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Sommerpflege bei Hitze: Garten und Balkon gezielt pflegen, vom Rasen bis zum Urlaub

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Gebrauchsrasen kann bei ausgeprägter Hitze auf 7–8 cm Schnitthöhe bleiben.
  • Verschiebe den Heckenschnitt bei Hitze auf kühlere, bedeckte Tage.
  • Prüf bei schlappen Topfpflanzen erst die Erde, bevor du gießt.
  • Dünge nach Bodenprobe und möglichst auf feuchten Boden.
  • Bei anhaltender Trockenheit kann der Kompost Wasser brauchen, damit er weiter umsetzt.
  • Lass eine Urlaubsbewässerung vor der Abreise rechtzeitig im Testlauf laufen.

Wenn eine Hitzewelle angesagt ist, gehe ich vorher einmal durch Garten und Balkon und schaue, wer zuerst Hilfe braucht. Kleine Töpfe trocknen schneller aus als große Kübel. Frisch gesetzte Stauden und Gehölze brauchen häufiger zusätzliche Wassergaben als eingewachsene Pflanzen. Manche Arbeit, etwa der Heckenschnitt, wartet bei Hitze besser auf einen kühleren, bedeckten Tag.

Pflanzen im Garten und auf dem Balkon brauchen bei Hitze also gezielte Pflege statt einer Einheitslösung. Hier gehe ich die Arbeiten durch, die im Sommer im ganzen Garten anstehen: Kübel und Beete, Rasen, Schnitt, Düngung, Unkraut, Teich, Kompost und die Vorbereitung auf den Urlaub.

Mini-Checkliste

Das steht bei Hitze an.

  • Topferde mit dem Finger prüfen, bevor du gießt
  • dunkle Pflanzgefäße schattieren
  • Gebrauchsrasen höher stehen lassen
  • Heckenschnitt bei Hitze und Steinobstschnitt über 25 °C auf kühlere Tage legen
  • möglichst auf feuchten Boden düngen
  • Kompost bei anhaltender Trockenheit auf Feuchte prüfen
  • Urlaubsbewässerung rechtzeitig im Testlauf prüfen

Gießen, Mulch und Technik bei Hitze: das Wichtigste in Kürze

Bei Hitze gieße ich früh am Morgen direkt auf den Boden, weil er dann noch kühl ist und weniger Wasser verdunstet. Beete kannst du bei sommerlicher Hitze mit etwa 20–25 l/m² durchdringend wässern, verteilt auf mehrere Gießgänge, damit nichts abschwemmt. Die Grundlagen zu Menge, Zeitpunkt und Methode findest du im Ratgeber, wie du deinen Garten richtig bewässerst.

Eine Mulchdecke spart Wasser direkt auf dem Boden: Organischen Mulch trägst du im Gemüsebeet normalerweise etwa 2–3 cm dick auf, feinen Rasenschnitt nur dünn. Sandige Böden halten weniger Wasser als lehmige und brauchen deshalb häufiger eine Gabe. Welches Mulchmaterial passt, wie viel dein Boden speichert und wie du Regenwasser sicher nutzt, beschreibt der Technik-Ratgeber im Abschnitt Wasser sparen mit Mulch, Regenwasser und Grauwasser.

Tropfbewässerung eignet sich für Beete und Kübel, Regner versorgen vor allem Rasenflächen. Tropfer können verstopfen und brauchen deshalb einen Filter, Regner sind windanfällig und benetzen auch die Blätter. Welche wassersparende Technik zu deinem Garten passt, vergleicht ein eigener Ratgeber für trockene Sommermonate.

Kübel und Balkonkästen: Was brauchen Topfpflanzen bei Hitze?

Auf Balkon und Terrasse trocknet die Erde einer Sammlung kleiner Töpfe schneller aus als die großer Kübel. Große Gefäße speichern mehr Wasser und erlauben längere Abstände zwischen den Gießgängen. Wer neu pflanzt, greift deshalb besser zum größeren Gefäß.

