Schleierkraut kombinieren: Pflanzpartner für Sonne und Kalk, Farben und Gartenideen
- Wähle Partner, die wie Schleierkraut volle Sonne und durchlässigen, kalkhaltigen Boden mögen.
- Rispen-Schleierkraut wird etwa 80 bis 100 cm hoch und blüht von Juni bis August.
- Tauben-Skabiose, Witwenblume 'Red Knight', Kokardenblume, Lavendel und Pracht-Federgras teilen seinen Standort.
- Rittersporn, Phlox und Chinaschilf wollen frischeren Boden und bleiben Kompromisspartner.
- Kriechendes Schleierkraut bildet Polster, die über Mauerkanten hängen.
- Plane den Platz vorher: Die tiefe Pfahlwurzel macht das Verpflanzen schwierig.

Neben Schleierkraut sieht vieles hübsch aus, aber nicht alles wächst dort gut. Ich suche seine Nachbarn deshalb zuerst nach Boden und Feuchte aus und erst danach nach Farbe und Höhe. Pflanzgemeinschaften werden stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht haben. Hier findest du Partner für den sonnigen, kalkhaltigen Platz des Schleierkrauts, Farbideen und Gartenkonzepte vom Kiesbeet bis zur Trockenmauer.
Was Schleierkraut von seinen Nachbarn verlangt
Rispen-Schleierkraut (Gypsophila paniculata) braucht volle Sonne und einen leichten, sehr gut durchlässigen Boden, vorzugsweise kalkhaltig. WinternässeWinternässe ist Nässe in der kalten Jahreszeit, unter der vor allem Pflanzen aus Gebieten mit trockenen Wintern leiden. Bei ungünstiger Witterung können ihre Überwinterungssprosse faulen – auch wenn die Pflanzen als winterhart gelten. verträgt es schlecht, eingewachsene Pflanzen kommen dafür mit Trockenheit zurecht. Welche Plätze vom Beet bis zum Steingarten das bieten, erklärt der Ratgeber dazu, welcher Standort zum Schleierkraut passt.
Für die Partnerwahl folgt daraus eine klare Linie. Gute Nachbarn mögen ebenfalls Sonne, Durchlässigkeit und eher magere Erde. Pflanzen für frischen, nährstoffreichen Boden ziehen in die andere Richtung, und was die eine Seite braucht, bekommt der anderen oft nicht. Bei jedem Kandidaten prüfe ich Licht, Boden und Feuchtigkeit zusammen, bevor er ins Beet kommt.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Geeignet ist leichter, vorzugsweise alkalischer, sehr gut durchlässiger Boden. Ein vollsonniger Standort ist geeignet; Winternässe vermeiden.
- Bodenart
Kalkhaltige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist leichter, vorzugsweise alkalischer, sehr gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Die Pflanze eignet sich für Blumenbeete und Rabatten, Bauerngärten, naturnahe Gärten sowie als Schnittblume.
Pflege
- Pflege
Winternässe vermeiden; etablierte Pflanzen vertragen Trockenheit.
- Düngung
Rispen-Schleierkraut braucht auf durchlässigem, eher magerem Gartenboden keine zusätzliche Düngung.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist mehrjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.
Welches Schleierkraut zu welcher Kombination passt
Für dauerhafte Kombinationen im Staudenbeet greifst du zum Rispen-Schleierkraut. Die Sorte ‘Alba’ ist mehrjährig, winterhart und wird etwa 80 bis 100 cm hoch. Sie wird als Partner für höhere Blühstauden, Rosen und Ziergehölze empfohlen. Die Art blüht von Juni bis August und wird 40 bis 80 cm breit, sie braucht also Raum zwischen ihren Nachbarn.
Einjähriges Schleierkraut wie die ‘Elegans Mischung’ von Gypsophila elegans ist nicht winterhart. Es passt zu dir, wenn du Sommerbeete jedes Jahr neu zusammenstellst, denn es steht nur eine Saison im Garten.
Kriechendes Schleierkraut (Gypsophila repens) bildet kissenartige Polster. Es eignet sich für überhängende Pflanzungen an Kanten, etwa an einer Mauerkrone oder am Rand eines erhöhten Beets.
