Basilikum-Mischungen: Welche Sorten drinstecken und wie du jede Sorte richtig aufbewahrst
- Eine Basilikum-Mischung wie Try-Basil vereint grünes Genoveser, rotblättriges Chianti und salatblättriges Napolitana in einer Tüte.
- Alle Basilikum-Sorten sind Lichtkeimer: 0–0,5 cm tief säen, bei 15–22 °C keimen sie in 7–25 Tagen.
- Ins Freiland kommt Basilikum ab Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr drohen; unter 10 °C steht das Wachstum still.
- Frisch bleibt Basilikum bei Zimmertemperatur in Wasser – der Kühlschrank ist für dieses Kraut die Ausnahme.
- Einfrieren in Eiswürfeln passt zu allen Sorten; Trocknen gelingt wegen der Schleimstoffe schlecht, Zimtbasilikum ist die belegte Ausnahme.
- Kräuteröl und Pesto nur gekühlt und kurz aufbewahren – im Öl können sich unter Luftabschluss Botulinumtoxine bilden.

Du hast eine Basilikum-Mischung gesät, und jetzt stehen im Kasten grüne, dunkelrote und kleinblättrige Pflänzchen nebeneinander. Spätestens im August wird daraus eine praktische Frage: Welche Pflanze ist das, und was machst du mit der Ernte – denn nicht jede Sorte lässt sich auf dieselbe Weise aufbewahren. Ich ziehe Mischungen deshalb nur mit Etikett am Topf und trenne die Sorten schon beim PikierenPikieren heißt, dicht aufgelaufene Sämlinge zu vereinzeln: Du setzt die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe, sobald sich in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, damit jedes genug Platz zum Wachsen hat., damit ich sie später getrennt ernten und getrennt haltbar machen kann.
Die Anbau-Grundlagen für alle Kräuter – Standort, Aussaat, Gießen und Düngen mit Maß – trägt der Hub-Artikel; lies dort vor allem den Abschnitt über die Aussaat von Vorkultur, Direktsaat und den feinen Samen. Hier geht es um das, was eine Mischung besonders macht: die Sorten und ihre unterschiedliche Eignung für Vorrat und Küche.
Was in einer Basilikum-Mischung steckt
Eine Basilikum-Mischung ist Saatgut aus mehreren Sorten in einer Tüte. Belegt ist die Zusammensetzung der Mischung Try-Basil: grünes Genoveser, rotblättriges Chianti und salatblättriges Napolitana. Andere Mischungen können anders zusammengesetzt sein – die Sortenliste steht auf der Packung, und daran halte ich mich, statt zu raten.
Weil dir in Basilikum-Sortimenten und selbst zusammengestellten Mischungen noch weitere Sorten begegnen, stelle ich hier die Formen vor, für die ich belegte Angaben habe.
Genoveser Basilikum – der große grüne Klassiker
Genoveser Basilikum bildet große, gewellte, dunkelgrüne und würzig aromatische Blätter und wird etwa 40–60 cm hoch. Es ist die klassische Sorte für Pesto Genovese und Tomaten mit Mozzarella. Ins Freiland kommt es nicht vor Mitte Mai. Alles zu Ernte, Verarbeitung und Lagerung dieser Sorte steht in dem Artikel darüber, wie du Genoveser Basilikum optimal erntest, verarbeitest und lagerst.
Chianti – die dunkelrote Sorte
Chianti gehört zu Ocimum basilicum, ist dunkelrot gefärbt und bleibt mit etwa 20–30 cm deutlich niedriger als Genoveser. Nach der Keimung werden jeweils 3–4 Sämlinge zusammen in einen Topf gesetzt. In der Mischung ist Chianti die Sorte, die du ohne Etikett erkennst – sobald die Blätter Farbe zeigen.
Napolitana – die salatblättrige Form
Von Napolitana ist mir nur belegt, dass es der salatblättrige Anteil der Try-Basil-Mischung ist. Beim Ernten und Aufbewahren behandelst du Napolitana wie grünblättriges Basilikum.
