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Was passt zu Stockrosen? Begleitpflanzen, Farben und Gartenstile

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 14 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Zu Stockrosen passen Partner, die volle Sonne und gut durchlässigen, mäßig nährstoffreichen Boden teilen.
  • Vorn passen Storchschnabel, Frauenmantel und Polsterphlox, in die Mitte Witwenblume, Roter Sonnenhut und Phlox.
  • Hohe Gräser wie das Reitgras ‘Karl Foerster’ und das Riesen-Federgras wirken bis in den Winter.
  • Stockrosen werden 100 bis 200 cm hoch und blühen von Juli bis September.
  • In der Reihe brauchen Stockrosen 30 bis 40 cm Abstand, und Luft am Stängel senkt das Risiko für Malvenrost.
  • Elfenblumen sind Schattenstauden und passen deshalb nicht vor Stockrosen.
Gewöhnliche Stockrose mit rosa Schalenblüten und gelbem Schlund entlang des aufrechten Stängels vor blauem Himmel
Foto: WikimediaImages · Pixabay Content License · Quelle ↗

Wenn ich Partner für eine Stockrose aussuche, prüfe ich zuerst den Boden und erst danach die Farbe. Pflanzgemeinschaften bleiben stabiler und machen weniger Arbeit, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchte, Nährstoffe und Licht haben. Eine Schattenstaude oder ein Partner für dauerhaft feuchten Boden passt deshalb nicht zur Stockrose, so schön seine Farbe auch wäre.

Kurz gesagt: Zu Stockrosen passen Partner, die Sonne und durchlässigen Boden mögen, gestaffelt in drei Etagen.

Etage Partner (Auswahl) Aufgabe im Beet
Vordergrund Storchschnabel Geranium cinereum ‘Giuseppii’, Frauenmantel, Polsterphlox, Glockenblume Campanula poscharskyana, Kokardenblume deckt den Boden am Fuß der Stockrose und bringt Farbe nach vorn
Mitte Witwenblume ‘Red Knight’, Roter Sonnenhut, Echte Katzenminze, Hoher Phlox, Koreanische Minze schließt die Lücke zwischen Polster und Blütenturm
Hintergrund und daneben Reitgras ‘Karl Foerster’, Riesen-Federgras, Myrten-Aster ‘Pink Star’, Roter Fingerhut, Wilde Karde gibt Hintergrund, Bewegung und teils Struktur bis in den Winter

Stockrosen kurz eingeordnet

Die Gewöhnliche Stockrose (Alcea rosea) ist eine zweijährige oder kurzlebige mehrjährige Pflanze und wird 100 bis 200 cm hoch. Sie blüht von Juli bis September und wächst schlank und aufrecht, dadurch bringt sie eine senkrechte Linie ins Beet. Wie sich Zweijährige, Stauden und Gräser grundsätzlich unterscheiden, steht im Kurzporträt der Stauden, Zweijährigen und Gräser.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Alcea
Hund
Ungiftig
Katze
Ungiftig
Pferd
Ungiftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Bodenart

Kalkhaltige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist gut durchlässiger, mäßig nährstoffreicher Boden.

Anbauort

Geeignet sind sonnige Beete und Rabatten mit mäßig nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden, auch an Wänden oder in Küstengärten.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Direkt am endgültigen Standort säen oder Aussaat mit milder Wärme.

Pflege

Pflege

Für Teilung beziehungsweise vegetative Vermehrung nur rostfreie Exemplare verwenden.

Düngung

Stockrosen der Serie Spring Celebrities im Frühjahr mit Kompost oder etwas organischem Gartendünger versorgen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist zweijährig oder kurzlebig mehrjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.

