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Saisonkalender für Hobbygärtner: Was du von Frühling bis Winter säst und erledigst

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Alle Aussaattermine verschieben sich mit Witterung und regionalem Klima, deshalb prüfst du vorher Boden und Wetter.
  • Frühling: Tomaten Mitte bis Ende März auf der Fensterbank säen, wärmebedürftige Arten erst bei erwärmtem Boden auspflanzen.
  • Sommer: Endivie bis Mitte Juli und Feldsalat von Ende Juli bis spätestens Mitte September säen.
  • Herbst: Spinat bis Mitte September säen, Wintergemüse nicht in Kaltluftsenken setzen, Boden lockern und mulchen.
  • Winter: Beete planen, Saatgut sichten, Werkzeug pflegen und kältebedürftige Stauden von Januar bis März säen.

Ein Kalender sagt dir, was in diesem Monat gesät werden kann. Ob dein Beet schon so weit ist, sagt er dir nicht. Ich führe meinen Gartenkalender deshalb nach Jahreszeiten und schaue vor jeder Aussaat zuerst auf den Boden und das Wetter.

Hier steht, was du von Frühling bis Winter säst und welche Arbeiten im Garten anfallen. Gemüse, Kräuter und Blumen stehen nebeneinander, weil sie im Garten auch zur selben Zeit dran sind.

Bevor du loslegst: Warum alle Termine Richtwerte sind

Jede Monatsangabe in diesem Kalender verschiebt sich mit der Witterung und dem regionalen Klima. Im Weinbauklima kannst du früher beginnen, in klimatisch ungünstigen Lagen später. Wie du einen Kalender an deine Region und dein Mikroklima anpasst, zeigt der Leitfaden, wie du einen Aussaatkalender durch das Gartenjahr planst.

Zwei Prüfungen mache ich vor jeder Direktsaat. Ein Beet bereite ich erst vor, wenn keine Erde mehr an den Gartengeräten haften bleibt. Danach zählt die Bodentemperatur, denn jede Art hat ihre eigene Untergrenze für die Keimung. Ab wann du an deinem Standort mit Blick auf Klimazone und Frost säen kannst, erklärt der Ratgeber zum passenden Zeitpunkt für die Aussaat von Gemüsesamen.

Manche Arten ziehst du im Haus vor, andere säst du direkt ins Beet. Welche Vor- und Nachteile beide Wege haben, steht im Abschnitt Vorkultur oder Direktsaat im Überblick zu Aussaat und Anzucht.

Frühling: Was von März bis Mai gesät und erledigt wird

Im Frühling laufen drei Arbeiten parallel: die Anzucht im Haus, die ersten Saaten im Beet und die Vorbereitung der Flächen für die wärmeliebenden Kulturen.

Wie bereite ich die Beete vor?

Zur Frühjahrsvorbereitung können etwa 3 l Kompost je m² ins Gemüsebeet, wenn die Bodenuntersuchung das erlaubt. Mehr ist nicht automatisch besser, denn auch organische Dünger können bei übermäßiger Gabe den Pflanzen und der Umwelt schaden. Für eine gleichmäßige Einzelkornsaat harkst du das Beet eben, feinkrümelig und unkrautfrei.

Kurz erklärt

Ein falsches Saatbett ist ein Beet, das du vor der eigentlichen Aussaat herrichtest, damit Unkräuter schon vorher auflaufen und entfernt werden können. Du bereitest es 2 bis 4 Wochen vor der Gemüseaussaat vor. Die aufgelaufenen Unkräuter entfernst du nur oberflächlich, damit keine neuen Samen aus tieferen Bodenschichten nach oben kommen.

Was wird im Frühling im Haus vorgezogen?

Paprika steht zu dieser Zeit schon auf der Fensterbank, sie wird ab Februar gesät. Ich rechne jede Vorkultur rückwärts: Erst steht der Pflanztermin fest, dann zähle ich die Wochen bis zur Aussaat zurück.