Griechisches Buschbasilikum – klein, kompakt, wärmebedürftig
Das als griechisches Basilikum angebotene Buschbasilikum wächst kompakt und stark verzweigt und trägt kleine, hellgrüne, intensiv aromatische Blätter. Es gehört zu den spät blühenden Formen. Kleinblättrige Basilikumformen sind in der Regel besonders wärmebedürftig – gib dieser Sorte in der Mischung den wärmsten Platz. Bei warmer Überwinterung kann Griechisches Buschbasilikum mehrjährig kultiviert werden.
Thai-Basilikum ‘Siam Queen’ – Lakritz und Anis
Thai-Basilikum unterscheidet sich vom gewöhnlichen Basilikum durch glatte Blätter und ein lakritzähnliches Aroma mit Anis-, Estragon- und Basilikumnoten; die Blüten sind rosa-lila. Für ‘Siam Queen’ wird eine Höhe von 30–40 cm genannt, mit BlütenstandEin Blütenstand (botanisch: Infloreszenz) ist der Teil einer Pflanze, an dem sich der Spross verzweigt und mehrere Blüten trägt. Je nach Bauweise unterscheidet man zum Beispiel Traube, Ähre, Dolde, Köpfchen und Rispe. nennen andere Quellen 50–100 cm. Die Sorte keimt bei 15–20 °C, das Saatgut wird nur dünn bedeckt, und ins Freiland kommt sie nicht vor Mitte Mai – an einen sonnigen, warmen und windgeschützten Platz. Das Auskneifen der Blütenstände fördert buschigen Wuchs und verlängert die Erntezeit.
Zitronen-Basilikum – zwei Handelsformen
Als Zitronenbasilikum werden zwei Pflanzen verkauft: das kleinblättrige Ocimum americanum, etwa die Sorte Lemon mit 30–40 cm Höhe, und die als Ocimum basilicum var. minimum geführte Sorte Sweet Dany, die 30–60 cm hoch wird und weiß blüht. Beide verbinden Zitronen- und Basilikumaroma und eignen sich für Süßspeisen, Fischgerichte und frische Salate. Für Zitronen-Basilikum werden regelmäßige Wassergaben und eine gute Nährstoffversorgung empfohlen, gern gemeinsam mit Tomaten in einem Topf.
Zimtbasilikum – die Sorte, die sich trocknen lässt
Zimtbasilikum wird 30–60 cm hoch, mit Blüte nennen andere Quellen bis zu 100 cm; es bildet violette Blüten und je nach Saatgutherkunft rote bis violette Stiele. Es keimt bei 20–25 °C innerhalb von etwa 1 bis 2 Wochen, in der Reihe gilt ein Pflanzabstand von 25 cm, und ausgewachsene Pflanzen vertragen keine Temperaturen unter 10 °C. Für den Vorrat ist Zimtbasilikum die Ausnahme unter den Basilikum-Sorten: Sein Zimt-Basilikum-Aroma bleibt auch nach dem Trocknen erhalten.
Blütenbasilikum – Hybriden für Blüte und Blatt
Blütenbasilikum wie ‘Floral Spires Lavendelblau’ wird botanisch als Ocimum-Hybride geführt, wird etwa 30–40 cm hoch und blüht von Juli bis September; die Blätter würzen Salate, Suppen und Fischgerichte, und nach der Keimung werden jeweils 3–4 Sämlinge zusammen getopft. ‘Ararat’ zeigt grün-rot marmorierte Blätter. ‘African Blue’, eine Kreuzung aus Ocimum kilimandscharicum und Ocimum basilicum, wird über StecklingeEin Steckling ist ein junger, von der Mutterpflanze abgeschnittener Trieb, der in Erde oder Wasser eigene Wurzeln bildet. So entsteht eine neue Pflanze mit denselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze. vermehrt und steckt deshalb nicht in Saatgutmischungen. Tulsi ist Ocimum tenuiflorum und damit eine andere Basilikumart.