Zahl im Blick

Für Fruchtgemüse wie Tomaten und Paprika sollte das Pflanzgefäß mindestens 10 l fassen. Als Orientierung gilt dafür ein Topfdurchmesser von etwa 30 cm. In Gefäßen mit Ablauflöchern kann eine etwa 3 cm dicke Blähtonschicht als Drainage dienen.

Schlappe Blätter sind kein sicheres Zeichen für Durst. Bevor ich nachgieße, drücke ich den Finger in die Topferde und prüfe, ob sie noch feucht ist. Welke kann auch auftreten, wenn anhaltende Überwässerung die Wurzeln geschädigt hat. Ablauflöcher in Töpfen und Kästen lassen überschüssiges Wasser abfließen, denn stehendes Wasser begünstigt Wurzelfäulnis.

Dunkle Pflanzgefäße schattiere ich an sonnigen Tagen, damit sich der Wurzelbereich nicht stark aufheizt. Ein Hochbeet erwärmt sich schneller, und dadurch kann auch seine Erde schneller austrocknen. Frisch bepflanzte Kästen mit Wasserspeicher gießt du zunächst von oben, bis die Pflanzen eingewurzelt sind und das Reservoir nutzen können.

Marias Erfahrung

An Hitzetagen prüfe ich zuerst die kleinen Töpfe und danach die großen Kübel. Vor die dunklen Gefäße auf der Südseite stelle ich ein Brett als Schattenspender.

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Beete, Stauden und Gehölze: Wer braucht bei Hitze besonders viel Wasser?

In heißen Wochen gieße ich nicht reihum, sondern nach dem Bedarf der Pflanzen. Dieser Bedarf hängt von Pflanzenart und Sorte, Witterung, Substrat sowie Sonne und Wind am Standort ab. Die Übersicht zeigt, wo du in der Hitze genauer hinschaust.

Pflanzen Worauf du bei Hitze achtest
Tomaten, Gurken, Zucchini Solange laufend Früchte nachwachsen, brauchen sie bis zur Ernte eine gute Wasserversorgung. Zu wenig Wasser verringert den Ertrag, das gilt auch für Paprika.
Gurken Gleichmäßig versorgen, denn Wassermangel kann Knospenabwurf und Blattnekrosen verursachen.
Auberginen Regelmäßig gießen, weil die großen Blätter viel Wasser verdunsten.
Buschbohnen In Blüte und Fruchtansatz nicht trockenstehen lassen, Staunässe aber vermeiden.
Salate, Knollenfenchel Bis zur Ernte gut versorgen.
Möhren, Rote Bete Der Wasserbedarf kann während der Abreife sinken.
Zwiebeln Profitieren im Wachstum von Wassergaben, stehen in der Abreife trockener.
Phlox paniculata, Rittersporn Gehören zu den Stauden mit hohem Wasserbedarf.
Frisch gepflanzte Stauden und Gehölze Brauchen häufiger zusätzliche Wassergaben als eingewachsene Pflanzen.
Junge Obstbäume Besonders in den ersten 2–3 Standjahren auf Zusatzbewässerung achten, vor allem bei schwachen Unterlagen und leichten Böden.
Mehrjährige mediterrane Kräuter wie Lavendel, Salbei, Thymian Überstehen sommerliche Trockenperioden häufig ohne zusätzliche Bewässerung.

Folgt auf heiße Tage Regenwetter, nimmst du bei Tomaten die zusätzlichen Wassergaben zurück, weil der Wechsel das Aufplatzen der Früchte fördern kann. Bei frisch gepflanzten Bäumen zielst du mit dem Wasser auf den ursprünglichen Wurzelballen. In Beeten unter Bäumen und Sträuchern nehmen die Gehölze selbst Wasser auf, das rechnest du beim Wässern der Unterpflanzung mit ein.

Trockenheitsverträgliche Stauden am passenden Standort verringern den Bewässerungsbedarf. In der Anwachsphase dürfen aber auch sie nicht austrocknen, deshalb sparst du mit einer solchen Umstellung erst Wasser, wenn die neuen Pflanzen eingewachsen sind. Wie du einen Garten anlegst, der von sich aus wenig Pflege braucht, zeigt ein eigener Ratgeber. Mit welchen Maßnahmen dein Garten in Trockenphasen mit weniger Gießwasser auskommt, beschreibt ein weiterer Ratgeber. Und welche Schäden zu viel oder zu wenig Wasser an Pflanzen anrichten, liest du im Beitrag zum Wassermanagement.