Kultur Aussaat im Haus Hinweis
Tomaten Mitte bis Ende März auf der Fensterbank Eigenanzucht bietet meist eine größere Sortenauswahl als gekaufte Jungpflanzen
Tagetes ‘Bonita Mischung’ März bis Mai vorgezogene Pflanzen nicht vor Mitte Mai ins Freiland
Zucchini und Kürbis etwa 4 Wochen vor dem Auspflanzen Termin vom Pflanztermin aus zurückrechnen
Gurken 2 bis 3 Wochen Vorkultur bis zur Pflanzung reichen Hausgurken unter geschützten Bedingungen zum Beispiel Ende April
Bohnen im April Auspflanzen Mitte Mai

Nach der Keimung zählen viel Licht und eine Temperatur, die zur Art passt. Ein zu dunkles Fenster oder zu viel Wärme nach dem Pikieren führt zu blassen, dünnen und weichen Jungpflanzen. Wie du Licht, Temperatur und Pikieren abstimmst, steht im Überblick zu Aussaat und Anzucht im Abschnitt zur Jungpflanzenpflege.

Bei Aussaaterde sollte der Salzgehalt unter 0,5 g/l liegen. Reiner Kompost taugt wegen seines hohen Nährstoffgehalts nicht als Anzuchterde. Bestandteile und torffreie Mischungen behandelt derselbe Überblick im Abschnitt zur Anzuchterde.

Was geht im Frühbeet und im ungeheizten Gewächshaus?

Wer ein ungeheiztes Gewächshaus hat, startet früher. Dort kannst du witterungsabhängig etwa ab Anfang März Kopfsalat und Kohlrabi pflanzen und Radieschen säen. Zuverlässig frostfrei ist ein unbeheiztes Haus allerdings nicht. Beim Frühbeetkasten zeigt die schräge Abdeckung nach Süden, und an sonnigen, frostfreien Tagen hebst du die Scheiben zum Lüften an.

Achtung

Unter Vlies und Folie behältst du die Temperatur im Blick. Steigt sie unter der Abdeckung über 30 °C, nimmst du die Abdeckung ab. Lochfolie nimmst du außerdem zum Gießen vorübergehend herunter. Bei Erdbeeren entfernst du die Abdeckung spätestens zu Blühbeginn, damit die Bestäubung möglich bleibt.

Was säe ich im Frühling direkt ins Beet?

Bei der Direktsaat entscheidet der Zustand des Bodens über den Termin. Die Tabelle nennt die Aussaatfenster und, wo es sie gibt, die Mindestbodentemperatur zur Keimung im Saatbeet.

Kultur Aussaat ins Freiland Hinweis
Radieschen Mitte März Ernte je nach Witterung Ende April bis Anfang Mai
Möhren, Sorte ‘Nantaise 2’ März bis Juni Bodentemperatur mindestens 5 °C
Pastinaken Mitte März bis Anfang Mai Boden abgetrocknet
Petersilie Anfang bis Mitte April Bodentemperatur mindestens 6 °C
Schnittlauch, Kresse, Rucola Anfang bis Mitte April schon vor den Eisheiligen möglich
Ringelblume ‘Bunte Schnittmischung’ April bis Juni Blüte Juni bis Oktober
Tagetes ‘Bonita Mischung’ April bis Juni alternativ zur Anzucht im Haus
Porree und Zwiebeln sobald der Boden warm genug ist Bodentemperatur 8 bis 10 °C
Bohnen sobald der Boden warm genug ist Bodentemperatur 10 bis 12 °C
Basilikum frühestens Mitte Mai Samen nur andrücken, nicht mit Erde abdecken
Freilandgurken ab Mitte Mai Bodentemperatur mindestens 12 °C

Bevor ich Bohnen lege, stecke ich ein Bodenthermometer ins Beet und lese es ab. Bei trockener, warmer Witterung hält eine Vliesabdeckung Möhrensaaten länger feucht. Die Termine für weitere Gemüsearten findest du in der Übersicht, welche Aussaatzeit zu welcher Gemüsesorte passt.

Was ist Mitte Mai dran?

Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Kürbisse, Auberginen und Melonen können schon bei niedrigen Plusgraden im Wachstum stocken. Ich pflanze sie deshalb nicht nach Datum, sondern wenn der Boden erwärmt ist und das tatsächliche Wetter passt. Vorher gewöhne ich sie tagsüber erst im Halbschatten und dann in der Sonne an draußen, die Schritte stehen im Überblick zu Aussaat und Anzucht unter Abhärten und Auspflanzen.

Gurken und Bohnen, die im April im Haus vorgezogen wurden, haben nach dem Auspflanzen Mitte Mai einen Entwicklungsvorsprung. Sie sind dann weniger durch Schnecken und Bohnenfliegen gefährdet, verlassen kannst du dich darauf aber nicht. Bohnen keimen im Saatbeet erst bei 10 bis 12 °C Bodentemperatur, und Schäden durch Bohnenfliegen nehmen bei anhaltend kühlem Wetter zu. In einem kühlen Frühjahr spricht deshalb einiges dafür, Buschbohnen im Topf vorzuziehen.

