Gartenkalender Mai: was du vor und nach den Eisheiligen pflanzt, säst und pflegst
- Tomaten kommen gewöhnlich ab Mitte Mai ins Freie, wenn keine Kälte mehr droht und der Boden mindestens 15 °C warm ist.
- Wärmebedürftige Jungpflanzen gewöhnst du zuerst schattig an draußen und holst sie bei Nachttemperaturen unter 10 °C wieder herein.
- Kartoffeln häufelst du handhoch an, sobald die ersten Blätter erscheinen, und nach drei bis vier Wochen ein zweites Mal.
- Rasenschnitt als Mulch trägst du nur bodendeckend auf und erneuerst ihn bei Bedarf, weil dicke Schichten zusammenkleben können.
Anfang Mai stehen meine Tomaten, Paprika und Chili auf der Fensterbank Topf an Topf, und draußen fühlt sich der Tag schon nach Sommer an. Trotzdem heißt Gartenarbeit im Mai vor allem Geduld bei den empfindlichen Pflanzen bis zum Ende der Eisheiligen. Erst wenn Boden und Nächte warm genug sind, ziehen sie ins Beet.
Bis dahin gibt es reichlich zu tun. Du jätest, vereinzelst, häufelst die Kartoffeln an und spannst Netze über das Gemüse. Die ersten Radieschen, Salate und Kohlrabi sind oft schon erntereif. Die Grundlagen dahinter erklärt der Ratgeber dazu, wie du deinen Gemüsegarten mit Saisonplan, Fruchtfolge und Mischkultur planst.
Die Eisheiligen: warum wärmeliebende Pflanzen noch warten
Die Eisheiligen fallen in die Mitte des Monats. Nach der alten Bauernregel kommen frostempfindliche Pflanzen erst danach ins Freiland. Auch wenn die Tage schon warm sind, können die Nächte noch empfindlich kalt werden.
Tomaten kommen deshalb gewöhnlich ab Mitte Mai ins Freie, sobald keine Kälte mehr droht. Den Ausschlag gibt dabei eher der Boden als das Kalenderblatt. Bei der Pflanzung sollte er für Tomaten mindestens 15 °C warm sein. Kälte schadet ihnen auch nach dem Auspflanzen: Anhaltende Temperaturen unter 12 °C können dazu führen, dass die Blüten abfallen.
Paprika, Chili, Auberginen, Physalis, Gurken, Zucchini, Kürbis, Bohnen und Mais behandle ich genauso. Diese Pflanzen bleiben bis nach den Eisheiligen geschützt stehen. Kältetolerantere Kulturen wie Blumenkohl, Lauch und Rosenkohl dürfen dagegen schon früher ins Beet.
Nach den Eisheiligen kann nichts mehr passieren? Die Bauernregel gibt dir eine Orientierung, aber keine Garantie. Behalte den Wetterbericht im Blick und pflanze, wenn Boden und Wetter beständig warm sind.
Abhärten: in Etappen nach draußen
Jungpflanzen von der Fensterbank brauchen eine Übergangszeit, bevor sie ins Beet ziehen. Stell sie zuerst an einen schattigen Platz im Freien. Fällt die Nachttemperatur unter 10 °C, holst du wärmebedürftige Pflanzen wieder herein. An die Sonne gewöhnst du Tomaten an bewölkten Tagen oder unter schattierendem Vlies.
Ich stelle meine Anzuchtkisten dafür an die schattige Hauswand und schaue abends auf die Vorhersage für die Nacht.
Kartoffeln pflanzt du ab 8 °C Bodentemperatur, Tomaten erst bei mindestens 15 °C. Beim Abhärten holst du wärmebedürftige Jungpflanzen bei Nachttemperaturen unter 10 °C wieder herein.