Neben weiß blühenden werden auch rosa blühende Schleierkräuter angeboten. Prüf auf dem Etikett, welche Art hinter einer Sorte steht, denn davon hängen Höhe, Lebensdauer und passende Partner ab.
Für die Kombination zählt weniger die Herkunft einer Art als ihr Lebenslauf: mehrjährig, zweijährig oder einjährig. Wie sich diese Lebensläufe unterscheiden, ordnet das Kurzporträt von Stauden, Zweijährigen und Gräsern ein.
Pflanzpartner, die den Standort teilen
Die folgenden Partner mögen wie Schleierkraut Sonne und durchlässigen Boden. Höhe und Blütezeit stehen gleich dabei, damit du Staffelung und Blühfolge mitplanst.
| Pflanze | Höhe | Blütezeit | Was zum Schleierkraut passt |
|---|---|---|---|
| Rispen-Schleierkraut | etwa 80 bis 100 cm | Juni bis August | volle Sonne, durchlässiger, kalkhaltiger Boden |
| Witwenblume ‘Red Knight’ | etwa 60 bis 80 cm | Juli bis September | sonnig, trockenheitstolerant |
| Gemeine Schafgarbe | 60 cm | Juni bis Oktober | sonnig, eher trocken, verträgt nährstoffarmen Boden |
| Federnelke | etwa 50 cm | Mai bis Juli | durchlässig, nährstoffarm, Kalk günstig, aber nicht zwingend |
| Kokardenblume ‘Arizona Sun’ | 20 bis 30 cm | Juni bis September | Sonne, keine nasse Erde, keine Staunässe |
| Stockrose | 100 bis 200 cm | Juli bis September | volle Sonne, gut durchlässiger, mäßig nährstoffreicher Boden |
| Blaukissen ‘Superbissima’ | etwa 10 bis 20 cm | April und Mai | sonnig, für Steingarten und Trockenmauer |
Stauden für Sonne und Kalk
Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) bevorzugt sonnige Plätze mit relativ trockenem, schwach basischem Boden und wächst unter anderem in Kalkmagerrasen. Empfohlen wird sie zusammen mit Federgras, Echtem Lavendel, Steppen-Salbei und Katzenminze. In diese Runde passt Schleierkraut mit seinem Standortprofil. Die Witwenblume ‘Red Knight’ (Knautia macedonica) ist für sonnige Plätze angegeben, gilt als trockenheitstolerant und trägt rubinrote Blüten.
Lavendel braucht einen sonnigen, warmen Platz mit gutem Wasserabzug, und ein im Winter trockener Standort verbessert seine Frostfestigkeit. Weil auch Schleierkraut Winternässe schlecht verträgt, stehen beide am besten im trockensten Teil des Beets.
Die Gemeine Schafgarbe mag es sonnig und eher trocken. Ihre Blüten duften, Schleierkraut selbst duftet nicht. Die Wildart kann sich in Beeträndern stark ausbreiten, auch über ihre Rhizome. Verblühtes schneidest du deshalb ab, das kann die Blüte verlängern und die SelbstaussaatSelbstaussaat heißt, dass sich eine Pflanze ohne Zutun des Gärtners über ihre Samen verbreitet. Die Sämlinge tauchen dann auch an Stellen auf, an denen niemand sie gepflanzt hat. eindämmen.
Federnelke und Kartäuser-Nelke mögen beide mageren Boden. Für die Federnelke soll er durchlässig, nährstoffarm und mineralisch sein. Die Kartäuser-Nelke wächst auf warmen, kalkreichen und nährstoffarmen HalbtrockenrasenEin Halbtrockenrasen ist eine spezielle Form des Magerrasens auf ungedüngten Standorten. Er bleibt nur durch Mahd oder Beweidung offen, sonst würde dort Wald wachsen, und ist Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten.. Anders die Heidenelke: Sie meidet Kalk.
Kokardenblumen brauchen einen vollsonnigen Platz mit gutem Wasserabzug und vertragen nach dem Einwachsen Trockenheit. Für den Beetrand eignet sich der buschige Steppensalbei ‘Blauhügel’, der etwa 40 cm hoch wird. Noch niedriger bleibt die Zierkatzenminze ‘Superba’ mit etwa 25 bis 30 cm.
