Boden für Levkojen vorbereiten: vom Bodentest bis zur Grunddüngung
- Lass den Boden vor der Neuanlage untersuchen, dünge vor der Probe nicht und wiederhole die Untersuchung alle 3 bis 5 Jahre.
- Levkojen wollen gut durchlässigen, neutralen bis leicht alkalischen Boden; kalke nur, wenn der gemessene pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig ist.
- Bring Kompost im Spätwinter oder Frühjahr aus, nicht pauschal im Herbst, und schränke ihn bei stark überhöhten Phosphor- oder Kaliumgehalten ein.
- Schwere Böden verbesserst du mit organischem Material und je nach Ausgangszustand mit 2 bis 5 Litern gewaschenem Sand ohne Feinanteile je m².
- Im Topf bleiben die Abzugslöcher frei, das Substrat ist strukturstabil und das Wasser kann unter dem Gefäß abfließen.

Bevor ich Levkojen säe, will ich zwei Dinge über mein Beet wissen: ob es Wasser durchlässt und wie sauer die Erde ist. Für Levkojen eignet sich ein gut durchlässiger, neutraler bis leicht alkalischer Boden. Ein staunasser oder saurer Boden fällt damit heraus. Beides prüfst und korrigierst du am einfachsten, solange das Beet noch leer ist. Die Reihenfolge bleibt dabei gleich: erst fühlen, dann messen, dann gezielt verbessern.
Die Levkoje in Kürze
Die Weißlichgraue Levkoje (Matthiola incana) wird als einjährige Sommerblume gezogen, ist nicht winterhart und blüht von Juni bis September. Sie verträgt sonnige bis halbschattige Plätze, ein sonniges, geschütztes Beet ist empfehlenswert. Wie Licht, Platz und pH-Wert bei Sommerblumen zusammenspielen, steht im Abschnitt Standort und Boden des Sommerblumen-Ratgebers. Lebensdauer und Herkunft ordnet dort das Kurzporträt ein.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Kalkhaltige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist gut durchlässiger, neutraler bis leicht alkalischer Boden.
- Anbauort
Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Topf ziehen.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Aussaat mit milder Wärme. Alternativ im Sommer säen und die Jungpflanzen über Winter schützen.
Pflege
- Pflege
Nach der Blüte zurückschneiden.
- Düngung
Die Dresdner Prachtmischung während der Kultur regelmäßig düngen. Der Pflegehinweis gilt für diese Levkojenmischung in Beeten, Rabatten und Schalen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist mehrjährig, teilweise kurzlebig und hat eine verholzende Basis.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.
Was Levkojen vom Boden erwarten
Der passende Levkojenboden ist gut durchlässig und neutral bis leicht alkalisch. Geeignete Bodenarten sind Kalk-, Lehm- und Sandboden. Die Erde soll feucht bleiben, ohne dass sich Wasser staut. Für dein Beet zählt, was die Prüfung vor Ort ergibt.
| Merkmal | Anspruch der Levkoje |
|---|---|
| Wasserführung | feucht, aber gut durchlässig |
| Bodenreaktion | neutral bis leicht alkalisch |
| Bodenart | Kalk-, Lehm- oder Sandboden |
| Kulturort | Beet, Hochbeet oder Topf |
Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder alkalisch ein Boden reagiert. Saure Böden liegen unter dem Neutralpunkt, alkalische darüber. Kalkreiche Böden reagieren in der Regel alkalisch.
Bodenart bestimmen mit der Fingerprobe
Für die Fingerprobe nehme ich leicht feuchte Erde von mehreren Stellen des Beets und knete sie zwischen Daumen und Fingern. Zerfällt sie körnig, hast du eher Sandboden vor dir. Lässt sie sich gut formen und klebt, deutet das auf Tonboden. Die Probe ist eine Näherung, sie zeigt dir aber, wo du mit der Verbesserung ansetzt.
Klebt deine Probe, steht deshalb die Struktur des Bodens vor allen anderen Arbeiten.
