Schafgarbe pflegen: Standort, Aussaat und Schnitt für lange Blüte
- Standort sonnig und eher trocken, lehmiger oder sandiger, gut durchlässiger Boden, pH 6 bis 8.
- Lichtkeimer: Samen nur andrücken, Keimung bei 15 °C in 10 bis 14 Tagen, Vorkultur im Februar oder März.
- Pflanzabstand 30 cm in der Reihe, Reihenabstand ebenfalls 30 cm.
- Gießen vor allem in der Anwachsphase bei anhaltender Trockenheit, morgens direkt im Wurzelbereich.
- Mäßig und ausgewogen düngen, übermäßigen Stickstoff vermeiden, ab dem Spätsommer keinen Stickstoff mehr.
- Verblühtes abschneiden verlängert die Blüte, Rückschnitt im Spätwinter auf 3 bis 5 cm über dem Boden.
- Lässt die Blüte nach, kann nach 3 bis 5 Jahren eine Teilung mit Neupflanzung nötig werden.

Schafgarbe blüht von Juni bis Oktober und verlangt dafür wenig: Sonne, durchlässigen Boden und keinen Überfluss an Stickstoff. Übermäßiger Stickstoff kann schwache, umknickende Stängel verursachen, und länger anhaltende Staunässe kann Wurzelfäule begünstigen. Ich gieße meine Schafgarben deshalb erst nach der Fühlprobe im Boden und dünge mit Maß. Hier liest du, wie du sie säst, pflanzt, teilst, gießt, düngst, schneidest und überwinterst und woran du Krankheiten früh erkennst.
Welcher Standort passt zur Schafgarbe?
Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) will einen sonnigen, eher trockenen Platz und verträgt sommerliche Trockenheit. Passend sind lehmige oder sandige, gut durchlässige Böden mit einem pH-Wert von 6 bis 8, und auch nährstoffarme Erde verträgt sie. Im Ratgeber dazu liest du, wie du Licht, Drainage und pH-Wert für die Schafgarbe prüfst und den Platz vorbereitest.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Ein sonniger, eher trockener Standort ist geeignet; sommerliche Trockenheit wird vertragen.
- Bodenart
Lehmige oder sandige, gut durchlässige Böden sind geeignet; auch nährstoffarme Böden werden vertragen.
- Bodenreaktion
Böden mit einem pH-Wert von 6–8 sind geeignet.
- Substrat
Für die Aussaat eignet sich normale Anzuchterde.
- Anbauort
Die Pflanze eignet sich für naturnahe Freiflächen und als Rasenersatz in wenig betretenen Bereichen. Die Wildart kann sich an Beeträndern stark ausbreiten.
Pflege
- Pflege
Verblühtes entfernen, um die Blüte zu verlängern und Selbstaussaat einzudämmen; auch auf die Ausbreitung durch unterirdische Ausläufer achten.
- Düngung
Für Schafgarbe im Schnittblumenanbau reicht in der Regel eine mäßige, ausgewogene Düngung. Übermäßigen Stickstoff vermeiden: Er kann schwache und umknickende Stängel, schlechtere Blütenqualität und zu starkes Blattwachstum verursachen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze wächst als ausdauernde, krautige Staude.
- Verwendung
Die Pflanze eignet sich als Schnitt- und Trockenblume sowie als Bodendecker in naturnahen Pflanzungen.
Wie säst du Schafgarbe aus?
Schafgarbe ist ein Lichtkeimer, ihre Samen kommen also nicht unter die Erde. Du streust sie auf das Substrat und drückst sie nur an. Ein Saatgutanbieter rät abweichend dazu, die Samen mit der ein- bis zweifachen Samendicke zu bedecken. Ich richte mich nach der Angabe auf der Tüte der jeweiligen Sorte.
