Sommerblumen unter Glas vorziehen: Aussaat, Pikieren, Abhärten und passende Arten
- Frische, als Aussaaterde gekennzeichnete Erde und saubere Gefäße mit Wasserabzug verwenden.
- Petunien- und Lobeliensamen nur leicht andrücken, nicht mit Erde bedecken.
- Abdeckung nie luftdicht schließen, bis zur Keimung täglich lüften, danach abnehmen.
- Nach dem Auflaufen hell stellen und kühler halten: Wärme bei Lichtmangel begünstigt lange, weiche Triebe.
- Pikieren, sobald nach den Keimblättern das erste echte Laubblatt sichtbar ist.
- Entspitzen nur bei Arten, für die es vorgesehen ist, etwa bei Buntnesseln.

Wer Sommerblumen unter Glas vorzieht, setzt im Mai Jungpflanzen ins Beet statt Samen. Viele frostempfindliche Arten dürfen ohnehin erst ab Mitte Mai hinaus, etwa das Fleißige Lieschen ‘Leuchtfeuer’ oder Studentenblumen der Sorte ‘Crackerjack’. Heikel wird es nach dem Keimen: Bekommen die Sämlinge zu wenig Licht, werden sie lang, instabil und hellgrün. Ich stelle meine Schalen deshalb gleich nach dem Auflaufen ans hellste Fenster und nehme die Haube ab.
Unter Glas heißt, dass die Aussaat geschützt unter einer durchsichtigen Abdeckung keimt. Das kann ein Mini-Gewächshaus auf der Fensterbank sein, ein Gewächshaus oder ein FrühbeetEin Frühbeet, auch Frühbeetkasten genannt, ist ein Beetkasten, der die Wachstumsbedingungen für Gemüse verbessert. Darin kannst du früher aussäen und ein bis drei Wochen früher ernten als im offenen Beet.. Die Abdeckung darf dabei nicht luftdicht schließen.
Vorziehen oder direkt säen?
Ich lese vor jeder Aussaat auf der Samentüte nach, ob dort Vorkultur, Direktsaat oder beides angegeben ist. VorziehenVorziehen heißt, Samen im Haus, im Gewächshaus oder im Frühbeet auszusäen und dort zu Jungpflanzen heranzuziehen. Später pflanzt du sie ins Beet oder in den Kübel aus. lohnt sich besonders bei Arten, die erst nach den Frösten ins Freiland dürfen. Dazu zählen Fleißige Lieschen, Studentenblumen, Zinnien und Mittagsblumen. Manche Arten starten sogar schon im Winter, etwa Geranien aus Samen oder Edelwicken.
Andere Sommerblumen gehören direkt an ihren Platz. Klatschmohn verträgt das Umsetzen schlecht, darum säst du ihn gleich dort, wo er blühen soll. Auch die Ringelblume kommt per Direktsaat an ihren endgültigen Standort. Für Sonnenblumen zeigt ein eigener Ratgeber, wie du Sonnenblumen direkt ins Freiland säst.
Einjährige Sommerblumenmischungen landen ebenfalls direkt auf dem vorbereiteten Saatbeet. Säst du sie ab Mitte April, setzt die Blüte nach etwa 6 bis 8 Wochen ein. Saatmenge und Ansaatverfahren beschreibt der Überblick zur Direktsaat von Sommerblumenmischungen.
Sommerblumen vorziehen: Schritt für Schritt
Der Grundablauf der Vorkultur bleibt von Art zu Art ähnlich. Saattiefe, Keimtemperatur und Pikierzeitpunkt passt du an die jeweilige Sorte an.
Schritt 1: Gefäße mit Wasserabzug wählen
Feine Samen säst du breitwürfig in flache Schalen, größere Samen einzeln in kleine Töpfe. Jedes Gefäß muss sauber sein und einen Wasserabzug haben, damit keine Staunässe entsteht. Ausgespülte Joghurtbecher taugen ebenfalls, wenn du Löcher in den Boden stichst. Für feine Saaten nutze ich ein Mini-Gewächshaus mit Haube, für große Samen einzelne Töpfe.
