Die besten Hülsenfrüchte für Anfänger: vier Arten und typische Fehler beim Anbau
- Für den Einstieg eignen sich Puffbohnen, Erbsen, Buschbohnen und Stangenbohnen, alle lassen sich direkt ins Beet säen.
- Puffbohnen und Erbsen kommen früh in die Erde, Busch- und Stangenbohnen erst, wenn der Boden über 10 °C warm ist.
- Buschbohnen brauchen keine Stütze, Stangenbohnen säst du an Stangen, die schon stehen.
- Bohnen und Erbsen sind Schwachzehrer und brauchen auf ausreichend versorgtem Boden keine zusätzliche Düngung.
- Grüne Gartenbohnen enthalten Phasin und kommen nur ausreichend durchgegart auf den Teller.
Du willst Hülsenfrüchte anbauen und stehst vor einem Regal voller Samentüten mit Bohnen, Erbsen, Linsen und Soja? Für das erste Jahr empfehle ich dir vier Arten: Puffbohnen, Erbsen, Buschbohnen und Stangenbohnen. Alle vier lassen sich direkt ins Beet säen, und ihr Termin folgt einer klaren Regel. Erbsen und Puffbohnen kommen früh in die Erde, Bohnen erst, wenn der Boden warm ist. Ich plane mein Hülsenfrucht-Jahr nach dieser Reihenfolge und prüfe vor jeder Saat den Boden statt nur den Kalender.
Zur Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler zählen rund 20.000 Arten, doch nur ein Teil davon wird als Gemüse oder Körnerfrucht genutzt. Welche Arten, Wuchsformen und Nutzungsgruppen es gibt, zeigt dir unser großer Überblick. Hier geht es um deinen Start: welche Art zuerst kommt, wie du sie säst und welche Fehler du dir sparst.
Diese vier Hülsenfrüchte eignen sich für den Einstieg
Mit Puffbohnen, Erbsen, Buschbohnen und Stangenbohnen verteilst du die Aussaat vom Februar bis in den Juli. Die vier unterscheiden sich vor allem im Termin und darin, ob sie eine Stütze brauchen. Die Tabelle zeigt die Eckdaten, darunter findest du zu jeder Art die Handgriffe.
| Art | Aussaat | Saattiefe | Abstand und Wuchsform | Anbaupause auf demselben Beet |
|---|---|---|---|---|
| Puffbohne | ab Februar, wenn Boden und Witterung passen | 5 bis 7,5 cm, manche Sorten flacher, Angabe auf der Tüte beachten | 15 bis 23 cm in der Reihe, 50 cm Reihenabstand; steht frei, bei etwa 30 cm Höhe anhäufeln | 5 Jahre |
| Erbse | Palerbsen März bis Mai, Markerbsen April bis Mai, Zuckererbsen April bis Juni | 3 bis 5 cm | 3 cm in der Reihe, 40 cm Reihenabstand; höhere Sorten an Reisig oder Netz | 5 Jahre |
| Buschbohne | ab Mitte Mai nach den letzten Frösten, letzte Saat Anfang bis Mitte Juli | 2 bis 4 cm | ReihensaatReihensaat ist eine Saatweise, bei der die Samen in flache, gerade Rillen gesät werden, sodass die Pflanzen später in Reihen stehen. Gegenüber der Breitsaat, bei der die Samen flächig ausgestreut werden, erleichtert sie die Pflege. mit 7 cm in der Reihe und 45 cm Reihenabstand, auf schweren Böden Horstsaat mit 4 bis 5 Samen je Horst und 55 × 35 cm zwischen den Horsten; ohne Stütze | 4 Jahre |
| Stangenbohne | Mai bis Juni | 2 bis 4 cm | Horstsaat mit 6 bis 8 Samen je Stange, 45 bis 100 cm Reihenabstand; an Stangen oder Schnüren | 4 Jahre |
Puffbohnen: die Ersten im Beet
Puffbohnen keimen schon ab 5 °C. Im frühen Gartenanbau vertragen sie Frost bis etwa −5 °C. Bei passendem Boden und Wetter kannst du sie deshalb oft schon im Februar säen. Ich säe sie, sobald der Boden ausreichend abgetrocknet ist und sich etwas erwärmt hat.
Für die frühe Saat sprechen bei Puffbohnen mehrere Gründe. Eine frühe Aussaat vermindert das Risiko, dass die Schwarze Bohnenlaus die Pflanzen befällt. Früh angebaute Puffbohnen haben ihren größten Wasserbedarf im Mai und Juni und weichen so sommerlicher Trockenheit teilweise aus. Heiße Witterung kann dagegen ein vorzeitiges Blühende auslösen und bereits angesetzte Hülsen abwerfen lassen.
