Blumen · Sommerblumen & Einjährige · Pflege

Spinnenblume gießen: Wasserbedarf der Spinnenpflanze in Beet und Kübel

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Die Aussaat der Spinnenblume hältst du gleichmäßig feucht, sie darf während der Keimung nicht austrocknen.
  • Ausgepflanzt gießt du nach Bodenfeuchte, Temperatur und Regen, nicht nach festem Rhythmus.
  • Bei Hitze und Trockenheit bekommt das Beet durchdringend etwa 20 bis 25 l/m², verteilt auf mehrere Gießgänge.
  • Im Kübel bleiben die Abzugslöcher frei, und der Untersetzer wird nach Regen geleert, damit keine Staunässe entsteht.
  • Eine dünne Mulchdecke bremst die Verdunstung, rohen Rindenmulch lässt du bei Einjahresblumen weg.
Nahaufnahme einer Spinnenblume (Cleome spinosa) mit ihren charakteristischen rosafarbenen Blüten.
Foto: Nennieinszweidrei · Pixabay Content License · Quelle ↗

Bei der Spinnenblume kann das Gießen in zwei Richtungen danebengehen. Die Aussaat darf nicht austrocknen, im Beet und im Kübel muss dagegen Staunässe vermieden werden. Ich gieße meine Spinnenblumen deshalb nicht nach Kalender, sondern prüfe vorher mit dem Finger, wie feucht die Erde ist. Wie viel Wasser die Spinnenblume (Spinnenpflanze, Cleome) in jeder Lebensphase braucht und wie du im Beet und im Topf richtig gießt, zeige ich dir hier.

Im Handel findest du sie als Cleome spinosa oder als Cleome hassleriana, etwa in der Mischung ‘Wasserspiel’. Cleome spinosa stammt aus Gebieten mit saisonal trockenem Tropenklima und ist nicht winterhart, bei uns werden beide einjährig kultiviert. Wie du sie aussäst, vorziehst und bis zur Blüte pflegst, steht im Ratgeber zur Anzucht und Pflege der Spinnenblume im Garten.

Wie viel Wasser braucht die Spinnenblume?

Eine feste Wassermenge pro Woche gibt es für die Spinnenblume nicht. Wie oft du gießt, hängt von Bodenart, Temperatur und Niederschlag ab, deshalb lässt sich kein allgemein gültiger Rhythmus festlegen. Du richtest dich nach dem Bedarf der Pflanze, der Bodenfeuchte und dem Wetter. Braucht das Beet zusätzliches Wasser, gießt du durchdringend und in größeren Abständen. Das ist besser als viele kleine Wassergaben.

Zahl im Blick

Bei Hitze und Trockenheit bekommt ein Gartenbeet durchdringend etwa 20 bis 25 l/m². Diese Menge verteilst du auf mehrere Gießgänge, damit nichts abgeschwemmt wird. Der Wert gilt für die Beetfläche und ist keine tägliche Pauschalmenge.

Die Bodenart macht dabei einen spürbaren Unterschied. Sandreiche Böden lassen Wasser schnell durch und speichern wenig. Tonreiche Böden lassen es langsamer durch und vernässen leichter. Weil sich die Gießhäufigkeit nach der Bodenart richtet, gießt du Spinnenblumen auf Sand öfter, während du auf tonreichem Boden vor allem auf Staunässe achtest. Ich gieße lieber seltener und lasse dafür so lange laufen, bis das Wasser tief eingesickert ist.

Empfehlungen für den Garten

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist einjährig.

Aussaatkalender Cleome spinosa
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Blüte: Mai, Juni, Juli, AugustJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustVorkulturBlüte

Gießen nach Lebensphase: von der Aussaat bis zum Herbst

Über die Saison verschiebt sich, worauf du achtest. Am Anfang geht es ums gleichmäßige Feuchthalten, im Beet später um durchdringende Gaben nach Bedarf.

