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Dauerkultur

Dauerkultur nennt man Pflanzen, die mehrere Jahre am selben Platz bleiben, immer wieder Ernte bringen und deshalb nicht in die Fruchtfolge eingebunden werden, etwa Rhabarber, Spargel oder Obst.

In der Landwirtschaft ist der Begriff genau festgelegt: Nach EU-Recht sind Dauerkulturen Kulturen außerhalb der Fruchtfolge, die mindestens fünf Jahre auf der Fläche bleiben und wiederkehrende Erträge liefern. Dazu zählen Obstanlagen, Beerenobst, Reben, Hopfen, Rhabarber, Spargel und Artischocken. Diese Mindestdauer ist eine Festlegung für landwirtschaftliche Flächen, keine Gartenregel. Im Garten verhalten sich mehrjährige Kräuter ähnlich: Einmal angelegt, kannst du sie über viele Jahre am selben Platz ernten.

Für die Beetplanung heißt das: Eine Dauerkultur bekommt einen festen Platz, um den herum die übrigen Gemüsebeete im jährlichen Wechsel weiterwandern. Wähle ihren Standort deshalb von Anfang an mit Bedacht. Wird sie später neu angelegt, braucht sie oft eine Anbaupause am alten Platz. Rhabarber etwa sollte nicht nach sich selbst gepflanzt werden.

Beispiel aus dem Garten

Mein Rhabarber steht seit Jahren am selben Platz und bringt immer wieder Ernte, er ist eine Dauerkultur. Bei der Beetplanung bekommt er einen festen Platz, und die übrigen Gemüsebeete wandern im jährlichen Wechsel um ihn herum.

Quelle: Landwirtschaftsverwaltung Baden-Württemberg (Infodienst Ländlicher Raum) ↗ – „Dauerkulturen“ (Agrarstruktur, Statistik, Stand 08/2023), Definition nach Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe g Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 und Tabelle „Anbau von Dauerkulturen 2022“. Geprüft am .

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