Auspflanzen im Mai: welche Jungpflanzen jetzt ins Beet kommen
Die Liste gilt für den ganzen Monat. Einige Kulturen dürfen früh hinaus, andere warten auf die Zeit nach den Eisheiligen.
| Kultur | Pflanztermin im Mai | Darauf achtest du |
|---|---|---|
| Blumenkohl | vor den Eisheiligen möglich | zählt zu den kältetoleranteren Kulturen |
| Lauch (Porree) | ab Anfang Mai | Winterporree je nach Sorte bis Anfang August pflanzbar |
| Knollensellerie, Stangensellerie | Mitte bis Ende Mai | vorgezogene Pflanzen nicht früher setzen |
| Tomaten | ab Mitte Mai | Boden mindestens 15 °C, Regendach einplanen |
| Paprika, Chili | nach den Eisheiligen | Paprika: 40 bis 50 cm in der Reihe, 40 bis 60 cm zwischen den Reihen |
| Aubergine, Physalis | nach den Eisheiligen | vorher abhärten |
| Gurken, Mexikanische Minigurke | nach den Eisheiligen | Rankgitter gleich mit einplanen |
| Zucchini, Kürbis | nach den Eisheiligen | Zucchini: 90 bis 100 cm in der Reihe, 200 cm zwischen den Reihen, etwa 2 m² je Pflanze |
| Bohnen, Sojabohnen | nach den Eisheiligen | Stangenbohnen brauchen eine Rankhilfe |
| Mais | nach den Eisheiligen | vorher abhärten |
| Sommerblumen wie Sommerastern, Zinnien, Tagetes, Löwenmäulchen | Ende Mai | bis Anfang Mai vorgezogen |
Zucchini brauchen einen warmen, sonnigen und windgeschützten Platz mit humosem, nährstoffreichem Boden. Auch Paprika und Chili aus der Anzucht im Februar setzt du erst nach dem Abhärten ins Beet.
Mais, Stangenbohnen und Kürbis brauchen als gemeinsame Mischkultur mindestens 4 m², und der Kürbis kann darüber hinauswachsen. Pauschale Schutzwirkungen einzelner Gemüse-Nachbarschaften sind häufig nicht ausreichend belegt, Mischkultur unterstützt, sie garantiert nichts. Vor dem Pflanzen prüfst du, welche Nachbarn auf einem Beet zusammenpassen, und hältst die Beetbelegung mit Vor- und Nachkulturen gleich fest.
Aussaat im Mai: Gemüse, Kräuter und Blumen
Nach den Eisheiligen säst du auch wärmeliebende Arten wie Bohnen, Gurken, Zucchini und Kürbis direkt ins Freiland. Bei Salat greifst du jetzt zu hitzetoleranten, schossfesten Sorten. Für drei häufige Mai-Saaten stehen die Werte in der Tabelle.
| Kultur | Saattiefe | Abstand in der Reihe | Reihenabstand | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Radieschen ‘Sora’ | 1 bis 2 cm | auf 3 bis 5 cm vereinzeln | 15 cm | keimt bei 8 bis 20 °C in 7 bis 14 Tagen, Direktsaat von März bis September |
| Mangold | 2 bis 3 cm | 35 bis 40 cm bei Stielmangold | 35 bis 40 cm bei Stielmangold | ein Saatknäuel enthält 2 bis 5 Samen |
| Sonnenblume | 0,5 bis 4 cm | 20 bis 50 cm | 20 bis 50 cm | keimt in 7 bis 20 Tagen |
Ein Mangold-Saatknäuel bringt oft mehrere Keimlinge an einer Stelle hervor, weil darin mehrere Samen stecken. Ich vereinzle sie, sobald ich sie greifen kann, und lasse den kräftigsten stehen.
Gemüse
Bohnen, Sojabohnen, Gurken, Zucchini, Kürbis, Porree, Mangold, Rote Bete, Zwiebeln, Salat, Radieschen, Zuckerhut, Endivien, Kohlrabi, Erbsen, Radicchio, Chicorée, Weißkohl, Rotkohl, Butterkohl, Flower Sprouts, Spitzkohl, Wirsing, Schwarzer Rettich, Romanesco, Pak Choi, Mais, Gartenkresse
Chinakohl hebe ich mir für die Direktsaat im Juli auf. Welche Aussaaten im Juli folgen, zeigt der Kalender für diesen Monat.
