Gemüse · Melonen · Anbau

Melonen-Aussaat: Keimtemperatur, Vorkultur und Auspflanzen Schritt für Schritt

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 11 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Melonen sind keine Lichtkeimer: Samen 0,5 bis 2 cm tief mit Erde bedecken.
  • Keimminimum: Zuckermelone 18 bis 22 °C, Wassermelone 25 °C. Miss die Wärme in der Erde.
  • Zwei bis drei Samen je Einzeltopf säen und auf die kräftigste Pflanze vereinzeln.
  • Bei Wassermelonen Umtopfen möglichst vermeiden, die Wurzeln sind empfindlich.
  • Zuckermelonen nach 4 bis 6 Wochen warmer Vorkultur auspflanzen, wenn der Boden wärmer als 15 °C ist.
  • Abstand als System: 50 bis 100 cm in der Reihe, 50 bis 150 cm zwischen den Reihen, je nach Erziehung.
Eine junge Gurke hängt an der Pflanze, umgeben von grünen Blättern und gelben Blüten.
Foto: Agung Sutrisno · Pexels License · Quelle ↗

Melonen brauchen schon im Anzuchttopf Wärme, und nach dem Auspflanzen können sie bei niedrigen Plusgraden im Wachstum stocken. Ich ziehe meine Melonen deshalb in Einzeltöpfen vor, stelle sie warm und hell und setze sie erst ins Beet, wenn der Boden warm genug ist. Hier bekommst du die Werte und Handgriffe dafür, von der Keimtemperatur über das Vereinzeln und Abhärten bis zum Auspflanzen.

Kurz erklärt

Zuckermelonen gehören zur Art Cucumis melo, Wassermelonen zu Citrullus lanatus. Beide zählen zu den Kürbisgewächsen. Cantaloupe-, Honig- und Netzmelonen sind Fruchttypen der Zuckermelone. Wo sich Zucker- und Wassermelone bei der Anzucht unterscheiden, nenne ich die Werte getrennt.

Bevor du säst: Platz und Termin klären

Melonen brauchen einen sonnigen Platz und dazu Wärme in der Luft. Im Garten ist das die wärmste Ecke ohne Wind, noch besser ein Platz im Gewächshaus, im großen Frühbeetkasten oder im Folientunnel. Mehr zu Wärmebedarf und Hitzegrenzen findest du im Abschnitt darüber, was Melonen an Standort und Klima brauchen.

Bei Melonen beginnt die Kultur im März, April oder Mai, ausgepflanzt wird nach den letzten erwarteten Frösten. Den Saattag rechnest du deshalb vom Auspflanztermin aus zurück. Wie du den Termin festlegst, liest du im Beitrag darüber, wann du Wassermelonen in Deutschland aussäst und auspflanzt; die Monate zum Ausdrucken zeigt dir der Aussaatkalender für Melonen.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Cucumis
Hund
Ungiftig
Katze
Ungiftig
Pferd
Ungiftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11
Aussaatkalender Melonen
GartenkalenderAussaat: März, April, Mai; Blüte: Juni, Juli, August, September; Ernte: Juni, Juli, August, September, Oktober, November; Pflanzung: März, April, MaiJFMAMJJASONDAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberErnte: NovemberPflanzungPflanzung: MärzPflanzung: AprilPflanzung: MaiAussaatBlüteErntePflanzung

Vorbereitung: Saatgut, Erde und Material

Saatgut und Sorte

Melonensamen gelten als orthodox, vertragen also das Trocknen und lassen sich trocken lagern. Übrige Samen bewahre ich in der verschlossenen Tüte an einem trockenen Ort auf und schreibe das Jahr darauf. Vor dem Säen lese ich die Angaben auf der Tüte, denn die empfohlene Saattiefe unterscheidet sich je nach Sorte.