Aussaatkalender Gewöhnliche Stockrose
GartenkalenderVorkultur: März, April; Aussaat: Mai, Juni, Juli; Blüte: Juli, August, September; Ernte: OktoberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilAussaatAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliBlüteBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: OktoberVorkulturAussaatBlüteErnte

Was deine Partner mit der Stockrose teilen müssen

Die Stockrose will Sonne, am liebsten volle Sonne, und kommt auch mit Halbschatten zurecht. Sie braucht gut durchlässigen, mäßig nährstoffreichen Boden; Kalk-, Lehm- und Sandboden sind geeignet. Partner suchst du deshalb unter den Sonnenstauden für durchlässige Böden.

Vor dem Pflanzen räumst du Wurzelunkräuter und Bodenverdichtungen aus, damit der Pflanzboden durchlässig wird. Wie du Licht, Bodenart und den passenden pH-Zielbereich einschätzt, beschreibt der Stauden-Überblick im Abschnitt Standort und Boden.

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Nach welchen Regeln ich Partner kombiniere

Ich gleiche bei jedem Partner vier Punkte mit der Stockrose ab: Licht, Boden, Wasser und Nährstoffe. Erst wenn diese passen, schaue ich auf Höhe, Farbe und Blütezeit.

Die Höhe ordnet das Beet. Bei einem Beet, das du von einer Seite aus siehst, stehen höhere Leitstauden hinten und niedrige Bodendecker vorn. In Mischpflanzungen kannst du einzelne Arten auch bewusst gruppieren und höhere Arten in Bändern anordnen. So taucht die Stockrose an mehreren Stellen auf und steht nicht nur als Reihe an der Wand.

Die Blütezeit verlängert das Bild. Die Stockrose blüht von Juli bis September, deshalb suchst du Partner, die davor, gleichzeitig oder danach blühen. Wer nur gleichzeitig Blühendes pflanzt, hat ein volles Beet im Hochsommer und lange Pausen davor und danach.

Luft gehört zur Planung. Ausreichender Abstand, gute Belichtung und Durchlüftung fördern das Abtrocknen der Blätter. Malvenrost wird durch Blattnässe gefördert, deshalb sollen Stockrosen sonnig und windoffen stehen. Wer dichte, hohe Partner direkt an den Stängel setzt, nimmt der Stockrose also genau die Luft, die ihr Rostrisiko senkt.

Achte auch darauf, ob ein Partner am Platz bleibt oder sich ausbreitet. Manche Bodendecker nehmen sich viel Raum und bedrängen dann schwachwüchsige Nachbarn.

Mini-Checkliste

Verträgt der Partner volle Sonne? Mag er gut durchlässigen, mäßig nährstoffreichen Boden? Passt seine Höhe zur Etage, in die er soll? Blüht er vor, mit oder nach der Stockrose? Bleibt er am Platz, oder breitet er sich aus?

Welche niedrigen Pflanzen passen vor Stockrosen?

Der Vordergrund deckt den Boden am Fuß der Stockrose und bringt Farbe in die untere Etage. Dafür eignen sich Polster, kompakte Stauden und einjährige Sommerblumen.

Polster und Bodendecker

Der Storchschnabel Geranium cinereum ‘Giuseppii’ wird 15 bis 20 cm hoch und blüht von Juni bis August. Er wächst auf trockenen bis frischen Böden in Sonne bis Halbschatten und deckt sich damit gut mit den Ansprüchen der Stockrose. Polsterphloxe der Subulata-Gruppe bleiben 5 bis 15 cm niedrig. Sie bilden im späteren Frühjahr je nach Sorte weiße, rosa oder violette Blütenpolster an der Beetkante.

Die Glockenblume Campanula poscharskyana bildet 15 bis 20 cm hohe Polster mit fast sternförmigen Blüten. Ihre Blüte fällt in den Juni und Juli, im September blüht sie noch einmal nach. Sie mag sonnige bis halbschattige Plätze auf trockenen bis frischen, gut durchlässigen Böden, breitet sich aber stark aus. Wer es ruhiger mag, nimmt Campanula portenschlagiana, die sich über kurze Ausläufer nur langsam ausdehnt.

