Kletterpflanzen natürlich düngen: Kompost, Hornspäne, Jauche und Mulch für Clematis & Co.
- Reifer Kompost im Frühjahr deckt die Grundnährstoffe, Stickstoff ergänzt du nur nach Bedarf.
- Hornspäne liefern überwiegend Stickstoff und brauchen mehrere Monate; bei Clematis nur flach einkratzen, um die Feinwurzeln zu schonen.
- Pflanzenjauche verdünnst du für die Wurzelgabe 1:10; eine allgemeingültige Menge oder Häufigkeit gibt es nicht.
- Holzhäcksel, Stroh und Rindenmulch können Stickstoff binden, deshalb planst du vor dem Mulchen eine Stickstoffergänzung ein.
- Effektive Mikroorganismen brachten im Feldversuch keinen Zusatznutzen; das Bodenleben stärkst du zuerst mit organischem Material wie Kompost und Mulch.

Eine Kletterpflanze baut jedes Jahr neue Triebe und Blätter auf, und für genau dieses Wachstum braucht sie besonders Stickstoff. Natürlich düngen heißt für mich: reifer Kompost als Grundgabe, Hornspäne nur dort, wo zusätzlicher Stickstoff nötig ist, dazu Mulch, Gründüngung und Pflanzenjauche. Damit versorgst du Clematis, Kletterrose und Efeu und fütterst zugleich das Bodenleben, das die Nährstoffe erst verfügbar macht. Bevor ich etwas streue, ziehe ich am Fuß meiner Clematis den Mulch zur Seite und prüfe mit der Hand, wie feucht und locker die Erde ist.
Organische Dünger stammen überwiegend aus pflanzlichem oder tierischem Material. Ihre Nährstoffe müssen erst von Bodenorganismen mineralisiert werden, bevor Wurzeln sie aufnehmen können. Bei Frost, Trockenheit oder Staunässe passiert das kaum, feuchtwarmes Wetter kann dagegen starke Nährstoffschübe auslösen.
Erst den Boden kennen
Eine Bodenuntersuchung zeigt, welche Nährstoffe dein Beet schon pflanzenverfügbar mitbringt, und ist die Grundlage für Auswahl und Menge jeder Düngung. Der passende pH-Wert hängt von Bodenart und Pflanze ab; liegt er schon über dem Zielbereich, kommen weder kalkhaltige Dünger noch Kompost aufs Beet. Wie du die Mischprobe nimmst und den Befund liest, erklärt der Grundlagen-Abschnitt über Humus, Bodenleben und Bodenanalyse.
Wie viel Kompost bekommen Kletterpflanzen?
Reifer Kompost liefert Stickstoff, Phosphat, Kalium und weitere Nährstoffe, die allerdings nicht alle sofort pflanzenverfügbar sind. Zugleich fördert er das Bodenleben und die Bildung stabiler Bodenaggregate, wodurch sich Wasser- und Lufthaushalt verbessern können. Mit einer jährlichen Gabe von 3 l/m² sind die Grundnährstoffe für die meisten Gartenpflanzen abgedeckt, zusätzlichen Stickstoff ergänzt du nur nach Bedarf.
| Pflanzung | Kompostgabe |
|---|---|
| eingewachsene Ziergehölze | 2 bis 4 l/m² jährlich im Frühjahr |
| Rosen | etwa 3 l/m² als Frühjahrsgabe im März und April |
| Ziergarten mit Phosphat-Gehaltsstufe C bis E | höchstens 3 l/m² im Jahr |
| Rhododendron, Azaleen, Heidelbeeren | kein Gartenkompost, weil er den pH-Wert erhöht |
Verholzende Kletterer wie Efeu und Wilden Wein versorge ich dabei wie Ziergehölze, Kletterrosen wie Rosen. Auch organische Dünger können bei übermäßiger Zufuhr zur Überdüngung führen, deshalb zählen Nährstoffe aus Kompost und Mist bei jeder weiteren Gabe mit.