Sorten unterscheiden sich in Reifezeit und Fruchtgröße, deshalb wählst du die Sorte vor der Aussaat. Petit Gris de Rennes etwa ist eine sehr frühe Zuckermelone, die auch unter kühleren Bedingungen reift. Einen Überblick über Honigmelone, Cantaloupe, Galia und Wassermelone gibt der Sorten-Abschnitt in unserem Melonen-Ratgeber.

Erde und Töpfe

Melonen säst du in nährstoffreiche Erde. Für Gemüse in Gefäßen eignet sich ein leichtes Substrat, das Luft und Wasser speichert und einen Nährstoffvorrat enthält. Ich säe gleich in Einzeltöpfe, in denen die Pflanze bis zum Auspflanzen bleibt. Im Erwerbsverfahren für Wassermelonen werden dafür Töpfe der Größe 7,5er bis 10er verwendet. Jeder Topf braucht ein Abzugsloch, damit sich keine Staunässe bildet.

Material und Werkzeug

Mini-Checkliste

Das lege ich vor der Aussaat bereit.

  • Einzeltöpfe mit Abzugsloch und nährstoffreiche Erde
  • Etiketten und einen wasserfesten Stift
  • ein Thermometer, das in der Erde steckt
  • eine Anzuchtmatte mit Thermostat
  • eine durchsichtige Haube oder ein Minigewächshaus
  • eine Gießkanne mit feiner Brause
  • einen Pikierstab
  • Vlies für die Zeit nach dem Auspflanzen
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Keimtemperatur und Keimdauer

Melonensamen keimen nur in warmer Erde, und Wassermelonen brauchen dabei mehr Wärme als Zuckermelonen. Diese Werte gelten für die Erde, in der die Samen liegen:

Wert Zuckermelone Wassermelone
Keimtemperatur, Minimum 18–22 °C 25 °C
Keimtemperatur, Maximum 25–28 °C 28 °C
Keimdauer 7–14 Tage 8–12 Tage

Halte die Erde zwischen Minimum und Maximum, dann ist die Keimdauer aus der Tabelle dein Richtwert. Für Wassermelonen gibt es zusätzlich einen Wert für einen warmen Temperaturbereich.

Zahl im Blick

Bei Wassermelonen erscheinen die ersten Sämlinge bei 24 bis 30 °C nach etwa 3 bis 10 Tagen.

Melonen sind keine Lichtkeimer. Bedecke die samen.liveshalb mit Erde, Licht brauchen erst die Keimlinge. Ich stelle die Töpfe auf eine Anzuchtmatte mit Thermostat und setze eine Haube darüber. Die Erde soll in dieser Zeit feucht bleiben, aber nicht nass stehen.

Jetzt dran

Füll einen Topf mit feuchter Erde, steck das Thermometer hinein und stell ihn an den Platz, den du für die Anzucht vorgesehen hast. Liegt der Wert im Keimbereich deiner Melone, kann die Aussaat beginnen.

Schritt für Schritt: Melonen im Topf vorziehen

  1. Füll die Einzeltöpfe mit nährstoffreicher Erde und drück sie leicht an.
  2. Leg zwei bis drei Samen in jeden Topf.
  3. Bedecke die Samen mit Erde, sodass sie 0,5 bis 2 cm tief liegen.
  4. Gieß mit feiner Brause an und beschrifte jeden Topf mit Sorte und Datum.
  5. Stell die Töpfe so warm, dass die Erde im Keimbereich liegt, und setz die Haube darüber.
  6. Sobald die Keimlinge erscheinen, nimm die Haube ab und stell die Töpfe hell.
  7. Lass in jedem Topf nur den kräftigsten Sämling stehen.
  8. Zieh die Jungpflanzen zügig weiter, bis sie ins Beet dürfen.