Ton und Sand verbessern
Organisches Material wirkt auf beide Bodenarten, aber unterschiedlich. In schweren Böden verbessert es die KrümelstrukturKrümelstruktur bedeutet: Die Bodenteilchen halten zu lockeren, mit bloßem Auge sichtbaren Krümeln zusammen, zwischen denen viele Hohlräume bleiben. Der Boden baut sie selbst auf, getragen von aktivem Bodenleben, gutem Humus und ausreichend Ton und Kalk. und die Durchlüftung, in Sandboden die Wasserspeicherung. Schwere Böden kannst du zusätzlich mit gewaschenem Sand ohne Feinanteile verbessern. Die Menge richtet sich nach dem Ausgangszustand und liegt bei 2 bis 5 Litern je m².
Bodenuntersuchung: was sie zeigt und wann sie fällig ist
Die Fingerprobe verrät dir nichts über Nährstoffe und Kalk, dafür brauchst du eine Bodenuntersuchung. Für die Vorbereitung eines Gartenbodens ist sie vor der Neuanlage vorgesehen und danach alle 3 bis 5 Jahre. Eine Standarduntersuchung erfasst üblicherweise Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf. Mit diesem Befund planst du Kalk und GrunddüngungDie Grunddüngung ist die Düngergabe unmittelbar zu Beginn einer Kultur oder der Wachstumszeit. Was die Pflanzen danach noch brauchen, bekommen sie mit einer oder mehreren Nachdüngungen, den sogenannten Kopfdüngungen., statt nach Gefühl zu streuen.
Nimm die Probe, bevor du irgendetwas düngst, auch vor dem Kompost. Untersuche unterschiedlich genutzte Flächen getrennt, also das Levkojenbeet nicht zusammen mit Gemüsebeet oder Rasen. Heb den Befund auf, damit du bei der nächsten Untersuchung vergleichen kannst.
Ich nehme meine Bodenproben im Spätwinter, bevor der erste Kompost aufs Beet kommt. Jede Tüte beschrifte ich mit dem Namen des Beets.
pH-Wert und Kalk: messen statt schätzen
Für Levkojen eignet sich neutraler bis leicht alkalischer Boden, sauer gehört nicht dazu. Für einjährige Sommerschnittblumen allgemein gelten tiefgründige, lehmhaltige und humusversorgte Gartenböden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 7,0 als geeignet. Das untere Ende dieser Spanne ist sauer. Ein Beet, das für andere Sommerschnittblumen im passenden Bereich liegt, kann für Levkojen also zu sauer sein.
Gekalkt wird nur, wenn der gemessene pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig liegt. Den Kalkbedarf weist die Standarduntersuchung üblicherweise gleich mit aus. Ohne Messwert kalke ich nicht.
Auf Verdacht kalken, weil Levkojen neutralen bis leicht alkalischen Boden mögen. Ob dein Beet Kalk braucht, entscheidet der gemessene pH-Wert im Verhältnis zur Bodenart.
Edelwicken der Großblumigen Prachtmischung brauchen einen tiefgründigen, kalkhaltigen Boden. Wie du den Boden für Edelwicken vorbereitest, zeigt ein eigener Ratgeber.
Boden lockern und Material einarbeiten
Ein bestehendes Zierbeet lockere ich mit dem Sauzahn. Er zieht durch die Erde, ohne die Bodenschichten zu wenden. Dabei sammle ich größere Steine und alte Wurzelreste heraus. Bei einer Neuanlage kommt vorher die Bodenuntersuchung, damit du weißt, was der Boden mitbringt.
Organisches Material und, bei schwerem Boden, gewaschenen Sand arbeitest du im selben Durchgang ein. Plane das Beet so, dass du jede Stelle vom Rand oder vom Weg aus erreichst. Dann musst du die gelockerte Erde später nicht betreten.