Den Kompost arbeitest du nur oberflächlich ein, weil tiefer im Boden bei Sauerstoffmangel pflanzenschädigende Fäulnisprodukte entstehen können. Bei Clematis ist das besonders wichtig: Die fleischigen FeinwurzelnFeinwurzeln sind die dünnen, fein verzweigten Wurzeln einer Pflanze. Sie nehmen vor allem Wasser und Nährstoffe aus dem Boden auf, während die dicken Wurzeln der Pflanze Halt geben und Stoffe weiterleiten. liegen flach und sind empfindlich, deshalb schonst du sie bei jeder Arbeit im Wurzelbereich. Ich verteile den Kompost dort mit der Hand und kratze ihn mit einem Handgrubber nur in die oberste Erdschicht.
Mist als Alternative zum Kompost
Gut abgelagerter Mist ersetzt den Kompost, er ergänzt ihn nicht: Auf derselben Fläche setzt du Kompost und StallmistStallmist ist ein Wirtschaftsdünger aus der Tierhaltung, etwa von Rindern oder Pferden, bei dem der Dung der Tiere meist mit Einstreu vermischt ist. Er verbessert den Boden und liefert zugleich reichlich Nährstoffe. als alternative Grundgaben ein. Für die Gartendüngung empfiehlt sich mindestens ein Jahr gelagerter Mist, wobei diese Lagerdauer keinen Hygienenachweis ersetzt. Rinder- und Pferdemist begrenzt du im Hausgarten wegen der Phosphatzufuhr auf 3 kg/m². Pferdemist setzt seinen Stickstoff vergleichsweise langsam frei und sollte möglichst aus einer bekannten Haltung stammen, weil er Rückstände von Tierarzneimitteln enthalten kann.
Holzasche gehört weder als Dünger aufs Beet noch auf den Kompost, weil sie mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen belastet sein kann. Abgekühlt kommt sie in den Hausmüll, ohne dass du Staub aufwirbelst. Kranke Triebe lege ich ebenfalls nicht auf den eigenen Kompost, denn Gartenkompost tötet Krankheitserreger nicht zuverlässig ab.
Clematis mit Hornspänen düngen
Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl werden aus getrockneten Rinderhörnern und Rinderhufen hergestellt. Hornprodukte liefern überwiegend Stickstoff und SchwefelSchwefel ist einer der wichtigsten Pflanzennährstoffe. Pflanzen brauchen ihn vor allem für den Eiweißaufbau und nehmen ihn überwiegend als Sulfat aus dem Boden auf, zum Teil auch aus der Luft., aber nur wenig Phosphor und Kalium, und ersetzen deshalb keine vollständige Nährstoffversorgung. Kompost deckt dagegen die Grundnährstoffe, während Stickstoff nur nach Bedarf dazukommt. An der Clematis sind Hornspäne also die Ergänzung zum Kompost und nicht sein Ersatz.
Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl enthalten typischerweise 10 bis 14 % GesamtstickstoffGesamtstickstoff ist die gesamte Stickstoffmenge im Boden. Dazu gehören der kleine mineralische Anteil (Nitrat und Ammonium), den Pflanzen direkt aufnehmen können, und der größere Teil, der in organischen Verbindungen gebunden ist., der nicht vollständig sofort pflanzenverfügbar ist. Für Hornmehl rechnest du mit etwa 6 Wochen bis zur vollständigen Umsetzung im Boden, gröbere Hornspäne brauchen mehrere Monate. Je feiner das Horn, desto schneller wird der Stickstoff verfügbar, und niedrige Temperaturen verzögern die Wirkung zusätzlich.
Nicht jede Kletterpflanze braucht zusätzlichen Stickstoff. Bei vielen Ziergehölzen reicht das StickstoffangebotDas Stickstoffangebot ist die Menge an Stickstoff, die den Pflanzen im Boden tatsächlich zur Verfügung steht. Fachleute bestimmen diesen pflanzenverfügbaren Stickstoff mit einer Bodenanalyse, der sogenannten Nmin-Methode. des Bodens weitgehend aus, Rosen und damit auch Kletterrosen nimmt diese Regel aber aus. Bei Clematis achtest du besonders in den ersten beiden Standjahren auf eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung. Die Menge richtest du nach Packung und Bodenbefund, denn die empfohlene Packungsmenge musst du an den Nährstoffvorrat deines Bodens und an bereits gegebenen Kompost anpassen.