Wie tief Melonensamen in die Erde kommen

Die allgemeine Spanne für Melonen liegt bei 0,5 bis 2 cm. Für einzelne Sorten nennen Saatgutangaben engere Werte, und die weichen voneinander ab:

Sorte Melonentyp Saattiefe
Sugar Baby Wassermelone etwa 0,5–1 cm
Mini Love F1 Wassermelone etwa 0,5–1 cm
Tigrimini F1 Wassermelone etwa 1–2 cm
Masada F1 Zuckermelone etwa 1–2 cm
Stellio F1 Zuckermelone etwa 1–2 cm
Anasta F1 Zuckermelone etwa 1–1,5 cm

Eine gemeinsame Tiefe für alle Sorten lässt sich daraus nicht ableiten. Ich halte mich an die Angabe auf der jeweiligen Tüte und nehme die allgemeine Spanne nur, wenn dort nichts steht.

Vorkultur oder Direktsaat?

Melonen werden im Frühjahr unter Glas gesät und nach den letzten erwarteten Frösten ausgepflanzt. Zuckermelonen können nach 4 bis 6 Wochen warmer Vorkultur ins Beet. Für Wassermelonen im Hausgarten gilt dieselbe Spanne von 4 bis 6 Wochen. Im Erwerbsverfahren werden Wassermelonen 3 bis 4 Wochen vorkultiviert.

Direktsaat nur in warmen Boden

Zuckermelonen werden erst bei einer Bodentemperatur über 15 °C ausgepflanzt. Zum Keimen brauchen ihre Samen aber ein Minimum von 18 bis 22 °C. Ein Beet, das für Jungpflanzen gerade warm genug ist, kann für die Aussaat also noch zu kalt sein. Ich empfehle dir deshalb die Vorkultur und säe selbst nur in Töpfe.

Willst du trotzdem direkt säen, dann in ein geschütztes Beet im Gewächshaus oder unter einem Folientunnel. Miss vorher die Temperatur in Saattiefe, sie soll im Keimbereich liegen. Leg die Saatstellen gleich im späteren Pflanzabstand an, die Werte stehen weiter unten beim Auspflanzen. Danach gilt dasselbe wie im Topf: Samen 0,5 bis 2 cm tief mit Erde bedecken, feucht halten und auf die kräftigste Pflanze vereinzeln.

Sämlinge pflegen bis zum Auspflanzen

Licht und Wärme nach dem Keimen

Sobald die Keimlinge die Erde durchstoßen, brauchen sie einen hellen Platz, etwa an einem Südfenster. Stehen sie zu dunkel, werden sie lang und weich. Für die warme Vorkultur von Wassermelonen im Hausgarten gelten mindestens 20 °C. Unter 16 °C sollte die Temperatur dabei nicht fallen. Auch Zuckermelonen ziehst du warm vor.

Zahl im Blick

Im Erwerbsanbau werden Wassermelonen nach der Keimphase bei 23 °C bis zum Dreiblattstadium weitergezogen. Danach stehen sie bei 18 bis 21 °C.

Kurz erklärt

Keimblätter sind die ersten Blätter nach dem Auflaufen. Alle Blätter danach heißen Laubblätter oder echte Blätter. Beim Dreiblattstadium und bei der Blattzahl zum Auspflanzen zählst du nur die Laubblätter.

Vereinzeln

Sind in einem Topf zwei oder drei Sämlinge aufgelaufen, bleibt nur der kräftigste stehen.

Tipp

Schneide die übrigen Sämlinge dicht über der Erde ab, statt sie herauszuziehen. So bleibt der Wurzelballen der Pflanze, die stehen bleibt, in Ruhe.

Gießen

Die Erde in den Töpfen soll weder ganz austrocknen noch nass stehen. Ich fühle mit dem Finger, bevor ich gieße, und nehme dafür die feine Brause. Hängt ein Sämling schlapp, gieß nicht sofort nach. Welke kann auch von Wurzeln kommen, die durch zu viel Wasser geschädigt sind.

Pikieren: besser vermeiden

Achtung

Bei Wassermelonen solltest du Umtopfen möglichst vermeiden, weil dabei die empfindlichen Wurzeln beschädigt werden können.

Deshalb säe ich Melonen gleich in Einzeltöpfe und spare mir das Pikieren. Hast du doch in eine Schale gesät, pikierst du ausreichend große Sämlinge einzeln in Töpfe mit nährstoffreicher Erde. Ich hebe jeden Sämling mit dem Pikierstab samt Erde heraus und fasse ihn nur an einem Keimblatt an. Danach drücke ich die Erde im neuen Topf leicht an und gieße an.