Puffbohnen brauchen meist kein Gerüst, nur hohe Sorten können eine Stütze benötigen. Bei etwa 30 cm Pflanzenhöhe häufelst du sie an, damit sie standfester werden. Während Blüte und Hülsenansatz brauchen sie ausreichend und gleichmäßig Wasser. Zusätzliche Düngung ist in der Regel nicht nötig, weil Puffbohnen ihren Nährstoffbedarf gewöhnlich aus dem Boden decken. Auch eine Impfung des Saatguts mit KnöllchenbakterienKnöllchenbakterien, auch Rhizobien genannt, sind Bodenbakterien, die mit Hülsenfrüchtlern wie Erbsen und Bohnen zusammenleben. In kleinen Knöllchen an deren Wurzeln binden sie Stickstoff aus der Luft und machen ihn für die Pflanze nutzbar. brauchen sie meist nicht, selbst nach langer Anbaupause.
Bei der Sorte Hangdown erntest du für die Frischküche grüne, weiche, milchreife Körner und kochst sie. Wer einen Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase hat, kurz G6PD-Mangel, muss Puffbohnen meiden. Der Verzehr kann bei diesen Menschen eine gefährliche Zerstörung roter Blutkörperchen auslösen.
Erbsen: früh säen, jung pflücken
Bei Gartenerbsen unterscheidest du drei Nutzungsgruppen, und die Gruppe bestimmt Saat und Ernte. Markerbsen liefern frische Kerne, Zuckererbsen isst du samt junger Hülse. Palerbsen eignen sich zusätzlich für ausgereifte Trockensamen.
Palerbsen säst du ab März, denn sie vertragen leichten Frost. Markerbsen folgen ab April, Zuckererbsen säst du von April bis Juni. Für späte Saaten im Juni oder Juli eignen sich nur frühe Sorten. Ich lege Erbsen etwa 5 cm tief, damit Vögel die keimenden Samen schlechter aufnehmen können. Sehr nassen, schweren Boden meidest du, denn darin können die Samen faulen.
Hohe Sorten brauchen Reisig oder ein Netz, an dem sie sich mit ihren Ranken festhalten. Die Rankhilfe steckst du, wenn die Pflanzen etwa 10 cm hoch sind. Ohne Gerüst kommst du mit standfesten, niedrigen Sorten aus. Die Zuckererbse Ambrosia braucht bei etwa 70 cm Wuchshöhe keine Rankhilfe. Die Schalerbse Kleine Rheinländerin kommt ebenfalls ohne Kletterhilfe aus und passt auch ins Hochbeet oder in den Topf. Die Zuckererbse Norli reift früh, wächst niedrig und standfest und ist gegen Fusarium-Welke resistent.
Nach der Blüte steigt der Wasserbedarf stark an, sobald sich die Hülsen bilden. Ich gieße dann durchdringend an den Fuß der Pflanzen und nicht über das Laub, weil Feuchtigkeit bei Erbsen den Falschen Mehltau begünstigt. Für die Frischküche pflückst du Erbsen jung und gehst die Reihen mehrmals durch, bevor die grünen Samen hart werden.
„Ohne Bienen keine Erbsen“ stimmt so nicht. Erbsen können sich selbst befruchten, fehlende Bienen erklären ausbleibende Hülsen deshalb nicht allgemein.
Buschbohnen: kompakt und ohne Stütze
Buschbohnen wachsen kompakt und brauchen keine Kletterstütze. Du säst sie ab Mitte Mai direkt ins Beet, wenn keine Fröste mehr drohen. Die Erde sollte dafür über 10 °C warm sein. Auf schweren Böden empfehle ich die Horstsaat, bei der mehrere Samen zusammen an eine Stelle kommen.
Ein einzelner Satz Buschbohnen trägt nicht lange. In wärmeren Regionen Deutschlands liegt seine Erntedauer je nach Saattermin und Sorte bei etwa 7 bis 14 Tagen. Da du Buschbohnen bis Anfang oder Mitte Juli säen kannst, verteilst du die Saat besser auf mehrere Termine. Bei der Sorte Stanley etwa wiederholst du die Direktsaat ab Mai im Abstand von zwei Wochen.
Vor der Blüte gießt du vor allem bei ausgeprägter Trockenheit. Zur Hülsenbildung achtest du dann auf ausreichend Wasser.
