Gemüse · Paprika & Chili · Pflege

Paprikapflanzen mit Nährstoffen versorgen: je Phase in Beet, Kübel und Gewächshaus

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Paprika braucht Stickstoff, Phosphor und Kalium, dazu Magnesium, Calcium und Schwefel als weitere Hauptnährelemente.
  • Im Gartenbeet werden für die Grunddüngung im Frühjahr höchstens 3 Liter Kompost je m² empfohlen.
  • Vorgedüngte Kübelerde kann je nach Packungsangabe nach etwa 6 Wochen eine Nachdüngung brauchen.
  • Ab Blühbeginn düngst du Paprika im Gefäß kaliumbetont und flüssig, die Menge steht auf der Packung.
  • Hornspäne brauchen im Boden mehrere Monate zur Umsetzung und gehören deshalb in die Grunddüngung.
  • Blütenendfäule kann trotz genug Calcium im Boden auftreten, gleichmäßige Bodenfeuchte begrenzt das Risiko.
Nahaufnahme von gelben Paprika
Foto: Aleksandr Gorlov · Pexels License · Quelle ↗

Wenn die unteren Blätter meiner Kübelpaprika blass werden, greife ich nicht als Erstes zum Dünger. Ich schaue zuerst nach, worin die Pflanze steht und wie lange die Erde schon im Topf ist. Der Düngebedarf richtet sich nämlich stark nach dem Platz, an dem Paprika wächst. Im bereits angereicherten Gartenboden kann eine regelmäßige Zusatzdüngung entbehrlich sein, im Gefäß ist der Vorrat dagegen begrenzt.

Dazu kommt die Wachstumsphase. Ein Sämling in nährstoffarmer Aussaaterde braucht etwas anderes als eine Pflanze, die gerade ihre ersten Blüten öffnet. Ich zeige dir, welche Nährstoffe Paprika braucht, wie du je Phase und Anbausystem düngst und wie du Mangelzeichen vorsichtig einordnest.

Welche Nährstoffe braucht Paprika?

Die bekannten Hauptnährstoffe sind Stickstoff, Phosphor und Kalium. Zu den Hauptnährelementen der Pflanzen zählen aber auch Magnesium, Calcium und Schwefel, die oft Sekundärnährstoffe genannt werden. Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Zink und Bor braucht Paprika dagegen nur in Spuren.

Nährstoff Worauf du bei Paprika achtest
Stickstoff (N) Gibst du nach Bedarf. Mangel kann sich an hell- bis gelbgrünen älteren Blättern zeigen, zu viel kann weiches Gewebe fördern.
Phosphor (P) Im Hochbeet über die jährliche Kompostgabe mitversorgt. Bei hoher Phosphat- und Kaliversorgung des Gartenbodens werden reine Stickstoffdünger empfohlen.
Kalium (K) Im Gefäß ab Blühbeginn kaliumbetont flüssig düngen. Im Hochbeet über Kompost mitversorgt.
Magnesium (Mg) Mangel kann sich zeigen, wenn ältere Blätter zwischen grün bleibenden Adern aufhellen. Im Hochbeet über Kompost mitversorgt.
Calcium (Ca) Blütenendfäule ist eine Calcium-Unterversorgung der Frucht, die auch bei genug Calcium im Boden auftreten kann.
Schwefel (S) Gehört zu den Hauptnährelementen. Ergänzen nur nach Bodenbefund.
Spurenelemente Eisen, Mangan, Zink und Bor gezielt nur nach Bodenbefund ergänzen, nicht auf Verdacht.

Verfärbte oder welke Blätter haben viele mögliche Ursachen, von Spinnmilben bis zu Wurzeln, die unter Dauernässe gelitten haben. Ob tatsächlich ein Spurenelement fehlt, zeigt eher ein Bodenbefund als ein Blick aufs Blatt.

Aussaatkalender Paprika
GartenkalenderVorkultur: Februar, März, April, Mai; Blüte: Juni, Juli, August, September; Ernte: Juni, Juli, August, September, OktoberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: FebruarVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberVorkulturBlüteErnte

Wie düngst du Paprika je Wachstumsphase?