Nach einem Unwetter: ältere Bäume ansehen

Nach einem Unwetter schaue ich ältere Bäume vom Boden aus und von allen Seiten an, von der Krone über den Stamm bis zum Wurzelbereich. Bleiben Zweifel an der Standsicherheit, gehört der Baum in die Hände einer Fachperson.

Rasen im Sommer: Wie hoch mähen, wie wässern?

Ich stelle den Rasenmäher vor der ersten Hitzewelle höher und mähe an heißen Tagen lieber, wenn es kühler ist.

Zahl im Blick

Gebrauchsrasen kannst du im Sommer auf 5–6 cm Schnitthöhe halten. Bei ausgeprägter Hitze sind 7–8 cm möglich.

Willst du mit einem Motormäher früh morgens oder spät abends loslegen, frag vorher bei deiner Gemeinde nach den Ruhezeiten für Motorgeräte. Angetrockneten Rasenschnitt lege ich dünn auf die Beete und dafür häufiger, damit er nicht zu einer dichten Masse verklebt.

Wird das Wasser knapp, bekommen bei mir Bäume und Sträucher Vorrang vor dem Rasen. Rasen kann sich nach Trockenphasen meist besser regenerieren als langlebige Gehölze. Lässt du einen Regner laufen, miss nach, wie viel Wasser tatsächlich auf der Fläche ankommt. Vor dem Rasensprengen prüfst du außerdem, ob deine Gemeinde Anordnungen zur Wasserentnahme getroffen hat oder dein Wasserversorger Hinweise gibt.

Schnitt bei Hitze: Wann schneidest du Hecke und Obst?

Steht ein Heckenschnitt an und es ist heiß, verschiebe ich ihn auf einen kühleren, bedeckten Tag. Beim Sommerschnitt von Steinobst wartest du bei Temperaturen über 25 °C ebenfalls kühlere Tage ab. Ist eine freiwachsende Hecke zu dicht geworden, lichtest du sie aus, indem du dicke Triebe bodennah entfernst. Alle Äste einzukürzen ersetzt das Auslichten nicht. Bindungen an Spalierpflanzen kontrollierst du regelmäßig und passt sie an, damit sie nicht in die wachsenden Triebe einwachsen.

Werkzeug für den Sommerschnitt

Für dünne Zweige nimmst du die Gartenschere, für dickere Äste die Astschere. Die Klinge meiner Handschere reinige ich nach jedem Arbeitstag, und die Feder öle ich regelmäßig. Hat die Schere eine Rollgriffachse, bekommt auch sie Öl. Schneidet die Schere nicht mehr frei, prüfst du das Spiel zwischen Klinge und Gegenklinge und stellst es ein.

Zahl im Blick

Als Orientierung für die Werkzeugwahl eignet sich die Gartenschere für Zweige bis etwa 2 cm Durchmesser und die Astschere für Äste bis etwa 4,5 cm. Gründliches Nachschärfen dient für Scheren etwa alle 1–2 Jahre als Pflegeorientierung, je nach Nutzung und tatsächlichem Verschleiß.

Achtung

Vor jedem Einsatz einer motorbetriebenen Heckenschere prüfst du Funktion und Sicherheitseinrichtungen. Vor Wartung oder Reinigung einer netz- oder benzinbetriebenen Heckenschere schaltest du den Motor aus, wartest den Messerstillstand ab und ziehst den Netz- beziehungsweise Zündkerzenstecker. Sichtbar beschädigte oder aufgeblähte Lithium-Ionen-Akkus verwendest du wegen möglicher Selbstentzündung nicht weiter. Bei schweren Verletzungen wählst du sofort den Notruf 112.

Düngen im Hochsommer: Worauf kommt es an?