Lichtkeimer brauchen Licht, um zu keimen. Deshalb bleibt die Saat an der Oberfläche liegen, statt mit Erde bedeckt zu werden.
| Aussaat und Pflanzung | Wert |
|---|---|
| Saattiefe | 0 cm, Samen nur andrücken |
| Keimtemperatur | 15 °C, ein weiteres Saatgutprofil nennt eine Aussaat bei 20 °C |
| Keimdauer | 10 bis 14 Tage, bei 20 °C wird auch eine Keimung innerhalb von 3 Monaten beschrieben |
| Vorkultur | Februar oder März |
| Pflanzabstand in der Reihe | 30 cm |
| Reihenabstand | 30 cm |
| Wuchs | frei stehende Staude ohne Rankhilfe, Wuchshöhe 60 cm |
Vorkultur auf der Fensterbank
Vorziehen kannst du Schafgarbe im Februar oder März. Ich säe in Schalen mit normaler, salzarmer AnzuchterdeAnzuchterde ist eine nährstoffarme, feinkrümelige Erde für die Aussaat und das Vorziehen junger Pflanzen. Die geringe Nährstoffmenge regt die zarten Wurzeln zum Wachsen an., aus denen überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Während QuellungQuellung ist die Wasseraufnahme eines trockenen Samens und der erste Schritt der Keimung. Der Same schwillt dabei an, bis der innere Druck die Samenschale öffnet und die Keimwurzel austreten kann. und Keimung halte ich das Substrat ständig feucht. Eine Abdeckung nehme ich ab, sobald sich der erste Keimling zeigt. Die Schale steht dann hell, aber geschützt vor praller Sonne.
Zeigt sich nach der üblichen Keimdauer noch nichts, gib der Schale mehr Zeit, statt sie gleich zu leeren. Stehen die Sämlinge zu dicht, vereinzele ich sie nach den ersten Laubblättern mit dem PikierstabDer Pikierstab ist ein Werkzeug zum Pikieren: Mit ihm bohrst du Pflanzlöcher in die Erde, hebst Sämlinge vorsichtig aus dem Aussaatgefäß und drückst ihre Wurzel ins neue Loch.. Dabei halte ich sie fest, ohne an den KeimblätternKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen. zu ziehen. Vor dem Auspflanzen härte ich die Jungpflanzen etwa eine Woche an einem hellen, windgeschützten und schattigen Platz ab.
Aussaat direkt ins Beet
Draußen streue ich die Samen auf ein ebenes, feinkrümeliges Saatbett ohne Wurzelunkräuter und drücke sie an. Ich warte damit, bis sich der Boden spürbar erwärmt hat, denn die Samen keimen bei 15 °C. Bis die Keimlinge erscheinen, bleibt die Fläche gleichmäßig feucht. Deine Termine im Staudenbeet behältst du mit dem Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken im Blick.
Wann und wie pflanzt du Schafgarbe?
Den Pflanztermin mache ich am Boden fest, nicht am Kalender. Ich setze die Schafgarbe, wenn das Beet ausreichend abgetrocknet ist und sich mit Grabgabel oder Krail lockern lässt. Vorher entferne ich Wurzelunkräuter und beseitige Verdichtungen, damit ein durchlässiger Pflanzboden entsteht.
Den Topfballen tauchst du vor dem Pflanzen ganz in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Dann setzt du die Pflanze so, dass 1 cm Erde den Wurzelballen bedeckt. In der Reihe bekommt jede Pflanze 30 cm Abstand. Zwischen den Reihen bleiben ebenfalls 30 cm frei, und die Schafgarbe wächst dort als frei stehende Staude ohne Rankhilfe.
Rechne beim Planen damit, dass sie sich über Rhizome ausbreitet. Die Wildart kann dabei stark in die Beetränder vordringen. Wie die Abstände in deinem Beet aufgehen, kannst du im Beetplaner für dein Staudenbeet durchspielen.
Schafgarbe im Topf
Schafgarbe eignet sich auch für Gefäße. Der Topf braucht freie Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Strukturstabile Kübelpflanzenerde beugt Verdichtung und Vernässung im unteren Gefäßbereich vor.
Wie vermehrst du Schafgarbe durch Teilung?
Lässt die Blühleistung einer älteren Schafgarbe nach, kann nach 3 bis 5 Jahren eine Teilung mit Neupflanzung nötig werden. Ich steche den Wurzelstock dafür mit dem Spaten aus und zerteile ihn in etwa faustgroße Stücke. Jedes Teilstück braucht mindestens 1 austriebsfähiges Auge oder eine vitale Triebspitze. Deshalb teile ich erst, wenn ich die Augen am Wurzelstock erkennen kann. Die Stücke setze ich wie Jungpflanzen ins vorbereitete Beet und gieße sie an.