Paprika hat eine lange Kultur, und ihr Bedarf verschiebt sich von der Aussaat bis zur Ernte. Die Übersicht zeigt dir den Schwerpunkt je Phase.

Phase Schwerpunkt
Anzucht nährstoffarme, lockere Aussaaterde
Pflanzung Grundversorgung mit Kompost, Hornspäne früh einarbeiten
Bis zur Blüte Stickstoff nach Bedarf, vorgedüngte Kübelerde nach etwa 6 Wochen prüfen
Ab Blühbeginn im Gefäß kaliumbetont flüssig düngen
Fruchtansatz und Ernte Bodenfeuchte gleichmäßig halten, großfrüchtige Paprika teils grün ernten

Anzucht: lockere Erde mit wenig Nährstoffen

Weil die Anzucht lange dauert, kommt Paprika schon im Februar im Haus in die Erde. Gut geeignet ist spezielle torffreie Aussaaterde mit geringem Nährstoffgehalt und feiner, lockerer Struktur. Deinen Termin behältst du mit dem Aussaatkalender für Paprika und Chili zum Ausdrucken im Blick.

Pflanzung: die Grundversorgung legen

Vor dem Pflanzen legst du die Grundversorgung. Im Beet und im Hochbeet ist das vor allem Kompost, die Mengen findest du weiter unten bei den Anbausystemen. Planst du Stickstoff über Hornspäne ein, arbeitest du sie jetzt ein, denn im Boden brauchen sie mehrere Monate für die Umsetzung. Im Kübel nimmst du fruchtbares, torffreies Substrat, und vorgedüngte Gemüseerde bringt einen ersten Vorrat mit.

Bis zur Blüte: Stickstoff nach Bedarf

Bis zur ersten Blüte gibst du Stickstoff nach Bedarf und schaust dafür auf Wuchs und ältere Blätter. Steht die Pflanze in vorgedüngter Gemüseerde, torffrei oder torfreduziert, kann nach etwa 6 Wochen eine Nachdüngung fällig sein. Ob es so weit ist, entscheidet die Packungsangabe deiner Erde. Halte dabei Maß, denn ein Stickstoffüberschuss kann üppiges Wachstum mit weichem Gewebe fördern und die Pflanzen anfälliger für Krankheiten machen.

Marias Erfahrung

Beim Eintopfen schreibe ich das Datum und den Namen der Erde auf ein Steckschild. So sehe ich später auf einen Blick, wie lange die Pflanze schon in dieser Erde steht, und lese die Packungsangabe noch einmal, bevor ich nachdünge.

Ab Blühbeginn: im Gefäß kaliumbetont

Sobald sich die ersten Blüten öffnen, düngst du Gemüsepaprika im Gefäß kaliumbetont und flüssig. Die Dosis liest du auf der Düngerpackung ab und misst sie, statt nach Gefühl zu gießen. Im Beet mit bereits angereichertem Boden kann diese Zusatzdüngung dagegen entfallen.

Fruchtansatz und Ernte: gleichmäßig versorgen

Während die Früchte wachsen, hältst du die Bodenfeuchte gleichmäßig, denn so begrenzt du Blütenendfäule vorbeugend. Bei großfrüchtiger Paprika kannst du einen Teil der Früchte grün ernten. Das kann die Pflanze entlasten und den weiteren Ertrag fördern.

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Wie düngst du im Beet, Hochbeet, Kübel und Gewächshaus?

Gartenbeet

Im Frühjahr gibst du dem Gartenbeet zur Grunddüngung höchstens 3 Liter Kompost je m². Zeigt eine Bodenuntersuchung eine hohe Phosphat- und Kaliversorgung der Versorgungsstufen D und E, sind reine Stickstoffdünger die Empfehlung. Hornspäne kommen dem nahe, denn als Tabellenwert enthalten sie höchstens 1 % Phosphat und liefern vor allem Stickstoff.