An trockenen, warmen Rändern passt Blauschwingel. Seine blauen Laubpolster werden 10 bis 15 cm hoch, die Blütenstände ragen darüber hinaus. Zu hohe Bodenfeuchte verträgt Blauschwingel schlecht, an eine nasse Stelle gehört er also nicht.

Häufiger Fehler

Elfenblumen als Bodendecker vor die Stockrose setzen. Elfenblumen gehören zu den Stauden für schattige Standorte, die Stockrose will Sonne. Eine der beiden Pflanzen steht dann zwangsläufig am falschen Platz.

Niedrige Stauden

Frauenmantel (Alchemilla mollis) wird 30 bis 40 cm hoch und trägt im Frühsommer lockere, grünlich gelbe Blütenstände. Weil er konkurrenzstark ist, setzt du ihn nicht neben sehr schwachwüchsige Nachbarn. Die Gemeine Schafgarbe stellt im Garten keine besonderen Ansprüche an den Boden und füllt Lücken zwischen den Polstern.

Die Gämswurz Doronicum orientale wird 15 bis 40 cm hoch. Sie blüht im April und Mai auf sonnigen, trockenen bis frischen Böden, also lange vor der Stockrose. Kompakte Kokardenblumen der Arizona-Serie werden 20 bis 30 cm hoch. Sie brauchen Sonne und vertragen weder nasse Erde noch Staunässe. Die Sorte ‘Arizona Sun’ blüht von Juni bis September orange-rot mit leuchtend gelben Spitzen.

Einjährige Sommerblumen

Einjährige füllen Lücken und lassen sich jedes Jahr neu zusammenstellen. Die Ringelblume ‘reinorange’ ziehst du von April bis Ende Juni vor oder säst sie direkt, sie blüht dann von Juni bis Oktober. Die Sommerazalee (Clarkia amoena) wird 40 bis 60 cm hoch. Der einjährige Sommer-Phlox (Phlox drummondii) erreicht in der ‘Sommer-Phlox Mischung’ ebenfalls 40 bis 60 cm und blüht von Juni bis September.

Die ‘Federbusch Mischung’ der Celosie wird 50 bis 60 cm hoch, braucht Sonne und kommt nicht vor Mitte Mai ins Freiland. Für einen grasigen Saum säst du die einjährige Ziergräsermischung ‘Ikebana’ von März bis Mai direkt an ihren Platz.

Welche mittelhohen Partner schließen die Lücke?

Zwischen den Polstern und der 100 bis 200 cm hohen Stockrose braucht das Beet eine mittlere Etage. Sonst fehlt der Übergang vom Boden zur Blüte.

Stauden für den Hochsommer

Die Witwenblume Knautia macedonica ‘Red Knight’ wird 60 bis 80 cm hoch und blüht von Juli bis September rubinrot. Sie blüht damit zur selben Zeit wie die Stockrose, steht gern sonnig und gilt als trockenheitstolerant. Ein leichter Rückschnitt nach der ersten Blüte kann einen zweiten Flor fördern.

Der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea) wird 40 bis 100 cm hoch und steht sonnig auf frischem, nährstoffreichem Boden. Die Sorte ‘Roter Leuchtstern’ blüht von Juli bis Oktober und begleitet die Stockrose damit bis in den Herbst.

Kurz erklärt

Sonnenhut ist ein Gartenname für zwei Gattungen, Echinacea und Rudbeckia. Echinacea purpurea will einen sonnigen Platz, der Gewöhnliche Sonnenhut der Gattung Rudbeckia verträgt auch Halbschatten. Für Standort und Pflege zählt deshalb der botanische Name auf dem Etikett.

Echte Katzenminze (Nepeta cataria) wird 50 bis 100 cm hoch und gehört deshalb eher in die Mitte als an die Kante. Sie blüht von Juli bis September und will volle Sonne auf gut durchlässigem Boden. Weil sie sich ausbreiten kann, wird sie auch im Gefäß gezogen, um die Ausbreitung zu begrenzen. Die Koreanische Minze (Agastache rugosa) wird 80 bis 100 cm hoch, blüht von Juni bis Oktober violett und braucht einen sonnigen Platz.