Abhärten

Vor dem Auspflanzen gewöhnst du die Jungpflanzen schrittweise an draußen und an direkte Sonne. Im Erwerbsverfahren für Wassermelonen beginnt das Abhärten eine Woche vor dem Auspflanzen. Ich stelle die Töpfe zuerst an einen geschützten Platz im Halbschatten und rücke sie dann nach und nach in die volle Sonne.

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Melonen auspflanzen

Wann die Jungpflanzen ins Beet dürfen

Ins Freie kommen Melonen nach den letzten erwarteten Frösten. Den Ausschlag gibt dann die tatsächliche Temperatur, denn bei niedrigen Plusgraden können Melonen im Wachstum stocken.

Melone Wert beim Auspflanzen
Zuckermelone Bodentemperatur über 15 °C
Zuckermelone mindestens 4 Laubblätter
Zuckermelone Nachttemperatur über 12 °C
Wassermelone Bodentemperatur mindestens 16 °C
Wassermelone im Erwerbsanbau Lufttemperatur 22–25 °C, Nachttemperatur über 12 °C

Ich stecke vor dem Pflanzen ein Bodenthermometer am Pflanzplatz in die Erde. Gepflanzt wird erst, wenn der Wert aus der Tabelle erreicht ist, auch wenn der Termin im Kalender schon da ist.

Das Beet vorbereiten

Melonen sind als Starkzehrer eingestuft. Kennst du die Nährstoffgehalte deines Bodens nicht, kannst du als allgemeine Gartenempfehlung jährlich 3 l Kompost je m² leicht einarbeiten. Das ist ein Richtwert für den Garten und kein vollständiger Düngeplan für Melonen. Leichte Böden lockere ich im Frühjahr mit der Grabgabel, ohne sie umzugraben. Nasse Böden vertragen Wassermelonen schlecht. Auf derselben Fläche planst du für Melonen eine Anbaupause von 4 Jahren ein, und Gurken, Kürbisse oder Zucchini sollten nicht unmittelbar vorher dort stehen.

Abstand als System

Der Platzbedarf ergibt sich aus dem Abstand in der Reihe, dem Reihenabstand und der Erziehungsform.

Abstand Spanne Planungswert
In der Reihe 50–100 cm 100 cm
Zwischen den Reihen 50–150 cm 150 cm

Welchen Wert du aus der Spanne nimmst, hängt von der Erziehung ab. Rankt die Pflanze am Boden, plane so viel Fläche ein, wie sie in die Breite wächst. Zuckermelonen werden 80 bis 150 cm breit. Wassermelonen erreichen eine Wuchsbreite von 150 bis 200 cm. Eintriebig im Gewächshaus aufgeleitete Zuckermelonen wachsen dagegen in die Höhe. Wie viele Pflanzen in dein Beet passen, rechnet dir der Beetplaner für dein Melonenbeet mit den Planungswerten aus.

So setze ich Melonen ins Beet

Ich gieße die Töpfe vor dem Auspflanzen gründlich an, damit der Ballen zusammenhält. Dann kippe ich die Pflanze mit dem ganzen Ballen aus dem Topf, ohne die Wurzeln zu lockern. Den Ballen setze ich ins Pflanzloch, drücke die Erde rundherum an und gieße an. Draußen braucht die Jungpflanze anfangs Schutz, deshalb lege ich Vlies darüber. Im Freiland bleibt das Vlies bei Zucker- und Wassermelonen bis zum Blühbeginn liegen.

Frisch gepflanzte Melonen sind besonders durch Schnecken gefährdet. Bei feuchtem Wetter kontrolliere ich sie spätabends und sammle die Schnecken ab.