Kohl deckst du direkt nach Saat oder Pflanzung mit einem Schutznetz gegen die Kleine Kohlfliege ab. Das Netz bleibt möglichst über die ganze Kulturdauer liegen.

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Sommer: Was von Juni bis August gesät und erledigt wird

Im Sommer werden die ersten Beete frei, und die Nachkulturen beginnen. Welche Nachkultur auf ein Beet passt, hängt davon ab, wie lange die Hauptkultur es belegt. Ich trage deshalb Erntetermine als eigenen Eintrag in den Kalender ein, damit ich sehe, wann ein Beet frei wird.

Was kann ich im Sommer noch säen?

Kultur Aussaatfenster Hinweis
Möhren, Sorte ‘Nantaise 2’ bis Juni letzte Direktsaat dieser Sorte
Ringelblume ‘Bunte Schnittmischung’ Direktsaat bis Juni Blüte bis Oktober
Tagetes ‘Bonita Mischung’ Direktsaat bis Juni
Stiefmütterchen und andere Zweijährige Juni bis Anfang August, je nach Kulturführung Hauptblüte im Folgejahr
Buschbohnen spätestens Anfang bis Mitte Juli, je nach Empfehlung auch als Horstsaat mit mehreren Samen je Saatstelle
Endivie spätestens Mitte Juli für die Herbsternte
Feldsalat Ende Juli bis spätestens Mitte September für die zweite Jahreshälfte
Kresse und Rucola bis Anfang September in mehreren Sätzen
Spinat bis Mitte September für Winter- oder Frühjahrsernte; als Nachkultur 3 bis 5 cm Kornabstand bei mindestens 25 cm Reihenabstand

Hohe Bodentemperaturen können bei Salaten, Feldsalat und Spinat die Keimung verhindern oder unterbrechen. Kopfsalat keimt bereits bei Bodentemperaturen über 18 °C schlechter. Das Feldsalatfenster reicht bis Mitte September, deshalb verschiebe ich die erste Saat innerhalb dieses Fensters nach hinten, wenn Ende Juli eine Hitzeperiode läuft.

Welche Blumen du sonst im Jahreslauf säst, von Sommerblumen über Zweijährige bis zu Stauden, zeigt der Ratgeber, wann du welche Blumen im Gartenjahr aussäst.

Wie säe und gieße ich bei Trockenheit?

In der Saatrille drückst du die Samen an den feuchten Grund und bedeckst sie nach oben locker mit Erde. Verschlämmt ein Regen die Oberfläche, lockerst du den Boden vor dem Auflaufen vorsichtig neben den Saatreihen. Eine organische Mulchschicht zwischen den Reihen schützt den Boden vor Austrocknung und fördert die Humusbildung.

Zahl im Blick

Ist der Unterboden sehr trocken, gibst du 1 bis 2 Tage vor der Aussaat 15 bis 20 l/m². Für gründliches Gießen von Gartenbeeten gelten 10 bis 25 l/m² je Durchgang als Orientierung, für Gemüse bei warmer, trockener Witterung 20 bis 25 l/m². Diese Werte gelten für das Beet, nicht für Keimschalen.

Welche Pflege- und Erntearbeiten im Gemüsegarten sonst in jeder Jahreszeit anfallen, sammelt der Ratgeber zu den Aussaat-, Pflege- und Erntearbeiten im Gemüsegarten.

Herbst: Was von September bis November gesät und erledigt wird

Im September laufen die letzten Gemüsesaaten fürs Beet. Spinat für die Winter- oder Frühjahrsernte säst du bis Mitte September, Feldsalat ebenfalls bis spätestens Mitte September. Kresse und Rucola gehen bis Anfang September. Weil sich Anbau- und Erntezeiten mit dem Klimawandel verlängern, bietet der Herbst zusätzliche Möglichkeiten für Aussaaten und Pflanzungen. Solche Herbstkulturen halten den Boden bedeckt und nehmen frei werdende Nährstoffe auf.

Wohin gehört Wintergemüse?

Wie gut Wintergemüse Frost verträgt, hängt neben der Art auch von Sorte, Entwicklungszustand, Gesundheit, Standort und Witterung ab. In Strahlungsnächten fließt Kaltluft hangabwärts und sammelt sich in Senken und Mulden, die dadurch besonders frostgefährdet sind. Für Feldsalat und andere Wintersaaten wähle ich deshalb Beete außerhalb solcher Senken.