Grunddüngung mit Kompost oder reifem Stallmist
Die Grunddüngung richtet sich nach dem Befund, nicht nach einer festen Menge. Für Gartenbeete berücksichtigt sie die Stickstoffnachlieferung aus Humus. Je nach Nachlieferung fällt sie deshalb kleiner aus oder entfällt ganz.
Die Standarduntersuchung erfasst Phosphat und Kalium. Sind diese Gehalte stark überhöht, muss die Kompostgabe eingeschränkt werden. Derselbe Befund zeigt dir also, ob dein Levkojenbeet überhaupt weiteren Kompost bekommen sollte.
Den Kompost verteile ich gleichmäßig auf dem gelockerten Beet und arbeite ihn mit dem Sauzahn ein. Reifen StallmistStallmist ist ein Wirtschaftsdünger aus der Tierhaltung, etwa von Rindern oder Pferden, bei dem der Dung der Tiere meist mit Einstreu vermischt ist. Er verbessert den Boden und liefert zugleich reichlich Nährstoffe. behandle ich nach demselben Grundsatz: Er kommt nur aufs Beet, wenn der Befund Bedarf zeigt.
„Kompost gehört im Herbst aufs Beet, dann hat er bis zum Frühjahr Zeit.“ Als pauschale Herbstgabe ist er nicht vorgesehen. Um Nitratauswaschung zu vermeiden, bringst du Kompost im Spätwinter oder Frühjahr aus.
Saatbett für die Direktsaat
Für die DirektsaatBei der Direktsaat säst du die Samen gleich an Ort und Stelle ins Beet, statt sie vorher im Haus vorzuziehen. Die Pflanzen keimen und wachsen dort, wo du sie später erntest. harkst du das Beet zu einem feinen, unkrautfreien und gut durchlüfteten SaatbettDas Saatbett ist die vorbereitete obere Bodenschicht eines Beetes, in die du säst. Es soll eben, frei von Steinen und groben Schollen und feinkrümelig sein, und zwar umso feiner, je feiner die Samen sind.. Levkojen sind Lichtkeimer und kommen 0 bis 1 cm tief in die Erde. Das Saatgut liegt also in der obersten Krume, und auf genau diese Schicht kommt es beim Harken an. Ich harke deshalb in zwei Richtungen und lese Erdklumpen, Steine und Wurzelreste ab, bis die Oberfläche gleichmäßig fein ist.
Saatzeit, Saattiefe je Mischung und die weiteren Schritte findest du im Ratgeber, wie du Levkojen aussäst und bis zum Auspflanzen heranziehst.
Anzuchterde für die Vorkultur
Ziehst du Levkojen vor, säst du sie in Aussaaterde; so wird es etwa für die Mischung Duftbouquet beschrieben. Aussaaterde für die Jungpflanzenanzucht sollte einen Salzgehalt unter 0,5 g je Liter haben. Anzuchtschalen und Töpfe brauchen einen Wasserabzug, damit keine Staunässe entsteht. Ich fülle die Schalen locker und drücke die Oberfläche nur leicht an.
Wie warm die Aussaat stehen soll und wann du pikierst, beschreibt der Aussaat-Ratgeber für Levkojen.
Pflanzstelle für vorgezogene Levkojen
Bevor die Jungpflanzen ins Beet kommen, lockerst du die Pflanzstellen noch einmal mit dem Sauzahn. Kompost arbeitest du dort nur ein, wenn der Befund Bedarf zeigt. Jedes Pflanzloch hebe ich etwas größer aus, als der WurzelballenDer Wurzelballen ist das Geflecht aus Wurzeln und anhaftender Erde, das beim Austopfen oder Ausgraben einer Pflanze zusammenhält. Ist daran kaum noch Erde zu sehen, ist er stark durchwurzelt. ist.
So viel Platz planst du in der Beetkultur ein:
| Maß | Wert |
|---|---|
| Abstand in der Reihe | 15 bis 25 cm |
| Abstand zwischen den Reihen | 20 bis 25 cm |
| Kulturform | einjährige Beetkultur in Reihen |
Vor dem Pflanzen kannst du im Beetplaner deine Pflanzreihen einzeichnen. Dann weißt du, wie viele Pflanzstellen du vorbereiten musst.