Gräser neben Schleierkraut
Gräser ergänzen Schleierkraut mit Halmen statt Blütenrispen. Das Pracht-Federgras (Stipa pulcherrima) eignet sich für sonnige, trockene und kalkhaltige Standorte. Moskitogras und Wimper-Perlgras bevorzugen trockene, durchlässige Kalkböden in voller Sonne. Blaulaubige Blauschwingel-Sorten bilden etwa 10 bis 15 cm hohe Laubpolster für warme, eher trockene, durchlässige Plätze. Blauschwingel (Festuca cinerea) reagiert empfindlich auf zu hohe Bodenfeuchtigkeit.
Auf lehmigem Boden ist die Rutenhirse (Panicum virgatum) sehr trockenheitsverträglich. Beim Lampenputzergras entscheidet die Art: Pennisetum orientale gehört an trockene Standorte, Pennisetum alopecuroides an frische. Chinaschilf der Sinensis-Gruppe, Plattährengras und Pfeifengras wollen frischen bis feuchten Boden und passen deshalb schlecht zum Schleierkraut.
Ziergräser pflanzt du am günstigsten im zeitigen Frühjahr, wenn der Boden schon erwärmt ist; Herbstpflanzungen können schlechter anwachsen. Ich setze ein Gras so, dass seine Halme hinter oder neben den Schleierkraut-Rispen stehen und nicht davor.
Türkenmohn und die Sommerlücke
Türkenmohn (Papaver orientale) zieht sein Laub im Sommer ein und treibt im Herbst neu aus. Seine Nachbarn sollen die Lücke verdecken, ohne ihn zu überwuchern. Mit seiner Vorliebe für volle Sonne und gut durchlässigen Boden steht er nah am Schleierkraut, sein Platz ist die Beetmitte oder der Hintergrund. Weil Schleierkraut von Juni bis August blüht und in die Breite wächst, kann es die Lücke füllen, die der Mohn im Sommer hinterlässt. Setz es neben den Mohn und nicht auf seinen Platz.
Im Kiesgarten lässt sich Papaver orientale ‘Royal Wedding’ mit Nepeta racemosa ‘Superba’ und Geranium sanguineum ‘Album’ kombinieren. Ich markiere die Mohnhorste mit einem Stab, damit ich sie nach dem Einziehen wiederfinde.
Rosen, höhere Blühstauden und Ziergehölze
Rosen gehören zu den empfohlenen Partnern von ‘Alba’. Gartenrosen mögen leicht sandigen Lehmboden mit Humus im Oberboden. Weil viele Gartenrosen ungefähr im Juni mit der ersten Blüte beginnen und Schleierkraut von Juni bis August blüht, begleitet es den ersten Rosenflor. Zu cremeweißen Rosen wie der öfterblühenden Strauchrose ‘Artemis’ entsteht mit weißem Schleierkraut ein Bild in einer Farbfamilie.
Hinter das Schleierkraut passen Stockrosen, die 100 bis 200 cm hoch werden. Sie mögen volle Sonne auf gut durchlässigem, mäßig nährstoffreichem Boden. Stockrosen sind zweijährig oder kurzlebig mehrjährig, rechne also mit Nachpflanzungen. Am Rand von Ziergehölzen setzt du Schleierkraut dorthin, wo es noch volle Sonne bekommt.
Wo Kombinationen einen Kompromiss brauchen
Manche Partner sehen neben Schleierkraut reizvoll aus, wollen aber anderen Boden. Hoher Staudenrittersporn braucht tiefgründigen, lehmigen und humusreichen Boden mit gutem Wasserspeichervermögen. Wegen seines flachen Wurzelsystems reagiert er empfindlich auf Wassermangel. Hoher Phlox will stets frischen, nährstoffreichen, lehmig-humosen Boden, und selbst Sorten für trockenere Böden sind nicht wirklich trockentolerant.
