Zwiebelvielfalt im Garten: Zwiebelgewächse im Porträt und ihre Anbau-Eigenheiten
- Speisezwiebel, Gemüsezwiebel, Schalotte und Silberzwiebel gehören zu Allium cepa, Knoblauch ist Allium sativum.
- Lauchzwiebeln können Allium cepa oder Allium fistulosum sein, echte Perlzwiebeln zählen zu Allium ampeloprasum f. holmense.
- Steckzwiebeln reifen früher, Saatzwiebeln bieten die größere Sortenauswahl.
- Schalotten bilden aus einer gesteckten Zwiebel einen Horst und brauchen dafür seitlichen Platz.
- Knoblauchzehen kommen im Hausgarten 5 bis 6 cm tief in die Erde, Winterknoblauch Ende September bis Anfang Oktober.
- Die Winterheckenzwiebel bleibt mehrjährig stehen und wird zur Verjüngung alle 3 Jahre im Juni geteilt.
Knoblauch steckst du als einzelne Zehe, Schalotten wachsen zu einem Horst aus mehreren Zwiebeln heran, und die Winterheckenzwiebel bleibt über mehrere Jahre an ihrem Platz. Wer alle Zwiebelgewächse gleich behandelt, setzt sie leicht zur falschen Zeit oder zu eng. Ich plane mein Zwiebelbeet deshalb zuerst nach Art und Kulturform und suche erst danach die Sorte aus.
Alle hier vorgestellten Zwiebelgewächse gehören zur Gattung Allium, aber nicht zur selben Art. Speisezwiebel, Gemüsezwiebel, Schalotte und Silberzwiebel sind Formen von Allium cepa, Knoblauch heißt Allium sativum. Bei Lauchzwiebeln kann beides dahinterstecken: Allium cepa oder Allium fistulosum, die Art der Winterheckenzwiebel.
Welche Zwiebelgewächse gibt es? Die Arten im Überblick
Die Tabelle ordnet jedes Zwiebelgewächs seiner Art zu und zeigt, wie es startet und was du davon erntest.
| Zwiebelgewächs | Botanische Art | Start im Beet | Genutzt wird |
|---|---|---|---|
| Speisezwiebel | Allium cepa | Saat, Steckzwiebel oder Vorkultur | Zwiebel, frisch und als Lagerzwiebel |
| Gemüsezwiebel | Allium cepa, großkalibrige Formen | Vorkultur, dann Auspflanzen | große, mild-süßliche Zwiebel |
| Schalotte | Allium cepa | gesteckte Pflanzschalotte | Horst aus mehreren Zwiebeln |
| Knoblauch | Allium sativum | einzelne Zehe | Knolle aus Zehen, dazu die grünen Blätter |
| Lauch- oder Frühlingszwiebel | Allium cepa oder Allium fistulosum | Saat, gern in Folgesätzen | Blätter, Schaft und junge Zwiebel |
| Silberzwiebel | Allium cepa | nach Angabe der Sortenpackung | Zwiebel |
| Perlzwiebel | Allium ampeloprasum f. holmense | nach Angabe der Sortenpackung | Zwiebel |
| Winterheckenzwiebel | Allium fistulosum | Saat oder Teilung, danach mehrjährig | Zwiebelröhren, grüne Blätter, weiße Schaftansätze |
Wie die ganze Familie samt Porree und Schnittlauch zusammenhängt, zeigt im Ratgeber zu Zwiebeln, Lauch und Knoblauch der Überblick über Zwiebel, Porree, Knoblauch und Co.. Wie du mehrere dieser Arten über das Jahr in deinem Beet unterbringst, beschreibt der Ratgeber, wie du den Anbau verschiedener Zwiebelgemüse mit Fruchtfolge und Zeitplan planst.
Welche Art passt zu deinem Ziel?