Nach der Hauptblüte und zur Hülsenbildung werden für Buschbohnen je nach natürlichem Niederschlag 2 bis 4 zusätzliche Wassergaben von jeweils 20 l/m² empfohlen. Für die Aussaat im Haus- und Kleingarten rechnest du mit etwa 125 bis 150 g Saatgut je 10 m² Beet.
Gartenbohnen kannst du etwa zwei Wochen vor dem geplanten Auspflanzen vorziehen, mit jeweils 5 Samen in einem etwa 10 cm großen Topf mit AnzuchterdeAnzuchterde ist eine nährstoffarme, feinkrümelige Erde für die Aussaat und das Vorziehen junger Pflanzen. Die geringe Nährstoffmenge regt die zarten Wurzeln zum Wachsen an.. Die Vorkultur im Topf kann Buschbohnen zugleich vor Schäden durch die Bohnenfliege schützen.
Stangenbohnen: mehr Aufbau, längere Ernte
Stangenbohnen werden 200 bis 300 cm hoch und brauchen deshalb ein stabiles Gerüst. Stell die Stangen auf, bevor du säst, und leg die Samen direkt daran. Bei der Horstsaat kommen 6 bis 8 Samen an jede Stange. Die Rankhilfe sollte so hoch sein, dass du ohne Leiter ernten kannst.
Ich stelle die Stangen jedes Frühjahr vor der Saat auf und führe beim Gießen die jungen Triebe vorsichtig heran. Stangenbohnen wollen einen warmen, sonnigen und windgeschützten Platz. Plane die Reihe so, dass ihr Schatten nicht auf Nachbarkulturen fällt.
Dafür erntest du länger als bei Buschbohnen. Für einen Stangenbohnensatz in wärmeren Regionen Deutschlands gelten etwa 30 Tage Erntedauer als Richtwert, abhängig von Sorte und Pflanzengesundheit. Wegen der großen Blattmasse achtest du auf ausreichend Wasser. Cobra zählt zu den frühen Sorten, Neckarkönigin hat eine mittlere Erntereife.
Fürs zweite Jahr: Linsen, Soja und Helmbohnen
Andere Hülsenfrüchte sind reizvoll, verlangen aber mehr Planung. Bei Linsen kommt zur Kulturpflege der Aufwand für Drusch und Reinigung der Körner hinzu. Linsen bevorzugen wie Kichererbsen kalkreiche, nährstoffarme Böden. Sojabohnen brauchen Saatgut, das mit passenden Knöllchenbakterien geimpft ist, weil diese Stämme in heimischen Böden normalerweise fehlen. Bei der Sortenwahl zählt vor allem, dass die Soja an deinem Standort rechtzeitig abreift. Helmbohnen wollen einen sehr warmen, sonnigen und geschützten Platz mit Klettergerüst. Alle Teile, die du von ihnen isst, müssen gekocht sein.
Standort und Boden vorbereiten
Alle vier Einsteiger-Arten wollen einen sonnigen Platz. Im Frühjahr lockerst du den Boden erst, wenn er ausreichend abgetrocknet ist, am besten mit der Grabgabel. Was von der Bodenprobe bis zum Mulch dazugehört, steht in der Anleitung, wie du den Boden für Hülsenfrüchte vorbereitest.
Saisonkalender: das Hülsenfrucht-Jahr in Kürze
Das Jahr beginnt mit den Puffbohnen im Februar, im März und April folgen die Erbsen. Ab Mitte Mai kommen die Buschbohnen in warme Erde, im Mai und Juni die Stangenbohnen. Welche Faktoren den besten Aussaattermin bestimmen, liest du im Ratgeber zur Aussaatzeit.
Typische Anfängerfehler und wie du sie vermeidest
Zu jedem dieser Fehler gehört ein konkreter Handgriff, der ihn vermeiden hilft.
Bohnen in kalte Erde säen
Gartenbohnen keimen in kaltem Boden deutlich langsamer als in warmem. Ich messe deshalb vor der Bohnensaat mit einem Bodenthermometer und säe erst, wenn die Erde über 10 °C warm ist. Nach dem Auflaufen brauchen Busch- und Stangenbohnen Lufttemperaturen von mindestens 12 °C für eine günstige Entwicklung. In kühlen Lagen kann ein Vlies den Aufgang unterstützen. Steigen die Temperaturen stark, nimmst du es an einem trüben oder regnerischen Tag ab, damit sich keine Hitze staut und die Pflanzen nicht abrupt in die volle Sonne kommen.