Phase Was die Spinnenblume braucht Worauf du achtest
Aussaat und Voranzucht gleichmäßig feuchtes, gut durchlässiges Anzuchtsubstrat Saat darf nicht austrocknen, Gefäße mit Wasserabzug
Auspflanzen gründliches Angießen Feuchte am Ballen prüfen, bis die Pflanze weiterwächst
Sommer und Hitze durchdringende Gaben nach Bedarf morgens und bodennah gießen, Laub trocken halten
Spätsommer und Herbst weniger Wasser bei Kühle und Regen Rhythmus nach Temperatur und Niederschlag
Kübel, ganze Saison Erde bis zum Topfboden durchfeuchten Abzugslöcher frei, Untersetzer leeren

Aussaat und Voranzucht: gleichmäßig feucht

Die Kultur von Cleome spinosa startet zwischen März und Mai. Während der Voranzucht hältst du die Aussaat gleichmäßig feucht, denn Saatgut darf während und unmittelbar nach der Keimung nicht austrocknen. Cleome spinosa ist ein Lichtkeimer und wird 0 bis 0,5 cm tief gesät, also höchstens dünn bedeckt. In torffreier Erde trocknet die Oberfläche oft schneller ab als das Substrat darunter. Die Samen liegen damit genau in der Schicht, die zuerst Wasser verliert.

Ich feuchte die Saatschale deshalb mit einer feinen Blumenspritze an, damit die Samen an ihrem Platz bleiben. Anzuchtgefäße brauchen einen Wasserabzug, damit sich keine Staunässe bildet. Liegt eine Folie darüber, lüftest du sie bis zur Keimung täglich und nimmst sie danach ab. Den passenden Zeitpunkt für die Aussaat findest du im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.

Nach dem Auspflanzen: gut angießen

Vorgezogene Spinnenblumen kommen nach den Eisheiligen ins Freiland. Ist der Ballen im Anzuchttopf ausgetrocknet, tauche ich ihn vor dem Pflanzen ein, bis er wieder durchfeuchtet ist. Nach dem Einsetzen gieße ich an und drücke die Erde leicht an, damit sie sich um den Ballen schließt. Bis die Pflanze sichtbar weiterwächst, prüfe ich die Feuchte am Ballen besonders aufmerksam.

Im Beet setzt du die Pflanzen mit 30 cm Abstand in der Reihe und ebenso viel Abstand zwischen den Reihen. Ausreichender Abstand verbessert die Luftzirkulation, die Blätter trocknen besser ab, und das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinkt. Die Aufteilung deiner Fläche planst du mit dem Beetplaner für Gartenbeete.

Sommer: durchdringend und nach Bedarf

Im Sommer wächst die Spinnenblume kräftig und blüht. Jetzt gießt du nach Bedarf, aber jedes Mal durchdringend. Am besten gießt du früh am Morgen direkt auf die Erde im Wurzelbereich, ohne das Laub zu benetzen. Dann verdunstet weniger, und Pflanze und Boden trocknen tagsüber wieder ab.

Hängende Blätter in der Mittagshitze bedeuten nicht automatisch Wassermangel. Welke kann Trockenstress anzeigen, aber auch beginnende Wurzelfäule, und im Topf kommt Hitze als Ursache dazu. Prüfe deshalb erst die Erde, bevor du nachgießt. Wie du die Blüte zusätzlich unterstützt, liest du im Ratgeber, wie du die Blütezeit der Spinnenblume verlängerst.

Spätsommer und Herbst: seltener, aber nach Bedarf

Wird es kühler oder regnet es öfter, sinkt der Gießbedarf. Du gießt dann seltener, denn der Rhythmus folgt Temperatur und Niederschlag und nicht dem Datum. Da die Spinnenblume nicht winterhart ist, gibt es bei ihr weder Winterquartier noch Wintergießen. Möchtest du Samen ernten, lässt du einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen und erntest bei trockenem Wetter. Bei Hybridsorten können die Nachkommen anders aussehen als die Mutterpflanze.