Hohe Phlox-Paniculata-Hybriden werden je nach Sorte und Standort 60 bis 140 cm hoch. Sie blühen vom Hochsommer bis in den Herbst in Weiß, Rosa, Rot oder Lila und wirken in Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen. Phlox will aber stets frischen, nährstoffreichen, lehmig-humosen Boden, die Stockrose dagegen gut durchlässigen und mäßig nährstoffreichen. Neben Stockrosen passt Phlox also dort, wo der Boden auch im Sommer frisch bleibt; auf leichtem, trockenem Boden nimmst du für die Mitte besser die Witwenblume.

Gräser für Bewegung

Gräser bringen Bewegung zwischen die aufrechten Blütentürme. Die Rutenhirse (Panicum virgatum) ist auf lehmigem Boden sehr trockenheitsverträglich. Beim Lampenputzergras entscheidet die Art: Pennisetum orientale passt zu trockenen Standorten, Pennisetum alopecuroides zu frischen. Ziergräser pflanzt du am günstigsten im zeitigen Frühjahr, wenn sich der Boden schon erwärmt hat.

Chinaschilf der Miscanthus-Sinensis-Gruppe will frische bis feuchte, nährstoffreiche Böden. Die Stockrose braucht dagegen gut durchlässigen, mäßig nährstoffreichen Boden. Neben ihr passt Chinaschilf deshalb nur, wenn dein Beet von Natur aus frisch und nährstoffreich ist.

Welche hohen Begleiter stehen neben oder hinter Stockrosen?

Hohe Partner geben der Stockrose einen Hintergrund oder stellen sich auf gleicher Höhe daneben. Die Tabelle zeigt, was sie mitbringen und worauf du achtest.

Partner Höhe Wann er wirkt Worauf du achtest
Reitgras ‘Karl Foerster’ (Calamagrostis x acutiflora) Laub etwa 100 cm, Blüte etwa 180 cm, Breite etwa 50 cm Blüte ab Mitte Juni, aufrechte Gestalt bis in Herbst und Winter wird auch als Gräserpartner für Indianernesseln empfohlen
Riesen-Federgras Blütenhalme bis zu 2 m Blüte im Juli und August, Zierwirkung bis in den Winter reicht an die Höhe der Stockrose heran
Myrten-Aster ‘Pink Star’ 100 bis 130 cm Blüte im September und Oktober sonniger Platz mit frischem Boden
Roter Fingerhut (Digitalis purpurea) 80 bis 150 cm Blüte im Juni und Juli giftig; bevorzugt Halbschatten, volle Sonne ist möglich
Wilde Karde (Dipsacus fullonum) zweijährig, Blütenstängel erst im zweiten Jahr Blüte im Juli und August, Fruchtstände über Winter Sonne oder Halbschatten, mäßig nährstoffreicher Boden; kann verwildern

Hoher Staudenrittersporn lässt sich ebenfalls neben oder hinter Stockrosen setzen. Er braucht tiefgründigen, lehmigen, humusreichen Boden mit gutem Wasserspeicher. Sein Wurzelsystem ist flach, deshalb reagiert er empfindlich auf Wassermangel, während vorgezogene Stockrosen tief reichende Wurzeln bilden. Teilen sich beide ein Beet, richtest du das Gießen in Trockenperioden nach dem Rittersporn und wässerst kräftig und durchdringend.

Gehölze und Rankgerüste hinter dem Beet planst du so ein, dass sie der Stockrose keine Sonne nehmen.

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Farbenspiele mit Stockrosen

Bei der Farbe gebe ich der Stockrose zuerst eine Rolle: Sie ist Hauptfarbe, Kontrast oder Teil einer Farbfamilie. Danach suche ich die Partner aus.