Nachkommen aus selbst geernteten Samen von Hybridsorten können deutlich von der Mutterpflanze abweichen. Willst du eine bestimmte Gartensorte erhalten, vermehrst du sie deshalb über Teilstücke und nicht über eigene Samen.
Im Sommer stecke ich ein Schild neben jede Schafgarbe, deren Blüte nachlässt. Beim Teilen weiß ich dann, welche Pflanzen an der Reihe sind.
Wie viel Wasser braucht Schafgarbe?
Schafgarbe mag es eher trocken und verträgt sommerliche Trockenheit. Nach der Pflanzung reicht das aber nicht: Auch trockenheitsverträgliche Stauden müssen in der Anwachsphase bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend gewässert werden. Wer eine frisch gesetzte Schafgarbe wegen ihrer Trockenheitsverträglichkeit gar nicht gießt, spart also genau in der Phase am Wasser, in der sie einwurzelt.
Einen festen Gießrhythmus gibt es nicht, denn wie oft du gießt, hängt an Pflanzenbedarf, Bodenart und Witterung. Vor dem Gießen prüfe ich die Feuchte unter der Oberfläche. Dafür hebe ich mit dem Spaten eine Scholle aus und schaue und fühle, ob der Wurzelraum noch feucht ist.
Gießt du, dann morgens und direkt im Wurzelbereich, ohne die Blätter zu benetzen. So trocknet das Laub schneller ab, und das kann die Gefahr von Blattkrankheiten verringern. Gieß lieber seltener und durchdringend, bevor der noch leicht feuchte Untergrund ganz austrocknet. Eine durchdringende Gabe befeuchtet tiefere Wurzelschichten besser als viele kleine.
Neu angelegte Staudenpflanzungen wässerst du während der ersten 1 bis 2 Vegetationsperioden bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend, mit etwa 25 l/m² je Gießgang. Das ist ein Wert für die Fläche, keine Menge je Pflanze.
Im Topf kann die Oberfläche torffreier Erde schneller abtrocknen als die Schichten darunter. Prüfe deshalb vor dem Gießen die Feuchte im unteren Substratbereich oder hebe das Gefäß an.
Wie düngst du Schafgarbe richtig?
Für Schafgarbe im Schnittblumenanbau reicht in der Regel eine mäßige, ausgewogene Düngung. Im Garten verträgt sie auch nährstoffarme Böden. Vorsicht gilt beim Stickstoff: Zu viel davon kann schwache und umknickende Stängel, schlechtere Blüten und zu starkes Blattwachstum verursachen.
Was dein Boden schon mitbringt, zeigt eine Bodenuntersuchung, und danach richtest du die Düngung aus. Nährstoffe aus Kompost rechnest du dabei mit. Wer regelmäßig Kompost gibt, lässt den Boden alle 4 bis 5 Jahre auf Phosphor- und Kaliumanreicherungen untersuchen. Kompost bringe ich im Spätwinter oder Frühjahr aus und nicht im Herbst, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird.
Hornspäne enthalten typischerweise 10 bis 14 % Stickstoff und gehören damit zu den stickstoffbetonten Düngern. Bei der Schafgarbe greife ich deshalb nicht routinemäßig zu ihnen.
Schafgarbe blüht bis in den Oktober, trotzdem bekommt sie ab dem Spätsommer keinen zusätzlichen Stickstoff mehr. Mehrjährige Gartenpflanzen sollen dann ausreifen, und zu späte oder zu reichliche Düngung erhöht bei Stauden die Gefährdung im Winter. Wer im Spätsommer für die letzten Blüten nachdüngt, kann also die Überwinterung gefährden.
Mehr Phosphor bringt mehr Blüten? Phosphor dient dem Energiehaushalt, der Erbsubstanz und den Zellmembranen, ist aber kein pauschaler Blühverstärker. Bei der Schafgarbe achtest du stattdessen darauf, den Stickstoff nicht zu übertreiben.
Hacken oder mulchen: Wie pflegst du den Boden?