Schritt 2: Aussaaterde statt Blumenerde
Für die Aussaat nimmst du frische, ausdrücklich als Aussaaterde gekennzeichnete Erde. Diese Erde soll hygienisch, nährstoffarm, humos und durchlässig sein. Vorgedüngte Erde braucht der Sämling erst später, wenn er nach dem PikierenPikieren heißt, dicht aufgelaufene Sämlinge zu vereinzeln: Du setzt die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe, sobald sich in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, damit jedes genug Platz zum Wachsen hat. umzieht. Bei torffreier Erde trocknet die Oberfläche schnell ab, deshalb prüfst du vor dem Gießen auch die Feuchte darunter.
Der Salzgehalt von Aussaaterde sollte unter 0,5 g je Liter liegen. In der professionellen Anzucht der Celosie wird die Salzempfindlichkeit in den Anzuchtstadien eigens berücksichtigt.
Schritt 3: Säen nach Licht- und Dunkelkeimern
Sehr feines, unpilliertes Saatgut mischst du vor dem Säen mit etwas Sand, damit es sich dünner aussäen lässt. Petunien- und Lobeliensamen kommen auf die Erde, werden leicht angedrückt und nicht bedeckt. Genauso behandelst du die Federbusch-Celosie und das einjährige Schleierkraut ‘Schneekönigin’. Arten, die keine Lichtkeimer sind, kommen dagegen unter eine Erdschicht, zum Beispiel die Gartenaster.
Die passende Tiefe steht auf der Samentüte. Selbst innerhalb einer Art kann sie schwanken, weil verschiedene Saatgutangebote unterschiedliche Richtwerte nennen. Ich feuchte frische Aussaaten mit der Blumenspritze an und beschrifte jede Schale mit Art und Datum.
Lichtkeimer säst du nur oberflächlich oder bedeckst sie sehr dünn, Beispiele sind Sommerazalee und Spinnenblume. Gartenaster, Ringelblume und Glockenrebe sind keine Lichtkeimer, ihre Samen kommen unter Erde. Die Gartenwicke hältst du zur Keimung sogar dunkel.
Bei älterem Saatgut lohnt vor der Aussaat eine KeimprobeDie Keimprobe ist ein einfacher Test vor der Aussaat: Du legst eine abgezählte Zahl Samen auf feuchtes Küchenpapier und zählst nach der Keimdauer, wie viele gekeimt sind. So siehst du, ob sich älteres Saatgut noch lohnt.. Leg die Samen auf feucht gehaltenes, nicht nasses Küchenpapier und deck es gegen Austrocknung ab.
Schritt 4: Gleichmäßig feucht halten und lüften
Während der Keimung und unmittelbar danach darf die Saat nie austrocknen. Halte die Erde deshalb gleichmäßig feucht, ohne dass sie vernässt. Für Studentenblumen ‘Crackerjack’ sind gleichbleibende Temperatur und Feuchtigkeit empfohlen. Welche Keimtemperatur deine Art braucht, zeigt die Tabelle im Abschnitt zu den Arten.
Eine Folienabdeckung lüftest du bis zur Keimung täglich. Sobald die Keimlinge da sind, nimmst du die Abdeckung ganz ab.
Durchsichtige Abdeckungen dürfen nicht luftdicht schließen. Ich hebe die Haube jeden Tag kurz an, bis die ersten Keimlinge zu sehen sind.
Schritt 5: Nach dem Keimen hell und kühler stellen
Sobald die Sämlinge aufgelaufen sind, brauchen sie ausreichend Licht. Fehlt es, werden die Jungpflanzen lang, instabil und hellgrün. Gleichzeitig senkst du die Temperatur, denn Wärme bei wenig Licht fördert lange, weiche Triebe.
Wie kühl es werden darf, hängt von der Art ab. Ein Kulturverfahren für Petunien sieht nach der Keimung 12 bis 16 °C vor. Levkojen, Chinesernelken und Mittagsgold kommen nach der Keimung einzeln in Töpfe und stehen danach kühler. Den Husarenknopf ‘Gelber Vogel’ ziehst du ebenfalls hell und kühler weiter. Den roten Garten-Fuchsschwanz kultivierst du nach dem Pikieren dagegen bei 18 bis 20 °C weiter.