Welche Arbeiten stehen im Herbst an?

Abgeerntete Flächen kannst du mit einer Gründüngung belegen. Baust du häufig Kohl, Rettich oder Radieschen an, nimmst du eine Mischung ohne Kreuzblütler wie Senf, Ölrettich oder Raps. Statt umzugraben, lockere ich den Boden mit der Grabgabel und decke ihn danach mit Mulch ab. Am Frühbeetkasten verringern Stroh oder Laub an den Seiten die Wärmeverluste.

Bärlauch kannst du ab Herbst in Schalen säen. Die Schalen stellst du draußen windgeschützt auf, damit die Samen eine natürliche Kältebehandlung bekommen. Kübelpflanzen brauchen zum Überwintern ein temperiertes Gewächshaus mit Zusatzheizung, weil ein unbeheiztes Haus nicht zuverlässig frostfrei ist.

Wer im Herbst Samen für das nächste Jahr nimmt, beachtet bei Kürbisgewächsen eine Ausnahme.

Achtung

Von Zucchini und anderen Cucurbita-pepo-Kürbissen nimmst du kein eigenes Saatgut, wenn Zierkürbisse in der Nähe wachsen. Schmeckt ein Kürbisgewächs bitter, spuckst du den Bissen sofort aus und entsorgst die Frucht. Auch Erhitzen beseitigt die giftigen Bitterstoffe nicht zuverlässig.

Winter: Was von Dezember bis Februar gesät und erledigt wird

Wie plane ich die neue Saison?

Im Winter plane ich die nächste Saison auf Papier. Ich arbeite mit einem festen Grundriss von Beeten und Wegen und lege jedes Jahr einen neuen Kulturplan darüber. Zuerst verteile ich die Hauptkulturen, danach ergänze ich Vor-, Nach- und Zwischenkulturen nach ihrer Belegungsdauer. Eine jährliche Notiz, welche Hauptkultur auf welchem Beet stand, zeigt dir zu enge Kulturfolgen.

Nach lange stehenden Kulturen wie Herbstkohl, Sellerie, Petersilie oder Stangenbohnen hältst du vor verwandten Kulturen eine Anbaupause von 3 Jahren ein. Mehr zu Fruchtfolge und Mischkultur im Beetplan steht im Überblick zu Aussaat und Anzucht, passende Nachbarn suchst du dir mit dem Werkzeug, welche Pflanzen sich in Mischkultur vertragen.

Wie du aus Jahreszeiten und Pflanzenfamilien einen persönlichen Aussaatkalender baust, zeigt der Ratgeber, wann du Gemüse, Kräuter und Blumen je Pflanzenfamilie aussäst. Deine Beete kannst du im Beetplaner digital anlegen. Welche digitalen Hilfen sonst beim Planen taugen, ordnet der Leitfaden zum Aussaatkalender ein.

Termine nach dem Mondkalender lege ich nicht fest. Ich richte mich nach dem, was ich messen und sehen kann: Bodentemperatur, Bodenzustand und Wetter. In mein Gartentagebuch schreibe ich, welche Sorten gut keimen und sich zügig entwickeln, damit die nächste Planung auf eigenen Beobachtungen aufbaut.

Wie sichte ich mein Saatgut?

Ich ordne meine Samentüten nach Kulturgruppen und Aussaatmonaten, damit Einkauf und Aussaattermine im Blick bleiben. Bei älterem Saatgut machst du eine Probeaussaat und beurteilst nach 2 bis 3 Wochen, ob genug Samen gekeimt sind. Ist das nicht der Fall, säst du dichter oder neu.

Zahl im Blick

Gemüsesaatgut lagert günstig bei 0 bis 10 °C. Für Saatgut-Lagerräume wird eine relative Luftfeuchte von etwa 30 % angestrebt.

Was mache ich mit Werkzeug und Gefäßen?

Die ruhigen Wochen nutze ich für Werkzeug und Anzuchtgefäße.

Mini-Checkliste

  • Bodenbearbeitungsgeräte von Schmutz und Rost befreien, danach einfetten
  • spröde Holzstiele kontrollieren, glatt schleifen und mit Holzpflegemittel einölen
  • Töpfe und Schalen reinigen und erst trocken ineinanderstecken
  • Kalkablagerungen an Tontöpfen mit Essigwasser im Verhältnis 1:10 lösen und mit klarem Wasser abspülen
  • Anzuchtgefäße auf einen Wasserabzug prüfen, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann

Was wird im Winter schon gesät?

