Edelwicken richtig gießen: wie oft, wann und wie viel bis zur Blüte
- Einen festen Gießrhythmus gibt es nicht: Bodenart, Temperatur und Regen bestimmen, wann du gießt.
- Vor dem Gießen prüfst du die Feuchte mit dem Finger, im Topf mit torffreier Erde auch weiter unten.
- Gieß morgens bodennah in den Wurzelbereich und lass das Laub trocken.
- Die Aussaat darf während und unmittelbar nach der Keimung nicht austrocknen.
- Bei Hitze und Trockenheit bekommt das Beet etwa 20 bis 25 l/m², verteilt auf mehrere Gießgänge.
- Im Topf durchfeuchtest du bis zum Boden, hältst die Abzugslöcher frei und leerst den Untersetzer.

Edelwicken brauchen feuchten Boden, doch Wasser, das im Wurzelraum stehen bleibt, kann ihnen schaden. Ein fester Gießkalender passt dazu selten, weil der Bedarf mit Boden, Wetter und Entwicklungsphase wechselt. Ich gieße meine Edelwicken deshalb nie nach Wochentag, sondern stecke vorher einen Finger neben der Reihe in die Erde. Hier findest du, wie oft, wann und wie du gießt, vom eingeweichten Samen bis zur Blüte.
Die Edelwicke heißt botanisch Lathyrus odoratus und wird auch Duftwicke oder Gartenwicke genannt. Sie ist einjährig, nicht winterhart und blüht von Juni bis September. Kletternde Sorten brauchen eine Rankhilfe, die kompakte Mischung Ampelkorb kommt ohne aus.
Gießplan für Edelwicken vom Samen bis zur Blüte
Der Wasserbedarf hängt davon ab, in welcher Phase deine Pflanzen gerade stehen. Die Tabelle zeigt dir für jede Phase den Handgriff, auf den es ankommt, und den Punkt, an dem du aufpassen musst.
| Phase | So gießt du | Darauf achtest du |
|---|---|---|
| Samen vorbereiten | Schale anrauen, Samen in warmem Wasser quellen lassen, gewöhnlich 24 bis 48 Stunden | Schwimmende Samen samt Einweichwasser wegschütten |
| Aussaat und Keimung | Aussaaterde feucht halten, während und unmittelbar nach der Keimung nie austrocknen lassen | Gefäß mit Wasserabzug, Aussaat zur Keimung dunkel stellen |
| Jungpflanze im Topf | Substrat bis zum Topfboden durchfeuchten, erst nach der Fingerprobe wieder gießen | Tiefes Gefäß, weil Edelwicken Verpflanzen schlecht vertragen |
| Im Beet | Morgens bodennah in den Wurzelbereich gießen, Laub trocken lassen | Vorgezogene Pflanzen der Bunten Mischung nicht vor Mitte Mai setzen |
| Blüte von Juni bis September | Bei Hitze und Trockenheit etwa 20 bis 25 l/m² auf mehrere Gießgänge verteilen | Kein Tagessoll, vor dem nächsten Gießen wieder fühlen |
Nach der Blüte schneidest du die Pflanzen zurück. Weil Edelwicken einjährig und nicht winterhart sind, folgt danach kein Gießprogramm für den Winter.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Geeignet ist humus- und nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden in voller Sonne oder lichtem Schatten.
- Bodenart
Tonige, lehmige, sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, alkalische, neutrale Böden sind geeignet.
- Substrat
Der Boden sollte humusreich, nährstoffreich und gut durchlässig sein.
- Anbauort
Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Topf ziehen.
Pflege
- Pflege
Verblühte Blüten regelmäßig entfernen und nach Abschluss der Blüte zurückschneiden.
- Düngung
Vor dem Pflanzen gut verrotteten organischen Mist einarbeiten und während des Wachstums alle zwei Wochen ausgewogenen Flüssigdünger geben.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
- Verwendung
Je nach Sorte: Die Pflanze eignet sich als Schnittblume. Die Pflanze eignet sich für Beet und Balkon.
Wie oft brauchen Edelwicken Wasser?
Einen festen Gießrhythmus, der in jedem Garten passt, gibt es nicht. Wie oft deine Edelwicken Wasser brauchen, richtet sich nach Bodenart, Temperatur und Niederschlägen. Darum prüfst du die Erde, bevor du zur Kanne greifst.
Steck dazu einen Finger neben der Pflanze in den Boden. Fühlt sich die Erde noch feucht an, wartest du mit dem Gießen. Ist sie trocken, gießt du gründlich in den Wurzelbereich, damit das Wasser auch unten ankommt. Edelwicken brauchen feuchten, humusreichen und gut durchlässigen Boden, in dem kein Wasser steht. Ich mache die Probe immer an derselben Stelle am Rand der Reihe, so sehe ich, wie schnell mein Boden abtrocknet.
Edelwicken brauchen jeden Tag Wasser? Ein allgemein gültiger Rhythmus lässt sich nicht festlegen, weil Bodenart, Temperatur und Regen den Bedarf bestimmen. Besonders aufmerksam musst du in der Anzucht sein, denn dort darf die Saat während und unmittelbar nach der Keimung nicht austrocknen.