| Sorte | Blatt und Wuchs | Küche | Vorrat |
|---|---|---|---|
| Genoveser | groß, gewellt, dunkelgrün; 40–60 cm | Pesto, Tomate-Mozzarella | Einfrieren in Eiswürfeln |
| Chianti | dunkelrot; 20–30 cm | Farbe in Salat und Garnitur | Einfrieren in Eiswürfeln |
| Griechisches Buschbasilikum | klein, hellgrün, kompakt | mediterrane Küche, frisch | Einfrieren; frisch 3–5 Tage |
| Thai ‘Siam Queen’ | glatt, Lakritz-Aroma; 30–40 cm | herzhafte Gerichte und Süßspeisen, nicht mitkochen | Einfrieren |
| Zitronen-Basilikum | Zitronenaroma; 30–40 bzw. 30–60 cm | Süßspeisen, Fisch, Salat | Einfrieren |
| Zimtbasilikum | violette Blüten, rote Stiele; 30–60 cm | Süßspeisen, Getränke | Trocknen möglich, Aroma bleibt |
Die Sorten in der Mischung auseinanderhalten
Beim Pikieren entscheidet sich, ob du im Sommer noch weißt, welche Sorte du erntest. Basilikumsämlinge werden pikiert, sobald sie zwei Blattpaare haben, und zwar in kleinen Büscheln – bei Chianti und Floral Spires jeweils 3–4 Sämlinge zusammen. Ich stecke in jeden Topf ein Etikett mit dem, was ich sehe oder rieche: rot, kleinblättrig, Zitrone, Zimt. Rotblättrige Sämlinge erkennst du an der Farbe, kleinblättrige am kompakten Wuchs, Zitronen- und Zimtbasilikum am Geruch, wenn du ein Blatt zwischen den Fingern reibst.
Topfe Sorten, die du nicht zuordnen kannst, trotzdem getrennt. Ein Topf mit einer einzigen Sorte lässt sich später leichter einer Vorratsmethode zuordnen als ein Büschel aus drei Sorten.
Anbau in Kürze
Alle Basilikum-Sorten sind Lichtkeimer: Du säst oberflächennah, 0–0,5 cm tief, und bedeckst höchstens dünn mit Erde. Die Keimtemperatur liegt bei 15–22 °C, die Keimdauer bei 7–25 Tagen; das Saatgut darf während und nach der Keimung nicht austrocknen. Die FreilandsaatFreilandsaat ist die Aussaat direkt an Ort und Stelle im Gartenbeet unter freiem Himmel. Die Samen keimen dort, wo die Pflanzen anschließend weiterwachsen sollen. ist für Mai–Juni belegt, der Kulturstart für Basilikum-Mischungen liegt in den Monaten Mai bis Juli. Ausgepflanzt wird ab Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Fürs Wachstum sind 20–25 °C günstig; unter 10 °C steht es still, und schon leichter Frost kann Schäden verursachen.
Für Basilikum-Mischungen gilt ein System aus 10 cm Abstand in der Reihe und 20 cm Reihenabstand an einem sonnigen Standort. Allgemein nennen die Quellen 10 bis 25 cm Pflanzabstand – je nach Pflanzweise (Büschel enger, Einzelpflanzen weiter) und Sorte. Diese Werte findest du auch im Beetplaner, wo Basilikum als starkzehrend und nicht als DauerkulturDauerkultur nennt man Pflanzen, die mehrere Jahre am selben Platz bleiben, immer wieder Ernte bringen und deshalb nicht in die Fruchtfolge eingebunden werden, etwa Rhabarber, Spargel oder Obst. geführt wird.
Basilikum ist als starkzehrend eingestuft, doch mit Stickstoff bleibst du zurückhaltend: Eine hohe Stickstoffversorgung kann das Wachstum verstärken und gleichzeitig den Gehalt an ätherischem Öl senken. Für das Beet reichen vor Aussaat oder Pflanzung normalerweise 3 l Kompost je m². Die Erde hältst du leicht feucht ohne Staunässe und gießt möglichst ohne die Blätter zu benetzen.
Als Nachbarn passen Tomaten, Gurken, Melonen und Kürbis; andere LippenblütlerLippenblütler sind eine Pflanzenfamilie, deren verwachsene Blütenblätter eine Ober- und eine Unterlippe bilden. Typisch sind ein vierkantiger Stängel und paarweise gegenüberstehende Blätter, die beim Zerreiben oft auffallend riechen; dazu gehören Küchenkräuter wie Salbei, Thymian und Majoran. wie Thymian, Salbei, Rosmarin, Minze oder Oregano gelten als unverträglich. Welche Kombinationen sich im Gemüsebeet anbieten, steht im Artikel über gute und schlechte Nachbarn für Basilikum im Gemüsebeet; für andere Kulturen hilft dir das Mischkultur-Werkzeug. Die AussaatfensterDas Aussaatfenster ist der Zeitraum im Jahr, in dem eine Pflanzenart sinnvoll ausgesät werden kann. Es richtet sich vor allem nach dem Temperaturanspruch der Art, der Bodentemperatur und der Frostgefahr. aller Kräuter hast du im Aussaatkalender für Kräuter zum Ausdrucken auf einen Blick.