- Wintervorrat: Speisezwiebeln aus lagerfähigen Sorten, gründlich getrocknet
- Große Zwiebeln zum Füllen und Grillen: Gemüsezwiebeln, nur begrenzt lagerfähig
- Dressings und feine Soßen: Schalotten
- Laufend frisches Grün: Lauchzwiebeln in Folgesätzen
- Grün ohne jährliche Neusaat: Winterheckenzwiebel
- Balkon: Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Schnittknoblauch und Schnittlauch
Termin, Tiefe und Abstand im Vergleich
Termin, Pflanztiefe und Abstand unterscheiden sich von Art zu Art deutlich. Die Tabelle zeigt die Werte für die Zwiebelgewächse, die du steckst oder direkt säst.
| Zwiebelgewächs | Termin | Tiefe | Abstand in der Reihe | Reihenabstand | Wuchsform |
|---|---|---|---|---|---|
| Speisezwiebel aus Steckzwiebel | Ende März bis April oder Ende September bis Anfang Oktober | etwa 3 cm | 8 bis 12 cm | 25 bis 30 cm | einzelne Zwiebel in Reihen |
| Schalotte (‘Red Sun’, ‘Biztro’) | Pflanzung im Frühjahr | etwa 3 cm (‘Red Sun’) | etwa 15 cm | 25 cm | Horst aus mehreren Tochterzwiebeln |
| Knoblauch | Winterknoblauch Ende September bis Anfang Oktober, Sommerknoblauch im März | 5 bis 6 cm | 15 cm | etwa 20 cm | Knolle aus mehreren Zehen |
| Winterheckenzwiebel (Allium fistulosum) | Aussaat März bis Mai | 0,5 bis 3 cm (Saat) | 6 bis 8 cm | 10 bis 30 cm | mehrjähriger Horst |
Für Termin und Abstand gilt zuerst, was auf der Packung deiner Sorte steht. Die Reihen kannst du mit dem Beetplaner auf dein Beet übertragen, alle Saat- und Pflanztermine gesammelt findest du im Aussaatkalender für Zwiebeln und Knoblauch zum Ausdrucken. Wie Säen, Stecken und Pflanzen im Einzelnen ablaufen, steht im Abschnitt „Säen, stecken, pflanzen: wie die Kulturen starten“ im Ratgeber zu Zwiebeln, Lauch und Knoblauch.
Küchenzwiebel: eine Art, mehrere Kulturformen
Bei der Küchenzwiebel triffst du zwei Entscheidungen. Sommer- und Winterzwiebel beschreiben die Anbauzeit, Saat- und Steckzwiebel das Startverfahren. Beides klärst du vor der Sortenwahl, weil es Termine und Verwendung festlegt.
Saat oder Steckzwiebel?
Säzwiebeln bieten dir die größere Sortenauswahl. Steckzwiebeln reifen früher, können aber bereits Krankheitserreger aus dem Pflanzgut mitbringen. Im biologischen Verfahrensvergleich lagerten direkt gesäte Zwiebeln besser als Zwiebeln aus Steckzwiebeln. Für frühe Küchenzwiebeln liegt die Steckzwiebel damit vorn, für den Wintervorrat spricht nach diesem Vergleich eher die Saat.
Im biologischen Erwerbsanbau macht die Steckzwiebel außerdem die Unkrautregulierung einfacher, das Pflanzgut kostet dort allerdings mehr.
Zu dicke Steckzwiebeln stecken. Größere Exemplare schossenSchossen nennt man es, wenn eine Gemüsepflanze vorzeitig in die Höhe wächst und Blütenstände bildet, statt weiter Blätter oder Knollen zu entwickeln. Typisch ist das bei Salat, Spinat und Radieschen. eher vorzeitig, deshalb haben gute Steckzwiebeln höchstens 1,5 cm Durchmesser. Beim Kauf achtest du zusätzlich darauf, dass sie noch nicht ausgetrieben haben und keinen Pilzbefall zeigen.
