pH-Wert im Kompost: Warum er in der Rotte schwankt und was ihn verschiebt
- Rotteorganismen bevorzugen ein Milieu um pH 7, das sich in einer lockeren, strukturreichen Mischung meist ohne Kalk einstellt.
- Zu Beginn der Rotte können organische Säuren den pH-Wert senken, mit genug Sauerstoff kann er später wieder steigen.
- In dicht gelagertem, faulendem Kompost kann der pH-Wert rasch in einen für die Verrottung ungünstigen sauren Bereich absinken.
- Steigende pH-Werte und höhere Temperaturen erhöhen den Ammoniakanteil und damit das Risiko von Stickstoffverlusten.
- Kalk beseitigt keinen Sauerstoffmangel, und Holzasche gehört gar nicht auf den Kompost.
- Gewöhnlicher Gartenkompost enthält Kalk, hat typischerweise pH 6,5 bis 7,5 und passt deshalb nicht zu Moorbeetpflanzen.

Riecht dein Kompost faulig, kann das auf zu nasses Material hinweisen. In dicht gelagertem, faulendem Kompost kann der pH-Wert dann rasch in einen sauren Bereich absinken, der für die Verrottung ungünstig ist. Ein stechender Ammoniakgeruch spricht dagegen für zu viel nährstoffreiches Material. Auch das ist eine pH-Frage, denn steigende pH-Werte und höhere Temperaturen erhöhen den Ammoniakanteil und damit das Risiko gasförmiger Stickstoffverluste. Ich schaue bei beiden Signalen zuerst auf Luft, Feuchte und Mischung, weil genau sie den Wert im Haufen verschieben.
Die Rotteorganismen bevorzugen ein Milieu um pH 7. In einer lockeren, strukturreichen Abfallmischung stellt es sich meist ohne zusätzliche Kalkgabe ein. Der pH-Wert selbst beschreibt, wie sauer oder basisch ein Milieu reagiert. Was er im Gartenboden bedeutet und wann Kalk dort sinnvoll ist, erfährst du in den Grundlagen dazu, wie pH-Wert und Kalk im Gartenboden zusammenhängen.
Warum der pH-Wert im Kompost zählt
Im Kompost wirkt der pH-Wert an zwei Stellen. Er beeinflusst, wie aktiv die Organismen arbeiten, die deine Garten- und Küchenabfälle zersetzen. Zusammen mit der Temperatur entscheidet er außerdem mit, wie viel Stickstoff als Ammoniak entweichen kann.
Der Wert hängt dabei an den übrigen Bedingungen im Haufen. Liegt das Material dicht und fault, kann er absinken. Wird es warm und steigt der pH-Wert, wächst der Ammoniakanteil. Ein auffälliger Wert führt dich deshalb zurück zu Luft, Feuchte und Mischung.
So verändert sich der pH-Wert während der Rotte
Der pH-Wert bleibt im Kompost nicht gleich, er verändert sich mit dem Rotteverlauf. Zu Beginn können organische Säuren den Wert senken. Bei ausreichender Sauerstoffversorgung werden diese Säuren weiter abgebaut, und der pH-Wert kann später wieder steigen. Fehlt der Sauerstoff, weil das Material dicht liegt und fault, kann er dagegen rasch in einen für die Verrottung ungünstigen sauren Bereich absinken.
Ein niedriger Wert in frisch aufgesetztem Material kann also zum normalen Rottebeginn gehören. In einem nassen, faulig riechenden Haufen deutet derselbe Wert dagegen auf fehlenden Sauerstoff hin.
