Futterrüben im Kleingarten anbauen: Aussaat, Pflege und Nutzung
- Aussaat von März bis Mai direkt ins Beet, bei einer Bodentemperatur von mindestens 5 bis 8 °C.
- Saattiefe 2 bis 3 cm, Reihenabstand 40 cm, nach dem Vereinzeln 30 cm in der Reihe.
- Mit dem Vereinzeln bis zum 4-Blatt-Stadium warten und im selben Gang jäten.
- Als Starkzehrer mit gut verrottetem Mist grunddüngen, Fruchtwechselpause 4 Jahre.
- Rübe und Laub nutzen: als Futter für Kleintiere, langsam eingeführt, und in der Küche.

Bei Futterrüben entscheidet sich viel in den ersten Wochen nach der Saat. Ich säe sie direkt ins Beet und lege die Reihen gleich so an, dass ich später bequem dazwischen hacken kann. Drei Dinge zählen am Anfang: Der Boden muss warm genug sein, die Keimlinge brauchen Platz, und Unkraut darf die jungen Rüben nicht bedrängen. Von der Sortenwahl über Aussaat, Düngung und Pflege bis zur Nutzung für Kleintiere und Küche zeige ich dir, wie ich dabei vorgehe.
Futterrüben, auch Runkelrüben genannt, sind zweijährig und blühen erst im zweiten Standjahr. Im Garten säst du sie im Frühjahr und erntest die Rübe im Herbst desselben Jahres. Wie sie sich von Grünland, Futterkohl und Zichorie abgrenzen, erklärt der Ratgeber im Abschnitt Futterpflanzen im Überblick.
Futterrüben anbauen: die Eckdaten
Am Beet arbeite ich mit diesen Richtwerten:
| Thema | Richtwert |
|---|---|
| Aussaatzeit | März bis Mai, Direktsaat ins Beet |
| Bodentemperatur für die Direktsaat | mindestens 5 bis 8 °C (Angabe aus dem ökologischen Feldanbau) |
| Keimtemperatur | min. 10 °C, max. 15 °C |
| Keimdauer | 14 bis 21 Tage |
| Saattiefe | 2 bis 3 cm |
| Abstand | ReihensaatReihensaat ist eine Saatweise, bei der die Samen in flache, gerade Rillen gesät werden, sodass die Pflanzen später in Reihen stehen. Gegenüber der Breitsaat, bei der die Samen flächig ausgestreut werden, erleichtert sie die Pflege., nach dem VereinzelnVereinzeln heißt, zu dicht aufgegangene Sämlinge in der Saatreihe auszudünnen, damit die übrigen Pflanzen genug Platz, Wasser und Nährstoffe haben. Manchmal ist auch das Pikieren gemeint, also das Umsetzen junger Sämlinge in einzelne Töpfe. 30 cm in der Reihe, 40 cm zwischen den Reihen |
| Vereinzeln | warten bis zum 4-Blatt-Stadium |
| Unkraut kurz halten | besonders 4. bis 8. Woche nach dem Auflaufen |
| Standort | vollsonnig, mittelschwerer bis schwerer, tiefgründiger Boden, keine Staunässe |
| Wuchshöhe | 40 bis 80 cm |
| FruchtwechselpauseDie Fruchtwechselpause ist die Zeit, in der auf einem Beet weder dieselbe Gemüseart noch eine verwandte Art aus derselben Pflanzenfamilie wächst, damit sich Krankheitserreger und Schädlinge im Boden nicht so leicht vermehren. | 4 Jahre |
Warum sich Futterrüben im Kleingarten lohnen
Diese Punkte sprechen für mich für eine Reihe Futterrüben im Kleingarten:
- Direktsaat statt Anzucht: Von März bis Mai kommen die Samen direkt an Ort und Stelle, ganz ohne Töpfe auf der Fensterbank.
- Pflege nach Plan: Zwischen gut sichtbaren Reihen hackst du, in der Reihe jätest du von Hand.
- Rübe und Laub: Beides lässt sich nutzen, als Futter für Kleintiere und in der Küche.
- Vorrat für den Winter: Frische Futterrüben sind bei etwa 5 °C begrenzt lagerfähig.
- Zucker im Futter: Der Futtertabellenwert liegt bei 545 g Zucker je kg TrockenmasseTrockenmasse ist das Gewicht eines Materials, etwa von Erntegut oder Futter, nach Abzug des enthaltenen Wassers. Sie macht Vergleiche möglich, die nicht davon abhängen, wie feucht das Material gerade ist..
Ich baue Futterrüben als HauptkulturDie Hauptkultur ist die Gemüseart, die im Gartenjahr am längsten auf einem Beet steht, zum Beispiel Tomaten. Nach ihr richtet sich die Beetplanung: Vor-, Nach- und Zwischenkulturen werden um sie herum eingeplant. aus der Frühjahrssaat an. Ob sie auch als ZwischenfruchtEine Zwischenfrucht ist eine Kultur, die zwischen zwei Hauptfrüchten auf derselben Fläche wächst, oft von der Ernte im Spätsommer bis zum nächsten Frühjahr. Sie wird als Gründüngung zur Bodenverbesserung oder, in der Landwirtschaft, als Futter angebaut. taugen, hängt vom Wachstumsfenster und vom Nutzungsziel ab; das klärt der Ratgeber, welches Wachstumsfenster Futterrüben als Zwischenfrucht brauchen. Wer sie gezielt für Humusaufbau und Gründüngung nutzen will, liest nach, wie du Futterrüben zur Bodenverbesserung einsetzt.