Ich prüfe die Größe vor dem Stecken mit einer Pappschablone: Was nicht durch das Loch passt, kommt nicht ins Beet. Die Direktsaat mit SaatrilleEine Saatrille ist eine flache, gerade Furche im feinkrümeligen Saatbett, in die du Samen in einer Reihe säst. Nach der Aussaat schiebst du sie wieder zu und drückst die Erde an. und Saattiefe zeigt dir der Ratgeber, wie du Zwiebelsamen direkt ins Freilandbeet säst. Den ganzen Weg bis in den Vorratskeller begleitet die Anleitung, wie du Speisezwiebeln aus Saat oder Steckzwiebeln großziehst, erntest und einlagerst.
Gemüsezwiebel: groß und mild aus der Vorkultur
Gemüsezwiebeln sind die großkalibrigen Formen der Küchenzwiebel und starten in der Vorkultur. Für das Auspflanzen im März oder April beginnst du etwa 6 bis 8 Wochen vorher. Im Gewächshaus säst du sie von Ende Januar bis Mitte Februar bei etwa 15 °C aus. In jedes Anzuchtgefäß kommen bei großen Gemüsezwiebeln 1 bis 2 Samen.
Ab August kannst du von vorgezogenen Gemüsezwiebeln Zwiebeln mit 250 bis 350 g ernten. Ihr Fleisch ist saftig und mild-süßlich und eignet sich zum Füllen, Grillen und Überbacken. Weil sich diese großen Zwiebeln nur begrenzt lagern lassen, planst du sie für die Küche ab August ein und nicht für den Wintervorrat.
Winterzwiebel: früh im Jahr, nicht für den Vorrat
Winterzwiebeln sind Küchenzwiebeln, die im Beet überwintern. Gesät wird von Mitte bis Ende August, gesteckt von Ende September bis Anfang Oktober. Für beide Wege nimmst du ausdrücklich ausgewiesene Wintersorten, denn auch sie können trotz Frosthärte unter Kahlfrost leiden. Bei den Steckzwiebeln ist das zum Beispiel ‘Shakespeare’ mit tiefgelber Schale und runder Form, die du nach dem Stecken gut angießt.
Vor Wintereinbruch sollten die Pflanzen etwa 3 bis 4 Blätter entwickelt haben. Überwinternd gesäte Winterzwiebeln kannst du mit einem Vlies von 17 g/m² abdecken, das du im April wieder abnimmst. Geerntet wird in der Regel ab Juni, Wintersteckzwiebeln können je nach Entwicklung schon Ende Mai so weit sein. Weil Winterzwiebeln früh reifen, aber nur bedingt lagerfähig sind, überbrücken sie vor allem die Zeit bis zur Ernte gesteckter Sommerzwiebeln ab Juli.
Unmittelbar neben frühe oder späte Sommerzwiebeln setzt du Winterzwiebeln nicht, damit sich Falscher Mehltau weniger leicht überträgt.
Ende September bis Anfang Oktober ist Steckzeit für Winterknoblauch und Herbststeckzwiebeln. Bei den Zwiebeln greifst du dafür zu ausgewiesenen Wintersorten.
Sorten zur Orientierung
Innerhalb jeder Kulturform unterscheiden sich die Sorten in Farbe, Form und Lagerfähigkeit. Einige Beispiele:
| Sorte | Farbe und Form | Eigenschaften |
|---|---|---|
| Stuttgarter Riesen | gelbbraune Schale, flachrund, mittelgroß | fest, kräftiges Aroma, gut lagerfähig |
| Hylander F1 | mittelgroß, fest | gut lagerfähig, ResistenzResistenz ist bei Pflanzensorten die Fähigkeit, einen bestimmten Schaderreger abzuwehren: Bei einer resistenten Sorte bleibt ein Befall stark begrenzt, und weder Wachstum noch Ertrag leiden auffällig. gegen Falschen Mehltau in norddeutschen Feldversuchen bestätigt |
| Robelja | dunkelrot, rund bis flachrund | mittelfrüh, für mittellange Lagerung |
| Red Baron | dunkelrot, rund-flach | Steckzwiebel, früh reifend, pikant-würzig, vollständig ausgereift gut lagerfähig |
| Snowball | weiß | mild-süß, als Frühjahrs- und als Wintersteckzwiebel angeboten |
| Shakespeare | tiefgelbe Schale, rund | Wintersteckzwiebel |
Welche Sorte zu deinem Garten und Geschmack passt, vergleicht der Ratgeber, welche Zwiebelsorte zu deinem Beet und deiner Küche passt.