Die Schale bleibt nach dem Auflaufen unter der Haube am warmen, dunklen Keimplatz. Die Sämlinge strecken sich dann zu langen, weichen Trieben. Nimm die Haube ab, stell die Schale hell und senke die Temperatur.
Schritt 6: Pikieren
Pikiert wird, sobald nach den KeimblätternKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen. das erste echte Laubblatt sichtbar ist. Manche Kulturangaben nennen dafür eine Zeitspanne oder ein Stadium. Fleißige Lieschen der Baby Mischung setzt du zwei bis drei Wochen nach dem Auflaufen in einzelne Töpfe. Studentenblumen ‘Crackerjack’ sind so weit, wenn die Jungpflanzen 2 echte Blattpaare besitzen. Bei einer Sommerastern-Mischung liegen 3 bis 4 Wochen zwischen Aussaat und Pikieren.
Ich fasse jeden Sämling an den Keimblättern, ohne daran zu ziehen. Die Wurzel kommt gerade und nicht umgebogen ins neue Pflanzloch. Danach schließe ich das Loch seitlich, gieße an und drücke die Erde leicht an.
Die PikiererdePikiererde ist ein humoses, nur schwach gedüngtes Substrat, in das du Sämlinge beim Pikieren einzeln umsetzt. Sie kommt nach der Aussaat zum Einsatz, wenn die Jungpflanzen aus der Aussaatschale in eigene Töpfe wandern. enthält etwas Dünger, die spätere Topferde ist stärker vorgedüngt. Bei ausreichend Platz pikierst du zunächst in 8-cm-Töpfe und setzt bei Bedarf später in größere Endtöpfe um. Den roten Garten-Fuchsschwanz setzt du in Töpfe mit 8 bis 10 cm Durchmesser, sobald die Sämlinge groß genug sind.
Nicht jede Art kommt einzeln in den Topf. Männertreu ‘Kaiser Wilhelm’ pikierst du als Tuff mit jeweils 4 bis 5 Sämlingen. Beim Husarenknopf ‘Gelber Vogel’ wandern jeweils 2 bis 3 Sämlinge gemeinsam in einen Topf. Die Mimose hat feine Wurzeln, deshalb topfst du ihre Sämlinge erst etwa 6 Wochen nach der Keimung um. Beim ersten Umtopfen dürfen 3 bis 4 Jungpflanzen gemeinsam in einen Topf.
Schritt 7: Entspitzen nur, wo es vorgesehen ist
EntspitzenEntspitzen heißt, die weiche Triebspitze einer Pflanze mit den Fingern abzuzwicken oder mit der Schere zu kürzen. Die Pflanze treibt darunter meist mehrfach aus, verzweigt sich und wächst buschiger. gehört nicht zu jeder Vorkultur. Bei geeigneten Zierpflanzen wie Buntnesseln fördert es einen buschigen Wuchs, es bleibt aber eine Maßnahme für bestimmte Arten. Ich kappe eine Triebspitze deshalb nur, wenn die Kulturangabe der Sorte es vorsieht.
Schritt 8: Abhärten und auspflanzen
Vor dem endgültigen Auspflanzen härtest du die Jungpflanzen ab, mit niedrigeren Temperaturen und mehr Belüftung. Bei mildem Wetter stellst du sie tagsüber nach draußen, zuerst geschützt in den Schatten. Erst nach einigen Tagen dürfen sie auch in die Sonne. Werden die Nächte kalt, holst du sie wieder in den Schutz.
