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Knöllchenbakterien

Knöllchenbakterien, auch Rhizobien genannt, sind Bodenbakterien, die mit Hülsenfrüchtlern wie Erbsen und Bohnen zusammenleben. In kleinen Knöllchen an deren Wurzeln binden sie Stickstoff aus der Luft und machen ihn für die Pflanze nutzbar.

Die Bakterien sind im Boden weit verbreitet. Gehen sie mit einem Hülsenfrüchtler eine Symbiose ein, bildet die Pflanze an ihren Wurzeln kleine Knöllchen. Darin finden die Bakterien Nährstoffe, binden den Stickstoff der Luft und wandeln ihn in Ammonium um, eine Form, die die Pflanze verwerten kann. Knöllchenbakterien kommen vor allem in neutralen bis basischen Böden vor, Kalken erhöht ihre Zahl.

Im Garten hat das eine praktische Folge: Die meisten Hülsenfrüchtler brauchen keine zusätzliche Stickstoffdüngung, oft reicht etwas Kompost zu Beginn. Eine Ausnahme ist die Sojabohne. Ihre passenden Knöllchenbakterien fehlen in unseren Böden, deshalb impft man die Samen vor der Aussaat mit diesen Bakterien, die häufig gleich mit dem Saatgut geliefert werden.

Beispiel aus dem Garten

Ziehe ich eine Erbsenpflanze heraus, sehe ich an ihren Wurzeln kleine Knöllchen: Darin leben die Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Luft binden. Meine Erbsen dünge ich deshalb nicht zusätzlich mit Stickstoff.

Quelle: Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ↗ – Hülsenfrüchte aus dem eigenen Garten (letzte Aktualisierung 07.04.2025), Abschnitte „Was ist beim Anbau von Hülsenfrüchten zu beachten?“ und „Welche Vorteile hat der Anbau?“. Geprüft am .

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