Welche Futterrübe passt zu dir?
Bei der Sortenwahl schaue ich zuerst auf den Rübentyp. Eine Futterwerttabelle gibt für zwei Typen diese Trockenmassegehalte an:
| Rübentyp | Trockenmasse (Tabellenwert) |
|---|---|
| Gehaltsrübe | 17 bis 19 % |
| Halbzuckerrübe | 14 bis 16 % |
Die Gehaltsrübe hat damit den höheren Trockenmassegehalt. Wer mit jedem Kilo frischer Rübe mehr Trockenmasse ins Futter bringen will, greift deshalb zur Gehaltsrübe. Über die Gesundheit deiner Tiere sagen solche Tabellenwerte nichts, sie beschreiben nur Inhaltsstoffe.
Daneben unterscheiden sich die Sorten in Form und Farbe. Die Sorte ‘Eckdorot’ bildet zum Beispiel rote, walzenförmige Rüben. Beim Kauf notiere ich mir Typ, Form und Farbe, damit ich im Herbst weiß, welche Rübe in welcher Reihe steht.
Trockenmasse ist der Anteil der Rübe ohne Wasser. In Futterwerttabellen stehen Zucker, Rohprotein oder Kalzium oft je Kilogramm Trockenmasse, nicht je Kilogramm frischer Rübe. Wer Werte vergleicht, achtet deshalb immer auf die Bezugsgröße.
Standort und Boden vorbereiten
Futterrüben brauchen einen vollsonnigen Platz. Sie bevorzugen mittelschwere bis schwere, tiefgründige Böden. Staunässe vertragen sie nicht, und zur Vorbeugung gegen Wurzelbrand meidest du Böden, die zu Nässe neigen. Schwerer Boden ist also willkommen, solange das Wasser darin abziehen kann; eine Senke, in der nach Regen Pfützen stehen, ist der falsche Platz.
Stand über den Winter eine Gründüngung auf dem Beet, arbeite sie nur flach ein. Tief vergraben kann die frische Masse unter Luftabschluss faulen. Danach wartest du meist etwa 2 bis 3 Wochen, bevor du säst.
Düngen: was Futterrüben als Starkzehrer brauchen
Futterrüben zählen zu den StarkzehrernStarkzehrer sind Gemüsearten mit hohem Nährstoffbedarf, vor allem an Stickstoff, etwa Kohl, Kürbis, Tomaten und Zucchini. In der Fruchtfolge kommen sie zuerst auf ein frisch versorgtes Beet, zum Beispiel nach einer Kompostgabe.. Als organische GrunddüngungDie Grunddüngung ist die Düngergabe unmittelbar zu Beginn einer Kultur oder der Wachstumszeit. Was die Pflanzen danach noch brauchen, bekommen sie mit einer oder mehreren Nachdüngungen, den sogenannten Kopfdüngungen. eignet sich gut verrotteter Mist, den ich vor der Saat in das Beet einarbeite. Kompost allein reicht dafür nicht. Als allgemeine Grunddüngung im Frühjahr gilt für Gartenboden ein Richtwert von höchstens 3 l/m² Kompost im Jahr, und diese Gabe deckt den Stickstoffbedarf von Gemüse nicht vollständig. Für einen Starkzehrer wie die Futterrübe übernimmt deshalb der Mist die Grunddüngung.
Ein festes Intervall zum Nachdüngen setze ich nicht. Stattdessen beobachte ich Wuchs und Blattfarbe. Blasse oder schwach wachsende Pflanzen können auf einen Nährstoffmangel hindeuten, beweisen ihn aber nicht. Im Zweifel lasse ich den Boden untersuchen, bevor ich nachlege oder kalke.
Für die Bodenprobe stichst du im Gemüsebeet aus 0 bis 25 cm Tiefe. Aus 10 bis 15 Einzelproben derselben Fläche mischst du eine Probe. Liegt der gemessene pH-Wert über dem Zielbereich für deine Bodenart, gibst du weder Kalk noch kalkhaltigen Dünger.
Futterrüben aussäen
Wann du Futterrüben säst
Futterrüben säst du von März bis Mai. Für die Direktsaat nennt der ökologische Feldanbau eine Bodentemperatur von mindestens 5 bis 8 °C. Die angegebene Mindest-Keimtemperatur liegt bei 10 °C. Wer an der Untergrenze für die Direktsaat sät, legt die Samen also in Boden, der noch unter der angegebenen Keimtemperatur liegt. Ich stecke deshalb vor der Saat ein Bodenthermometer in Saattiefe und richte mich nach der Messung statt nach dem Kalender.