Mit Sonnenhut ist hier die Gattung Echinacea gemeint, und ihre Arten unterscheiden sich. Echinacea purpurea bevorzugt sonnige Plätze mit frischen, nährstoffreichen Böden, während Echinacea angustifolia und Echinacea pallida in ihrer Heimat eher trockenere Standorte besiedeln. Staudenpfingstrosen liegen näher am Schleierkraut: Sie wollen volle Sonne und gut durchlässigen Boden ohne Staunässe, allerdings nährstoffreich und lehmig.
Dazu kommt die Düngung. Rittersporn, Phlox und Pfingstrosen zählen zu den stark wachsenden Prachtstauden. Sie können im Frühjahr Kompost und zusätzlich Hornmehl bekommen, Rosen erhalten eine Frühjahrs- und eine Sommerdüngung. Schleierkraut braucht auf magerem Boden dagegen keinen zusätzlichen Dünger. Bei Stauden nährstoffarmer Standorte kann übermäßige Düngung untypisch starkes Wachstum und eine schlechtere Winterhärte auslösen. Stehen beide eng beieinander, bekommt das Schleierkraut flächig gestreuten Dünger zwangsläufig mit. Wenn ich sie trotzdem kombiniere, setze ich das Schleierkraut an den trockeneren Rand der Gruppe und dünge und gieße die Prachtstaude gezielt an ihrem Fuß.
Farben kombinieren: Weiß, kräftige Kontraste und Rosa
Weiß neben Blau, Violett und Blaugrau
Weiß wirkt neutral. Ich setze weißes Schleierkraut deshalb gern zwischen kräftige Farben, damit sie nicht direkt aneinanderstoßen. Violett bringt die Koreanische Minze (Agastache rugosa), die etwa 80 bis 100 cm hoch wird, von Juni bis Oktober blüht und für sonnige Plätze angegeben ist. Im Staudenbeet gilt sie als trockenheitsrobust, an einem trockenen innerstädtischen Straßenstandort reichte ihre Trockentoleranz in einer Prüfung aber nicht aus.
Die Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) trägt blauviolette Blüten und bevorzugt trockene, sonnige Standorte. Einen blaugrauen Ton setzen blaulaubige Blauschwingel-Sorten an den Beetrand. Im Frühjahr, bevor das Schleierkraut blüht, liefern Blaukissen Blau-, Violett- und Rosatöne.
Dunkle und warme Kontraste
Vor dunklen Blüten hebt sich weißes Schleierkraut deutlich ab. Die Witwenblume ‘Red Knight’ blüht rubinrot, die Stockrose ‘Nigra’ tief schwarzrot. Mit etwa 150 bis 200 cm gehört ‘Nigra’ in den Hintergrund. Warme Töne bringt die Kokardenblume ‘Arizona Sun’ mit orange-roten Blüten und leuchtend gelben Spitzen an den Zungenblüten. Hellgelb blüht die buschige Schafgarbe ‘Credo’.
Rosa und Pastell
Für ein Beet in Rosa kannst du dich an der wiesenartigen Mischung ‘Veitshöchheimer Ganz in Rosa’ orientieren. Sie enthält die einjährige Doldige Schleifenblume (Iberis umbellata) sowie die mehrjährige Tauben-Skabiose und den Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea). Himbeerfarbene Töne liefert die Echinacea-purpurea-Serie ‘Kismet’, zu der auch orange und gelbe Varianten gehören. Ein rosa blühendes Schleierkraut verstärkt den Rosaton, ein weißes hellt ihn auf.
Schleierkraut in Gartenkonzepten
Staudenbeet, Rabatte und Bauerngarten
Rispen-Schleierkraut eignet sich für Blumenbeete und Rabatten, für Bauerngärten und naturnahe Gärten. In einem Beet, das du nur von einer Seite siehst, stehen höhere LeitstaudenLeitstauden sind die prägenden Stauden eines Beets: langlebige Arten mit mächtigem, auffälligem Wuchs und üppiger Blüte. Sie bilden das Gerüst der Pflanzung, auf das die Begleitstauden abgestimmt werden. hinten und niedrige BodendeckerBodendecker sind niedrige, flächig wachsende Pflanzen, die in größeren Gruppen gepflanzt eine dichte Pflanzendecke bilden. Sie bedecken den Boden und lassen unerwünschten Wildkräutern wenig Platz. vorne. Mit etwa 80 bis 100 cm gehört Schleierkraut in die Mitte, dahinter passen Stockrosen und davor niedrige Partner wie Kokardenblume und Steppensalbei. In Staudenmischpflanzungen kannst du einzelne Arten bewusst gruppieren und höhere Arten in Bändern anordnen.