Handelsübliche Hornspäne sind nicht grundsätzlich keimfrei. Ich streue sie deshalb mit Handschuhen und lagere den Sack verschlossen an einem trockenen Ort.
So versorgst du deine Clematis mit Kompost und Hornspänen:
- Kompost und Hornspäne auf feuchten Boden im Wurzelbereich streuen; ist die Erde trocken, vorher gießen.
- Beides nur in die oberste Erdschicht kratzen und die flachen Feinwurzeln schonen.
- Keine Düngerkrümel auf Blättern oder nassen Trieben liegen lassen, dort können Ätzschäden entstehen.
- Die Gabe notieren und bei der nächsten Düngung mitrechnen.
Clematis im Kübel
Nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Blumenerde braucht eine Kübelpflanze üblicherweise 4 bis 6 Wochen keinen zusätzlichen Dünger. Hornspäne mischst du bei torffreier Erde schon vor dem Pflanzen unter. Feste organische Dünger müssen erst mikrobiell abgebaut werden, deshalb kann ihre Wirkung in kleinen Gefäßen verzögert und unzureichend einsetzen. Torffreie Erde kann zudem durch ihre organischen Bestandteile Stickstoff binden, und jedes Gefäß braucht einen Ablauf, damit keine Staunässe entsteht.
Wann düngen? Kurz eingeordnet
Gedüngt wird bevorzugt im Frühjahr statt im Herbst, damit weniger Nährstoffe ausgewaschen werden. Ziergehölze und damit auch Kletterrosen bekommen nach Mitte Juli keinen Stickstoff mehr, damit die Triebe ausreifen; langsame Hornspäne gehören deshalb ins Frühjahr. Mengen je Düngerart und einen Düngeplan übers Jahr findest du im Ratgeber, wie viel und wann du Kletterpflanzen düngst, die Grundregeln im Grundlagen-Kapitel zum Düngen nach Bedarf.
Wie setze ich Pflanzenjauche an und verdünne sie?
Pflanzenjauche setzt du zum Beispiel aus Brennnessel, Beinwell, Löwenzahn oder Giersch an. Der Nährstoffgehalt schwankt dabei mit Pflanzenart, Zustand und Erntezeit, deshalb gibt es für Ausbringmenge und Häufigkeit keine allgemeingültige Vorgabe.
| Schritt | Wert |
|---|---|
| Ansatz mit frischem Kraut | 1 kg frisches, zerkleinertes Kraut auf 10 l Wasser |
| Ansatz mit getrocknetem Kraut | 100 bis 200 g getrocknetes Kraut auf 10 l Wasser |
| Gärzeit | etwa 2 bis 3 Wochen, bei Wärme etwa 14 Tage |
| fertig, wenn | die Jauche dunkel ist und nicht mehr schäumt |
| Gabe an die Wurzel | fertige Jauche 1:10 mit Wasser verdünnen |
| Gabe auf die Blätter | nur bei sehr akutem Nährstoffmangel, 1:50 mit Wasser verdünnt |
Ich setze die Jauche in einem Eimer an und lege ein luftdurchlässiges Gitter darauf, damit keine Tiere hineinfallen. Einen geschlossenen Deckel nehme ich nicht, und einmal am Tag rühre ich kräftig um. Den Eimer stelle ich weit weg von Sitzplatz und Fenster.
Weil sich keine feste Menge angeben lässt, gieße ich verdünnte Jauche nicht nach Kalender. Ich gebe sie auf feuchten Boden in Phasen, in denen die Wurzeln aktiv sind, denn dann nehmen sie Nährsalze gut auf. KompostteeKomposttee ist ein flüssiger Auszug aus Kompost: Ein Stoffbeutel mit Kompost hängt 3 bis 24 Stunden im Gießwasser. Der Tee enthält gelöste Nährstoffe und Mikroorganismen und wird zum Düngen und Stärken gegossen oder gesprüht. setzt du dagegen für jede Anwendung frisch an.