Ton in Ton

Für ein ruhiges, einfarbiges Bild wiederholen die Partner den Ton der Stockrose. Zu hellen Stockrosen passen weiß blühende Phlox-Paniculata-Hybriden in der Mitte und weißer Polsterphlox an der Kante. Die Fingerhut-Mischung ‘Excelsior’ bringt Rosa, Weiß und Lila und schließt an rosa Stockrosen an. Ein dunkles Bild baust du mit der Stockrose ‘Nigra’ auf, die tief schwarzrote Blüten trägt. Die rubinrote Witwenblume ‘Red Knight’ greift diesen Ton in der Mitte auf.

Kontraste

Wer Spannung will, setzt eine Gegenfarbe daneben. Die Kokardenblume ‘Arizona Sun’ blüht orange-rot mit leuchtend gelben Spitzen und hebt sich deutlich von rosa oder dunklen Stockrosen ab. Das Mädchenauge Coreopsis grandiflora ‘Sunfire’ trägt goldgelbe Blüten mit tiefrotem Fleck und mag einen vollsonnigen Platz ohne Staunässe. Ruhiger wirkt Frauenmantel, dessen grünlich gelbe Blütenstände vor der dunklen ‘Nigra’ stehen können.

Kühle Töne

Violette und blaue Partner legen eine kühle Ebene unter warme Stockrosenfarben. Die Koreanische Minze blüht violett in der Mitte. Die Glockenblume Campanula portenschlagiana trägt im Früh- und Hochsommer violette Glocken auf 10 bis 20 cm hohen Polstern. Blauschwingel bringt mit seinem blauen Laub einen kühlen Rand, auch wenn gerade nichts blüht.

Marias Erfahrung

Ich stelle die Töpfe der Partner vor dem Pflanzen neben die Stockrose und gehe zu dem Weg zurück, von dem aus ich das Beet am häufigsten sehe. Erst wenn die Farben von dort zusammenpassen, setze ich die Pflanzen ein.

Stockrosen nach Gartenstil kombinieren

Bauerngarten

Im Bauerngarten passen Partner, die selbst für diesen Gartentyp geeignet sind: Echte Katzenminze, Indianernessel und Roter Fingerhut. Die Bartnelkenmischung ‘Einfache Prachtmischung’ blüht im zweiten Standjahr von Juni bis August und leitet zur Stockrosenblüte über. Ringelblumen ergänzen das Bild mit Orange bis in den Oktober. Roter Fingerhut wirkt als geschlossene Gruppe aus 10 bis 20 Pflanzen.

Achtung

Roter Fingerhut ist in Blättern, Blüten und Samen giftig, weil er herzwirksame Glykoside wie Digitoxin enthält. Er wird nicht gegessen. Trag bei der Arbeit Handschuhe, denn auch Hautallergien sind möglich. Haben Kinder oder Haustiere Zugang zum Beet, prüfe, ob du auf ihn verzichtest. Hat jemand vermutlich Pflanzenteile aufgenommen, rufst du ein Giftinformationszentrum oder ärztliche Hilfe an und löst kein Erbrechen aus; bei Tieren holst du sofort tierärztliche Hilfe.

Staudenpfingstrosen können bei passendem Standort mehrere Jahrzehnte am selben Platz wachsen. Die Stockrose ist dagegen zweijährig oder kurzlebig mehrjährig. Plane die Pfingstrose deshalb als festen Punkt und die Stockrose als Partner, den du immer wieder nachziehst. Beide brauchen Sonne, die Pfingstrose will dazu nährstoffreichen, lehmigen und gut durchlässigen Boden ohne Staunässe.

Stockrosen säst du von Mai bis Juli; die Monate für weitere Stauden findest du im Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser. Vorgezogene Sämlinge vereinzelst du nach dem Auflaufen und setzt sie früh ins Freiland, weil ihre Wurzeln tief reichen.