Nach dem Pflanzen decke ich den Boden zwischen den Levkojen mit Mulch ab und lasse am Stängel etwas Luft. Wann du auspflanzt und wie du die Jungpflanzen abhärtest, steht im Aussaat-Ratgeber für Levkojen.
Levkojen im Topf: Gefäß und Erde
Levkojen lassen sich auch im Topf und im Hochbeet ziehen. Im Topf stellst du den Boden selbst zusammen. Damit bestimmst du Wasserabzug und Struktur von Anfang an selbst.
Das Gefäß vorbereiten
Beim Vorbereiten eines Topfs oder Kübels müssen die Abzugslöcher frei bleiben. Außerdem muss das Wasser unter dem Gefäß abfließen können. Ich stelle meine Kübel deshalb auf Füße statt direkt auf die Terrassenplatten.
Die richtige Erde
Für den Kübel brauchst du ein strukturstabiles Substrat. Mineralische Bestandteile wie Bims oder Blähton können diese Struktur unterstützen. Für die Erde selbst gelten dieselben Ansprüche wie im Beet: gut durchlässig, neutral bis leicht alkalisch.
Mit vorgedüngter Blumenerde musst du anfangs nicht nachdüngen. Für Kübelpflanzen gilt nach dem Einsetzen in vorgedüngte Blumenerde eine Pause von 4 bis 6 Wochen ohne zusätzliche Düngung.
Torffreie Erde trocknet an der Oberfläche schnell ab, darunter kann sie noch feucht sein. Ich stecke deshalb vor dem Gießen einen Finger tief in die Erde. Auch welkende Blätter sind im Topf kein sicheres Zeichen für Durst, denn Dauernässe und abgestorbene Wurzeln verursachen ebenfalls Welke.
Zeitplan: welcher Schritt wann dran ist
| Schritt | Zeitpunkt |
|---|---|
| Fingerprobe | vor allen anderen Arbeiten, bei leicht feuchter Erde |
| Bodenuntersuchung | vor der Neuanlage und vor jeder Düngung, danach alle 3 bis 5 Jahre |
| Kalk | nur, wenn der Messwert für die Bodenart zu niedrig ist |
| Kompost | Spätwinter oder Frühjahr, nach Befund |
| Saatbett harken | zur Aussaat, bei Levkojen von April bis Juni |
Die Aussaatzeiten anderer Sommerblumen findest du im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.
Nach der Pflanzung: Gießen und Nachdüngen
Die Grunddüngung ist nicht die letzte Gabe: Für die Dresdner Prachtmischung sieht der Pflegehinweis vor, während der Kultur regelmäßig zu düngen. Gießen, Nachdüngen, LangzeitdüngerEin Langzeitdünger, auch Depotdünger genannt, gibt seine Nährstoffe nicht sofort, sondern verzögert über einen längeren Zeitraum an die Pflanzen ab. Das gilt für entsprechend gekennzeichnete Mineraldünger und ebenso für organische Dünger. und SpurenelementeSpurenelemente sind Nährstoffe, die Pflanzen nur in kleinen Mengen brauchen, ohne die sie aber nicht normal wachsen: Eisen, Mangan, Kupfer, Zink, Bor, Molybdän und Chlor. Man nennt sie auch Spurennährstoffe oder Mikronährstoffe. behandelt der Ratgeber, wie du Levkojen richtig gießt und düngst. Den Rahmen für alle Sommerblumen gibt der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Gießen und Düngen.
Nachbarn im Beet
Pflanzt du Levkojen zusammen mit anderen Arten, bereitest du den Boden für die ganze Fläche nach demselben Befund vor. Welche Partner im Bauerngarten zu Levkojen passen, zeigt ein eigener Ratgeber. Wie du Levkojen mit Stauden und Gräsern kombinierst, steht im Ratgeber zum Staudenbeet.