Brennnessel für die Blätter, Beinwell für die Blüten? BrennnesseljaucheBrennnesseljauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Brennnesselblättern, die zehn bis 14 Tage in Wasser gären. Sie liefert schnell verfügbaren Stickstoff und eignet sich besonders für stark zehrendes Gemüse. wird viel Stickstoff nachgesagt, Beinwelljauche viel Kalium. Feste Gehalte lassen sich dafür nicht angeben, weil der Nährstoffgehalt jeder Jauche mit Pflanzenart, Zustand und Erntezeit schwankt.
Jauche über die Blätter
Eine Blattgabe lindert einen akuten Nährstoffmangel nur vorübergehend und ersetzt die Versorgung über die Wurzeln nicht. Sprühe bei bedecktem Himmel oder abends, weil starke Sonne die Lösung eintrocknen lässt und Blattschäden begünstigt. Bei empfindlichen Pflanzen machst du vorher eine Probespritzung. Bei großer Hitze und Trockenheit gibst du Flüssigdünger dagegen niedrig konzentriert auf zuvor angefeuchteten Boden und benetzt das Laub nicht.
Welcher Mulch passt unter Kletterpflanzen?
Organischer Mulch vermindert die Verdunstung und liefert Bodenorganismen Nahrung für Abbau und Humusbildung. Außerdem bremst er Erosion und Unkrautaufwuchs. Wurzeln nehmen Nährsalze nur in Wasser gelöst auf, deshalb kann Trockenheit auch bei vorhandenen Bodennährstoffen Mangelsymptome auslösen. Eine Mulchdecke, die die Verdunstung vermindert, kann so indirekt auch die Ernährung der Pflanze unterstützen.
Für Gehölzbereiche eignet sich nährstoffarmer Rindenhumus oder vergleichbares organisches Material. Rindenhumus ist kompostierte, zerkleinerte und nach Korngrößen sortierte Rinde und damit etwas anderes als bloßer Rindenmulch. Gut abgelagerten Rindenmulch kannst du unter Gehölzen bis zu 8 cm dick ausbringen. Nach einer Gehölzneupflanzung kann eine 5 cm starke Schicht Rindenmulch zu gleichmäßigerer Bodenfeuchte beitragen.
Holzhäcksel, Holzfasern, Stroh oder Rindenmulch auslegen, ohne an den Stickstoff zu denken. Beim Abbau dieser stickstoffarmen Materialien können Mikroorganismen dem Boden Stickstoff entziehen. Plane vor dem Mulchen eine Stickstoffergänzung ein, an Clematis und Kletterrose zum Beispiel mit Hornspänen.
Angewelkten Rasenschnitt verteilst du nur in dünnen Schichten und ergänzt bei Bedarf, sonst verklebt er zu einer dichten, schimmelnden Masse. Er liefert Stickstoff nach, den du bei weiteren Düngergaben mitrechnest. Eine feuchte Mulchdecke kann allerdings Nacktschnecken begünstigen. Mineralischer Mulch passt eher zu sonnigen, trockenen Flächen mit trockenheitsverträglichen Pflanzen und wenig Laubeintrag.
Gründüngung vor der Pflanzung und im Gemüsebeet
Gründüngung auf unbestellten Beeten bindet freigesetzte Nährstoffe und vermindert deren Auswaschung. Überwinternde GrüneinsaatenGrüneinsaat ist die Aussaat einer Gründüngung, etwa Gelbsenf, Phacelia oder Ackerbohne, auf einem abgeernteten Beet. Die Pflanzen halten den Boden über Herbst und Winter bedeckt, schützen ihn und verbessern seine Struktur. halten den Boden außerdem durchwurzelt und schützen vor Abschwemmung. Am Pflanzstreifen vor Zaun oder Pergola säe ich sie deshalb, solange dort noch keine Kletterpflanze steht. Leguminosen wie Klee, Wicken und Lupinen können mithilfe von Knöllchenbakterien zusätzlich Luftstickstoff binden. Was die Gründüngung an Nährstoffen liefert, rechnest du bei späteren Düngergaben an.
