Rote Bete anbauen: Vom Samen bis zur Ernte und Lagerung
- Direktsaat je nach Kalender von Mitte März bis Anfang Juli oder von April bis Mitte Juli, angepasst an die Witterung.
- Saatrillen 2 bis 3 cm tief, Reihenabstand 25 bis 30 cm, in der Reihe auf 10 cm vereinzeln.
- Ein Saatkorn ist meist ein Knäuel mit mehreren Samen, darum gehört Vereinzeln fest zur Kultur.
- Babybeets sind nach rund 70 Tagen erntereif, die meisten Sorten nach etwa 120 bis 150 Tagen.
- Vor dem Bodenfrost ernten, im Keller als Richtwert bei 1 bis 4 °C und 90 bis 95 % Luftfeuchte lagern.

Rote Bete kommt als ReihensaatReihensaat ist eine Saatweise, bei der die Samen in flache, gerade Rillen gesät werden, sodass die Pflanzen später in Reihen stehen. Gegenüber der Breitsaat, bei der die Samen flächig ausgestreut werden, erleichtert sie die Pflege. direkt ins Gartenbeet. Eine Besonderheit hat das Saatkorn: Bei den meisten Sorten steckt darin ein Knäuel aus mehreren Samen. Wer das übersieht, sät zu dicht und zieht später viele überzählige Sämlinge. Ich säe deshalb mit Abstand in Reihen und plane das VereinzelnVereinzeln heißt, zu dicht aufgegangene Sämlinge in der Saatreihe auszudünnen, damit die übrigen Pflanzen genug Platz, Wasser und Nährstoffe haben. Manchmal ist auch das Pikieren gemeint, also das Umsetzen junger Sämlinge in einzelne Töpfe. von Anfang an ein.
Wann säst du Rote Bete?
Ins Freiland säst du Rote Bete je nach Kulturkalender von Mitte März bis Anfang Juli. Andere Kalender setzen das Fenster von April bis Mitte Juli an. Den genauen Termin bestimmt die Witterung: In klimatisch ungünstigen Lagen lässt sich das Beet später bestellen als in Weinbaulagen. Ich warte mit der ersten Reihe, bis der Boden abgetrocknet ist und nicht mehr an Schuhen und Spaten klebt.
Rote Bete keimt bei Temperaturen von 8 bis 20 °C. Manche Kalender fassen den Bereich enger und nennen 15 bis 20 °C. Die Keimdauer liegt bei 12 bis 20 Tagen. Welche Monate für deine übrigen Wurzelgemüse passen, zeigt dir der druckbare Aussaatkalender für Wurzelgemüse.
Ich stecke am Reihenende ein Etikett mit dem Saatdatum. Ist nach der Keimdauer noch nichts zu sehen, schiebe ich an einer Stelle vorsichtig die Erde beiseite und schaue nach den Knäueln, bevor ich nachsäe.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Geeignet ist sandig-lehmiger Boden mit hohem Humusgehalt.
- Substrat
Die Landsorte Bernstein braucht lockeren, normal gedüngten Boden.
- Anbauort
Balkonkultur ist möglich.
Pflege
- Pflege
Im Anbau der Sorte Bernstein überzählige Jungpflanzen verziehen oder verpflanzen, regelmäßig jäten und bei Trockenheit gießen.
- Düngung
Das Beet vor der Rote-Bete-Kultur mit Kompost vorbereiten.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist zweijährig; für die Saatgutgewinnung werden die Pflanzen überwintert und blühen im zweiten Jahr.
- Verwendung
Die Blätter können als junges Blattgemüse genutzt werden.
Standort und Boden in Kürze
Rote Bete wächst an einem sonnigen bis halbschattigen Platz in sandig-lehmigem Boden mit hohem Humusgehalt. Bei pH-Werten über 7 und bei Trockenheit steigt die Gefahr eines Bormangels. Wie du den Boden für Rote Bete gründlich vorbereitest, zeigt ein eigener Beitrag.
Knäuel oder einkeimig: welches Saatgut du säst
Bei den meisten Rote-Bete-Sorten enthält ein Saatkorn mehrere Samen. Aus einem solchen Knäuel können deshalb mehrere Pflanzen dicht nebeneinander auflaufen. Monogermes Saatgut ist dagegen einsamig, und auch technisch einkeimig aufbereitetes Saatgut enthält nur eine Samenanlage je Korn. Aus jedem Korn kann dann nur eine Pflanze wachsen.
Bist du dir bei der KeimfähigkeitDie Keimfähigkeit gibt an, wie viel Prozent der Samen einer Saatgutpartie unter optimalen Bedingungen zu normalen, gesunden Keimlingen auswachsen. Sie ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Saatgut. deines Saatguts unsicher, hilft eine Keimprobe. Du bringst eine abgezählte Menge Samen feucht zum Keimen und beobachtest sie über 2 bis 3 Wochen. Keimen nur wenige, kommen eine dichtere Aussaat oder frisches Saatgut infrage. Weitere Wege zu einem gleichmäßigen Aufgang findest du im Beitrag, wie Rote-Bete-Samen sicher und gleichmäßig keimen.