Schalotte: ein Horst statt einer Einzelzwiebel
Schalotten gehören wie die Speisezwiebel zu Allium cepa. Im Beet verhalten sie sich anders: Aus einer gesteckten Pflanzschalotte wächst ein Horst aus mehreren Tochterzwiebeln. Weil dieser Horst seitlich Platz braucht, sind für Schalotten größere Abstände in der Reihe vorgesehen als für gesteckte Speisezwiebeln.
Die Sorte bestimmt die Pflanzzeit. ‘Red Sun’ wird als Frühjahrsschalotte angeboten und etwa 3 cm tief gesetzt. Die winterharte Herbstsorte ‘Griselle’ setzt du tiefer, etwa 5 cm. Bei Frühjahrspflanzung erntest du die Sorte ‘Biztro’ zwischen Juli und September.
In der Küche schmecken Schalotten mild und pikant-süßlich und passen in Dressings, Marinaden und feine Soßen. Besonders eignen sie sich für die kalte Küche.
Knoblauch: aus der Zehe gezogen
Klassischer Knoblauch heißt Allium sativum und bildet eine Knolle aus mehreren Zehen. Genau diese Zehen sind dein Pflanzgut. Den Termin bestimmt die Kulturform: Winterknoblauch steckst du im Herbst, Sommerknoblauch im März. Ich messe die Stecktiefe mit einem Pflanzholz nach, auf dem ich die Tiefe markiert habe.
Knoblauch gedeiht besonders gut, wo die Temperatur im Monatsmittel zwischen 12 und 24 °C liegt. Gemeint ist der Durchschnitt über den Monat, keine Frostgrenze.
Aus kleinen Brutzwiebeln entstehen zunächst Rundlinge, die zusammengesetzte Knolle aus Zehen bildet sich erst im zweiten Anbaujahr. Wer Knoblauch über Brutzwiebeln vermehrt, plant also zwei Jahre ein, bis wieder steckfähige Zehen da sind. Vom Knoblauch kannst du neben den Zehen auch die grünen Blätter essen.
Lauch- und Frühlingszwiebeln: Grün in Folgesätzen
Als Lauch- oder Frühlingszwiebeln erntest du junge Pflanzen früh mit grünem Laub. Botanisch sind das junge Küchenzwiebeln (Allium cepa) oder Pflanzen der Winterheckenzwiebel (Allium fistulosum). Du nutzt Blätter, Schaft und die junge Zwiebel.
Für eine laufende Ernte säst du von März bis Mitte Juli alle 2 bis 3 Wochen nach.
Ich säe Lauchzwiebeln Reihe für Reihe nach und stecke an jede Reihe ein Schild mit dem Saatdatum. So sehe ich beim Gang durchs Beet, wann der nächste Satz fällig ist.
Auch die Sorte prägt den Geschmack: ‘White Lisbon’ schmeckt jung mild und zart und wird bei längerer Kultur pikanter. Die Lauchzwiebel ‘Elody’ (Allium cepa) kannst du im August und September direkt ins Freiland säen, damit sie überwintert. Frühlingszwiebeln eignen sich auch für den Balkon, ebenso wie Knoblauch, Schnittknoblauch und Schnittlauch.