Ist das Beet angelegt, lasse ich die Hacke liegen. In einer Staudenmischpflanzung stört Hacken die Entwicklung der Stauden und den FlächenschlussFlächenschluss ist der Zustand, in dem Stauden, Gräser oder Bodendecker einer Pflanzung so weit zusammengewachsen sind, dass sie eine geschlossene Pflanzendecke bilden und kaum noch offener Boden zu sehen ist.. Beikraut ziehe ich stattdessen von Hand heraus.
Beim Mulch entscheidet das Material. Mineralischer Mulch aus Kies oder Splitt eignet sich besonders für sonnig-trockene Pflanzungen mit mageren, durchlässigen Böden, also für den Platz, den die Schafgarbe mag. Auf leichten, nährstoffarmen Böden kann organischer Mulch zudem unerwünschte Nährstoffe zuführen.
Für Staudenpflanzungen der trockenen Freifläche, Felssteppe und Steppenheide hat sich eine mineralische Mulchschicht von mindestens 5 cm bewährt, besser 7 cm. Die Körnung von Kies oder Splitt liegt dabei bei 8 bis 16 mm.
Rindenmulch als Standard für jedes Beet. Roher Rindenmulch bindet Stickstoff und ist für junge Staudenpflanzungen ungeeignet. Für trockenheitsliebende Pflanzen im Kiesbeet passt er wegen des feucht-sauren Milieus ebenfalls nicht. Auch Stroh gehört zu den stickstoffarmen Mulchstoffen, die Stickstoff im Boden binden können.
Wie schneidest du Schafgarbe für eine lange Blüte?
Verblühtes laufend abschneiden
Verblühte Blütenstände schneide ich ab, sobald sie welken. Das verlängert die Blüte der Schafgarbe und dämmt zugleich die Selbstaussaat ein. Der Grund: Samenbildung kann bei vielen Stauden weitere Blüten vermindern. Ich setze die Schere unter der welken Dolde am Stiel an, über dem nächsten gesunden Blatt. Willst du eigenes Saatgut gewinnen, lässt du gezielt ein paar Dolden ausreifen.
Rückschnitt im Spätwinter
Im Herbst schneide ich die Schafgarbe nicht zurück. Abgestorbene Stängel und Blätter bilden einen natürlichen Winterschutz. Standfeste Stängel und Fruchtstände dürfen in sommergrünen Staudenpflanzungen bis zum Spätwinter stehen bleiben. Dann schneidest du die abgestorbenen Triebe zurück, im Hausgarten auf 3 bis 5 cm über dem Boden. Einen Teil der dürren Stängel kannst du auch das ganze Jahr stehen lassen, damit Insekten weiter Unterschlupf finden.
Ausbreitung im Griff behalten
Schafgarbe breitet sich über Rhizome aus. Am Beetrand steche ich deshalb mit dem Spaten ab, was über die Kante wandert.
Schafgarbe im Jahreslauf
- Februar oder März: auf der Fensterbank vorziehen
- Spätwinter: abgestorbene Triebe auf 3 bis 5 cm zurückschneiden, Kompost bei Bedarf ausbringen
- Sommer: Verblühtes abschneiden, Neupflanzungen bei anhaltender Trockenheit durchdringend gießen
- ab dem Spätsommer: keinen Stickstoff mehr geben
- Herbst: Stängel stehen lassen, Kübel isolieren und Untersetzer entfernen
Braucht Schafgarbe Winterschutz?
Die Gemeine Schafgarbe ist winterhart. Im Beet lässt du ihr die abgestorbenen Stängel und Blätter bis zum Spätwinter als natürlichen Schutz. Achte außerdem auf einen Boden ohne Staunässe. Länger anhaltende Staunässe verursacht Sauerstoffmangel im Wurzelbereich und kann Wurzelfäule begünstigen.
Im Kübel sieht es anders aus, denn auch winterharte Pflanzen können dort erfrieren, wenn der Wurzelballen durchfriert. Ich umhülle den Topf deshalb mit einer isolierenden Schicht und achte darauf, dass Gießen und Wasserabfluss möglich bleiben. An frostfreien Tagen gieße ich bei Bedarf, gedüngt wird im Winter nicht.