Schritt für Schritt: Rote Bete ins Gartenbeet säen
- Beet lockern: Bearbeite das Beet erst, wenn es nicht mehr zu feucht ist. Im Frühjahr lockerst du es mit Grabgabel oder Krail. Mittelschwerer Boden wird vor der Aussaat tiefgründig gelockert.
- Unkraut vorab auflaufen lassen: Für ein falsches Saatbett bereitest du das Beet zwei bis vier Wochen vor der Aussaat vor. Das aufgelaufene Unkraut entfernst du vor der Saat nur oberflächlich.
- Einebnen: Zieh die Fläche mit Krail oder Rechen glatt.
- Bei Trockenheit vorwässern: Ist der Unterboden sehr trocken, wässerst du 1 bis 2 Tage vor der Saat. Als Menge gelten 15 bis 20 l Wasser je m².
- Rillen ziehen: Ich spanne eine Schnur und ziehe die Rillen mit der Hackenkante 2 bis 3 cm tief. Die Reihen liegen 25 bis 30 cm auseinander.
- Säen: Leg die Knäuel einzeln in die Rille. Als Richtwert gelten 15 Korn je laufenden Meter.
- Schließen und andrücken: Schieb die Erde über die Rille und drück die Saat leicht an.
- Feucht halten: Während QuellungQuellung ist die Wasseraufnahme eines trockenen Samens und der erste Schritt der Keimung. Der Same schwillt dabei an, bis der innere Druck die Samenschale öffnet und die Keimwurzel austreten kann. und Keimung bleibt das Saatbett feucht, ohne zu vernässen.
| Aussaat im Gartenbeet | Wert |
|---|---|
| Direktsaat | Mitte März bis Anfang Juli, je nach Kalender auch April bis Mitte Juli |
| Saattiefe | 2 bis 3 cm |
| Reihenabstand | 25 bis 30 cm |
| Abstand in der Reihe nach dem Vereinzeln | 10 cm |
| Saatdichte (Richtwert) | 15 Korn je laufenden Meter |
| Keimtemperatur | 8 bis 20 °C, enger gefasst 15 bis 20 °C |
| Keimdauer | 12 bis 20 Tage |
| Vorwässern bei sehr trockenem Unterboden | 15 bis 20 l je m², 1 bis 2 Tage vor der Saat |
| Anbaupause auf derselben Fläche | 4 Jahre |
In der Reihe soll am Ende alle 10 cm eine Rübe stehen, und jedes Knäuel kann mehrere Keimlinge bringen. Bei Knäuelsaatgut gehört das Vereinzeln deshalb fest zur Kultur. Welche Techniken darüber hinaus den Ertrag steigern können, zeigt der Beitrag über Techniken für einen höheren Ertrag bei Roter Bete.
Rote Bete pflanzen: vorziehen und setzen
Neben der Direktsaat ist auch eine Vorkultur möglich. Die Sorte ‘Chioggia’ zum Beispiel kannst du im Haus in Töpfen vorziehen. Für die Anzucht eignet sich torffreie Aussaaterde, die nährstoffarm, feinkörnig und locker ist. Vor dem Auspflanzen härtest du die Jungpflanzen schrittweise ab: Bei gutem Wetter stehen sie zunächst zeitweise geschützt draußen. Pflanzen von der Fensterbank stellst du tagsüber erst in den Schatten und gewöhnst sie allmählich an volle Sonne.
Beim Setzen gilt ein Pflanzabstand von 10 cm in der Reihe. Die Reihen legst du wie bei der Saat mit 25 bis 30 cm Abstand an. Auch überzählige Jungpflanzen aus dem Vereinzeln kannst du auf diese Weise verpflanzen. Ich gieße frisch gesetzte Pflanzen gleich an und halte die Erde danach feucht.
Nach dem Auflaufen: vereinzeln, gießen, düngen
Vereinzeln und jäten. Sobald sich die Sämlinge eines Knäuels einzeln greifen lassen, ziehst du die überzähligen heraus, bis in der Reihe alle 10 cm eine Pflanze steht. Die gezogenen Pflänzchen kannst du als junges Blattgemüse nutzen. Wie du Wurzelgemüse vereinzelst, jätest und hackst, erklärt das Pflege-Kapitel im Überblick zu Wurzel- und Knollengemüse.
Gießen. Nach der Aussaat und in den ersten Wochen braucht Rote Bete ausreichend Wasser, vor allem bei Trockenheit und auf sandigem Boden. Auch später gießt du, wenn es trocken wird.
Düngen. Vor der Kultur bereitest du das Beet mit Kompost vor. Stickstoff gibst du nur maßvoll, weil ein Überschuss den Nitratgehalt erhöhen kann. Wassermenge, Düngerwahl und Nachdüngung beschreibt der Beitrag, wie du Rote Bete während des Wachstums gießt und düngst.
