Hydrokultur
Hydrokultur ist eine Kulturmethode ohne Erde: Die Wurzeln wachsen in einem neutralen Füllsubstrat wie Blähton, und eine Nährlösung aus Wasser und gelösten Nährstoffen versorgt die Pflanze.
Bei der Hydrokultur, wie man sie von Zimmerpflanzen kennt, wachsen die Wurzeln in Blähton statt in Erde. Das funktioniert, weil Pflanzen keine Erde aufnehmen, sondern nur die Nährstoffe daraus. Erde gibt den Wurzeln vor allem Halt, Feuchtigkeit und Sauerstoff. Diese Aufgaben übernimmt hier das Füllsubstrat: Es muss neutral und formstabil sein, darf nicht faulen und das Wurzelwachstum nicht behindern.
Die Nährlösung ist das eigentliche Lebenselement der Pflanze und braucht deine Aufmerksamkeit. Bei fertig bepflanzten Gefäßen aus dem Handel sind der pH-Wert (meist pH 5,5 bis 6,5) und die Nährstoffkonzentration für die ersten fünf bis sechs Monate eingestellt. Danach wechselst du halbjährlich das Wasser und stellst die Nährlösung neu ein; für die laufende Versorgung gibt es spezielle Depotdünger im Fachhandel. Der Wasserstandsanzeiger sollte immer zwischen Minimum und Maximum stehen, besonders im Winter.
Beispiel aus dem Garten
Wenn ein Topf mit Blähton statt Erde gefüllt ist und einen Wasserstandsanzeiger hat, ist das eine Hydrokultur. Bei meinen Zimmerpflanzen in Hydrokultur achte ich darauf, dass der Anzeiger zwischen Minimum und Maximum steht, und setze halbjährlich beim Wasserwechsel die Nährlösung neu an.
Quelle: Gartenakademie Rheinland-Pfalz (DLR) ↗ – Hydrokultur im Wohnbereich, Rubrik Zimmerpflanzen. Geprüft am .
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