Silber- und Perlzwiebeln: zwei Namen, zwei Arten
Bei Silber- und Perlzwiebeln hilft dir der botanische Name weiter als der Handelsname.
„Perlzwiebeln sind einfach kleine Küchenzwiebeln.“ Das trifft nur auf Silberzwiebeln zu, sie gehören zu Allium cepa. Echte Perlzwiebeln werden als Allium ampeloprasum f. holmense eingeordnet.
Für den Anbau heißt das: Kauf gezielt nach dem botanischen Namen und halte dich bei Termin und Abstand an die Angaben auf der Sortenpackung.
Winterheckenzwiebel: mehrjährig im Zwiebelbeet
Die Winterheckenzwiebel (Allium fistulosum) ist eine winterharte, mehrjährige Staude. Im Frühjahr nutzt du ihre Zwiebelröhren. Die Sorte ‘Freddy’ etwa bildet dauerhafte Horste, die über mehrere Jahre grüne Blätter und weiße Schaftansätze liefern.
Winterheckenzwiebel und Winterzwiebel sind zwei verschiedene Kulturen. Die Winterheckenzwiebel ist Allium fistulosum und bleibt mehrjährig stehen. Winter-Speisezwiebeln sind Küchenzwiebeln (Allium cepa), die als überwinternde Zwiebelkultur angebaut und im folgenden Jahr geerntet werden.
Gesät wird von März bis Mai. Damit der Horst jung bleibt, teilst du ihn alle 3 Jahre im Juni.
Als Schnittgrün braucht die Winterheckenzwiebel etwa 6 bis 8 Wochen nach der Saat. Nach einer Teilung sind es etwa 3 bis 4 Wochen.
Vermehrst du über Teilung statt über Saat, kommst du also schneller wieder an frisches Grün. Ich räume nach der Blüte im Juli die alten, abgeblühten Stängel und das welke Laub aus dem Horst. Ihr Nährstoffbedarf gilt als gering. Als Nachbarn für mehrjährig kultivierte Winterheckenzwiebeln werden Erdbeeren empfohlen.
Im Topf wächst die Winterheckenzwiebel in Blumen- oder Kübelpflanzenerde, und das Gefäß braucht einen freien Wasserablauf. Torffreie Erde ist dabei aus Gründen des Umweltschutzes vorzuziehen.
Porree, Schnittlauch und Schnittknoblauch: die nahen Verwandten
Porree, Schnittlauch und Schnittknoblauch gehören ebenfalls zur Gattung Allium, werden aber wegen ihrer Schäfte oder ihres Laubs angebaut. Schnittknoblauch schmeckt mild-aromatisch zwischen Schnittlauch und Knoblauch und treibt nach dem Schnitt wieder aus. Ihre Kultur beschreibt der Abschnitt „Zwiebel, Porree, Knoblauch und Co.: die Familie im Überblick“ im Ratgeber zu Zwiebeln, Lauch und Knoblauch.
Was für alle Zwiebelgewächse gilt
Standort und Boden
Speisezwiebeln mögen einen vollsonnigen, warmen Platz mit humusreicher, feinkrümeliger Erde, die nicht zu VernässungVernässung bedeutet, dass ein Boden zeitweise oder anhaltend so viel Wasser enthält, dass ihm Luft fehlt. Sie ist der Oberbegriff für Nässe durch Grundwasser, Stauwasser, Haftwasser oder Hangwasser; Staunässe ist eine dieser Formen. neigt. Eine windoffene Lage lässt den Bestand schneller abtrocknen und senkt so den KrankheitsdruckKrankheitsdruck beschreibt, wie groß die Gefahr ist, dass Pflanzen von Krankheitserregern befallen werden. Er steigt zum Beispiel bei feucht-warmem Wetter, das besonders Pilzkrankheiten fördert.. pH-Wert, Bodenvorbereitung und Klima behandelt der Abschnitt „Standort, Boden und Klima“ im Ratgeber zu Zwiebeln, Lauch und Knoblauch.