Fruchtfolge, Nachbarn und gesunde Pflanzen
Rote Bete gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen und ist mit Mangold und Spinat verwandt. Diese Arten folgen auf demselben Beet deshalb nicht unmittelbar aufeinander, und für Rote Bete selbst planst du eine Anbaupause von 4 Jahren ein. Vor- und NachkulturenEine Nachkultur ist Gemüse, das im Sommer auf einem frei gewordenen Beet gesät oder gepflanzt wird, nachdem die erste Kultur abgeerntet ist. Es wird noch vor den ersten Frösten reif oder bleibt über den Winter stehen. behandelt der Beitrag zur Fruchtfolgeplanung für Rote Bete, Beetnachbarn der Beitrag über die guten und schlechten Nachbarn der Roten Bete.
Die Anbaupause kann außerdem helfen, Bodenpilzen vorzubeugen. Welche Schädlinge und Krankheiten an Roter Bete typisch sind und wie du vorbeugst, liest du in einem eigenen Beitrag.
Rote Bete im Hochbeet oder im Kübel
Rote Bete wächst auch im Hochbeet, und auf dem Balkon ist eine Kultur im Gefäß möglich. Im Gefäß trocknet die Erde schneller aus als gewachsener Gartenboden, darum prüfst du die Feuchte vor dem Gießen mit dem Finger auch unter der Oberfläche. Wie du ein Hochbeet befüllst und dort säst, zeigt die Schritt-für-Schritt-Anleitung fürs Hochbeet, für Balkon und Terrasse gibt es eine eigene Anleitung für den Kübel.
Wann ist Rote Bete erntereif?
Geerntet wird Rote Bete von Juli bis Oktober. Babybeets sind schon nach rund 70 Tagen erntereif. Bei den meisten Sorten vergehen je nach Sorte etwa 120 bis 150 Tage von der Aussaat bis zur Ernte. Ich lege vor dem Ziehen die Rübenschulter mit dem Finger frei und schaue mir die Größe an. Einzelne kleinere Rüben hole ich früh für die Küche, die übrigen lasse ich weiterwachsen.
Rote Bete ist nicht winterhart, und Wurzelgemüse lässt sich nur aus ungefrorenem Boden ernten, weil die Wurzeln sonst abbrechen können. Hol die Rüben für das Lager deshalb aus dem Beet, bevor der Boden gefriert.
So ziehst du die Rüben
Ich ernte an einem trockenen Tag, schüttle die Erde ab und wasche die Rüben nicht. Das Laub drehe ich von Hand ab, statt es dicht an der Rübe abzuschneiden. Junge Blätter kannst du als Blattgemüse verwenden, und Ideen dafür sammelt der Beitrag, wie du Rote-Bete-Blätter in der Küche verwendest.
Rote Bete direkt neben einer jüngeren Kultur grob herausreißen. Beim Roden können FeinwurzelnFeinwurzeln sind die dünnen, fein verzweigten Wurzeln einer Pflanze. Sie nehmen vor allem Wasser und Nährstoffe aus dem Boden auf, während die dicken Wurzeln der Pflanze Halt geben und Stoffe weiterleiten. der Nachbarpflanzen beschädigt und deren Wachstum beeinträchtigt werden. Lockere deshalb nur dicht um die Rübe herum und zieh sie senkrecht heraus.
Rote Bete lagern
Frisch geerntet hält sich Rote Bete im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu 2 Wochen. Für den Wintervorrat brauchst du einen kühlen, feuchten Keller.
Im Keller lässt sich Rote Bete bei 1 bis 4 °C und 90 bis 95 % Luftfeuchte über mehrere Monate lagern. Das ist ein Richtwert für den Hausgarten.
Ich schichte die Rüben dafür ungewaschen in eine Kiste mit feuchtem Sand. Beim Durchsehen nehme ich weiche oder angefaulte Rüben heraus. Weil Rote Bete im Keller mehrere Monate halten kann und ein StickstoffüberschussStickstoffüberschuss heißt, dass Pflanzen mehr Stickstoff bekommen, als sie brauchen. Sie wachsen dann üppig, bilden weiches, schwammiges Gewebe und dunklere Blätter und werden anfälliger für Krankheiten. die Lagerfähigkeit beeinträchtigen kann, düngst du Rüben für den Wintervorrat besonders maßvoll. Mehr zu Erntezeitpunkt und Einlagern von Roter Bete findest du in einem eigenen Beitrag.
Wie du Rote Bete einkochst, einfrierst oder fermentierst, steht ebenfalls in einem eigenen Beitrag. Aus aufgegangenen Einmachgläsern isst du nichts. Unauffälliges Aussehen, unauffälliger Geruch und Geschmack schließen Botulinum-Neurotoxine nicht aus.
Rote Bete in der Küche
Rote Bete kannst du roh fein gerieben, gekocht oder gedünstet essen. Schälen, BlanchierenBlanchieren heißt, gewaschenes und klein geschnittenes Gemüse für wenige Minuten in sprudelnd kochendes Wasser zu geben und sofort in Eiswasser abzukühlen. So bereitest du die meisten Gemüsesorten auf das Einfrieren vor. und Kochen können den Oxalsäuregehalt verringern. Das Kochwasser verwendest du danach nicht weiter.