| Situation im Haufen | Was mit dem pH-Wert passieren kann | Was du tust |
|---|---|---|
| Material frisch aufgesetzt, Rotte beginnt | Organische Säuren können den Wert senken | Locker aufsetzen und Luft an das Material lassen |
| Rotte läuft mit genug Sauerstoff | Die Säuren werden abgebaut, der Wert kann steigen | Struktur erhalten, feucht, aber nicht nass halten |
| Material liegt dicht, ist nass und fault | Der Wert kann rasch in einen ungünstigen sauren Bereich absinken | Umsetzen, trockenes Strukturmaterial einmischen, vor Regen schützen |
| Haufen ist warm und riecht stechend nach Ammoniak | Steigender pH-Wert und Wärme erhöhen den Ammoniakanteil | Laub, Stroh oder Gehölzschnitt beimischen |
Was den pH-Wert im Kompost verschiebt
Luft und Struktur
Sauerstoff entscheidet, ob die Säuren vom Rottebeginn abgebaut werden. Eine gute Durchlüftung hilft außerdem, Geruchsbildung und klimaschädliche Methanemissionen zu vermeiden. In den Haufen kommt die Luft über seine Struktur. Beim Aufsetzen einer Kompostmiete bildet etwa 20 cm locker geschichtetes grobes Material die luftdurchlässige Basis. Ich lege diese Lage aus grobem Strauchschnitt, bevor das erste feine Material daraufkommt.
Eine Kompostmiete kann zur Beschleunigung der Rotte nach etwa 3 Monaten umgesetzt werden. Hast du die Materialien beim Aufsetzen sorgfältig vorgemischt, kann das Umsetzen auch entfallen.
Feuchte
Kompost braucht Feuchte, darf aber nicht nass sein. Bei der Feuchteprüfung sollte er sich wie ein ausgedrückter Schwamm anfühlen. Fauliger Geruch weist auf zu nassen Kompost hin, dann setzt du ihn um und schützt ihn vor weiterem Niederschlag. Wird der Kompost zu trocken, kann die Rotte stocken, und auch starke Schimmelbildung kann dann auftreten. In dem Fall setzt du um und befeuchtest das Material dabei. Grundsätzlich wässerst du den Haufen bei Trockenheit nach Bedarf und deckst ihn bei Regen gegen Übernässung ab.
Bevor ich frische Küchenreste auflege, greife ich in die Schicht darunter und drücke eine Probe in der Faust zusammen. Fühlt sie sich an wie ein ausgedrückter Schwamm, fülle ich auf. Ist sie tropfnass, mische ich zuerst trockenes Laub oder grobes Häckselgut unter.
Material und Mischung
Für eine ausgewogene Mischung kombinierst du feuchte mit trockenen, grobe mit feinen und stickstoffarme mit stickstoffreichen Materialien. Als günstig gilt für das Ausgangsmaterial ein Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis von etwa 25:1 bis 35:1. Beim Aufsetzen bringst du feuchte und trockene Materialien abwechselnd ein, die feuchten Schichten bleiben dabei dünner.
Rasenschnitt lässt du vor dem Kompostieren anwelken und mischst ihn mit lockerem, trockenem Strukturmaterial. Sonst verdichtet er zu einer nassen, faulenden Masse, und genau in solchem Material kann der pH-Wert in den sauren Bereich absinken. Riecht der Haufen stechend nach Ammoniak, ist nährstoffreiches Material im Überschuss. Dann mischst du Laub, Stroh oder Gehölzschnitt bei. Ich sammle dafür im Herbst Laub neben dem Komposter und gebe es im Winter in dünnen Lagen zu den Küchen- und Gartenabfällen.
Obst- und Gemüseabfälle, Kaffeesatz und Eierschalen eignen sich als Bestandteile eines gemischten Gartenkomposts. Gekochte Speisereste sowie Fleisch- und Käsereste gehören nicht darauf, weil sie Ratten anlocken können.
Holzasche gehört nicht auf den Kompost, auch nicht als Mittel gegen zu sauren Kompost. Asche kann mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen belastet sein und eignet sich deshalb weder als Gartendünger noch als Kompostzutat. Abgekühlt kommt sie in den Hausmüll, ohne dass du dabei Staub aufwirbelst.