Ziehst du Zucchini oder Kürbis aus eigenen Samen, kann eine Einkreuzung von Zierkürbissen zum Problem werden. Die Früchte der bestäubten Pflanze werden davon nicht unmittelbar giftig, ihre Samen können in der nächsten Generation aber bittere, giftige Früchte bringen. Schmeckt eine Frucht bitter, spuckst du sie aus und entsorgst sie, denn auch Erhitzen zerstört die giftigen Cucurbitacine nicht. Aus Hybridsorten wachsen ohnehin keine zuverlässig sortenechten Nachkommen.
Für die Winterernte vorziehen
Für die Winterernte ziehe ich im Mai Rosenkohl, Porree und Grünkohl in Töpfen vor. So stehen Jungpflanzen bereit, wenn ihr Pflanztermin kommt.
| Kultur | Pflanzzeit | Ernte |
|---|---|---|
| Rosenkohl | Ende April bis Anfang Juni | Oktober bis Februar |
| Winterporree | je nach Sorte Anfang Mai bis Anfang August | bei früher Pflanzung November bis März, bei Pflanzung im Juli Januar bis Mai |
| Grünkohl | Anfang Juni bis Anfang August | ab Ende Oktober |
| Wirsing ‘Winterfürst 2’ | Aussaat Mitte April bis Mitte Mai, Pflanzung Ende Juni bis Anfang Juli | November bis Februar |
Kräuter
Dill, Liebstöckel, Koriander, Kerbel, Kamille, Bohnenkraut, Majoran, Pimpinelle, Kapuzinerkresse, Zitronenmelisse, Waldmeister, Borretsch, Schnittsellerie, Basilikum, Brunnenkresse
Brunnenkresse ziehst du in einem Sumpfbeet oder im Gartenteich mit Frischwasserzufuhr. Von der Großen Kapuzinerkresse kannst du später Blätter, Blüten und Knospen essen.
Blumen
Atlasblume, Aufrechte Winde, Kornrade, Ringelblume, Schleierkraut, Seidenmohn, Petunien, Portulakröschen, Rittersporn, Schwarzäugige Susanne, Fleißiges Lieschen, Große Wachsblume, Stockrose, Chrysanthemen, Gemeiner Lein, Goldlack, Lupine, Seifenkraut, Sommerazalee, Sonnenblume, Spiegeleiblume, Wegwarte, Wicke
Sonnenblumen direkt säen
Sonnenblumen säe ich im Mai direkt an ihren Platz, ihre Aussaatzeit reicht von April bis Mai. Sie brauchen volle Sonne und einen humusreichen, gut durchlässigen Boden, der neutral bis alkalisch sein darf. Wie hoch sie werden, schwankt stark: Die Wuchshöhe reicht von 30 bis 500 cm. Hohe Pflanzen stützt du bei Bedarf mit einem Stab.
Die Saattiefe in der Tabelle ist eine weite Spanne, halte dich deshalb an die Angabe auf deiner Saatguttüte. Sonnenblumen sind einjährig, nicht winterhart und blühen von Juni bis Oktober. Auf dieselbe Fläche kommen sie erst nach einer Pause von 4 Jahren wieder.
Die als Gründüngung angebotene Feld-Sonnenblume ist keine eigene Art, sondern ebenfalls Helianthus annuus. Sie wird ungefähr 150 bis 200 cm hoch, lässt sich je nach Angebot von Mai bis August säen und kann mit ihren tiefen Wurzeln untere Bodenschichten lockern. Unmittelbar vor oder nach Salat sollte sie nicht stehen.