Bevor ich im Sommer nachdünge, schaue ich in meine letzte Bodenprobe. Die Düngung richtet sich nach einer Bodenuntersuchung und nach den Nährstoffen, die tatsächlich fehlen. Den Dünger bringst du möglichst auf feuchten Boden aus. Die Mengenangabe auf der Packung passt zur optimalen Versorgungsstufe C nur dann unverändert, wenn kein weiterer Dünger und kein Kompost dazukommen.

Obst- und Ziergehölze bekommen nach Mitte Juli keine stickstoffhaltigen Einzel- oder Mehrnährstoffdünger mehr, damit ihre Triebe ausreifen. Ältere Hainbuchenhecken können bei ausreichend Wurzelraum und nicht zu sandigem Boden ohne zusätzliche Düngung gedeihen.

Blütenendfäule an Tomaten kann durch dauerhaft trockenen Boden entstehen oder dadurch, dass andere Nährsalze die Kalziumaufnahme behindern. Mehr Dünger ohne Bodenprobe ist dann keine sichere Hilfe, weil zusätzliche Nährsalze die Kalziumaufnahme ebenfalls behindern können. Prüf zuerst die Bodenfeuchte und dünge nur, was die Bodenuntersuchung als fehlend zeigt.

Häufiger Fehler

Braune Zweige an der Thuja als Düngermangel deuten. Verbräunende, absterbende Zweige können durch Trockenheit entstehen, und auch Nässe kann die Feinwurzeln schädigen. Braune, abfallende Nadeln im Inneren der Pflanze können ein natürlicher Nadelwechsel sein. Prüf deshalb erst die Bodenfeuchte, bevor du düngst.

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Unkraut im Sommer: Wie entfernst du es, ohne Boden und Stauden zu stören?

Samenunkräuter entferne ich mechanisch, bevor sie Samen bilden. Wurzelunkräuter gräbst du vollständig aus, etwa mit einer Gierschgabel, weil zurückbleibende Teilstücke erneut austreiben können. In Staudenbeeten steche ich Unkraut gezielt aus, statt flächig zu hacken, weil flächiges Hacken die Entwicklung der Stauden und den Flächenschluss stört.

Zum Hacken wartest du nach einem Regen, bis die Oberfläche wieder leicht abgetrocknet ist. Zu nassen Boden betrittst du gar nicht, weil dabei neue Verdichtungen entstehen können. Die Ziehhacke passt zu leichten, unverkrusteten Böden, die Schlaghacke ist auch für schwere, steinige oder trockene Böden gedacht. Zwischen Pflastersteinen arbeite ich mit Fugenkratzer und Bürste.

Achtung

Beim Abflammen mit offener Flamme besteht erhöhte Brandgefahr. Wurzelunkräuter können danach wieder austreiben und weitere Behandlungen nötig machen.

Pflanzenschutz bei Hitze: Was gilt, wenn gespritzt werden muss?

Ist Spritzen das letzte Mittel, kommt nur ein für Haus- und Kleingarten zugelassenes Pflanzenschutzmittel in Frage. Die Gebrauchsanweisung, die darin empfohlene Schutzausrüstung und die Wartezeit bis zur Ernte hältst du genau ein. Ausgebracht wird bei Windstille und höchstens 25 °C, sofern die Gebrauchsanweisung nichts Strengeres vorgibt. Bedenke, dass ein Mittel auch Nützlinge treffen kann.

Die Packung lagerst du im Original in einem abschließbaren Schrank, außer Reichweite von Kindern und Tieren. Reste gehören zur Schadstoffsammlung und weder in Ausguss oder Gully noch in Garten oder Hausmüll.

Gartenteich bei Hitze: Was hilft gegen Algen?

Wenn sich im Sommer Algen im Teich ausbreiten, fische ich sie mit dem Kescher ab. Abgestorbene Pflanzenteile hole ich dabei gleich mit heraus, die Algen kommen auf den Kompost. Eine teilweise Beschattung der Wasserfläche kann das Algenwachstum zusätzlich bremsen. Ein Wasserspiel kann den Sauerstoffeintrag in den Teich erhöhen.

Kompost im Sommer: Wie bleibt er in Gang?