Temperatur
Im Inneren eines ausreichend großen, gut geführten Komposts gelten 60 bis 70 °C als günstige Rottebedingungen. In dieser warmen Phase steigt mit dem pH-Wert auch der Ammoniakanteil, sodass das Risiko gasförmiger Stickstoffverluste wächst. Eine einzelne Temperaturmessung beweist keine Hygienisierung. Gartenkompost tötet Krankheitserreger für Menschen, Tiere und Pflanzen nicht zuverlässig ab, weil ausreichende RottetemperaturenDie Rottetemperatur ist die Temperatur im Inneren eines Komposthaufens, die entsteht, weil Mikroorganismen beim Abbau des Materials Wärme freisetzen. Liegt sie in der Heißrotte über 55 °C, hilft sie, Krankheitserreger abzutöten. oft nicht durchgehend erreicht werden. Für guten Kompost brauchst du keine ausgeprägte Heißrotte, denn auch durch Kaltrotte kann er im Garten entstehen.
Zusätze und Kalk
Als Kompostbeschleuniger werden unter anderem kalkhaltige oder stickstoffhaltige Düngemittel verwendet. Bei locker gemischten Garten- und Küchenabfällen sind solche Zusätze normalerweise entbehrlich, das gilt auch für käufliche Kompoststarter. Zusätzlich aufgegebene Dünger erhöhen den Nährstoffgehalt der entstehenden Komposterde. Diese Nährstoffe musst du später anrechnen, wenn du die weitere Düngung bemisst. Einen neu angelegten Kompost kannst du stattdessen mit Gartenerde animpfen.
Selbstregulierung: Warum ein gut geführter Haufen meist allein auskommt
Ein locker und strukturreich aufgesetzter Kompost reguliert seinen pH-Wert in der Regel selbst. Das Milieu um pH 7, das die Rotteorganismen bevorzugen, stellt sich in einer solchen Mischung meist ohne zusätzliche Kalkgabe ein. Der Weg dorthin führt über den Rotteverlauf, denn die Säuren vom Beginn werden abgebaut, sobald genug Sauerstoff im Haufen ist.
Damit das klappt, braucht der Haufen drei Dinge: eine Struktur, die Luft hält, Feuchte wie bei einem ausgedrückten Schwamm und eine Mischung aus stickstoffarmem und stickstoffreichem Material. Gestört wird die Selbstregulierung, wenn das Material dicht liegt, nass wird und fault. Ich prüfe deshalb am Haufen zuerst Geruch, Feuchte und Struktur, bevor ich über einen Messwert nachdenke.
Einen faulig riechenden Haufen mit Kalk „neutralisieren“. Kalk beseitigt keinen Sauerstoffmangel, die Ursache bleibt also im Haufen. Zugleich hebt Kalk den pH-Wert an, und im warmen Kompost erhöht ein steigender pH-Wert den Ammoniakanteil. So riskierst du zusätzlich gasförmige Stickstoffverluste. Setz den Haufen stattdessen um und misch trockenes Strukturmaterial ein.
Messen und gezielt gegensteuern
Ob dein Kompost tatsächlich zu sauer oder zu basisch ist, klärt nur eine Messung. Bei Messungen in Substraten erreichen einfache Metallsonden keine ausreichende Genauigkeit, geeignete Glaselektroden brauchen Pflege und Kalibrierung. Wie du den pH-Wert deines Komposts misst, die Werte deutest und gezielt regulierst, erklärt ein eigener Ratgeber.
Läuft der Haufen aus dem Ruder, setzt du zuerst bei Luft, Feuchte und Mischung an. Konkrete Korrekturen für zu saure oder zu basische Werte findest du im selben Ratgeber.
Was der pH-Wert für deinen fertigen Kompost bedeutet
Reife prüfen mit dem Kressetest
Je nach Material und Rotteführung braucht Gartenkompost etwa 4 bis 12 Monate bis zur Reife. Deshalb prüfst du zusätzlich den Reifezustand. Beim KressetestDer Kressetest zeigt dir, ob dein Kompost reif ist: Du säst Kresse auf eine Kompostprobe und zum Vergleich auf Gartenerde. Werden die Kresseblätter auf dem Kompost gelb oder braun, ist er noch zu frisch. säst du Kresse in Kompost und zum Vergleich in Gartenerde. Ist der Aufwuchs im Kompost nach 5 Tagen schwächer oder gelblich-braun, braucht er weitere Reifezeit. Ich setze beide Proben in gleichen Schalen an und stelle sie nebeneinander auf dieselbe Fensterbank.