Gartenbohnen brauchen bei 12 °C etwa 30 Tage bis zur Keimung, bei 20 °C nur etwa 11 Tage.
Erbsen und Puffbohnen zu spät säen
Der umgekehrte Fehler trifft die frühen Arten. Erbsen und Puffbohnen gehören in die Erde, sobald der Boden abgetrocknet und etwas erwärmt ist. Bei Gemüseerbsen können eine frühe Aussaat und früh blühende Sorten den Befall durch den Erbsenwickler verringern. Das gilt, wenn die Blüte dadurch nicht mit dem Hauptflug des Falters zusammenfällt.
Zu viel düngen
Bohnen und Erbsen sind SchwachzehrerSchwachzehrer sind Gemüse und Kräuter mit geringem Stickstoffbedarf, etwa Feldsalat, Radieschen, Rucola, Bohnen und Erbsen. Sie sind die genügsamste der drei Gruppen, nach denen man Kulturen für die Fruchtfolge einteilt. und brauchen auf ausreichend versorgtem Boden keine zusätzliche Düngung. Verzichte bei Bohnen auf reine Stickstoffdüngung, und gib frischen StallmistStallmist ist ein Wirtschaftsdünger aus der Tierhaltung, etwa von Rindern oder Pferden, bei dem der Dung der Tiere meist mit Einstreu vermischt ist. Er verbessert den Boden und liefert zugleich reichlich Nährstoffe. oder Jauche nicht unmittelbar zur Bohnenkultur. Achte stattdessen auf die Kaliumversorgung. Braucht dein Boden etwas, gilt für Kompost ein Richtwert von 1 bis 3 l/m² im Jahr. Bei Erbsen richtest du die Nährstoffversorgung am Bodenbefund aus.
Staunässe riskieren
Hülsenfrüchte brauchen einen Standort ohne Staunässe. Bis zur Keimung hältst du die Saat gleichmäßig feucht, ohne dass sich Wasser staut. Ich greife vor dem Gießen in die Erde und prüfe die Feuchte auch unter der Oberfläche.
Unkraut in den ersten Wochen stehen lassen
Bei Gartenbohnen ist gründliches Jäten vor allem in den ersten 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat wichtig. Nach dem Auflaufen hältst du das Unkraut mit der Hacke kurz. Mulch kann BeikrautBeikraut nennt man jede Pflanze, die zwischen den angebauten Kulturpflanzen mitwächst, egal ob wild oder domestiziert, nützlich oder schädlich. Das Wort ist neutral gemeint, während „Unkraut“ eine persönliche Wertung ausdrückt. unterdrücken, gegen ausdauernde Wurzelunkräuter hilft er aber nur bedingt. Rasenschnitt legst du angewelkt, dünn und wiederholt auf, sodass der Boden noch leicht durchscheint.
Zu spät ernten
Grüne Bohnen sind pflückreif, wenn die Hülsen glatt brechen und die Bruchstelle grün und saftig ist. Die Samen darin sollten dann höchstens etwa 8 bis 10 mm groß sein. Ich mache beim Durchgehen an einer Hülse die Brechprobe, bevor ich die ganze Reihe pflücke. Trockenbohnen, Vorrat und Lagerdauer behandelt der Ratgeber dazu, wie du Hülsenfrüchte erntest, trocknest und lagerst.
Jedes Jahr dasselbe Beet nehmen
Erbsen und Bohnen gehören zur selben Pflanzenfamilie und sollen auf einer Fläche nicht unmittelbar aufeinander folgen. Der wiederholte Anbau derselben Familie kann bodenbürtige Schädlinge und Krankheiten vermehren und den Wuchs schwächen. Bei Bohnen zählt die Pause deshalb ab der letzten Hülsenfrucht auf dem Beet, nicht nur ab der letzten Bohne. Auch Klee, Wicke und Lupine als Gründüngung zählen in der Fruchtfolge mit. Spinat, Mangold und Rote Bete eignen sich als Vorkulturen.
Ich schreibe mir jedes Jahr auf, welche Hülsenfrucht auf welchem Beet stand. Diese Liste nehme ich beim Planen im Winter als Erstes zur Hand.