Bei anhaltender Trockenheit greife ich in den Komposthaufen und fühle, ob das Material innen noch feucht ist. Ist der Haufen ausgetrocknet, kann Wässern nötig werden, damit die Umsetzung weiterläuft. Im Beet erhöht Kompost den Humusgehalt und verbessert, wie der Boden Wasser aufnimmt und speichert. Gleichzeitig zählt er bei der Düngung mit, denn mit Kompost passt die Mengenangabe auf einer Düngerpackung nicht mehr unverändert. Kompost arbeitet im Beet also an zwei Stellen: beim Wasserhalten und bei der Nährstoffversorgung.

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Urlaub im Sommer: Wie bereitest du Garten und Balkon vor?

Eine automatische Bewässerung kann die Wasserversorgung übernehmen, während du verreist bist. Eine neue Anlage baue ich früh in der Saison ein und beobachte sie mehrere Wochen, bevor ich sie unbeaufsichtigt laufen lasse. Wo die Gaben nicht passen, stelle ich in dieser Zeit nach. Vor der Abreise lässt du das System rechtzeitig im Testlauf laufen, damit Fehlprogrammierungen und lose Verbindungen auffallen. Rechne damit, dass eine Automatik mehr Wasser verbrauchen kann als sparsames Gießen von Hand, weil sie durchdringender versorgt.

Ein Bodenfeuchtefühler kann die Anlage bei noch feuchter Erde sperren, wenn er im Wurzelraum an einer repräsentativen Stelle misst und auf die Kultur eingestellt ist. Für einzelne Kübel gibt es tonkegelgesteuerte Tropfsysteme, die ohne Strom und Batterie bedarfsgerecht wässern. Wie du Steuerung, Fühler und Wartung planst, steht im oben verlinkten Technik-Ratgeber im Abschnitt zur automatischen und smarten Bewässerung.

Kästen mit Wasserspeicher gießt du in den ersten Wochen nach dem Bepflanzen von oben, bis die Pflanzen eingewurzelt sind. Wer solche Kästen erst kurz vor der Abreise bepflanzt, kann sich deshalb noch nicht auf das Reservoir verlassen. Der Wasserbedarf hängt auch von Sonne und Wind am Standort ab, darum rücke ich Kübel vor der Abreise an einen geschützteren Platz. Für die Urlaubsvertretung lege ich einen Zettel hin, auf dem steht, welche Gefäße zuerst Wasser brauchen und dass vorher die Erde geprüft wird.

Mini-Checkliste

Vor der Abreise

  • Bewässerung rechtzeitig im Testlauf prüfen
  • Schlauchverbindungen auf festen Sitz kontrollieren
  • Filter der Tropfbewässerung reinigen
  • Kübel aus Sonne und Wind rücken
  • frisch bepflanzte Wasserspeicherkästen nicht als Urlaubslösung einplanen
  • Zettel für die Urlaubsvertretung hinlegen
Passt dazu

Was du im Frühjahr erledigst, damit Beete und Technik vor der ersten Hitze bereitstehen, beschreibt der Ratgeber zu den Gartenarbeiten im Frühling und ihrer Reihenfolge.