Kartoffeln pflanzen: das Fenster schließt Anfang Mai
Kartoffeln pflanzt du üblicherweise von Mitte April bis Anfang Mai. Der Boden sollte dabei mindestens 8 °C warm sein. Hast du noch vorgekeimte Knollen liegen, gehören sie jetzt in die Erde, und zwar nicht zu dicht. Was im April schon gesteckt und gesät wird, zeigt der Überblick, welche Aussaaten und Pflanzungen im April anstehen.
Für Tomaten muss der Boden bei der Pflanzung mindestens 15 °C erreichen. Das Kartoffelbeet ist deshalb in der Regel bestellt, bevor die Tomaten überhaupt ins Freie dürfen. Im Beetplan rücke ich beide weit auseinander, denn Tomaten sollen zur Vorbeugung gegen die Kraut- und BraunfäuleDie Kraut- und Braunfäule, kurz Braunfäule oder Krautfäule, ist eine Pilzkrankheit vor allem an Tomaten und Kartoffeln, ausgelöst durch Phytophthora infestans. Sie verursacht braune Flecken an Blättern, Stängeln und Früchten. möglichst weit entfernt von Kartoffeln wachsen.
Kartoffeln anhäufeln: die Technik Schritt für Schritt
Hast du die Kartoffeln im April gesteckt, treiben sie im Mai kräftig aus. Dann ist es Zeit zum Anhäufeln. So gehst du vor:
- Warte, bis die ersten Blätter über der Erde stehen.
- Lockere den Boden zwischen den Kartoffelreihen mit der Hacke.
- Zieh die lockere Erde von beiden Seiten an die Pflanzen, bis ein handhoher Damm entsteht.
- Am Ende schauen nur noch die grünen Spitzen heraus.
- Nach drei bis vier Wochen häufelst du ein zweites Mal an.
Junge Unkräuter zwischen den Reihen hackst du dabei gleich flach mit weg. Der zweite Durchgang kann schon in den Juni fallen. Was dann sonst noch ansteht, zeigt der Überblick, was im Juni im Gemüsegarten zu tun ist.
Liegt beim Häufeln eine Knolle frei, decke ich sie sofort wieder mit Erde zu. Den zweiten Häufelgang trage ich mir gleich nach dem ersten in den Gartenkalender ein.
Grüne oder stark keimende Kartoffeln werden nicht gegessen, auch nicht aus dem eigenen Beet.
Gemüse vor Schädlingen schützen
Im Mai sind Möhren und Zwiebeln gekeimt, und die meisten Kohlpflanzen stehen im Beet. Im Hausgarten gilt dabei die Reihenfolge: vorbeugen, kontrollieren, mechanisch eingreifen. Ein Kulturschutznetz gehört zur Vorbeugung, und auf die Maschenweite kommt es an.
| Kultur | Mögliche Schädlinge | Maschenweite des Netzes |
|---|---|---|
| Zwiebeln | ZwiebelfliegeDie Zwiebelfliege ist ein der Stubenfliege ähnlicher Schädling, dessen weißliche Maden den Blattgrund junger Zwiebelpflanzen zerstören. Befallene Pflanzen welken, färben sich gelblich-grau und lassen sich leicht herausziehen. | 1,35 mm |
| Möhren | MöhrenfliegeDie Möhrenfliege ist ein Gartenschädling: eine Fliege, deren weiße Maden meist über die Wurzeln in Möhren eindringen. Befallene Möhren sind von rostbraunen Fraßgängen durchzogen, und dieses Schadbild heißt Eisenmadigkeit. | 1,35 mm |
| Kohl | KohlfliegeDie Kohlfliege (Kleine Kohlfliege) ist ein Schädling an Kohl, Rettich und Radieschen. Ihre weißlichen Maden sitzen im Wurzelbereich junger Kohlpflanzen, die dann welken; in Rettich und Radieschen verursachen sie Fraßgänge., Raupen des Kohlweißlings | 1,35 mm |
| Bohnen | Bohnenfliege | 1,35 mm |
| Asiasalat wie ‘Wasabino’ | ErdflöheErdflöhe sind winzige, sprungstarke Blattkäfer, die Blätter von Kohlgewächsen wie Radieschen, Rucola und Kohl siebartig durchlöchern. Am häufigsten sind Kohlerdflöhe, kleine Käfer mit gelben Streifen an der Seite. | 0,8 mm |
Kohlfliegen können schon ab Anfang bis Mitte April auftreten. Frühe Kohlkulturen deckst du deshalb vorbeugend mit Vlies ab. Bei warmem, trockenem Wetter kann ein Netz mit 0,8 mm Maschenweite den Asiasalat vor Erdflöhen schützen. Verlass dich aber nicht allein darauf und schau trotzdem auf die Blätter.
