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Blattnässe

Blattnässe ist Wasser, das als Film oder Tropfen auf den Blättern steht, etwa nach Regen, Tau oder Gießen über die Blätter. Hält sie länger an, können Pilzerreger die Blätter leichter infizieren.

Ob Blätter nach Regen oder Gießen rasch abtrocknen oder lange nass bleiben, ist für die Pflanzengesundheit wichtig. Fachleute sprechen von der Blattnässedauer. Der Pilz, der am Buchsbaum das Triebsterben auslöst, dringt zum Beispiel über die unverletzte Blattoberfläche ein, wenn diese lange genug nass ist. Laut der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft reichen dafür schon 5 bis 7 Stunden Blattnässe. Spritzwasser trägt die Sporen zudem von Pflanze zu Pflanze.

Für deinen Garten heißt das: Gieß bei Trockenheit nicht über Kopf, also nicht über die Blätter, sondern direkt an den Boden. Ideal ist eine Tröpfchenbewässerung. Nicht verwechseln solltest du Blattnässe mit Staunässe: Staunässe betrifft den Boden und die Wurzeln, Blattnässe dagegen die Blätter.

Beispiel aus dem Garten

Wenn nach dem Gießen mit der Brause noch Tropfen auf den Blättern im Gemüsebeet hängen, ist das Blattnässe. Bei Trockenheit gieße ich deshalb nicht über Kopf, sondern mit dem Schlauch direkt an den Boden, und im Tomatenbeet liegt ein Tropfschlauch für die Tröpfchenbewässerung.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ↗ – Cylindrocladium buxicola, eine neue Buchsbaumkrankheit in Bayern, Abschnitte Biologie und Vorbeugung. Geprüft am .

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