Naturgarten

Im naturnahen Garten setzt du Stockrosen zu Wildstauden, Zweijährigen und Gräsern. Die Wilde Karde bildet im ersten Jahr eine Blattrosette und im zweiten den Blütenstängel, geblüht wird im Juli und August. Ihre Fruchtstände dürfen über Winter stehen, denn der Stieglitz frisst im Winter ihre Samen. Die Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) wird 30 bis 80 cm hoch, blüht blauviolett und bevorzugt trockene, sonnige Plätze. Beim Roten Sonnenhut ‘Roter Leuchtstern’ bleiben die Samenstände als Winterschmuck und Vogelnahrung stehen, und die Rutenhirse ergänzt das Bild als Gras.

Für Insekten zählen offene, ungefüllte Blüten, und Wildbienen brauchen neben Nahrung auch Nistplätze, etwa in Pflanzenstängeln. Wie Stockrosen die Artenvielfalt im naturnahen Garten fördern, beschreibt der Ratgeber dazu.

Sommerliches Präriebeet

Für ein sonniges Präriebeet kombinierst du Stockrosen mit Partnern, die sich schon untereinander ergänzen. Zum Roten Sonnenhut passen Rutenhirse und Indianernesseln. Indianernesseln selbst lassen sich mit Phlox paniculata, Echinacea purpurea und der Prachtscharte Liatris spicata zu sommerlichen Staudenbildern verbinden. Als Gräser kommen Rutenhirse und Reitgras dazu. In einer vergleichenden Sichtung war keine geprüfte Indianernessel vollständig widerstandsfähig gegen Echten Mehltau oder Blattflecken, plane also auch für sie Luft ein.

Passt dazu

Rund um die Indianernessel lohnt ein eigener Blick, nämlich darauf, welche Begleitpflanzen zur Indianernessel passen.

Formaler Garten

Im formalen Garten stehen Stockrosen in klaren Reihen oder symmetrisch zu einer Achse. Davor passt eine Reihe Lavendel, der einen sonnigen, warmen Platz mit gutem Wasserabzug braucht und im Winter am besten trocken steht. Rosen ergänzen das Bild, sie mögen leicht sandigen Lehm mit Humus im Oberboden. Lavendel wird sparsam gedüngt, Rosen bekommen eine Frühjahrs- und eine Sommerdüngung. Teilen sich beide das Beet mit Stockrosen, düngst du deshalb gezielt an der Rose und nicht flächig über die ganze Reihe. An exponierten Stellen bekommt jede Stockrose eine Stütze, damit die Reihe gerade bleibt.

Abstände und Anordnung im Beet

Stockrosen setzt du in der Reihe mit 30 bis 40 cm Abstand. Zwischen zwei Reihen bleiben 40 cm frei. Jede Pflanze wächst einzeln aufrecht und wird 30 bis 60 cm breit; an exponierten Stellen bekommt sie eine Stütze.

Zahl im Blick

Stockrose in der Reihe 30 bis 40 cm, Reihenabstand 40 cm, Wuchsbreite 30 bis 60 cm, Höhe 100 bis 200 cm, Blüte Juli bis September.

Pflanze In der Reihe Zwischen den Reihen Platz im Beet
Gewöhnliche Stockrose 30 bis 40 cm 40 cm hinten oder in Bändern, einzeln aufrecht
Gemeine Schafgarbe 30 cm 30 cm vorn, flächig
Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea) 20 bis 50 cm 40 bis 50 cm Mitte
Roter Fingerhut 30 bis 40 cm 40 bis 50 cm hinten, als Gruppe aus 10 bis 20 Pflanzen
Hoher Phlox 40 bis 50 cm keine Angabe Mitte, in Gruppen aus 3 bis 5 Pflanzen
Blauschwingel 35 bis 45 cm zwischen mehreren Horsten keine Angabe vorn an der trockenen Kante

Für eine standortgerecht zusammengestellte Staudenmischpflanzung liegt die Orientierung bei 7 bis 10 Pflanzen/m². Wie dicht du am Ende pflanzt, hängt vom Standort und von der Wirkung ab, die du willst. Mittelhohe bis hohe Stauden wie Phlox, Lupinen, Iris und Astern ordnest du in Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen an.