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So gießt du richtig: Zeitpunkt, Technik und Wasser

Gieße die Spinnenblume gezielt am Boden, damit das Laub möglichst trocken bleibt. Bodennahes Gießen bringt das Wasser direkt an die Wurzeln und verringert Verdunstungsverluste.

Welche Technik passt, hängt davon ab, wie viele Pflanzen du versorgst. Für ein paar Spinnenblumen reicht die Gießkanne, und du siehst bei jedem Gang, wie feucht die Erde ist. Für längere Reihen oder mehrere Kübel lohnt sich eine Tropfbewässerung, die im Wurzelbereich versorgt und Wasser sparen kann. Ihr Nachteil: Tropfer können verstopfen oder verkalken und brauchen deshalb Schutz. Ein Rasensprenger benetzt dagegen das ganze Laub und arbeitet gegen das Ziel, die Blätter trocken zu halten.

Als Gießwasser eignet sich gesammeltes Regenwasser, weil es weich und salzarm ist. Hartes Leitungswasser mit hoher Carbonathärte kann im Kübel dagegen den pH-Wert des Substrats anheben.

Mythos-Check

„Abends gießen macht Sommerblumen krank.“ Ob der Verzicht auf abendliches Gießen Echten Mehltau an Sommerblumen und Stauden bremst, ist nicht gesichert. Ich gieße trotzdem bevorzugt morgens, weil dann weniger verdunstet und die Pflanzen tagsüber abtrocknen. Ist die Erde im Kübel nach einem heißen Tag trocken, bekommt er bei Bedarf auch abends Wasser, direkt in den Wurzelbereich.

Düngen nur auf feuchte Erde

Dünger gibst du nur auf feuchte Erde, damit die Nährstoffe wirken können und die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Bei großer Hitze und Trockenheit kommt Flüssigdünger nur niedrig konzentriert auf vorher angefeuchteten Boden und nicht über das Laub. Wie du Sommerblumen nach Phase und Bedarf düngst, steht im Abschnitt Gießen und Düngen des Sommerblumen-Ratgebers.

Spinnenblume im Kübel gießen

Gefäß und Substrat

Für Kübel eignet sich die Spinnenblume, für kleine Balkonkästen ist sie wegen ihrer Größe nicht zu empfehlen. Cleome spinosa wird 80 bis 100 cm hoch. Mehr Erdvolumen vergrößert zugleich den Wasservorrat im Gefäß, und in torffreier Erde puffert das den raschen Wasserverlust an heißen Tagen ab. Ein großer Kübel passt also doppelt: zur Höhe der Pflanze und zu ihrem Wasserbedarf im Hochsommer.

Das Substrat sollte durchlässig sein und eine stabile Struktur haben, damit es Wasser speichert und Überschuss abgibt. Mineralische Bestandteile wie Bims oder Blähton unterstützen diese Struktur. Prüfe vor dem Bepflanzen, ob der Kübel Abzugslöcher hat.

Gießen und Feuchte prüfen

Wie oft der Kübel Wasser braucht, hängt von Wetter, Standort, Topfgröße und Gefäßmaterial ab. Auch Sonne, Regen und Wind am Standort bestimmen den Rhythmus mit. Gieße so, dass die Erde bis zum Topfboden durchfeuchtet ist. Vor der nächsten Gabe prüfst du die Feuchte mit dem Finger, und zwar nicht nur an der Oberfläche. Bei torffreier Erde kann die Oberfläche schon trocken sein, während es weiter unten noch nass ist. Auch eine dunkle Farbe der Erde ist kein sicheres Zeichen dafür, dass sie feucht ist.

Marias Erfahrung

Ich hebe meine Kübel vor dem Gießen kurz an. Wie schwer ein frisch durchgegossener Topf ist, habe ich im Gefühl, und ich gieße erst, wenn er spürbar leichter ist.