Frühjahrsblühende Zwiebelpflanzen überbrücken die Zeit zwischen dem Winterrückschnitt und dem neuen Austrieb der Stauden. Ich stecke sie zwischen die Horste, wo im Frühjahr noch Platz ist. Schleierkraut blüht von Juni bis August, die Witwenblume ‘Red Knight’ von Juli bis September: Zusammen tragen sie die Blüte im Beet bis in den September.
Kiesbeet und Steppenpflanzung
Im Kiesbeet kombinierst du Schleierkraut mit Arten trockener Freiflächen. Stipa calamagrostis ‘Algäu’, Euphorbia seguieriana var. niciciana und Sedum telephium in Sorten ergeben zusammen ein Bild mit langer Wirkung. Gemulcht wird dort mineralisch, mit Kies oder Splitt der Körnung 8 bis 16 mm. Rindenmulch eignet sich im trockenen Kiesbeet nicht, weil er ein feucht-saures Milieu schafft. Auch trockenheitsverträgliche Pflanzungen brauchen in der Anwachsphase bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringende Wassergaben.
Steingarten und Trockenmauer
Hier setzt du Kriechendes Schleierkraut ein, dessen Polster über Kanten hängen. Als Nachbarn passen PolsterstaudenPolsterstauden sind niedrige, winterharte Stauden, die flach in die Breite wachsen und dabei dichte Polster oder Teppiche bilden. Sie werden vor allem im Steingarten und als Bodendecker verwendet. wie Blaukissen, Immergrüne Schleifenblume, Polsterphlox und Silberwurz. Blaukissen eignen sich auch für bepflanzte Trockenmauern mit Fugen, Spalten und überhängenden Mauerkronen. Die Immergrüne Schleifenblume braucht sonnige bis vollsonnige Plätze mit durchlässigem, trockenem bis frischem Boden und blüht im April und Mai. Polsterphloxe werden etwa 5 bis 15 cm hoch und blühen im späteren Frühjahr weiß, rosa oder violett. Kriechender Thymian passt zu sonnigen, leichten Böden.
Der Boden im Steingarten muss gut wasserdurchlässig sein, ohne Verdichtungen und Staunässe. Lehmigen Boden machst du mit Sand, Kies und Splitt durchlässiger. In jungen Pflanzungen ziehe ich BeikräuterBeikraut nennt man jede Pflanze, die zwischen den angebauten Kulturpflanzen mitwächst, egal ob wild oder domestiziert, nützlich oder schädlich. Das Wort ist neutral gemeint, während „Unkraut“ eine persönliche Wertung ausdrückt. und überzählige Sämlinge rechtzeitig, bis die Polster geschlossen sind.
Naturnaher Garten
Rispen-Schleierkraut gilt als nützlingsfreundlich, und mit passenden Nachbarn baust du daraus ein Beet für Insekten aus. An der Gemeinen Schafgarbe wurden Fliegen, Schwebfliegen, Schmetterlinge und Wildbienen als Blütenbesucher beobachtet. Die Tauben-Skabiose liefert der spezialisierten Knautien-Sandbiene Pollen. Den tief in den Blütenröhren liegenden Nektar der Kartäuser-Nelke erreichen Schmetterlinge mit langem Saugrüssel.
Greif zu ungefüllten Formen, denn vollständig gefüllte Blüten können ihr Pollenangebot verlieren. Ein zeitlich gestaffeltes Angebot entsteht, wenn du Frühjahrs-, Sommer- und Herbstblüher kombinierst. Wildbienen brauchen außerdem Nistplätze, je nach Art offene Bodenstellen oder Totholz. Ich lasse deshalb eine Ecke offenen Boden frei und einen Teil der dürren Staudenstängel über den Winter stehen.