Läuse und Wickler: früh vorbeugen
Bei Blattläusen versuchst du es zuerst mit einem kräftigen Wasserstrahl, an Bohnen kannst du sie auch von Hand zerdrücken. Korb- und DoldenblütlerDoldenblütler (Apiaceae) sind eine Pflanzenfamilie, deren Blüten meist in Doppeldolden, seltener in einfachen Dolden stehen. Dazu gehören Nutzpflanzen wie Möhre, Petersilie, Sellerie, Dill und Kümmel, aber auch tödlich giftige Wildpflanzen wie Schierling. in der Nähe können Schwebfliegen fördern, deren Larven zu den natürlichen Gegnern der Blattläuse gehören. Gegen den Erbsenwickler kannst du nach der Aussaat ein KulturschutznetzEin Kulturschutznetz, auch Gemüsefliegennetz genannt, ist ein engmaschiges Kunststoffnetz, das du locker über Gemüsebeete legst. Es hält Gemüsefliegen wie Möhren-, Kohl- und Zwiebelfliege von den Pflanzen fern, außerdem Vögel und Kaninchen. über die Erbsen legen, verlass dich aber nicht allein darauf. Mehr zur Vorbeugung findest du im Ratgeber, wie du Hülsenfrüchte biologisch anbaust.
Hochbeet und Balkon: kurz eingeordnet
Im Hochbeet wird die Erde schneller warm, wenn Sonne auf die Seitenwände fällt. Ein klassisch mit Reisig, Kompost und Gärtnererde aufgebautes Hochbeet setzt im ersten Jahr allerdings viel organisch gebundenen Stickstoff frei. Plane außerdem ein, dass Erbsen die Fläche bis Juni oder Juli belegen. Was im Hochbeet anders läuft als im Gartenbeet, erklärt ein eigener Ratgeber.
Für den Topf auf dem Balkon eignen sich Buschbohnen, etwa die kübeltaugliche Sorte Mascotte, die gegen Mosaikvirus und Fettfleckenkrankheit resistent ist. Jedes Gefäß braucht Ablauflöcher, damit sich keine Staunässe bildet. Welche Sorten auf wenig Fläche passen und wie du in die Höhe gärtnerst, liest du im Ratgeber für kleine Gärten.
Werkzeuge und Planungshilfen für den Start
Für den Einstieg brauchst du wenig Ausrüstung. Die Tabelle zeigt, was ich vor dem ersten Hülsenfrucht-Jahr bereitlege.
| Werkzeug | Wofür du es brauchst |
|---|---|
| Grabgabel | Boden im Frühjahr lockern, sobald er abgetrocknet ist |
| Pflanzschnur | Saatreihen gerade ziehen, damit die Abstände stimmen |
| Bodenthermometer | vor der Bohnensaat prüfen, ob die Erde über 10 °C warm ist |
| Hacke | Unkraut nach dem Auflaufen regulieren |
| Stangen | Rankhilfe für Stangenbohnen, vor der Saat aufstellen |
| Reisig | Stütze für hohe Erbsensorten, stecken bei etwa 10 cm Pflanzenhöhe |
| Kulturschutznetz | Erbsen nach der Aussaat gegen den Erbsenwickler abdecken, Buschbohnen vor der Bohnenfliege schützen |
| Vlies | Aufgang in kühlen Lagen unterstützen |
| Gießkanne | durchdringend an den Fuß der Pflanzen gießen |
| Töpfe und Anzuchterde | Gartenbohnen vorziehen |
Beet nach der Anbaupause auswählen, Stangen vor der Bohnensaat aufstellen, Netz für die Erbsen bereitlegen, Bodentemperatur vor der Bohnensaat messen, Saatgut nach Fläche kaufen.
Drei Planungshilfen nehmen dir Rechenarbeit ab. Im Beetplaner für deine Fruchtfolge legst du fest, wo welche Hülsenfrucht steht, damit die Anbaupausen aufgehen. Ob Nachbarn zusammenpassen, prüfst du im Mischkultur-Werkzeug für passende Beetnachbarn; für Erbsen gelten etwa Salat, Kohlrabi, Möhren und Dill als geeignete Partner. Die Saattermine hängst du dir als Hülsenfrucht-Aussaatkalender zum Ausdrucken in den Schuppen.
Aus dem Beet in die Küche: was du wissen musst
Grüne Gartenbohnen isst du wegen ihres Phasins nie roh, sondern ausreichend durchgegart; sanftes Dünsten oder Dämpfen ist dafür keine verlässliche Regel. Erbsen und Zuckererbsen enthalten vergleichsweise wenig Lektine und dürfen in Maßen roh gegessen werden. Was bei Sprossen, Allergien und Nährwerten gilt, steht im Küchenkapitel unseres Hülsenfrüchte-Überblicks. Alltagstaugliche Gerichte mit Bohnen, Linsen und Erbsen sammelt ein eigener Ratgeber.