Hat sich ausgetrocknete Erde vom Topfrand gelöst, benetzt du den Ballen am besten durch Eintauchen wieder. Große Kübel, die sich nicht eintauchen lassen, gieße ich langsam in mehreren Durchgängen. Gefäße mit Wasserspeicher helfen erst, wenn die Pflanze eingewurzelt ist; bis dahin gießt du ganz normal von oben.

Staunässe vermeiden

Die Wurzeln der Spinnenblumen-Mischung ‘Wasserspiel’ sind empfindlich, deshalb muss Staunässe vermieden werden. Stehendes Wasser im Gefäß begünstigt Wurzelfäulnis. Halte die Abzugslöcher offen, damit überschüssiges Wasser frei abfließen kann. Den Untersetzer leerst du nach dem Gießen und nach Regen.

Häufiger Fehler

Wasser im Untersetzer als Vorrat für heiße Tage stehen lassen. Es staut sich an den Wurzeln und kann Wurzelfäulnis begünstigen. Leere den Untersetzer, sobald das überschüssige Wasser abgelaufen ist.

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Zu trocken oder zu nass? Welke richtig deuten

Hängende Blätter sind ein deutliches Signal, aber kein eindeutiges. Welke kann auf Wassermangel hindeuten, ebenso auf Staunässe mit Wurzelfäule, auf Hitze oder auf Salzschäden nach zu hoher Düngergabe im Gefäß. Gießt du bei nasser Erde nach, kann sich das eigentliche Problem verschärfen. Deshalb steht vor jeder zusätzlichen Wassergabe die Prüfung der Erdfeuchte.

Mini-Checkliste

So gehst du bei einer welken Spinnenblume vor.

  • Erde auch in der Tiefe trocken: durchdringend gießen.
  • Erde nass: nicht gießen, Abzugslöcher und Untersetzer kontrollieren.
  • Erde feucht und Mittagshitze: zu einer kühleren Tageszeit noch einmal nachsehen.
  • Kübel kurz vorher gedüngt: an einen Salzschaden denken.
  • Unklare Blattflecken und Kümmern: eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst untersuchen lassen.

Wasser sparen im Beet: Mulch und Bodenpflege

Die Spinnenblume bevorzugt einen warmen, windgeschützten Platz und durchlässige, nicht zu schwere Böden. Welche Licht-, Boden- und Klimabedingungen sie im Einzelnen braucht, steht im Leitfaden zu den Standortbedingungen der Spinnenblume. Hier geht es darum, wie du das Wasser im Boden hältst.

Mulchen: dünn und mit dem richtigen Material

Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung aus dem Boden und bremst seine Aufheizung. Offenen Boden schützt sie außerdem vor Verkrustung. Bei Einjahresblumen wie der Spinnenblume kommt es allerdings auf das Material an. Roher, nicht kompostierter Rindenmulch ist für ihre Beete ungeeignet, und Stroh, Holz oder Rinde können beim Zersetzen Stickstoff im Boden binden. Gut passt deshalb angewelkter Grasschnitt von gesundem Rasen ohne Unkrautsamen.

Ich lasse den Grasschnitt erst anwelken und verteile ihn dann locker zwischen den Pflanzen. Du bringst ihn wiederholt in dünnen Schichten auf, damit er nicht verklebt oder schimmelt. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr bleibt die Schicht besonders dünn.

Hacken und Boden schonen

Flaches Hacken unterbricht die Kapillaren im Boden und kann so die Verdunstung vermindern. Bestehende Beete lockerst du mit einem Sauzahn, ohne die Bodenschichten zu wenden. Das Beet selbst betrittst du möglichst nicht, damit seine Poren und seine Wasserspeicherfähigkeit erhalten bleiben.

Humus für mehr Wasserspeicher

Kompost verbessert die Wasseraufnahme und die Wasserspeicherung des Bodens. Auf Sandboden hält organisches Material mehr Wasser, auf schweren Böden verbessert es Krümelstruktur und Durchlüftung. Kompost bringst du im Spätwinter oder Frühjahr aus und nicht als pauschale Herbstgabe, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird. Ist dein Boden schwer, können je nach Ausgangszustand zusätzlich 2 bis 5 Liter gewaschener Sand ohne Feinanteile je Quadratmeter eingearbeitet werden.