Entferne im Winter den Untersetzer unter der Topfschafgarbe. Stehendes Wasser und Frostwechsel können sonst den Wurzelballen schädigen.
Welche Krankheiten und Schädlinge treten an Schafgarbe auf?
Beim AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung. kontrolliere ich meine Schafgarben gleich mit: Blattoberseiten, Blattunterseiten und den Stängelgrund.
Pilzkrankheiten: Mehltau und Fäulnis
Ein weißer, mehlartiger Belag auf den Blättern kann auf Echten Mehltau hindeuten. Auf trockenes Wetter verlässt du dich dabei besser nicht, denn Mehltaupilze können schon bei 70 % relativer Luftfeuchte keimen. Bei beginnendem Befall entfernst du erkrankte Blätter und schneidest befallene Triebe bis ins gesunde Gewebe zurück. Das kann die Ausbreitung bremsen, verhindert sie aber nicht sicher.
Welken Triebe, obwohl der Boden feucht ist, können Wurzel- oder Stängelgrundfäulen dahinterstecken. Ihre Erreger finden bei anhaltender Bodenfeuchtigkeit und schlechter Durchlüftung des Bodens günstige Bedingungen. Bei einer Pflanze, die es eher trocken mag, prüfst du deshalb zuerst DrainageDrainage bedeutet, dass überschüssiges Wasser aus der Erde abfließen kann, damit keine Staunässe entsteht. Im Pflanzgefäß sorgen dafür Abzugslöcher und eine grobe Drainageschicht, etwa aus Tonscherben oder Blähton. und Gießverhalten. Schere und Werkzeug, die mit kranker Erde in Berührung kamen, reinige ich danach, damit ich Erreger möglichst nicht weitertrage.
Schädlinge: Blattläuse, Spinnmilben und Schnecken
Sitzen Blattläuse an den Triebspitzen, spritze ich sie bei schwachem Befall mit einem Wasserstrahl ab. An Zierpflanzen genügt das häufig.
Spinnmilben sind erwachsen nur etwa 0,5 bis 0,7 mm groß. Im Freiland werden sie besonders in trockenen, warmen Sommerperioden zum Problem. Das ist genau das Wetter, das die Schafgarbe an ihrem sonnigen, trockenen Platz gut verträgt, deshalb schaue ich in solchen Phasen genauer auf die Blätter.
Junge Pflanzen kontrolliere ich auf Schneckenfraß und sammle die Tiere ab. Ein Schneckenzaun schützt das Beet nur dann zuverlässig, wenn du auch innerhalb der Umzäunung weiter absammelst. Weinbergschnecken sind geschützt, sie lässt du in Ruhe.
Gegen Echten Mehltau helfen bei anfälligen Stauden vorbeugend ausreichende Pflanzabstände, gute Belichtung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Wie du Schritt für Schritt vom Vorbeugen über das Kontrollieren bis zum Eingreifen vorgehst, zeigt der Abschnitt über Krankheiten und Schädlinge im Staudenbeet.
Welche Arten gibt es, und wofür eignet sich Schafgarbe noch?
Neben der Gemeinen Schafgarbe findest du weitere Arten und Sorten, die sich in Blüte, Standort und Verwendung unterscheiden. Die Gemeine Schafgarbe duftet und eignet sich als Schnitt- und Trockenblume. Im Ratgeber dazu siehst du, welche Schafgarben-Arten und Sorten zu Beet und Vase passen.
Der Schafgarbe werden Heilwirkungen nachgesagt. Schafgarbe ist im Beet eine Zierstaude und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Pflanzen aus Garten oder Natur, die nicht sicher als essbar bestimmt sind, isst du nicht.
Im Naturgarten gilt die Gemeine Schafgarbe als nützlingsfreundlich und dient in naturnahen Pflanzungen auch als BodendeckerBodendecker sind niedrige, flächig wachsende Pflanzen, die in größeren Gruppen gepflanzt eine dichte Pflanzendecke bilden. Sie bedecken den Boden und lassen unerwünschten Wildkräutern wenig Platz., als Rasenersatz aber nur in wenig betretenen Bereichen. Im Ratgeber dazu steht, wie du Schafgarbe naturnah ansiedelst, auch in einer Wildblumenwiese, und was sie Insekten bietet.





