Alle Fachwörter im Glossar

Erdflöhe

Erdflöhe sind winzige, sprungstarke Blattkäfer, die Blätter von Kohlgewächsen wie Radieschen, Rucola und Kohl siebartig durchlöchern. Am häufigsten sind Kohlerdflöhe, kleine Käfer mit gelben Streifen an der Seite.

Du erkennst Erdflöhe an ihrem Schadbild: Die Blätter sind wie ein Sieb durchlöchert. Die Käfer selbst sind nur 2,5 bis 3 Millimeter groß und springen mit ihren kräftigen Hinterbeinen davon. Trotz des Namens sind sie keine Flöhe, sondern Blattkäfer. Sie überwintern als Käfer, tauchen im Frühjahr meist ab April auf und fressen an jungen Kohlpflanzen; ist das Frühjahr kalt und nass, bleibt der Schaden zunächst gering. Die Eier legen sie in die Erde, die Larven fressen an den Wurzeln, ohne dort großen Schaden anzurichten.

Ab Juli frisst zusätzlich die neue Käfergeneration, und der Schaden ist dann oft so groß, dass Kohlpflanzen ungenießbar werden oder eingehen. Je wärmer und trockener das Wetter, desto größer die Fraßschäden. Vorbeugen kannst du mit einem feinmaschigen Kulturschutznetz mit 0,8 Millimeter Maschenweite; auch Hacken der Beetoberfläche soll helfen. Das oft empfohlene Feuchthalten der Beete verringert die Erdflöhe laut Bayerischer Gartenakademie nicht.

Beispiel aus dem Garten

Wenn Radieschen- und Rucolablätter wie ein Sieb durchlöchert sind und winzige Käfer davonspringen, sind das Erdflöhe. Ich lege über meine Kohlgewächse ab Aussaat oder Pflanzung ein feinmaschiges Kulturschutznetz und hacke die Beetoberfläche regelmäßig.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Erdflöhe schädigen Kohlgewächse, Gartenblog vom 16. Juli 2025. Geprüft am .

Mehr dazu in unseren Ratgebern

Verwandte Begriffe