Häufiger Fehler

Die volle Menge von der Düngerpackung geben und den Kompost obendrauf. Bei optimal versorgtem Gartenboden gilt die volle Empfehlung einer Verpackung nur, wenn keine weiteren Dünger oder Kompostgaben dazukommen. Ich rechne den Kompost deshalb mit ein, bevor ich zur Packung greife.

Hochbeet

Im Hochbeet mit Paprika und anderem Gemüse gelten jährlich 3 l Kompost je m² als Empfehlung. Damit sind Phosphor, Kalium, Magnesium und Humus in der Grundversorgung abgedeckt. Stickstoff gibst du getrennt dazu, angepasst an den Bedarf der Pflanzen. Werden ältere Blätter hell- bis gelbgrün und stockt das Wachstum, kann das auf Stickstoffmangel hindeuten.

Kübel, Topf und Balkonkasten

Ein Topf bietet wenig Wurzelraum, deshalb sind Wasser und Nährstoffe dort schneller verbraucht als im Beet. Für Paprika empfiehlt sich ein standfestes Gefäß mit mindestens 10 Litern Volumen. Sein Durchmesser sollte bei etwa 30 cm liegen. Das Gefäß braucht einen ungehinderten Wasserabzug, damit keine Staunässe entsteht. Die Erde soll strukturstabil bleiben, und mineralische Bestandteile wie Bims, Splitt oder Blähton können dazu beitragen.

Wie lange vorgedüngte Erde trägt, steht auf ihrer Packung, und ab Blühbeginn düngst du kaliumbetont flüssig nach. Eine Alternative sind Langzeitdünger. Bei ummantelten mineralischen Depotdüngern gibt die Hüllschicht die Nährstoffe nach und nach frei, die Menge richtest du auch hier nach der Packung. Ziehst du Snackpaprika im Topf, lies nach, wie du Snackpaprika je Wachstumsphase düngst.

Kleingewächshaus

Unter Glas lässt sich die Düngung gut mit der Bewässerung verbinden. Tropfbewässerung eignet sich für eine gleichmäßige Wasserzufuhr bei Paprika, und über sie kann auch der Dünger laufen.

Kurz erklärt

Fertigation heißt auf Deutsch Bewässerungsdüngung. Der Dünger ist im Gießwasser gelöst und gelangt zusammen mit dem Wasser an die Wurzeln.

Die Konzentration der Nährlösung muss dabei zum Wasserbedarf passen. Sonst kann sich im Substrat ein Mangel oder ein überhöhter Salzgehalt aufbauen. Eine gezielte CO2-Düngung setzt außerdem Messgeräte voraus, die die CO2-Konzentration im Pflanzenbestand erfassen.

Hornspäne, Kompost, Jauche, Blattdünger: wie setzt du sie ein?

Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl

Zahl im Blick

Als Tabellenwerte gelten für Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl 10 bis 14 % Stickstoff. Beim Phosphat sind es höchstens 1 %.

Horndünger brauchen im Boden mehrere Monate für die Umsetzung und wirken deshalb nicht sofort. Stickstoffmangel siehst du dagegen an älteren Blättern, die schon hell- bis gelbgrün geworden sind. Für eine Pflanze, die jetzt blass ist, kommen Hornspäne deshalb zu spät, ihr Platz ist die Grunddüngung.

Kompost und Komposttee

Kompost ist im Beet und im Hochbeet die Grundlage der Versorgung. Für einen einfachen Komposttee hängst du einen Beutel mit Kompost in Gießwasser. Dort bleibt er 2 bis 24 Stunden. Für jede Anwendung setzt du einen neuen Auszug an.

Brennnesseljauche und andere Pflanzenjauchen

Schritt So gehst du vor
Ansetzen 1 kg frisches Kraut mit 10 l Wasser
Vorbereiten fertig vergoren, zum Gießen 1:10 mit Wasser verdünnt
Ausbringen im Wurzelbereich
Menge und Häufigkeit keine allgemeingültige Angabe

Für Pflanzenjauchen gibt es keine allgemeingültige Ausbringmenge oder Häufigkeit. Es kommt auf den Bedarf der Pflanze und den Nährstoffvorrat im Boden an. Ich schaue deshalb auf Wuchs und ältere Blätter, bevor ich die nächste Kanne anrühre.