Passt dazu

Ziehst du Spinnenblumen auch für die Vase, liest du im Ratgeber, wie du Spinnenblumen als Schnittblumen anbaust und frisch hältst. Stehen Zinnien im selben Beet, zeigt dir ein eigener Ratgeber, wie du Zinnien von der Aussaat bis zur Ernte richtig gießt.

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Häufige Fragen

Wie viel Wasser benötigt die Cleome spinosa während der Wachstumsphase?
Einen festen Rhythmus gibt es nicht, denn der Bedarf richtet sich nach Bodenart, Temperatur und Niederschlag. Braucht das Beet Zusatzwasser, gießt du durchdringend in größeren Abständen statt häufig in kleinen Gaben. Bei Hitze und Trockenheit sind das im Gartenbeet etwa 20 bis 25 l/m², verteilt auf mehrere Gießgänge. Im Kübel durchfeuchtest du die Erde bis zum Topfboden und prüfst vor der nächsten Gabe die Feuchte.
Stimmt es, dass Spinnenblumen überhaupt kein Wasser benötigen?
Nein. Während der Voranzucht wird die Spinnenblume gleichmäßig feucht gehalten, denn Saatgut darf während und unmittelbar nach der Keimung nicht austrocknen. Ausgepflanzt braucht sie Wasser, sobald Boden und Witterung trocken sind, im Kübel hängt der Bedarf zusätzlich von Topfgröße und Gefäßmaterial ab. Zu viel Wasser ist ebenso ungünstig, denn Staunässe muss vermieden werden.
Ist Tropfbewässerung für Spinnenblumen sinnvoll?
Ja, Tropfbewässerung eignet sich für Beete wie für Kübel und versorgt die Pflanzen gezielt im Wurzelbereich. Das Laub bleibt dabei trocken, und du kannst damit Wasser sparen. Damit das System zuverlässig arbeitet, schützt du die Tropfer vor Verstopfen und Verkalken. Für Kübel gibt es feuchteabhängige Tropfsysteme, die nach der Substratfeuchte bewässern.
Wie wird eine Mulchschicht korrekt um Spinnenblumen angelegt?
Eine dünne Mulchdecke genügt, denn sie vermindert Verdunstung und Aufheizung des Bodens. Gut passt angewelkter Grasschnitt von gesundem Rasen ohne Unkrautsamen, den du wiederholt in dünnen Schichten aufbringst, damit er nicht verklebt oder schimmelt. Roher, nicht kompostierter Rindenmulch ist für Beete mit Einjahresblumen ungeeignet, und Stroh, Holz oder Rinde können beim Zersetzen Stickstoff im Boden binden. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr bleibt die Schicht besonders dünn.
Welche Schritte sind bei der Bodenlockerung für optimale Drainage zu beachten?
Auf schweren, tonreichen Böden staut sich Wasser leichter, deshalb lohnt dort organisches Material wie Kompost, das Krümelstruktur und Durchlüftung verbessert. Je nach Ausgangszustand können zusätzlich 2 bis 5 Liter gewaschener Sand ohne Feinanteile je Quadratmeter eingearbeitet werden. Später lockerst du nur flach mit der Hacke, das unterbricht die Kapillaren und kann die Verdunstung vermindern. Das Beet betrittst du möglichst nicht, damit seine Poren und seine Wasserspeicherfähigkeit erhalten bleiben.
Welche Rolle spielt das Mikroklima bei der Kultivierung von Spinnenblumen?
Die Spinnenblume bevorzugt einen warmen, windgeschützten Standort. Für das Gießen im Kübel zählt das Wetter direkt am Standort, also Sonne, Regen und Wind. Eine Mulchdecke vermindert im Beet die Verdunstung und bremst die Aufheizung des Bodens. Ausreichender Pflanzabstand verbessert die Luftzirkulation, sodass die Blätter besser abtrocknen.
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