Häufige Fragen

Wie bewässert man den Garten bei extremer Hitze am effektivsten?
Gieß früh am Morgen direkt auf den Boden, weil er dann noch kühl ist und weniger Wasser verdunstet. Beete kannst du bei sommerlicher Hitze mit etwa 20–25 l/m² durchdringend wässern, verteilt auf mehrere Gießgänge, damit nichts abschwemmt. Fang an, solange der Untergrund noch leicht feucht ist, denn völlig ausgetrockneter Boden nimmt Wasser schlechter auf. Wassertropfen verursachen in der Mittagssonne bei den meisten Pflanzenblättern übrigens keine Verbrennungsflecken.
Welche Rolle spielt Mulch bei der Sommerpflege des Gartens?
Mulch hilft, auf dem Boden Wasser zu sparen. Organischen Mulch trägst du im Gemüsebeet normalerweise etwa 2–3 cm dick auf, angetrockneten Rasenschnitt nur dünn und dafür häufiger. Mit dem Mulchen beginnst du im Gemüsebeet gewöhnlich erst bei etwa 10 cm Pflanzenhöhe und lässt Saatrillen und Jungpflanzen frei. Bei höherwachsenden Gemüsekulturen kann eine 5–10 cm starke Strohmulchschicht während der Vegetationsperiode ausreichen.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Gartenpflege an heißen Sommertagen?
Zum Gießen eignen sich besonders die Morgenstunden, weil nasse Blätter dann abtrocknen können und Pilzerkrankungen weniger begünstigt werden. Gießt du abends, sollten die Pflanzen noch vor der Nacht abtrocknen können. Den Heckenschnitt verschiebst du bei Hitze auf kühlere, bedeckte Tage. Pflanzenschutzmittel bringst du, wenn überhaupt, bei Windstille und höchstens 25 °C aus, sofern die Gebrauchsanweisung nichts Strengeres vorgibt.
Wie kann Regenwasser für die Gartenbewässerung genutzt werden?
Regenwasser ist weich und eignet sich deshalb besonders zum Gießen kalkempfindlicher Pflanzen. Von herbizidhaltigen Bitumendachbahnen nimmst du kein Wasser für den Garten, und Wasser von Kupfer- und Zinkdächern kann umweltschädliche Metallverbindungen enthalten. Eine Regenwassernutzungsanlage braucht eine geeignete Sicherungseinrichtung, damit kein Regenwasser ins Trinkwassersystem gelangt. Spielen kleine Kinder im Garten, deckst du die Regentonne so ab, dass sie nicht hineinfallen können.
Was sind die Vorteile automatischer Bewässerungssysteme für den Urlaub?
Eine automatische Bewässerung kann die Wasserversorgung übernehmen, während du verreist bist. Ein Bodenfeuchtefühler kann sie bei noch feuchter Erde sperren, wenn er im Wurzelraum an einer repräsentativen Stelle misst. Eine neue Anlage beobachtest du mehrere Wochen und lässt sie vor der Abreise rechtzeitig im Testlauf laufen, damit Fehlprogrammierungen und lose Verbindungen auffallen. Rechne damit, dass sie mehr Wasser verbrauchen kann als sparsames Gießen von Hand.
Wie unterscheidet sich die Pflege von Kübelpflanzen und Gartenpflanzen im Sommer?
Bei Kübelpflanzen bestimmt das Gefäß viel mit, denn große Kübel speichern mehr Wasser und erlauben längere Gießabstände als eine Sammlung kleiner Töpfe. Töpfe und Kästen brauchen Ablauflöcher, weil stehendes Wasser Wurzelfäulnis begünstigt. Dunkle Gefäße schattierst du, damit sich der Wurzelbereich nicht stark aufheizt. Hängen die Blätter, prüfst du vor dem Gießen, ob die Erde noch feucht ist, denn Welke kann auch von Dauernässe kommen.
Welche Schnitttechniken sind beim Sommerschnitt zu beachten?
Bei Hitze verschiebst du den Heckenschnitt auf kühlere, bedeckte Tage. Beim Sommerschnitt von Steinobst wartest du bei Temperaturen über 25 °C kühlere Tage ab. Eine zu dicht gewordene freiwachsende Hecke lichtest du aus, indem du dicke Triebe bodennah entfernst, statt alle Äste einzukürzen. Die Klinge der Handschere reinigst du nach jedem Arbeitstag.
Wie erkennt man Wassermangel bei verschiedenen Pflanzenarten?
Hängende Blätter können auf Wassermangel hindeuten, aber auch auf Wurzelschäden durch anhaltende Überwässerung. Prüf deshalb vor dem Gießen, ob die Erde noch feucht ist. Bei Gurken kann Wassermangel Knospenabwurf und Blattnekrosen verursachen, bei Tomaten kann dauerhaft trockener Boden Blütenendfäule auslösen. Braune Zweige an der Thuja können von Trockenheit kommen, aber auch von Nässe, die die Feinwurzeln schädigt.
Zuletzt geprüft:
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