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Blattdüngung

Bei der Blattdüngung werden Nährstoffe, meist Spurenelemente, direkt auf die Blätter gebracht und über das Blatt aufgenommen. Sie wirkt schnell, hält aber nur begrenzt an und überbrückt vor allem akute Versorgungsengpässe.

Weil die Nährstoffe über das Blatt in die Pflanze gelangen, können sie nicht im Boden festgelegt werden. Das hilft, wenn eine Pflanze trotz ausreichender Bodengehalte zu wenig bekommt, weil die Nährstoffe schlecht verfügbar sind, etwa bei hohem pH-Wert, Trockenheit oder Staunässe. Spurenelementmangel zeigt sich meist zuerst an den jüngeren Blättern, zum Beispiel als Verfärbung oder Kleinblättrigkeit, denn Spurenelemente lassen sich in der Pflanze schlecht verlagern. Da die Wirkung nicht lange anhält, sind oft mehrere Behandlungen nötig. Blattdünger gibt es zudem meist nur im Landhandel.

Zur Abgrenzung: Die Blattdüngung behebt keine Ursache im Boden. Vorrangig sind der richtige pH-Wert und ein gutes Bodengefüge, und eine Bodendüngung mit Spurenelementen verbessert die Versorgung nur selten.

Beispiel aus dem Garten

Werden Nährstoffe direkt auf die Blätter gebracht und dort aufgenommen statt über den Boden, ist das eine Blattdüngung. Zeigen junge Blätter Verfärbungen, kläre ich trotzdem zuerst den pH-Wert. Die Blattdüngung überbrückt nur einen akuten Engpass, die Ursache im Boden behebt sie nicht.

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LUFA NRW) ↗ – Beurteilungswerte für Spurenelementgehalte in Haus- und Kleingärten, Abschnitte 2 „Mangel- und Überschusssymptome“ und 3 „Maßnahmen“ (3.1 bis 3.3). Geprüft am .

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