Wasser in der Anzucht: vom Einweichen bis zum Keimling
Die erste Wassergabe bekommt die Edelwicke, bevor sie in der Erde liegt. Ich raue die Samenschale zwischen zwei Lagen Schleifpapier an und lege die Samen danach in warmes Wasser. Dort bleiben sie, bis sie gequollen sind, was gewöhnlich 24 bis 48 Stunden dauert. Samen, die dann noch obenauf schwimmen, schütte ich zusammen mit dem Einweichwasser weg.
Alle Teile der Edelwicke sind giftig, besonders die Samen. Das gilt auch für die gequollenen Samen in der Einweichschale, die ich deshalb außer Reichweite von Kindern abstelle.
Für die VorkulturVorkultur heißt meist, dass du Gemüse im Haus oder geschützt aus Samen vorziehst und es später als abgehärtete Jungpflanze ins Freiland setzt. In Anbauplänen meint das Wort auch eine schnelle Kultur, die vor der Hauptkultur auf dem Beet steht. reicht normale Aussaaterde, und früh säen kannst du schon ab Januar. Wähl ein tiefes Gefäß mit Wasserabzug, denn Edelwicken vertragen das Verpflanzen schlecht, und überschüssiges Wasser muss ablaufen können. Zur Keimung stellst du die Aussaat dunkel. Während der Keimung und unmittelbar danach darf die Erde nicht austrocknen. Deckst du die Gefäße mit Folie ab, darf sie nicht luftdicht schließen. Du lüftest täglich und nimmst die Folie nach der Keimung ab.
In einem tiefen Topf verrät die Oberfläche wenig über die Feuchte an den Wurzeln, zumal torffreie Erde oben schnell abtrocknet. Prüf deshalb auch darunter, bevor du nachgießt. In welchem Monat Vorkultur und Auspflanzen anstehen, kannst du im Aussaatkalender für Sommerblumen nachschlagen.
Edelwicken im Beet gießen: morgens und an die Wurzel
Vorgezogene Duftwicken der Bunten Mischung kommen nicht vor Mitte Mai ins Freiland. Im Beet gießt du sie vorzugsweise morgens, und zwar im Wurzelbereich, ohne das Laub zu benetzen. Bodennahes Gießen bringt das Wasser an die Wurzeln und verringert Verdunstungsverluste. Ich halte den Ausguss der Kanne dicht über die Erde am Fuß der Ranken und gieße langsam, damit nichts auf die Blätter spritzt.
Wie lange das Wasser im Beet vorhält, hängt vom Boden ab. Ein hoher Tonanteil verringert die Wasserdurchlässigkeit und begünstigt Staunässe. Kompost lockert schwere Böden und verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Wie du das Beet vor der Pflanzung herrichtest, zeigt der Ratgeber, wie du den Boden für Edelwicken vorbereitest. Ob der Platz in voller Sonne oder im lichten Schatten liegen darf, klärt der Beitrag zu Licht, Wärme und Wind am Standort von Edelwicken.
Tritt beim Gießen möglichst nicht aufs Beet, damit der Boden seine Poren und seine Wasserspeicherfähigkeit behält. Wer bodennah an die Wurzel gießen will, ohne das Beet zu betreten, braucht also einen festen Weg direkt neben der Reihe. Diesen Gießweg kannst du gleich beim Aufteilen deines Beets im Beetplaner einplanen.
Wie viel Wasser brauchen Edelwicken bei Hitze?
Bei Hitze und Trockenheit gießt du das Beet durchdringend mit etwa 20 bis 25 l/m². Diese Menge verteilst du auf mehrere Gießgänge. Ein Tagessoll für jeden Sommertag ist das nicht, danach entscheidet wieder die Fingerprobe. Die Blüte läuft von Juni bis September. Verblühtes entferne ich regelmäßig, wenn ich ohnehin mit der Kanne an der Reihe stehe.
Etwa 20 bis 25 l/m² gelten bei Hitze und Trockenheit für ein Gartenbeet. Ich lese die Füllmenge meiner Kanne ab und zähle mit, wie viele Füllungen auf einen Quadratmeter kommen.
Edelwicken im Topf und Kübel gießen
Edelwicken lassen sich auch im Topf und im Kübel ziehen. Für die Kübelkultur der Bunten Mischung säst du sechs bis acht Samen je Gefäß. Die kompakte Mischung Ampelkorb bildet etwa 20 bis 25 cm lange Ranken und braucht keine Rankhilfe.
Im Gefäß sind Wurzelraum und Erdvorrat begrenzt. Gieß deshalb so, dass das Substrat bis zum Topfboden durchfeuchtet ist. Die Abzugslöcher bleiben offen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Steht danach Wasser im Untersetzer, leerst du ihn, auch nach einem Regenguss.
Wie oft ein Kübel Wasser braucht, hängt von Wetter, Topfgröße und Gefäßmaterial ab. Mehr Erdvolumen vergrößert den Wasserspeicher, und in torffreier Erde kann es den raschen Wasserverlust an heißen Tagen abpuffern. Nimm für Edelwicken deshalb lieber einen großen Kübel als einen knappen Topf.