Achtung

Jauche kommt nur fertig vergoren und verdünnt an die Pflanze, und zwar in den Wurzelbereich. Gieß sie nicht über das Laub.

Blattdüngung und Bittersalz

Blattdüngung kann die Versorgung über den Boden nur ergänzen. Bei zu hoher Salzkonzentration besteht Verbrennungsgefahr, und eine dauerhafte Grundversorgung bietet sie nicht. Bittersalz wird gern bei Magnesiummangel genannt, weil es Magnesium enthält. Ich greife erst dazu, wenn ein Bodenbefund den Verdacht stützt, und halte mich dann an die Packungsangabe.

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Woran erkennst du Mangel oder Überschuss?

Blattbilder sind Hinweise, keine Diagnosen. Bei blassen Blättern schaue ich zuerst, ob es die älteren oder die jüngeren trifft, und danach auf die Blattadern. Dabei drehe ich auch ein paar Blätter um, weil manche Schädlinge bevorzugt auf der Unterseite sitzen.

Was du siehst Kann hindeuten auf Was du als Nächstes tust
Ältere Blätter hell- bis gelbgrün, Wachstum gehemmt Stickstoffmangel Packungsangabe der Erde prüfen, Stickstoff nach Bedarf geben
Ältere Blätter hellen zwischen grün bleibenden Adern auf Magnesiummangel Bodenbefund einholen, bevor du ergänzt
Üppiges Laub mit weichem Gewebe Stickstoffüberschuss alle Düngergaben zusammenrechnen, Kompost eingeschlossen
Faule Stelle am Blütenende der Frucht Blütenendfäule Bodenfeuchte gleichmäßig halten
Unter Glas: gelb gesprenkelte Blätter mit feinen Gespinsten Spinnmilben Blätter kontrollieren statt düngen
Unter Glas: silbrig glänzende Blätter Thripse Blätter kontrollieren statt düngen
Welke Topfpflanze, obwohl die Erde feucht ist Hitze oder Wurzeln, die durch Dauernässe geschädigt sind Feuchte auch im unteren Topfbereich prüfen
Mythos-Check

„Blütenendfäule heißt, dem Boden fehlt Calcium.“ Nicht unbedingt. Blütenendfäule ist eine physiologische Calcium-Unterversorgung der Frucht und kann auch auftreten, wenn im Boden genug Calcium steckt. Schwankende Wasserversorgung kann den Calciumtransport zur Frucht stören, gleichmäßige Bodenfeuchte begrenzt das Problem vorbeugend.

Was haben Boden, Wasser und Fruchtfolge mit dem Düngen zu tun?

Boden. Eine Bodenuntersuchung zeigt, welcher Nährstoffvorrat schon im Beet steckt, und ist damit die Grundlage für deine Düngung. Paprika kommt mit neutralen bis sauren Böden zurecht, doch ob du kalken solltest, hängt von Bodenart und Humusgehalt ab und nicht von einem pauschalen Gemüse-pH-Wert. Alles zu Bodenart, pH-Wert und Tiefgründigkeit findest du im Abschnitt darüber, wie Standort und Boden für Paprika und Chili aussehen sollten.

Wasser. Gleichmäßige Bodenfeuchte gehört zur Nährstoffversorgung, weil sie Blütenendfäule vorbeugend begrenzt. Im Kleingewächshaus kann Trockenheit während Blüte und Fruchtansatz außerdem dazu führen, dass die Pflanze Blüten und junge Früchte abstößt. Wie du Beet und Kübel gleichmäßig feucht hältst, erklärt der Ratgeber dazu, wie du Paprika richtig bewässerst.