Ernten – der Anriss
Der höchste Gehalt an ätherischem Öl liegt kurz vor der Blüte, deshalb erntest du die oberen Triebe bis zu den nächsten BlattachselnDie Blattachsel ist der Winkel zwischen Blattstiel und Zweig oder Stängel, also die Stelle, an der ein Blatt am Spross ansetzt. Aus ihr wachsen häufig Seitentriebe, bei Tomaten etwa die Geiztriebe. oder schneidest etwa handbreit über dem Boden und lässt einige Blätter stehen, damit die Pflanze wieder austreibt. Blütenansätze knipst du aus, wenn du Blätter willst – und lässt einen Teil der Pflanzen bewusst blühen, weil blühendes Basilikum Bienen und Hummeln Nahrung bietet. Die ausführlichen Grundregeln zum Ernten und Aufbewahren von Basilikum gelten für alle Sorten dieser Mischung.
Aufbewahren – jede Sorte auf ihre Weise
Hier liegt der eigentliche Nutzen davon, die Sorten getrennt zu halten. Die Schleimstoffe im Blatt sind bei allen Basilikum-Sorten das Problem beim Trocknen, das Einfrieren funktioniert bei allen, und eine Sorte bricht die Regel.
Frisch: bei Zimmertemperatur, nicht im Kühlschrank
Frisch geschnittenes Basilikum stellst du im Zimmer in Wasser. Es ist ausdrücklich von der allgemeinen Empfehlung ausgenommen, frische Kräuter im Gemüsefach des Kühlschranks aufzubewahren. Frisch geschnittenes Griechisches Basilikum hält sich etwa 3 bis 5 Tage. Ich schneide für den Frischbedarf nur so viel, wie in den nächsten Tagen in die Küche wandert, und wasche die Blätter erst unmittelbar vor der Verwendung, unzerkleinert und kurz, dann tupfe ich sie trocken.
„Kräuter gehören ins Gemüsefach” – für Basilikum stimmt das nicht. Es wird bei Zimmertemperatur in Wasser gelagert und nicht im Kühlschrank.
Einfrieren: die Methode für alle Sorten
Frisch geerntete Blätter schneidest du klein und frierst sie in Eiswürfelbehältern mit etwas Wasser ein. Das gilt für grünes Genoveser genauso wie für rotblättrige Sorten, Griechisches Buschbasilikum, Thai- und Zitronen-Basilikum. Eingefrorene Kräuter halten sich bis zu einem Jahr. Rechne damit, dass Basilikumblätter beim Einfrieren matschig werden können – die Würfel gehören deshalb in warme Gerichte, denen du sie am Ende der Zubereitung zugibst, nicht auf den Salatteller.
Ich friere jede Sorte in einem eigenen Eiswürfelbehälter ein und schreibe die Sorte mit Datum auf den Deckel. Beim Kochen greife ich dann gezielt zu Thai-Würfeln für das Wok-Gericht und zu Genoveser-Würfeln für die Tomatensauce, statt in einer gemischten Dose zu raten.
Trocknen: schwierig – mit einer Ausnahme
Basilikum lässt sich wegen seiner Schleimstoffe nur schwer mit gutem Ergebnis trocknen; das gilt auch für rotblättrige Sorten, und Griechisches Basilikum büßt beim Trocknen deutlich Aroma ein. Die belegte Ausnahme ist Zimtbasilikum: Sein Aroma bleibt auch nach dem Trocknen erhalten. Getrocknete Kräuter lagerst du luftdicht, lichtgeschützt und trocken, prüfst verschlossene Gefäße regelmäßig auf Schimmel und verbrauchst sie innerhalb von 12 Monaten. Wenn du es mit grünblättrigem Basilikum trotzdem versuchen willst, lies, wie du grünblättriges Basilikum trocknest.