Ich stecke die Pflanzplätze vorher mit Stäben ab und messe die Abstände mit dem Zollstock nach. Etagen und Abstände kannst du vorab im Beetplaner für dein Staudenbeet skizzieren. Wie du Stockrosen im Staudenbeet als senkrechte Akzente gruppierst und staffelst, zeigt der Ratgeber dazu.

Saisonale Aspekte: Was vor und nach der Stockrose blüht

Frühjahr

Bis die Stockrose im Juli aufblüht, tragen Frühblüher das Beet. Die Gämswurz blüht im April und Mai, Polsterphlox im späteren Frühjahr. Das Blaukissen ‘Superbissima Mischung’ wird 10 bis 20 cm hoch, blüht im April und Mai in Blau-, Violett- und Rosatönen und eignet sich für sonnige Beet- und Wegeinfassungen. Krokusse ergänzen im Frühjahr das Nahrungsangebot für Bienen.

Sommer

Roter Fingerhut blüht im Juni und Juli, die Stockrose von Juli bis September. Setzt du beide zusammen, übernimmt die Stockrose im Juli genau dort, wo der Fingerhut ausklingt. Das Reitgras ‘Karl Foerster’ blüht schon ab Mitte Juni, Witwenblume und Katzenminze blühen mit der Stockrose zusammen. Hoher Phlox trägt das Bild vom Hochsommer bis in den Herbst.

Herbst

Im September und Oktober übernimmt die Myrten-Aster ‘Pink Star’. Der Rote Sonnenhut ‘Roter Leuchtstern’ blüht bis in den Oktober. Ungefüllte Dahlien und Astern ergänzen im Spätsommer und Herbst das Nahrungsangebot für Bienen. Bei der Stockrose reifen jetzt die Samen: Sie sind erntereif, wenn die Kapsel trocken ist und sich leicht öffnen lässt. Danach lagerst du sie trocken und dunkel bis zur nächsten Aussaat.

Winter

Standfeste Stängel und Fruchtstände dürfen über Winter stehen bleiben. In sommergrünen Staudenpflanzungen schneidest du sie erst im Spätwinter zurück. Reitgras und Riesen-Federgras bleiben bis in den Winter wirksam, und die Fruchtstände der Wilden Karde dienen Vögeln als Futter. Reste rostkranker Stockrosen sammelst du dagegen aus dem Beet und beseitigst sie. Bevor du Stockrosenstängel stehen lässt, schaust du dir deshalb im Herbst die Blattunterseiten an. Ich lasse an einer Beetecke einen Teil der gesunden Stängel stehen und räume den Rest im Spätwinter ab.

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Pflege im gemischten Beet

Stockrosen der Serie ‘Spring Celebrities’ versorgst du im Frühjahr mit Kompost oder etwas organischem Gartendünger. Prüf im Sommer die Blattunterseiten, denn gelbe bis rötlichbraune Flecken mit Rostpusteln können auf Malvenrost hinweisen. Wie du Stockrosen übers ganze Jahr pflegst, steht im Pflege-Ratgeber.