Stauden, die zum Keimen Kälte brauchen, säst du von Januar bis März ins Freiland, zum Beispiel Frauenmantel und Duftveilchen. Auch Bärlauch kannst du bis Anfang März noch in Schalen säen und draußen windgeschützt aufstellen.

Ab Februar beginnt die Anzucht im Haus. Paprika ziehst du für eine Pflanzung im Mai etwa zwischen Februar und Anfang März vor, für die Keimlinge eignet sich ein helles Südfenster. Petunien und Begonien kannst du etwa ab Ende Februar vorziehen. Trockene Heizungsluft unter der Fensterbank kann die Pflanzen stärker verdunsten lassen, als die Wurzeln Wasser nachliefern.

Häufiger Fehler

Die Anzuchterde ständig nass halten. In dauerhaft zu nasser Erde vermehren sich Trauermücken besonders, und ihre Larven können die Wurzeln von Jungpflanzen anfressen. Bei torffreier Erde prüfst du vor dem Gießen auch die Feuchte unter der Oberfläche, weil eine trockene Oberfläche nasses Substrat weiter unten verdecken kann.

Häufige Fragen

Was ist ein Saisonkalender für den Garten und warum ist er wichtig?
Ein Saisonkalender ordnet Aussaaten und Gartenarbeiten nach Jahreszeiten, von Frühling bis Winter. So behältst du Aussaatfenster im Blick, zum Beispiel für Feldsalat von Ende Juli bis spätestens Mitte September. Die Termine sind Richtwerte, denn Aussaat- und Pflanztermine verschieben sich mit Witterung und regionalem Klima.
Welche Faktoren beeinflussen die optimalen Aussaatzeiten im Garten?
Den Ausschlag geben Witterung, regionales Klima, Bodenzustand und Bodentemperatur. Im Weinbauklima ist ein früherer Beginn möglich, in klimatisch ungünstigen Lagen ein späterer. Ein Beet bereitest du erst vor, wenn keine Erde mehr an den Gartengeräten haften bleibt. Außerdem braucht jede Art eine eigene Mindestbodentemperatur zur Keimung, für Bohnen werden zum Beispiel 10 bis 12 °C angegeben.
Wie wirkt sich die Bodentemperatur auf die Keimung verschiedener Pflanzen aus?
Jede Art hat im Saatbeet eine eigene Mindestbodentemperatur für die Keimung. Für Möhren liegt sie bei 5 °C. Für Bohnen werden 10 bis 12 °C angegeben. Zu warm kann es aber auch sein: Kopfsalat keimt bei Bodentemperaturen über 18 °C schlechter.
Welche Gemüsesorten eignen sich für eine Nachkultur im Sommer?
Endivie für die Herbsternte säst du bis spätestens Mitte Juli, Buschbohnen je nach Empfehlung bis Anfang oder Mitte Juli. Feldsalat folgt von Ende Juli bis spätestens Mitte September, Kresse und Rucola in mehreren Sätzen bis Anfang September. Spinat für die Winter- oder Frühjahrsernte säst du bis Mitte September. Bei großer Hitze können hohe Bodentemperaturen die Keimung von Salaten und Spinat verhindern oder unterbrechen.
Wie erstellt man einen individuellen Pflanzenplan für das ganze Gartenjahr?
Zeichne zuerst einen festen Grundriss deiner Beete und Wege und lege jedes Jahr einen neuen Kulturplan darüber. Verteile dann die Hauptkulturen auf die Beete und ergänze Vor-, Nach- und Zwischenkulturen nach ihrer Belegungsdauer. Notiere jedes Jahr, welche Hauptkultur auf welchem Beet stand, damit du zu enge Kulturfolgen erkennst. Ein Gartentagebuch über gut keimende und zügig wachsende Sorten hilft, die nächste Planung auf eigene Beobachtungen zu stützen.
Welche regionalen Unterschiede müssen bei der Gartenplanung berücksichtigt werden?
Aussaat- und Pflanztermine verschieben sich mit regionalem Klima und Witterung. Im Weinbauklima ist ein früherer Beginn möglich, in klimatisch ungünstigen Lagen ein späterer. Auch im eigenen Garten gibt es Unterschiede: In Strahlungsnächten sammelt sich Kaltluft in Senken, Mulden und am Hangfuß, wodurch diese Stellen besonders frostgefährdet sind.
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