Fruchtfolge. Wechselnde Kulturen beugen Schäden vor, die beim fortgesetzten Anbau derselben Gemüseart entstehen, und für Paprika gilt eine Anbaupause von mindestens 3 Jahren. Danach folgt möglichst eine andere Pflanzenfamilie, Tomate, Kartoffel und Aubergine sind wie Paprika Nachtschattengewächse und damit kein Wechsel. Den Plan legst du am einfachsten an, wenn du deine Beete im Beetplaner einteilst, und die Grundregeln zu Fruchtfolge und Mischkultur stehen im großen Paprika-Ratgeber.

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Häufige Fragen

Welche Hauptnährstoffe benötigen Paprikapflanzen?
Paprikapflanzen brauchen vor allem Stickstoff, Phosphor und Kalium. Zu den Hauptnährelementen gehören außerdem Magnesium, Calcium und Schwefel. Gemüsepaprika im Gefäß düngst du ab Blühbeginn kaliumbetont und flüssig, die Menge entnimmst du der Packung.
Woran erkennst du Stickstoffmangel bei Paprikapflanzen?
Hell- bis gelbgrüne ältere Blätter und ein gehemmtes Wachstum können auf Stickstoffmangel hindeuten. Hellen die älteren Blätter dagegen vor allem zwischen grün bleibenden Blattadern auf, kann eher Magnesiummangel dahinterstecken. Hornspäne sind keine schnelle Hilfe, weil sie im Boden mehrere Monate für die Umsetzung brauchen.
Wie entsteht Blütenendfäule bei Paprika, und fehlt dann Calcium im Boden?
Blütenendfäule ist eine physiologische Calcium-Unterversorgung der Frucht. Sie kann auch auftreten, wenn im Boden genug Calcium vorhanden ist, denn schwankende Wasserversorgung kann den Calciumtransport zur Frucht stören. Gleichmäßige Bodenfeuchte begrenzt das Risiko vorbeugend.
Welchen pH-Wert bevorzugen Paprikapflanzen?
Paprika kommt mit neutralen bis sauren Böden zurecht. Für den Anbau im Kleingewächshaus wird ein leicht saurer Boden mit einem pH-Wert von etwa 6,0 genannt. Welcher Bereich zu deinem Gartenboden passt, hängt von Bodenart und Humusgehalt ab, deshalb leitest du einen Kalkbedarf nicht allein aus einem pauschalen Gemüse-pH-Wert ab.
Wie erstellst du einen Düngeplan für Paprikapflanzen?
Am Anfang steht eine Bodenuntersuchung, damit du die Düngung am vorhandenen Nährstoffvorrat ausrichtest. Im Gartenbeet werden für die Grunddüngung im Frühjahr höchstens 3 Liter Kompost je m² empfohlen, Stickstoff kommt nach Bedarf dazu. Im Kübel kann vorgedüngte Erde je nach Packungsangabe nach etwa 6 Wochen eine Nachdüngung brauchen. Ab Blühbeginn düngst du Gemüsepaprika im Gefäß kaliumbetont und flüssig, mit der Menge laut Packung.
Wie wendest du Brennnesseljauche bei Paprika richtig an?
Für eine Pflanzenjauche wie Brennnesseljauche setzt du 1 kg frisches Kraut an. Dazu kommen 10 l Wasser. Die fertig vergorene Jauche verdünnst du zum Gießen 1:10 mit Wasser und bringst sie im Wurzelbereich aus. Eine allgemeingültige Menge oder Häufigkeit gibt es nicht, weil der Bedarf der Pflanze und der Nährstoffvorrat des Bodens entscheiden.
Stimmt es, dass Paprikapflanzen jeden Tag gedüngt werden müssen?
Nein, eine tägliche Düngergabe ist keine Grundregel. In bereits angereichertem Gartenboden kann eine regelmäßige Zusatzdüngung sogar entbehrlich sein, und vorgedüngte Kübelerde kann je nach Packung nach etwa 6 Wochen Nachschub brauchen. Zu viel Stickstoff kann weiches Gewebe und eine höhere Krankheitsanfälligkeit fördern. Wer über das Gießwasser düngt, stimmt die Konzentration auf den Wasserbedarf ab, damit sich im Substrat keine überhöhten Salzgehalte bilden.
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