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Häufige Fragen

Welche Begleitpflanzen passen in niedrigen Beetbereichen zu Stockrosen?
Vor Stockrosen passen niedrige Partner, die ebenfalls Sonne und durchlässigen Boden vertragen. Dazu gehören der Storchschnabel Geranium cinereum ‘Giuseppii’, Frauenmantel, Polsterphlox und die Glockenblume Campanula poscharskyana. Für Sommerfarbe kommen kompakte Kokardenblumen der Arizona-Serie oder einjährige Ringelblumen dazu. Elfenblumen sind dagegen Schattenstauden und passen nicht vor eine sonnige Stockrose.
Wie lassen sich Stockrosen in Gartenstile wie Bauerngarten oder Naturgarten integrieren?
Im Bauerngarten passen Echte Katzenminze, Indianernessel, Bartnelken, Ringelblumen und der giftige Rote Fingerhut zu Stockrosen. Im Naturgarten ergänzen Wilde Karde, Witwenblumen, Roter Sonnenhut und Gräser wie die Rutenhirse die hohen Blütentürme. Im formalen Garten stehen Stockrosen hinter einer Lavendelreihe oder neben Rosen. In jedem Stil sollten die Partner Sonne und durchlässigen Boden mit der Stockrose teilen.
Auf welche Höhe können Stockrosen wachsen und welche Blütezeit haben sie?
Die Gewöhnliche Stockrose (Alcea rosea) wird 100 bis 200 cm hoch. Die schwarzrot blühende Sorte ‘Nigra’ erreicht etwa 150 bis 200 cm. Stockrosen blühen von Juli bis September. Bei manchen Saatgutmischungen kann eine frühe Anzucht unter Glas oder auf der Fensterbank schon im ersten Standjahr eine Blüte ermöglichen.
Welche Farbharmonien passen bei der Gestaltung mit Stockrosen?
Für ein Ton-in-Ton-Bild wiederholen die Partner die Farbe der Stockrose. Zu hellen Stockrosen passt weißer Phlox, zur schwarzroten ‘Nigra’ die rubinrote Witwenblume ‘Red Knight’. Kontraste setzen die orange-rot und gelb blühende Kokardenblume ‘Arizona Sun’ oder das goldgelbe Mädchenauge ‘Sunfire’. Kühle Töne bringen die violett blühende Koreanische Minze und das blaue Laub des Blauschwingels.
Wie entwickeln sich Stockrosen über die Jahreszeiten und welche saisonalen Aspekte sind zu beachten?
Bis zur Stockrosenblüte tragen Frühblüher wie Gämswurz, Polsterphlox und Blaukissen das Beet, im Juni und Juli kann Roter Fingerhut überleiten. Von Juli bis September blüht die Stockrose, danach übernehmen die Myrten-Aster ‘Pink Star’ und der Rote Sonnenhut ‘Roter Leuchtstern’. Die Stockrosensamen sind reif, wenn die Kapsel trocken ist und sich leicht öffnen lässt. Gesunde Stängel dürfen über Winter stehen bleiben, Reste rostkranker Stockrosen sammelst du dagegen aus dem Beet.
Welchen Pflanzabstand brauchen Stockrosen?
Stockrosen setzt du in der Reihe mit 30 bis 40 cm Abstand. Zwischen zwei Reihen bleiben 40 cm frei. Eine Pflanze wird 30 bis 60 cm breit und wächst einzeln aufrecht, an exponierten Stellen mit Stütze. Partner pflanzt du nicht zu dicht an den Stängel, weil ein sonniger, windoffener Stand das Risiko für Malvenrost senkt.
Stimmt es, dass Stockrosen sehr anfällig für Krankheiten sind?
Pauschal lässt sich das nicht sagen, auf Malvenrost solltest du aber achten. Gelbe bis rötlichbraune Blattflecken zusammen mit Rostpusteln auf der Blattunterseite können auf Rostbefall hinweisen. Vorbeugend stehen Stockrosen sonnig und windoffen, weil Blattnässe den Befall fördert. Reste rostkranker Pflanzen sammelst du aus dem Beet und beseitigst sie, und für eine Teilung nimmst du nur rostfreie Exemplare.
Welche Standortansprüche haben Stockrosen bezüglich Boden und Lichtbedingungen?
Stockrosen wollen Sonne, am liebsten volle Sonne, und kommen auch mit Halbschatten zurecht. Der Boden soll gut durchlässig und mäßig nährstoffreich sein. Kalk-, Lehm- und Sandboden sind geeignet. An exponierten Stellen brauchen die hohen Stängel gegebenenfalls eine Stütze.
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