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Dauersporen

Dauersporen sind mikroskopisch kleine Sporen, mit denen manche Krankheitserreger im Boden überdauern, etwa der Erreger der Kohlhernie. Sie bleiben über mehrere Jahre lebensfähig und können dann erneut Pflanzen infizieren.

Bei der Kohlhernie vermehrt sich der Erreger, ein Schleimpilz, in den Wurzeln von Kohl und anderen Kreuzblütlern wie Rettich oder Radieschen. Es entstehen knotige Verdickungen oder fingerförmige Wucherungen, in denen sich Dauersporen in großer Zahl bilden. Mit bloßem Auge siehst du sie nicht, denn sie sind mikroskopisch klein. Im Boden bleiben sie über mehrere Jahre lebensfähig und können neue Pflanzen befallen.

Für den Garten heißt das: Ein befallenes Beet trägt den Erreger lange in sich. Anfällige Pflanzen baust du deshalb nur alle vier bis sechs Jahre auf derselben Fläche an. Kranke Pflanzen entfernst du samt Wurzeln und kompostierst sie nicht, Geräte reinigst du nach der Arbeit gründlich, weil sie den Erreger verschleppen können. Nicht verwechseln: Die Wurzelwucherungen sind das sichtbare Schadbild, die Dauersporen bilden sich in ihnen.

Beispiel aus dem Garten

Finde ich beim Abräumen an Kohlrabi knotig verdickte Wurzeln, denke ich an Kohlhernie und damit an Dauersporen im Beet. Ich ziehe die Pflanzen samt Wurzeln heraus, gebe sie nicht auf den Kompost und notiere mir die Fläche, damit dort erst nach vier bis sechs Jahren wieder Kreuzblütler wachsen.

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ↗ – Kohlhernie an Kohlgemüse, Abschnitt Schaderreger. Geprüft am .

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