Kompost hebt den pH-Wert im Beet
Gewöhnlicher Gartenkompost enthält Kalk und hat typischerweise einen pH-Wert von 6,5 bis 7,5. Durch seine basisch wirksamen Bestandteile kann er einer Bodenversauerung entgegenwirken und den pH-Wert anheben. Regelmäßige Kompostgaben von etwa 3 l/m² jährlich können im Hausgarten bereits genügend Kalzium nachliefern. Ob du zusätzlich kalkst, hängt deshalb vom Bodenbefund ab.
Daraus ergibt sich auch eine Grenze. Liegt der Boden-pHDer Boden-pH-Wert beschreibt, ob ein Boden sauer, neutral oder alkalisch ist. Er beeinflusst die Tätigkeit der Bodenorganismen und zeigt, ob ein Gartenboden eine Kalkgabe braucht. schon über dem Zielbereich für Boden und Kultur, bringst du weder kalkhaltige Dünger noch Kompost aus. Für Moorbeetpflanzen wie Rhododendren, Azaleen und Heidelbeeren ist Gartenkompost wegen seiner pH-erhöhenden Wirkung nicht geeignet.
Der pH-Wert entscheidet im Beet auch über die NährstoffverfügbarkeitNährstoffverfügbarkeit beschreibt, wie viel von den Nährstoffen im Boden eine Pflanze tatsächlich über die Wurzeln aufnehmen kann. Nährstoffe können vorhanden, aber fest gebunden sein, etwa wenn der Säuregrad (pH-Wert) nicht passt; dann kommt die Pflanze nicht heran.. Ein ungeeigneter pH-Wert kann Nährstoffe in schwer löslichen Verbindungen festlegen. Ein zu hoher Boden-pH kann zum Beispiel Eisen festlegen und Spurennährstoffmangel verursachen, obwohl die Nährstoffe im Boden vorhanden sind. Welcher Zielbereich für deine Beete gilt, hängt von BodenartDie Bodenart beschreibt, wie grob oder fein die Körner eines Bodens sind, und bestimmt mit, wie gut er Wasser und Nährstoffe hält. Man unterscheidet Sand, Schluff und Ton, Lehm ist eine Mischung aus allen dreien. und Kultur ab; was der Boden-pH für das Wachstum deiner Pflanzen bedeutet, liest du im Ratgeber dazu.
Hat der Kompost den Kressetest im Vergleich mit Gartenerde bestanden? Liegt der Boden-pH laut Bodenprobe nicht schon über dem Zielbereich? Wachsen im Beet keine Moorbeetpflanzen wie Rhododendren, Azaleen oder Heidelbeeren? Rechnest du die Nährstoffe aus dem Kompost bei der weiteren Düngung mit an?
Kompost in Pflanzerde und Substraten
In Substratmischungen können Kompost und RindenhumusRindenhumus ist feine, kompostierte Rinde. Du arbeitest ihn leicht in die Beeterde ein, um dem Boden organische Substanz und Nährstoffe zuzuführen – anders als Rindenmulch, der als Abdeckung obenauf liegt. hohe pH-, Phosphor-, Kalium- und Salzwerte einbringen. Wegen ihres häufig hohen pH-Werts sind selbst gemischte komposthaltige Substrate oft ungeeignet für Zitrusgewächse. Reiner Kompost taugt nicht als Substrat für empfindliche Keimlinge, weil hohe Nährsalzkonzentrationen ihren Wurzeln Wasser entziehen können. Für selbst gemischte Blumenerde verwendest du reifen Kompost, dessen Pflanzenverträglichkeit du mit dem Kressetest prüfst.
Selbst gemischte Blumenerde sollte höchstens etwa 30 % besonders gut durchgerotteten Kompost enthalten. Bei Zimmerpflanzen sollte Kompost grundsätzlich höchstens etwa 20 Volumen-% der Erde ausmachen. Orchideen und Farne bekommen keinen Kompost.