Der Auspflanztermin hängt von der Art ab. Diese Termine gelten für die genannten Sorten und Mischungen:
| Art, Sorte oder Mischung | Ins Freiland |
|---|---|
| Fleißiges Lieschen ‘Leuchtfeuer’ | ab Mitte Mai bei frostfreien Bedingungen |
| Studentenblume ‘Crackerjack’ | nach dem AbhärtenAbhärten heißt, drinnen vorgezogene Jungpflanzen vor dem Auspflanzen schrittweise an das Wetter im Freien und an die volle Sonne zu gewöhnen. Dafür stehen sie zunächst tagsüber draußen im Schatten. ab Mitte Mai bei frostfreier Witterung |
| Gartenskabiose ‘Mammuth Mischung’ | ab Mitte Mai |
| Mittagsblumen-Mischung (Dorotheanthus bellidiformis) | ab Mitte Mai bei frostfreiem Wetter bis Juni |
| Roter Gartenamaranth (Fuchsschwanz) | ab Mitte Mai |
| Glockenrebe ‘Violette Schönheit’ | ab Mitte Mai |
| Duftwicke Bunte Mischung, Chinesernelke Chinensis-Mischung, Husarenknopf ‘Gelber Vogel’, Leinkraut ‘Licilia Red’, Mittagsgold ‘Chansonette’ | nicht vor Mitte Mai |
| Zinnien-Mischung ‘Pepermint Sticks’ | ab Mai bei frostfreiem Wetter, nach schrittweiser Gewöhnung |
| Levkoje ‘Mammut Excelsior’ | ab Mai |
| Sommerazalee ‘Godetia Mischung’, in Schalen vorgezogen | ab Mai |
| Strohblume Hohe Mischung | im Mai oder Juni, nach dem Abhärten |
| Löwenmäulchen | nach dem letzten Nachtfrost, abgehärtet |
Standort, Gießen und Düngen im Beet behandelt der Sommerblumen-Überblick. Bevor die Jungpflanzen hinauskommen, kannst du die Pflanzabstände im Beetplaner einzeichnen. Vorab lässt sich auch prüfen, welche Pflanzen im Beet als Nachbarn zusammenpassen; eine Mischkultur unterstützt die Pflanzen, garantiert aber nichts.
Welche Sommerblumen eignen sich zum Vorziehen?
Gut geeignet sind Arten, deren Kulturangaben eine Vorkultur im Haus oder unter Glas vorsehen. Viele davon dürfen erst nach den Frösten ins Beet. Die Keimwerte in der Tabelle gelten jeweils für die genannte Sorte oder Mischung, andere Sorten derselben Art können abweichen.
| Art, Sorte oder Mischung | Keimtemperatur | Keimdauer | Saat |
|---|---|---|---|
| Fleißiges Lieschen ‘Leuchtfeuer’ | 20–25 °C | 7–14 Tage | etwa 0–0,5 cm tief |
| Gartenverbene ‘Duftmix’ | 18–20 °C | etwa 14–28 Tage | etwa 0–0,5 cm tief |
| Patagonisches Eisenkraut ‘Argentinische Verbene’ | 18–22 °C | ohne Angabe | ohne Angabe |
| Sommerastern-Mischung 505082 (Callistephus chinensis) | 15–20 °C | 7–20 Tage | 1 cm tief, mit Substrat bedeckt |
| Gartenskabiose ‘Mammuth Mischung’ | 15–20 °C | 14–21 Tage | 0–0,5 cm tief, nur dünn mit Erde bedeckt |
| Federbusch-Mischung (Celosia argentea var. plumosa) | 18–22 °C | 7–14 Tage | nur angedrückt, nicht bedeckt |
| Mittagsblumen-Mischung (Dorotheanthus bellidiformis) | 15–18 °C | 12–20 Tage | flach ausgelegt, sehr dünn mit gesiebter Erde oder Sand bedeckt |
| Einjähriges Schleierkraut ‘Schneekönigin’ (Gypsophila elegans) | 15 °C | 14–20 Tage | leicht angedrückt, nicht bedeckt |
| Husarenknopf ‘Gelber Vogel’ | 15–20 °C | ohne Angabe | ohne Angabe |
| Geranie ‘Horizon F1’ | 18–20 °C | nach etwa 15 Tagen | nur leicht bedeckt |
| Mimose (Mimosa pudica) | 20–25 °C | gewöhnlich innerhalb 1 Woche | ohne Angabe |
Petunien, Männertreu und Mittagsblumen: feine Samen in die Schale
Petunien säst du auf die Erde, drückst die Samen leicht an und bedeckst sie nicht. Für Petunien werden Substrate mit niedrigem pH-Wert empfohlen. Männertreu ‘Kaiser Wilhelm’ wird ebenfalls nur angedrückt und später als Tuff pikiert. Die Federbusch-Mischung der Celosie ziehst du von März bis Mai in der Schale vor.