Die Erde braucht eine stabile Struktur, damit sie die Wurzeln nach starkem Regen und nach einer Trockenphase weiter mit Luft und Wasser versorgt. Mineralische Bestandteile wie Bims oder Blähton können diese Struktur unterstützen.
Bei meinen Kübeln mit torffreier Erde verlasse ich mich nicht auf die Oberfläche, weil sie schnell abtrocknet. Ich fühle mit dem Finger tiefer im Substrat und hebe das Gefäß zusätzlich kurz an, denn das Gewicht verrät mir den Wasservorrat.
Welke Blätter: zu trocken oder zu nass?
Hängen die Blätter, liegt der Griff zur Kanne nahe. Welke Blätter können aber von TrockenstressTrockenstress entsteht, wenn eine Pflanze mehr Wasser verdunstet, als sie aus dem Boden nachholen kann. Sie welkt zuerst, bei anhaltendem Mangel werden Blattränder braun und die Wurzeln können dauerhaft geschädigt werden. kommen und ebenso von beginnender WurzelfäuleBei Wurzelfäule faulen die Wurzeln einer Pflanze und sterben ab, meist weil die Erde ständig nass ist und Sauerstoff fehlt. Oft sind Schadpilze beteiligt, und die Pflanze welkt trotz feuchter Erde.. Wer ohne Prüfung nachgießt, macht eine zu nasse Pflanze womöglich noch nasser. Prüf deshalb zuerst die Bodenfeuchte.
Ist die Erde trocken, gießt du gründlich bis in den Wurzelraum. Ist sie noch feucht, gießt du nicht nach und schaust auf den Abfluss. Im Topf können verstopfte Abzugslöcher oder ein voller Untersetzer die Ursache sein, im Beet ein schwerer, tonreicher Boden.
Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann sich GrauschimmelGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten. als grauer Belag auf faulenden Pflanzenteilen zeigen. Schneid diese Teile heraus, das kann den Befall eindämmen. Werkzeug und Handschuhe reinigst du danach, bevor du an gesunden Pflanzen weiterarbeitest.
Wasser sparen mit Mulch, Regenwasser und Tropfern
Eine MulchdeckeEine Mulchschicht ist eine Abdeckung des Bodens, meist aus organischem Material wie Laub, Stroh oder Rasenschnitt. Sie schützt den Boden, hält ihn feucht, verringert Erosion und hemmt Unkraut. vermindert die Verdunstung aus dem Boden und bremst seine Aufheizung. Unter Edelwicken eignet sich angewelkter Rasenschnitt von gesundem, unkrautsamenfreiem Rasen. Du bringst ihn wiederholt in dünnen Schichten auf, damit er nicht verschimmelt oder verklebt. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr hältst du die Auflage dünn.
Rohen, nicht kompostierten RindenmulchRindenmulch ist rohe, nicht kompostierte Baumrinde, mit der du den Boden unter Gehölzen abdeckst. Er enthält wachstumshemmende Stoffe und bindet Stickstoff im Boden, deshalb gehört er nicht ins Gemüsebeet. unter Edelwicken verteilen. Für Beete mit Einjahresblumen ist er ungeeignet, und die Edelwicke ist einjährig. Nimm stattdessen angewelkten Rasenschnitt.
Auf Dauer hilft HumusHumus ist die tote organische Substanz im Boden. Er entsteht, wenn Bodenlebewesen abgestorbene Pflanzenteile, tote Tiere und Pilze zersetzen; der Humusgehalt gibt an, wie viel davon ein Boden enthält. im Boden. Kompost, GründüngungGründüngung ist eine Bodenpflegemaßnahme: Auf freie Beete säst du Pflanzen, die den Boden schützen und verbessern sollen. Sie werden meist nicht geerntet, sondern abgemäht, als Mulch liegen gelassen oder flach eingearbeitet. und organisches Mulchen verbessern, wie der Boden Wasser aufnimmt und speichert.
Gesammeltes Regenwasser ist ein umwelt- und pflanzenverträgliches Gießwasser. Spielen kleine Kinder im Garten, verschließt du Regentonne und gefüllte Bottiche kindersicher. Eine Tropfbewässerung versorgt die Pflanzen gezielt im Wurzelbereich und kann Wasser sparen. Dafür musst du die Tropfer vor Verstopfung und Verkalkung schützen. Was du darüber hinaus beachten kannst, wenn du Edelwicken im naturnahen Garten einsetzt, beschreibt ein eigener Ratgeber.
Gießen und Düngen: so hängt beides zusammen
Flüssigdünger gibst du auf bereits feuchte Erde, damit seine Nährstoffe unmittelbar wirken können. Wie oft und womit Edelwicken gedüngt werden, liest du im Ratgeber, wie du Edelwicken von der Pflanzung bis zur Ernte kultivierst und düngst. Warum Sommerblumen nach Phase und Bedarf statt nach Kalender gedüngt werden, erklärt der Abschnitt Gießen und Düngen im Sommerblumen-Ratgeber.