Wie organische und mineralische Bestandteile den pH-Wert deiner Pflanzerde prägen und welchen pH-Wert Torf, Kokos und mineralische Substrate mitbringen, behandeln zwei eigene Ratgeber.
Der pH-Wert in verschiedenen Kompostsystemen
Die passende Kompostierungsform richtet sich nach dem verfügbaren Platz und der Menge des anfallenden Materials. Für den pH-Wert zählt vor allem, wie das System mit Luft und Feuchte umgeht.
Offener Haufen und Lattenkomposter
Offene Komposter ermöglichen einen natürlichen Luft- und Wasseraustausch. Der Kompostplatz liegt auf offenem, ebenem Boden, geschützt vor extremer Sonne, Dauerregen und Wind. Günstig ist ein Platz im HalbschattenHalbschatten nennt man einen Standort, an den die Sonne nur einen Teil des Tages direkt scheint, bis zu etwa vier Stunden. Typisch sind die Ost- und Westseite von Gebäuden und Mauern oder Plätze unter Bäumen mit dichter Krone. oder Schatten, den du bequem erreichst. Bei ausreichendem Platz erleichtern 3 Komposter die Trennung von frischem Material, laufender Rotte und reifem Kompost. Herausnehmbare Bretter erleichtern bei Lattenkompostern die Entnahme.
Geschlossene Schnell- und Thermokomposter
Geschlossene Schnell- und Thermokomposter brauchen wenig Stellfläche und bremsen Austrocknung und Abkühlung. Ausreichende Belüftung brauchen sie trotzdem, damit das Material nicht vernässt. Dadurch verlagert sich das Risiko für den pH-Wert: Im geschlossenen Behälter droht eher Nässe als Trockenheit, und in nassem, faulendem Material kann der Wert absinken. Für Schnellkomposter lohnt sich deshalb ein Vorrat trockener Gartenmaterialien wie kleiner Äste, RindenmulchRindenmulch ist rohe, nicht kompostierte Baumrinde, mit der du den Boden unter Gehölzen abdeckst. Er enthält wachstumshemmende Stoffe und bindet Stickstoff im Boden, deshalb gehört er nicht ins Gemüsebeet. oder Stroh zum regelmäßigen Beimischen.
„Ein Thermokomposter halbiert die Rottezeit.“ Grundsätzlich stimmt das nicht. Auch Zutaten, Feuchtigkeit und Bodenlebewesen bestimmen, wie schnell die Rotte vorankommt.
Wurmkiste
Kompostwürmer brauchen Sauerstoff, deshalb darf eine Wurmkiste nicht luftdicht verschlossen sein. Günstig sind Temperaturen von 15 bis 25 °C. Ins Futter kommen pflanzliche Küchenreste ohne Zitrusschalen, dazu Tee und Kaffeesatz. Fleisch, Milchprodukte, Getreideprodukte, Gekochtes und verschimmelte Lebensmittel gehören nicht hinein. Eine neu gestartete Kiste bekommt zuerst nur wenig Küchenabfall, die Menge steigerst du allmählich.
Zu trockenen Inhalt besprühst du vorsichtig, überschüssige Feuchte nehmen trockene Kartonschnipsel auf. Eine leicht feuchte Zeitung oder Hanfmatte auf dem Futter hält die Kiste dunkel und feucht und hilft gegen Fruchtfliegen. Je nach Feuchtigkeit, Temperatur und Ausgangsmaterial ist der Wurmkompost nach etwa 3 bis 6 Monaten fertig.
Bokashi
Bokashi ist eine Vorbehandlung durch Milchsäuregärung im luftdicht verschlossenen Eimer, also anders als die belüftete Wurmkiste. Die geschlossene Fermentation dauert je nach Verfahren etwa 2 bis 6 Wochen, bei Kälte auch länger. Bevor du das feste Material als Gartendünger einsetzt, muss eine Kompostierungsphase folgen. Frischen Eimerinhalt gibst du nicht direkt an bestehende Pflanzen, weil er sie schädigen kann.