| Gründüngung | Saatgut | Zeitraum |
|---|---|---|
| Phacelia | 1 bis 3 g je m² | Kulturdauer 6 bis 9 Wochen |
| Winterroggen | 20 g je m² | späte Aussaat Ende September bis Anfang Oktober |
Stangenbohnen und Erbsen
Im Gemüsebeet ranken einjährige Kletterer wie Stangenbohnen und Erbsen, und beide haben einen geringeren Stickstoffbedarf als Tomaten. Gründüngung sollte einer anderen Pflanzenfamilie angehören als die vorangehende und die nachfolgende Gemüsekultur. Vor Bohnen und Erbsen säst du also keine Leguminosen wie Klee oder Wicken. Für lang stehende Kulturen wie Stangenbohnen wird eine Anbaupause von 3 Jahren empfohlen, und mit dem Beetplaner behältst du Anbaupausen und Zehrer-Einstufung im Blick. Welche Nachbarn zu deinen Stangenbohnen passen, prüfst du im Mischkultur-Planer; eine Mischkultur unterstützt, sie garantiert aber nichts.
Bringen Mikroorganismen, Bokashi und EM etwas?
Organische Dünger wirken über das Bodenleben. Humus ernährt Bodenorganismen, deren Tätigkeit Nährstoffe freisetzt, und über Regenwurmgänge werden Durchlüftung und Wasserversickerung unterstützt. Wärme und ausreichende Bodenfeuchte beschleunigen die mikrobielle Freisetzung aus Humus. Bestimmte Bodenbakterien und Pilze können Phosphor und Stickstoff besser verfügbar machen oder das Wurzelwachstum anregen.
Ob ein gekauftes mikrobielles Präparat im eigenen Beet etwas bewirkt, hängt von Boden, Klima, vorhandener Mikrobenpopulation und Produktqualität ab. Die Aufnahme in eine FiBL-Betriebsmittelliste belegt nicht automatisch eine unabhängig geprüfte Wirksamkeit. In einem vierjährigen biologischen Feldversuch brachte die Zugabe effektiver Mikroorganismen keinen zusätzlichen Nutzen für Ertrag oder Bodenqualität. Die beobachteten Wirkungen der Bokashi- und Mistgaben wurden dort auf das organische Material und die Nährstoffzufuhr zurückgeführt. Wer das Bodenleben unter seinen Kletterpflanzen stärken will, setzt also zuerst auf Kompost, Mulch und Erntereste, denn organisches Material unterstützt die Bodenlebewesen.
Bokashi ist Vorbehandlung, kein fertiger Dünger
Bokashi ist eine milchsäurebasierte Vorbehandlung organischer Abfälle. Nach dem Befüllen fermentiert der verschlossene Eimer je nach Verfahren etwa 2 bis 6 Wochen, bei Kälte auch länger. Danach muss das feste Material mit Erde vermischt oder kompostiert werden, bevor es als Gartendünger taugt. In einem beschriebenen Nachreifeverfahren reift es so in einem offenen Behälter weitere 3 Monate. Bokashi-Saft verdünnst du für Gartenfreiflächen 1:100 mit Wasser und verwendest ihn draußen, weil er geruchsintensiv sein kann.
Kletterpflanzen für Bienen und Schmetterlinge
Wilder Wein und Efeu bieten Bienen Nahrung, Jelängerjelieber-Arten auch Schmetterlingen. Beim Efeu blüht nur die Altersform im September und Oktober, die jugendlichen Klettersprosse bleiben ohne Blüten. Ein phosphatbetonter Blühdünger ist für mehr Blüten keine sinnvolle pauschale Wahl, denn zusätzliches Phosphat ist kein allgemeiner Weg zu mehr Blüten. Wie du Kletterpflanzen blüten- und insektenfreundlich düngst, vertieft ein eigener Ratgeber.
Was verfärbte Blätter bedeuten können
Verfärbte Blätter sind ein Hinweis, keine Diagnose, denn Trockenheit, Staunässe, Wurzelschäden und Verdichtung können ähnliche Symptome wie ein Nährstoffmangel verursachen. Bei Clematis kann plötzliche Welke auch von ungeeignetem Boden, Temperaturstress, Wassermangel oder Pilzbefall kommen. Wie du Blattfarben, pH-Wert und Düngerwahl einordnest, erklärt der Ratgeber zur Nährstoffversorgung von Kletterpflanzen, und wie du Überdüngung und andere Düngefehler korrigierst, steht in einem eigenen Beitrag.