Die ganze Mischung gebündelt zum Trocknen aufhängen. Genoveser, Chianti und Griechisches verlieren dabei viel Aroma – nur Zimtbasilikum lohnt den Trockenversuch, der Rest gehört in den Froster.
Kräuteröl und Pesto: Sorgfalt vor Vorrat
In selbst hergestellten Kräutern in Öl kann der Sauerstoffabschluss die Vermehrung von Clostridium botulinum ermöglichen – und damit die Bildung von Nervengiften, die Botulismus auslösen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät davon ab, Kräuter in Öl im Privathaushalt auf Vorrat herzustellen, besonders für den Verzehr ohne ausreichendes Erhitzen. Selbst gemachtes Kräuteröl gehört in den Kühlschrank und wird spätestens am Tag nach der Herstellung verbraucht. Das österreichische Botulismus-Merkblatt nennt nichtgesäuerte Pesto-Zubereitungen als mögliche Risikoprodukte und lässt Kräuter in Öl und Pesto nur bei bis zu 6 °C lagern.
Pesto aus Genoveser bleibt also ein Frischprodukt: Du zerkleinerst und vermischst die übrigen Zutaten und rührst das Olivenöl erst danach vorsichtig ein, stellst das Pesto kalt und isst es zeitnah auf. Bei Beschwerden ersetzt kein Kraut den ärztlichen Rat.
Blüten: essbar und für Insekten
Blüten von als Lebensmittel angebautem Küchenbasilikum sind essbar und eignen sich zum Garnieren – bei Chianti, Thai und Blütenbasilikum bringen sie zusätzlich Farbe auf den Teller. Lass einen Teil der Pflanzen bis zur Blüte stehen: Blühendes Basilikum bietet Bienen und Hummeln Nahrung, und Floral Spires wird von Bienen und weiteren Nützlingen besucht.
Welche Sorte wohin?
- Genoveser, Napolitana, Chianti, Griechisches, Thai, Zitrone: kleingeschnitten in Eiswürfeln einfrieren
- Zimtbasilikum: trocknen möglich, Aroma bleibt
- Alle Sorten frisch: im Zimmer in Wasser, nicht in den Kühlschrank
- Öl und Pesto: kühlen, Öl bis zum Folgetag verbrauchen, kein Vorrat
In der Küche: Aroma nach Sorte
Frisches Basilikum gibst du warmen Speisen erst am Ende der Zubereitung oder kurz vor dem Servieren zu, damit Aroma und zarte Blattstruktur erhalten bleiben – Thai-Basilikum wird für die Würzverwendung nicht mitgekocht. Genoveser ist die Sorte für Pesto Genovese und Tomaten mit Mozzarella und passt zu Zucchini, Auberginen, Tomaten, Pilzen und Käse. Zitronen-Basilikum wandert in Süßspeisen, Salate und Fischgerichte, Thai-Basilikum in thailändische und vietnamesische Gerichte und in den Wok, aber auch in Süßspeisen. Und wer es ungewöhnlich mag: Basilikum eignet sich auch zum Aromatisieren von Zitronensorbet, Erdbeertorte und Schokoladenmousse.
Nach der Saison
Basilikum ist nicht winterhart. Wer eine Sorte weiterkultivieren will, braucht einen hellen, frostfreien Platz – am Fenster ist der hohe Lichtbedarf im Winter jedoch schwer zu decken, und überwinterte Pflanzen können weniger aromatische Blätter bilden. Deshalb ist die jährliche Neuaussaat zweckmäßig. Griechisches Buschbasilikum lässt sich bei warmer Überwinterung mehrjährig halten. Eine Lieblingssorte aus der Mischung sicherst du dir über Stecklinge: etwa 10–15 cm lange, gesunde Triebe unten entblättern, in Wasser stellen und das Wasser alle 3–4 Tage wechseln, damit nichts fault. Wie du die Pflanzen über die gesamte Saison begleitest, steht im Artikel zur Basilikum-Pflege von der Aussaat bis zur Überwinterung.
Notiere dir im Herbst, welche Sorte der Mischung dir in Küche und Vorrat am meisten gebracht hat. Im nächsten Jahr säst du die eine Sorte gezielt nach und die Mischung nur noch für die Neugier.





