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Mykorrhiza

Mykorrhiza ist eine Lebensgemeinschaft zwischen bestimmten Bodenpilzen und Pflanzenwurzeln zum beiderseitigen Nutzen. Die Pilzfäden liefern der Pflanze Wasser und Nährsalze und erhalten dafür einen Teil der Kohlenhydrate, die die Pflanze durch Photosynthese bildet.

Der Mykorrhiza-Pilz bildet im Boden ein Geflecht aus feinen Fäden, das Myzel. Es verlängert die Wurzeln gewissermaßen: Die Pilzfäden reichen bis in feinste Bodenporen und bieten eine viel größere Oberfläche als die Wurzel allein. Bei der Ektomykorrhiza, typisch für Waldbäume wie Buche, Eiche oder Fichte, umhüllen die Pilze die Wurzeln wie ein Mantel. Bei der Endomykorrhiza wachsen sie in die Wurzelzellen hinein; eine Form davon gehen die meisten Gemüse-, Kräuter- und Obstarten ein.

Für den Garten heißt das: Pflanzen mit Mykorrhiza nehmen mehr Wasser und Nährstoffe auf. Wenn du regelmäßig Kompost einarbeitest, bringst du damit in der Regel auch Pilzsporen in den Boden. Pilzbekämpfungsmittel (Fungizide) schädigen dagegen auch die nützlichen Pilze. Mykorrhiza-Präparate aus dem Handel bringen meist wenig, wenn die Pflanzen schon Pilzpartner haben; bei Neuanlagen oder schlechtem Boden können sie sinnvoll sein.

Beispiel aus dem Garten

Im Gemüsebeet nehme ich Rücksicht auf die Mykorrhiza: Ich arbeite regelmäßig Kompost ein und verzichte auf Pilzbekämpfungsmittel. Ein Mykorrhiza-Präparat ziehe ich nur in Betracht, wenn ich ein Beet neu anlege und der Boden schlecht ist.

Quelle: gartenfreunde.de – Was ist Mykorrhiza? (Claudia Heger, Landesfachberaterin des Landesverbandes Braunschweig der Gartenfreunde, Stand 28.10.2016), Abschnitte „Nützliche Kooperation“, „Netzwerke im Wald“, „Helfer im Untergrund“, „Kleine Pilze – große Wirkung“ und „Mykorrhiza im Garten“. Geprüft am .

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