Pflege, Gießen und Düngen
Junge Zwiebeln setzen sich gegen Unkraut schlecht durch, deshalb hältst du die Reihen mit der Hacke frei. Bei anhaltender Trockenheit gießt du Speisezwiebeln im Juni und Juli kräftig, zur Abreife im Hochsommer stehen sie trockener. Ein zu hohes oder spätes StickstoffangebotDas Stickstoffangebot ist die Menge an Stickstoff, die den Pflanzen im Boden tatsächlich zur Verfügung steht. Fachleute bestimmen diesen pflanzenverfügbaren Stickstoff mit einer Bodenanalyse, der sogenannten Nmin-Methode. kann die Abreife verzögern; mehr dazu in den Abschnitten „Pflege und Gießen“ und „Düngen: mittelzehrend bis starkzehrend“.
Krankheiten und Schädlinge
Ein Kulturschutznetz, gleich nach Saat oder Pflanzung mit gut befestigten Rändern aufgelegt und bis kurz vor der Ernte belassen, kann Zwiebeln vor der ZwiebelfliegeDie Zwiebelfliege ist ein der Stubenfliege ähnlicher Schädling, dessen weißliche Maden den Blattgrund junger Zwiebelpflanzen zerstören. Befallene Pflanzen welken, färben sich gelblich-grau und lassen sich leicht herausziehen. schützen. Bei Frühlingszwiebeln und Schnittlauch verursachten direkt aufliegende Netze mit 0,3 mm Maschenweite im OptiNet-Projekt Schäden, dort bietet sich ein Minitunnel an. Falschen Mehltau, Zwiebelhalsfäule und weitere SchaderregerSchaderreger ist im Pflanzenschutz der Sammelbegriff für Schädlinge und Krankheitserreger, die Pflanzen befallen: etwa Insekten oder Fadenwürmer (Nematoden) sowie Pilze, Bakterien und Viren. behandelt der Abschnitt „Krankheiten und Schädlinge: vorbeugen und abdecken“.
Fruchtfolge und Mischkultur
Speisezwiebeln stehen nur alle 4 bis 5 Jahre auf derselben Fläche, und Porree, Schnittlauch und Knoblauch zählen dabei mit. Möhren als Nachbarn helfen vielleicht gegen Fliegen, verlass dich aber nicht darauf, zumal beide unterschiedlich viel Wasser und Nährstoffe brauchen. Die Grundregeln stehen im Abschnitt „Fruchtfolge und Mischkultur“, passende Nachbarn zeigt dir das Mischkultur-Werkzeug für Gemüsenachbarn.
Ernte und Lagern
Reife Speisezwiebeln erkennst du am weich werdenden Hals und am Laub, das von selbst umknickt; noch grünes Laub knickst du nicht künstlich um. Gründlich getrocknet lagern sie kühl, trocken und gut durchlüftet, frische Ware wie Frühlingszwiebeln oder frischer Knoblauch hält dagegen deutlich kürzer. Reifezeichen je Art und Lagerbedingungen beschreiben die Abschnitte „Ernte: Reifezeichen je Art“ und „Lagern: Lagerzwiebeln, Knoblauch und frisches Grün“.
In der Küche
Schalotten dünstest du sanft, weil sie bei zu großer Hitze bitter werden können, und Lauchzwiebeln garst du nur kurz, damit ihr feines Aroma bleibt. Selbst in Öl eingelegten Knoblauch stellst du nicht auf Vorrat her, sondern bewahrst ihn wegen des Botulismusrisikos im Kühlschrank auf und isst ihn spätestens am Folgetag. Geschmack und Verwendung vergleicht der Ratgeber, welche Zwiebeln mild oder scharf schmecken und wofür sie taugen, Nährwerte und Sicherheit der Abschnitt „In der Küche: Verwendung, Nährwerte und Sicherheit“.