Die Mittagsblumen-Mischung säst du im März oder April im Haus. Die Samen legst du flach aus, bedeckst sie sehr dünn mit gesiebter Erde oder Sand, drückst sie an und hältst sie feucht. Beim Auspflanzen sind die Jungpflanzen etwa 5 cm hoch. Gesetzt werden sie in Gruppen von ungefähr 3 bis 5 Pflanzen.
Fleißiges Lieschen und Verbenen
Das Fleißige Lieschen ‘Leuchtfeuer’ säst du sehr flach und hältst es zur Keimung warm. Im Beet passt es an halbschattige bis schattige Plätze. Die Sorte wird als resistent gegen Falschen Mehltau beschrieben. An Impatiens walleriana kann diese Krankheit bei hoher Luftfeuchte weißen Sporenbelag unter den Blättern und später Blattfall verursachen. Wie du Krankheiten im Beet vorbeugst, fasst der Sommerblumen-Überblick zusammen.
Die Gartenverbene ‘Duftmix’ braucht etwa 14 bis 28 Tage bis zur Keimung. Die Blüten der Sorte duften und zeigen Weiß, Pink und Blau. Das Patagonische Eisenkraut ‘Argentinische Verbene’ bringst du bei 18 bis 22 °C zur Keimung. Im Beet erreicht es später etwa 100 bis 150 cm Höhe.
Bei Verbenen schreibe ich das Aussaatdatum auf das Etikett. Erst wenn die angegebene Keimdauer vorbei ist, entscheide ich, ob ich nachsäe.
Sommerastern, Skabiosen, Schmuckkörbchen und Sommerazaleen
Sommerastern ziehst du im März oder April im Haus vor. Die Gartenaster ist kein Lichtkeimer, ihre Samen kommen deshalb unter Substrat. Plane den späteren Beetplatz gleich mit: Sommerastern sollen nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf demselben Beet stehen.
Die Gartenskabiose ‘Mammuth Mischung’ ziehst du von März bis Mai vor. Diese Skabiose wird einjährig kultiviert und ist nicht winterhart. Schmuckkörbchen ‘Cosimo’ säst du im März oder April im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank. Mit etwa 40 bis 60 cm Höhe eignet sich die Mischung für den Rabattenrand.
Sommerazaleen der ‘Godetia Mischung’ kannst du von März bis Mai vorziehen. Den Weg von der Saat bis ins Beet zeigt der Ratgeber, wie du Sommerazaleen Schritt für Schritt aussäst.
Zinnien, Portulakröschen und Leinkraut: mehrere Samen pro Topf
Zinnien der Mischung ‘Pepermint Sticks’ keimen in hygienisch einwandfreier Aussaaterde, die du weder austrocknen noch vernässen lässt. Für die Topfkultur legst du drei Samen in jeden Topf.
Portulakröschen der Einfachen Mischung bekommen drei bis fünf Samen je Topf, so entfällt das Pikieren. Bis zum Auflaufen stehen sie feucht unter Glas oder Folie. Danach ziehst du sie kühler und trockener weiter. Auch Leinkraut ‘Licilia Red’ säst du für die Vorkultur mit mehreren Samen pro Topf, sodass ein Tuff entsteht.
Kletterer: Schwarzäugige Susanne, Glockenrebe und Edelwicke
Von der Schwarzäugigen Susanne ‘Thunbergien Mischung’ kommen 5 bis 6 Samen gemeinsam in jeden Anzuchttopf. Die Mischung klettert etwa 100 bis 150 cm hoch. Eine Rankhilfe stellst du ihr deshalb früh zur Seite.