Als unverträgliche Nachbarn für Melonen gelten Wassermelonen, Kürbis, Hörnchenkürbis, Ziergurken und Kalebasse. Zucker- und Wassermelone setzt du also nicht nebeneinander. Welche Nachbarn zu Melonen passen, zeigt dir der Mischkultur-Planer.

Häufige Fehler bei der Melonenaussaat

  • Zu kalt säen und die falsche Wärme messen. Für die Keimung zählt die Temperatur in der Erde, nicht die Raumluft. Steck das Thermometer in einen Topf und stell die Töpfe auf eine Anzuchtmatte mit Thermostat.
  • Keimlinge zu dunkel stellen. Gleich nach dem Auflaufen brauchen sie einen hellen Platz.
  • Alle Sämlinge im Topf stehen lassen. Vereinzele auf die kräftigste Pflanze.
  • Die Wurzeln stören. Setz die Pflanze mit dem ganzen Ballen um und pikiere nur, wenn es nicht anders geht.
  • Welke für Durst halten. Prüf erst die Erde, denn auch zu viel Wasser kann Wurzeln schädigen.
  • Das Abhärten auslassen. Gewöhne die Jungpflanzen schrittweise an draußen und an direkte Sonne.
  • Nach dem Kalender pflanzen. Miss die Bodentemperatur am Pflanzplatz.
  • Das Vlies zu lange liegen lassen. Nimm es zum Blühbeginn ab.
  • Zucker- und Wassermelone nebeneinander setzen. Wassermelonen gelten als unverträgliche Nachbarn für Zuckermelonen.

Aussaattechniken ausprobieren

Wenn die Grundtechnik sitzt, kannst du Varianten vergleichen. Ändere dabei immer nur eine Sache und lass den Rest gleich, sonst kannst du die Unterschiede nicht zuordnen.

Variante So gehst du vor Darauf achtest du
Topfsaat mit Vereinzeln zwei bis drei Samen je Einzeltopf, die kräftigste Pflanze bleibt der Ballen bleibt bis zum Auspflanzen ungestört
Schalensaat mit Pikieren ausreichend große Sämlinge einzeln in nährstoffreiche Erde setzen bei Wassermelonen möglichst vermeiden
Temperaturführung aus dem Erwerbsanbau, Wassermelone 23 °C bis zum Dreiblattstadium, danach 18–21 °C braucht einen Platz mit einstellbarer Temperatur
Saattiefe nach Sortenangabe so tief säen, wie die Tüte angibt die Werte unterscheiden sich je Sorte
Direktsaat im geschützten Beet Saatstellen im späteren Pflanzabstand anlegen die Erde muss im Keimbereich liegen

Auch der Anbauort verändert den Zeitplan. Zuckermelonen können im Gewächshaus je nach Sorte und Witterung etwa 8 bis 9 Wochen nach der Pflanzung geerntet werden. Im Freiland brauchen sie von der Pflanzung bis zur Ernte etwa 12 bis 16 Wochen. Pflanzt du Jungpflanzen aus derselben Aussaat am selben Tag ins Gewächshaus und ins Freiland, reifen sie also zu verschiedenen Zeiten.

Marias Erfahrung

Ich führe für jede Aussaat ein kurzes Anzuchtheft. Darin stehen Sorte, Saattag, Saattiefe, die Temperatur in der Erde, der Tag des ersten Keimlings und die Zahl der Laubblätter beim Auspflanzen. Vor der nächsten Aussaat schlage ich dort nach.

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Nach dem Auspflanzen

Mit dem Auspflanzen beginnt die Pflege, und dazu gehören auch Mulch und Veredelung. Grünschnittmulch kommt bei Wassermelonen erst auf ausreichend erwärmten Boden, und eine geeignete Kürbisunterlage kann Zuckermelonen vor Ernteausfällen durch bodenbürtiges Fusarium schützen. Wie es mit Rankhilfen, Düngen und Mulchen bis zur Ernte weitergeht, liest du im Beitrag darüber, wie du Melonen nach dem Auspflanzen bis zur Ernte pflegst.

