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Kräuterspirale

Eine Kräuterspirale ist ein spiralförmig ansteigendes Beet aus Steinen und Erde. Von der mageren, sonnigen Spitze bis zum nährstoffreichen Fuß mit kleinem Teich bietet sie auf engem Raum Plätze für Kräuter mit ganz unterschiedlichen Ansprüchen.

Die Natursteine werden ohne Mörtel wie eine Trockensteinmauer aufgeschichtet. Sie speichern tagsüber die Sonnenwärme und schaffen ein günstiges Kleinklima, in ihren Spalten finden Eidechsen, Kröten und Laufkäfer Unterschlupf. Oben ist der Boden sandig und mager, nach unten steigt der Anteil an Kompost und Gartenerde. Entsprechend wachsen ganz oben wärmeliebende Mittelmeerkräuter wie Rosmarin, Lavendel, Thymian und Salbei, in der Übergangszone etwa Estragon, Oregano und Bohnenkraut, in der untersten Zone Petersilie, Kerbel und Schnittknoblauch.

Der Bauplan geht auf Bill Mollison zurück, den Begründer der Permakultur. Lege die Spirale an einem sonnigen, möglichst windgeschützten Platz in Nord-Süd-Richtung an, der Teich kommt nach Süden. Empfohlen werden ein Durchmesser von 2,5 Metern und eine Höhe von 80 bis 100 Zentimetern. Wuchernde Arten wie Liebstöckel, Minze oder Kapuzinerkresse setzt du besser nicht in die Spirale.

Beispiel aus dem Garten

In meiner Kräuterspirale, dem spiralförmig ansteigenden Beet aus Steinen und Erde, wachsen ganz oben auf magerem Boden Rosmarin und Thymian, unten am Fuß beim kleinen Teich Petersilie und Kerbel. Minze setze ich nicht hinein.

Quelle: „Natur im Garten“ (Land Niederösterreich) ↗ – Infoblatt „Kräuterspirale“ (Februar 2021), Abschnitte „Ursprung und Zweck“, „Standort“, „Arbeitsschritte“, „Bepflanzung“, „Pflege“ und „Garten Tipp“. Geprüft am .

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