Die Glockenrebe ist kein Lichtkeimer. Die Sorte ‘Violette Schönheit’ säst du etwa 0,5 bis 1 cm tief. Wer mag, lässt die Samen vorher über Nacht in Wasser vorquellen, das soll die Keimung beschleunigen. Pflicht ist das nicht. Bis zur Keimung können 8 bis 21 Tage vergehen. Anhaltend nasskaltes Wetter kann bei der wärmeliebenden Glockenrebe Wachstum und Blüte beeinträchtigen.
Edelwicken, auch Duft- oder Gartenwicken genannt, kannst du bei früher Vorkultur ab Januar im Haus in normaler Aussaaterde vorziehen. Die Gartenwicke verträgt das Verpflanzen schlecht, und für sie wird ein tiefes Pflanzgefäß empfohlen. Säe sie deshalb gleich in tiefe Töpfe statt in eine Schale, aus der du später pikieren müsstest. Bei der Klettersorte ‘Cupani’ stellst du ab 10 cm Wuchshöhe eine Rankhilfe bereit. Duftwicken der Bunten Mischung pflanzt du nicht vor Mitte Mai ins Freiland. Bedenke, dass die Edelwicke in allen Teilen giftig ist, vor allem in den Samen.
Früh im Jahr: Geranien aus Samen
Balkon-Geranien gehören botanisch zur Gattung Pelargonium. Die Sorte ‘Horizon F1’ ziehst du von Dezember bis Februar in Gefäßen vor. Das Saatgut wird nur leicht bedeckt und gleichmäßig feucht gehalten. Nach dem Auflaufen pikierst du die Sämlinge in kleine Töpfe und ziehst sie bei 16 °C weiter.
Wann du mit der Aussaat beginnst
Plane vom Auspflanztermin deiner Art aus und rechne zurück. Für kräftige Sommerschnittblumen-Jungpflanzen reichen häufig 6 bis 8 Wochen Vorkultur. Früh dran sind Geranien aus Samen mit einer Aussaat von Dezember bis Februar und Edelwicken bei früher Vorkultur ab Januar. Im März oder April folgen Sommerastern, Schmuckkörbchen ‘Cosimo’ und die Mittagsblume. Bis in den Mai hinein kannst du die Federbusch-Celosie, die Gartenskabiose ‘Mammuth Mischung’ und die Jungfer im Grünen ‘Gefüllte Mischung’ vorziehen.
Die Jungfer im Grünen ziehst du in Töpfen oder Saatkistchen vor und härtest sie vor dem Auspflanzen ab. Für die Vase lohnen bei ihr Folgesaaten im Abstand von 2 bis 3 Wochen.
Den Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken hänge ich neben die Anzuchtschalen und hake jede Aussaat ab.
Vorkultur im Spätsommer und Herbst
Unter Glas wird nicht nur im Frühjahr gesät. Löwenmäulchen kannst du im September und Oktober im kalten Gewächshaus aussäen. Nach der Keimung entfernst du Heizung und Haube und ziehst die Sämlinge kühl und hell weiter, aber außerhalb direkter Sonne. Pikiert wird, sobald nach den Keimblättern die ersten echten Blätter da sind. Zum Abhärten stellst du die jungen Pflanzen tagsüber schrittweise an einen geschützten Platz draußen, anfangs ohne pralle Sonne. Ins Beet kommen sie nach dem letzten Nachtfrost.
Hornveilchen der Mischung 526202 kommen im August bis September ins Beet. Vorher pikierst du die Sämlinge nach etwa 4 Wochen und ziehst sie hell und kühl weiter. Bei der Sorte Sorbet Orange Duett können Keimtemperaturen über 20 °C die Keimung hemmen.
Die Kokardenblume aus Saatgut 0822 säst du ab Mitte Mai bis August in Gefäße oder ins Frühbeet, auch Direktsaat ins Freiland ist möglich. Als optimaler Mindesttemperaturbereich für ihre Keimung gelten 20 bis 22 °C. Das Saatgut wird nur leicht bedeckt und während der Keimung feucht gehalten. Nach ungefähr 4 Wochen wird pikiert.




