche, auf der ein neues Gräserbeet entstehen soll, als der Raum zwischen eingewachsenen Horsten. Manche Pflanzen versorgen sich übrigens selbst mit Stickstoff: Die Staudenlupine kann über ihre Symbiose mit Knöllchenbakterien pflanzenverfügbaren Stickstoff gewinnen.
Vor der Pflanzung entfernst du Wurzelunkräuter und beseitigst Bodenverdichtungen, damit ein durchlässiger Pflanzboden entsteht. Tonige Böden werden mit Zuschlägen aus Splitt, Quarzsand oder Lava durchlässiger. Für ein bepflanztes Kiesbeet auf steinigem oder sandigem Boden lockerst du die unkrautfreie Fläche 30 bis 40 cm tief. In einer eingewachsenen Staudenmischpflanzung verzichtest du dagegen aufs Hacken, weil es die Entwicklung der Stauden und den FlächenschlussFlächenschluss ist der Zustand, in dem Stauden, Gräser oder Bodendecker einer Pflanzung so weit zusammengewachsen sind, dass sie eine geschlossene Pflanzendecke bilden und kaum noch offener Boden zu sehen ist. stört.
Ob Kalk nötig ist, entscheidet der gemessene pH-Wert im Verhältnis zu Bodenart und Kultur. Liegt er über dem passenden Zielbereich, kommen weder Kalk noch kalkhaltige Dünger wie AlgenkalkAlgenkalk ist ein Kalkdünger auf Grundlage von Rotalgen. Er besteht überwiegend aus kohlensaurem Kalk mit vielen Spurenelementen, wirkt langsam und hebt einen zu sauren Gartenboden in den leicht sauren oder neutralen Bereich. aufs Beet. Die pH-Zielbereiche je Bodenart findest du im Stauden-Ratgeber unter Standort und Boden.
Kurz eingeordnet: Nährstoffbedarf, Mangel und Kübel
Stickstoff braucht eine Pflanze für Eiweiß, ChlorophyllChlorophyll, auch Blattgrün genannt, ist der grüne Farbstoff in den Blättern. Im Sommer überdeckt es gelbe und rötliche Blattfarbstoffe; wird es im Herbst abgebaut, verfärbt sich das Laub. und das Wachstum von Blättern und Trieben. Kalium regelt den Zellinnendruck und damit den Wasserhaushalt, Phosphor dient dem Energiehaushalt, ist aber kein pauschaler Blühverstärker. Wie du die Düngung von Bambus und Ziergräsern an Klima, Niederschlag und Trockenheit anpasst, zeigt der Ratgeber dazu.
Nicht jedes Mangelsymptom bedeutet, dass Dünger fehlt. Trockenheit und Staunässe können die Nährstoffaufnahme stören und so ebenfalls Mangelsymptome hervorrufen, und Eisenmangelchlorosen können auch von verdichtetem oder vernässtem Boden kommen. Woran du einen Mangel erkennst und wann du gar nicht düngst, steht im Stauden-Ratgeber im Abschnitt Düngen.
Im Kübel gelten eigene Regeln. Auch torffreie Erden sind meist vorgedüngt, ihre Ersatzstoffe können die Stickstoffverfügbarkeit aber einschränken. Im Winter bekommen überwinternde Kübelpflanzen grundsätzlich keinen Dünger. Wie du Bambus und Ziergräser im Kübel nach Gefäßgröße und Substrat düngst, erfährst du im Ratgeber dazu.




