Leitfähigkeit
Die Leitfähigkeit, oft als EC-Wert angegeben, ist ein Messwert für die Menge gelöster Salze, etwa Düngesalze, in Erde oder Wasser. Gemessen wird, wie gut die Probe Strom leitet: Je mehr Salze gelöst sind, desto höher der Wert.
Mit „Salzen“ ist hier nicht nur Kochsalz gemeint, sondern lösliche Verbindungen, die in Wasser in elektrisch geladene Teilchen zerfallen, darunter auch die Nährsalze aus Dünger. Diese Teilchen transportieren elektrische Ladung. Ein Messgerät prüft deshalb, wie gut ein Wasserauszug der Erde Strom leitet, und schließt daraus auf den Salzgehalt. Das Kürzel EC kommt vom englischen „electrical conductivity“. Die Messung geht schneller und günstiger als eine chemische Analyse, verrät aber nicht genau, welche Salze enthalten sind.
Wichtig ist der Wert, weil manche Salze für Pflanzen lebensnotwendig sind, in zu hoher Konzentration aber schaden. Pflanzenarten reagieren dabei sehr unterschiedlich, und auch das Wachstumsstadium zählt: Keimlinge, Jungpflanzen und ausgewachsene Pflanzen sind verschieden empfindlich. Nicht verwechseln solltest du die Leitfähigkeit mit dem pH-Wert. Der zeigt, wie sauer oder alkalisch Erde oder Wasser ist, nicht wie viel Salz darin gelöst ist.
Beispiel aus dem Garten
Meine Kübelpflanzen auf dem Balkon dünge ich regelmäßig, deshalb messe ich ab und zu die Leitfähigkeit: Ich verrühre etwas Erde mit Wasser und halte das Messgerät hinein. Steigt der EC-Wert von Mal zu Mal, weiß ich, dass mehr gelöste Salze in der Erde stecken.
Quelle: Industrieverband Garten (IVG) e.V. – Substratbuch: Elektrische Leitfähigkeit und Salzgehalt, Eigenschaften > chemische Eigenschaften. Geprüft am .
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