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Häufige Fragen

Welche Temperaturen benötigen Melonensamen zum Keimen?
Für Zuckermelonen liegt das Keimminimum bei 18 bis 22 °C, das Maximum bei 25 bis 28 °C. Wassermelonen brauchen mehr Wärme, ihr Minimum liegt bei 25 °C und ihr Maximum bei 28 °C. Die Keimdauer beträgt bei Zuckermelonen 7 bis 14 Tage, bei Wassermelonen 8 bis 12 Tage. Miss die Temperatur in der Erde, denn dort liegen die Samen.
Wie unterscheidet sich die Vorkultur von der Direktsaat bei Melonen?
Bei der Vorkultur säst du im Frühjahr unter Glas in Töpfe und pflanzt die Jungpflanzen nach den letzten erwarteten Frösten aus. Bei der Direktsaat kommen die Samen gleich ins Beet, das dafür im Keimbereich liegen muss. Zuckermelonen dürfen schon bei einer Bodentemperatur über 15 °C ins Beet, ihre Samen brauchen zum Keimen aber ein Minimum von 18 bis 22 °C. Ein pflanzfertiges Beet kann für die Aussaat also noch zu kalt sein, deshalb empfiehlt sich bei Melonen die Vorkultur.
Wie pflegt man Melonensämlinge richtig nach der Keimung?
Stell die Keimlinge sofort hell, etwa an ein Südfenster, und halte sie warm: Für die Vorkultur von Wassermelonen gelten mindestens 20 °C, unter 16 °C sollte es nicht fallen. Sind in einem Topf mehrere Sämlinge aufgelaufen, lässt du nur den kräftigsten stehen. Die Erde soll weder austrocknen noch nass stehen. Vor dem Auspflanzen härtest du die Jungpflanzen ab und gewöhnst sie schrittweise an direkte Sonne.
Welche Schritte sind beim Pikieren von Melonenpflanzen zu beachten?
Am besten umgehst du das Pikieren, indem du zwei bis drei Samen direkt in einen Einzeltopf säst und später auf die beste Pflanze vereinzelst. Vor allem bei Wassermelonen sollte Umtopfen möglichst unterbleiben, weil dabei die empfindlichen Wurzeln beschädigt werden können. Musst du doch pikieren, setzt du ausreichend große Sämlinge einzeln in Töpfe mit nährstoffreicher Erde. Heb sie dabei mit dem Pikierstab samt Erde heraus und fass sie nur an einem Keimblatt an.
Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Melonenaussaat?
Die Melonenkultur beginnt im März, April oder Mai. Den Ausschlag gibt der Auspflanztermin nach den letzten erwarteten Frösten, wenn der Boden warm genug ist, bei Zuckermelonen über 15 °C. Von diesem Termin rechnest du die Vorkultur zurück, die bei Zuckermelonen 4 bis 6 Wochen dauert.
Wie lange dauert der Wachstumszyklus von Melonen von der Aussaat bis zur Ernte?
Die Kulturdauer von Zuckermelonen liegt bei 84 bis 140 Tagen. Ab der Pflanzung können sie im Gewächshaus je nach Sorte und Witterung nach etwa 8 bis 9 Wochen geerntet werden. Im Freiland brauchen sie von der Pflanzung bis zur Ernte etwa 12 bis 16 Wochen. Geerntet wird von August bis Oktober.
Worin unterscheiden sich Wassermelonen und Zuckermelonen im Anbau?
Zuckermelonen gehören zur Art Cucumis melo, Wassermelonen zu Citrullus lanatus. Beide sind Kürbisgewächse, und Wassermelonen gelten als unverträgliche Nachbarn für Zuckermelonen. Bei der Anzucht liegt das Keimminimum der Wassermelone mit 25 °C höher, außerdem können ihre empfindlichen Wurzeln beim Umtopfen Schaden nehmen. Wassermelonen wachsen im üblichen bodenrankenden Erwerbsanbau meist ohne regelmäßigen Rückschnitt, für Zuckermelonen gibt es dagegen Schnittverfahren je nach Anbauort.
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