Alle Fachwörter im Glossar

Vorfrucht

Die Vorfrucht ist die Kultur, die vor der aktuellen Kultur auf derselben Fläche stand, in der Fruchtfolge meist im Vorjahr. Sie kann Boden, Nährstoffe und Krankheitsdruck für die nachfolgende Kultur positiv oder negativ beeinflussen.

Was auf einem Beet vorher wuchs, wirkt nach. Eine gut gewählte Vorfrucht kann den Humus verbessern oder den Krankheitsbefall verringern, eine ungünstige dagegen bestimmte Schädlinge begünstigen. Besonders geschätzt sind Hülsenfrüchtler wie Erbsen und Bohnen: Ihre Knöllchenbakterien binden Luftstickstoff und hinterlassen einen Teil davon mit den Ernteresten im Boden. Als andere Pflanzengruppe unterbrechen sie außerdem die Infektionszyklen bodenbürtiger Krankheitserreger.

Das Gegenstück zur Vorfrucht ist die Nachfrucht, also die Kultur, die danach auf derselben Fläche folgt. Im Gemüsegarten spricht man auch innerhalb einer Saison von Vorfrucht, etwa wenn auf frühen Salat noch eine zweite Kultur folgt. Beim Planen hilft es, zu jedem Beet die Vorfrucht zu kennen, damit Pflanzen derselben Familie nicht direkt nacheinander stehen.

Beispiel aus dem Garten

Standen auf einem Beet im Vorjahr Erbsen, sind sie die Vorfrucht für das, was ich dort jetzt pflanze. Bevor ich plane, schaue ich bei jedem Beet nach der Vorfrucht und setze keine Pflanzen derselben Familie direkt danach.

Quelle: Wikipedia – Vorfrucht, Einleitung und Abschnitt „Hülsenfrüchtler (Leguminosen)“. Geprüft am .

Mehr dazu in unseren Ratgebern

Verwandte Begriffe