Leg das Netz gleich nach dem Säen oder Pflanzen auf und beschwere die Ränder ringsum mit Erde. Lass dem Gemüse darunter genug Luft nach oben, damit es wachsen kann.
Bei Blattläusen setze ich auf Schwebfliegen. Ihre Larven fressen an Blattlauskolonien, die erwachsenen Tiere finden Pollen und Nektar an ungefüllten Korb- und Doldenblüten. Wer im Mai Dill und Sonnenblumen sät, plant also Futter für die Blattlausfeinde gleich mit ein.
Pflanzenjauche ansetzen
Einen Flüssigdünger setzt du im Mai selbst an. Ich nehme dafür frische Brennnesseln vom Gartenrand.
| Schritt | Wert |
|---|---|
| Ansatz | 1 kg frisches Kraut auf 10 l Wasser |
| Gärdauer | bei Wärme etwa 14 Tage |
| Verdünnung | vor dem Gießen 1:10 mit Wasser |
- Schneide das Kraut klein und füll es in einen Eimer.
- Gieß Wasser im Verhältnis aus der Tabelle dazu.
- Stell den Eimer an einen warmen Platz und rühr die Brühe um.
- Steigen beim Umrühren keine Bläschen mehr auf, ist die Jauche fertig.
- Verdünne sie und gieß direkt in den Wurzelbereich, damit die Blätter trocken bleiben.
Wie viel Dünger ein Beet braucht, hängt von Boden und Kultur ab. Tomaten und Kopfkohl stehen beim Stickstoffbedarf in der hohen Gruppe, Feldsalat, Radieschen und Bohnen in der niedrigen. Was dein Boden schon liefert, zeigt eine Bodenuntersuchung, die Grundlagen dazu stehen im Planungsratgeber beim Düngen.
Rankhilfe für Erbsen
Bei warmem Wetter wachsen gesäte und gepflanzte Erbsen schnell, jetzt brauchen sie eine Stütze. Steck verzweigtes Reisig mitten in die Erbsenreihe, solange die Pflanzen noch klein sind. Die Erbsen ziehen sich mit ihren Ranken selbst daran hoch, anbinden musst du nichts.
Den Streifen zwischen zwei Erbsenreihen nutze ich für eine Reihe Radieschen. Als kurzlebige Zwischenkultur sind sie geerntet, bevor die Erbsen den Platz brauchen.
Stangenbohnen klettern 2 bis 3 m hoch, ihre Rankhilfe planst du gleich beim Anlegen des Beets mit ein. Freilandgurken ziehst du am Rankgitter, dort trocknen sie nach Nässe schneller ab und lassen sich leichter ernten.
Mulchen und Hacken gegen Trockenheit
Ab Anfang Mai beginne ich mit dem Mulchen. Viele Saaten sind dann gekeimt, und der Boden ist nicht mehr so nass wie im zeitigen Frühjahr. Unter einer Mulchschicht bleibt die Feuchtigkeit länger im Boden.
Ich nehme dafür angetrockneten Rasenschnitt und verteile ihn zwischen den Reihen. Die Lage bleibt so dünn, dass der Boden noch leicht durchscheint. Statt sie aufzutürmen, lege ich bei Bedarf nach.