Schnittblumenbeet
Rispen-Schleierkraut ist eine Schnittblume, und im Schnittbeet stellst du ihm Partner zur Seite, die ebenfalls in die Vase wandern. Die Gemeine Schafgarbe eignet sich als Schnitt- und Trockenblume. Limonium latifolium ist eine ausdauernde Staude für trockenen, gut durchlässigen Boden mit etwa 50 cm Blütenhöhe. Beim einjährigen Geflügelten Strandflieder behalten die farbigen Kelchblätter beim Trocknen ihre Farbe.
Geschnitten wird möglichst morgens oder abends bei trockenem Wetter, danach kommen die Stiele sofort kühl ins Wasser. Wie du Schleierkraut erntest, trocknest und in Sträußen verwendest, steht im Ratgeber zur Ernte von Schleierkraut als Schnitt- und Trockenblume.
Kübel und Balkonkasten
Im Gefäß ist Rispen-Schleierkraut eine schwierige Wahl. Die Art wird zwar allgemein als topfgeeignet geführt, für die Sorte ‘Alba’ rät das Herstellerprofil aber von der GefäßkulturGefäßkultur ist der Anbau von Pflanzen in Töpfen, Kübeln, Kästen oder Kisten statt direkt im Gartenboden. So kannst du Gemüse, Kräuter oder Blumen auch auf Balkon und Terrasse ziehen. ab. Für dauerhaft bepflanzte Kübel eignen sich vor allem schwach und niedrig wachsende Arten mit kompaktem Wurzelwerk. Ein Schleierkraut mit tiefen Pfahlwurzeln ist das Gegenteil davon, deshalb setze ich es ins Beet und bepflanze den Kübel daneben mit kompakten Arten.
Kombination planen: Abstände, Höhen, Reihenfolge
Ich stecke den Platz für das Schleierkraut zuerst mit einem Stab ab und setze die Nachbarn erst danach. Vorgezogenes Schleierkraut ‘Alba’ kann ab Mai ausgepflanzt werden. Für standortgerecht zusammengestellte Staudenmischpflanzungen liegt die Orientierung bei 7 bis 10 Pflanzen je m², die konkrete Dichte hängt vom Standort und der gewünschten Wirkung ab. Wenn du die Kombination vorher aufzeichnen willst, hilft dir der Beetplaner zum Skizzieren deines Beets.
Rispen-Schleierkraut wird etwa 80 bis 100 cm hoch und 40 bis 80 cm breit. Gepflanzt wird es als einzelne Staude mit 50 bis 80 cm Abstand in der Reihe und 50 bis 80 cm zwischen den Reihen. Für die Sorte ‘Alba’ ist ein Pflanzabstand von etwa 50 cm angegeben.
Schleierkraut setzt man einfach um, wenn die Kombination nicht gefällt? Eher nicht. Rispen-Schleierkraut bildet tiefe Pfahlwurzeln und gilt als schwer zu verpflanzen. Plane den Platz deshalb, bevor du pflanzt.
Bekommt der Platz volle Sonne? Ist der Boden durchlässig und im Winter nicht nass? Haben die Partner ähnliche Ansprüche an Feuchte und Nährstoffe? Passt die Höhe zur Staffelung im Beet? Steht der Platz endgültig fest?
Pflege, Vermehrung und Gesundheit in Kürze
Auf durchlässigem, eher magerem Boden braucht Rispen-Schleierkraut keinen zusätzlichen Dünger. ‘Alba’ wird im Herbst zurückgeschnitten und mit einem leichten Winterschutz abgedeckt, Winternässe solltest du vermeiden. Welche Arbeiten von Frühjahr bis Winter anfallen, zeigt der Pflegekalender fürs Schleierkraut.
Ein Risiko ist Nässe im Wurzelraum: Anhaltende Bodenfeuchte und schlechte Durchlüftung können Wurzel- und Stängelgrundfäulen begünstigen. Ausreichende Pflanzabstände und gute Belichtung können außerdem Echtem Mehltau an anfälligen Partnern wie Phlox vorbeugen.
Schleierkraut ist ein Lichtkeimer, die Samen kommen 0 bis 0,5 cm tief in die Erde. Wann Stauden gesät werden, zeigt der Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken. Wie du reife Samenstände erkennst und die Samen lagerst, erklärt der Ratgeber zur Samenernte beim Schleierkraut.