Eine dicke Packung frischer Rasenschnitt klebt zusammen. Lass das Gras antrocknen, trag es nur bodendeckend auf und erneuere die Schicht, wenn sie zusammengesunken ist.
Wer nicht mulcht, hackt den Boden flach. Das entfernt junge Unkräuter und vermindert Wasserverluste.
Gießt du, dann durchdringend und direkt in den Wurzelbereich, damit die Blätter trocken bleiben. Für ein Gemüsebeet sind etwa 20 bis 25 l/m² je Gießgang vorgesehen, solange der Unterboden noch leicht feucht ist. Bohnen brauchen vor allem während Blüte und Fruchtbildung genug Wasser, mehr zum Gießen steht im Planungsratgeber.
Tomaten pflegen
Tomaten wollen einen warmen, sonnigen Platz mit Schutz vor Regen. Ein halbschattiger Platz mit bis zu etwa 4 Stunden direkter Sonne reicht ihnen wegen ihres hohen Lichtbedarfs nicht. Ich stelle meine Tomaten unter ein Regendach, damit die Blätter trocken bleiben.
Die Kraut- und Braunfäule bildet an Tomaten Sporen, wenn die Luftfeuchte über 90 % liegt oder die Blätter tropfnass sind. Ein Regendach hält die Blätter trocken und kann so das Risiko senken.
Pflanzen und anbinden
Ich setze Tomaten ein Stück tiefer, als sie im Topf standen. Am eingegrabenen Stängel bilden sich neue Wurzeln. Stabtomaten binde ich gleich beim Pflanzen an einen Stab. Blätter, die auf der Erde aufliegen, schneide ich ab.
Im Kübel gelten für eine hochwachsende Stabtomate bis zur Herbsternte 35 bis 40 l Substrat als optimal.
Ausgeizen
Bei Stabtomaten brichst du die Seitentriebe aus den BlattachselnDie Blattachsel ist der Winkel zwischen Blattstiel und Zweig oder Stängel, also die Stelle, an der ein Blatt am Spross ansetzt. Aus ihr wachsen häufig Seitentriebe, bei Tomaten etwa die Geiztriebe. aus. Am besten entfernst du diese GeiztriebeAls Geiztriebe bezeichnet man bei Tomaten die Seitentriebe. Bei Stabtomaten, deren Haupttrieb immer weiter wächst, brichst du sie beim Ausgeizen regelmäßig aus., wenn sie 5 bis 10 cm lang sind. Während des Wachstums geizt du alle 1 bis 2 Wochen aus. Kompakte Buschtomaten geizt du nicht aus, weil sie ihre fruchttragenden Verzweigungen behalten.
Spargel pflanzen
Im Mai kannst du Spargelpflanzen setzen. So gehst du dabei vor:
- Heb einen Graben aus. Ist der Boden darunter verdichtet, lockerst du die Sohle zusätzlich.
- Füll eine Schicht Kompost als Düngeschicht ein. Wie viel dein Boden braucht, zeigt der Bodenbefund.
- Deck den Kompost mit ausgehobener Erde ab, damit die Wurzeln ihn später nicht direkt berühren.
- Leg die Spargelpflanzen mit der Rhizomspitze nach oben auf diese lockere Schicht und breite die Wurzeln wie eine Spinne nach allen Seiten aus.
- Füll den Graben mit der übrigen Erde auf und gieß die Pflanzen kräftig an.
Im Pflanzjahr erntest du nichts, die Pflanzen brauchen die Zeit, um einzuwachsen.
Bei Grünspargel beginnt eine kurze erste Ernte je nach Pflanzenentwicklung und KulturführungKulturführung bezeichnet alle Pflegearbeiten, mit denen du angebaute Pflanzen während ihres Wachstums begleitest. Dazu gehören vor allem Bewässerung, eine an den Bedarf der Pflanzen angepasste Düngung, Unkrautregulierung und vorbeugender Pflanzenschutz. im zweiten bis dritten Standjahr. Die reguläre Ernte beginnt im dritten bis vierten Standjahr.