Den Saatzeitraum für Futterrüben und die übrigen Futterpflanzen hast du mit dem Aussaatkalender für Futterpflanzen zum Ausdrucken im Blick.
Normal- oder Präzisionssaatgut
Futterrübensaatgut gibt es als Normalsaatgut und als Präzisionssaatgut. Für den Kleingarten zählt vor allem, dass Typ und Sorte zu deinem Zweck passen. Wie unterschiedlich die beiden Formen eingesetzt werden, zeigen die Mengen aus dem Feldanbau.
Im Feldanbau werden je Hektar 15 bis 20 kg Normalsaatgut ausgesät. Beim Präzisionssaatgut sind es 8 bis 10 kg je Hektar. Diese Feldwerte rechnest du nicht auf dein Beet herunter; sie zeigen nur, dass vom Präzisionssaatgut deutlich weniger je Fläche gebraucht wird.
So säe ich Futterrüben
- Ich lockere das Beet, arbeite den Mist ein und reche die Oberfläche glatt.
- Die Reihen ziehe ich im Abstand von 40 cm und stecke an beide Enden jeder Reihe einen Stab.
- In jede Reihe kommt eine Rille von 2 bis 3 cm Tiefe.
- Die Samen lege ich dichter in die Rille, als die Rüben später stehen sollen, und schließe sie mit Erde.
- Bis zum Auflaufen halte ich die Saatreihe feucht, denn die Futterrübe braucht einen feuchten Standort.
Bis die Keimlinge erscheinen, vergehen 14 bis 21 Tage. In dieser Zeit sieht das Beet leer aus, und die Stäbe zeigen dir, wo die Reihen verlaufen.
Wie viel Platz Futterrüben brauchen
Futterrüben wachsen als Reihensaat, die du später auf den Endabstand vereinzelst. Nach dem Vereinzeln steht in der Reihe alle 30 cm eine Rübe. Zwischen den Reihen bleiben 40 cm frei. Ich lege die Reihen so an, dass ich mit der Hacke dazwischen durchkomme, ohne auf die Rüben zu treten.
Pflege: vereinzeln, hacken, mulchen
Vereinzeln: bis zum 4-Blatt-Stadium warten
Mit dem Vereinzeln wartest du bis zum 4-Blatt-Stadium. Im ökologischen Anbau hat das einen praktischen Grund: Im selben Arbeitsgang entfernst du die Unkräuter, die bis dahin nachgekeimt sind. Übrig bleibt in der Reihe alle 30 cm eine kräftige Pflanze.
Ich vereinzle kniend, Reihe für Reihe. Mit einer Hand halte ich die Rübe fest, die stehen bleiben soll, mit der anderen ziehe ich die Nachbarn und das Unkraut daneben heraus. Danach gieße ich die Reihe an, damit sich die Erde um die verbliebenen Pflanzen wieder setzt.
Unkraut: die vierte bis achte Woche zählt
Futterrüben brauchen besonders in der vierten bis achten Woche nach dem Auflaufen geringe Unkrautkonkurrenz. In dieser Zeit hacke ich zwischen den Reihen flach durch und zupfe in der Reihe von Hand. Hacken klappt nur, solange die Reihen gut sichtbar sind. Die Stäbe vom Saattag helfen mir dabei, bis das Laub die Reihe deutlich zeigt.
Notier dir den Tag, an dem die Keimlinge erscheinen. Ab dann zählst du die Wochen, in denen das Unkraut besonders kurz bleiben muss.
Boden zwischen den Reihen mulchen
Sind die Rüben vereinzelt und die Reihen sauber, mulche ich zwischen ihnen. Für Gartenbeete gilt eine Mulchschicht von etwa 2 bis 3 cm als allgemeiner Richtwert. Feinen Rasenschnitt trägst du nur locker und angetrocknet in dünner Lage auf.
Gießen, Schädlinge und Krankheiten: das Wichtigste in Kürze
Futterrüben mögen feuchten Boden, vertragen aber keine Staunässe. Gieß früh morgens und bodennah, und prüf bei welkem Laub zuerst den Boden, denn zu viel Wasser kann ähnliche Welke auslösen wie Wassermangel. Wie du Gabe und Technik anpasst, steht im Futterpflanzen-Ratgeber im Abschnitt Gießen und Düngen.
Grenzt dein Rübenbeet an eine Wiese, kann ein etwa 2 bis 3 m breiter, kurz gehaltener Grasstreifen einwandernde Schnecken etwas abhalten; verlass dich aber nicht darauf. Beim Hacken schaue ich mir die jungen Blätter auf Fraßspuren an. Welche Schädlinge und Krankheiten an Futterrüben auftreten und wie du vorbeugst, findest du im selben Ratgeber im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.
Mischkultur und Anbau auf wenig Platz
Welche Nachbarn zu Futterrüben passen
Mischkultur kann die Fläche im Kleingarten besser ausnutzen. Dass sich bestimmte Gemüsenachbarn gegenseitig fördern, lässt sich dagegen häufig schwer nachweisen. Partner für die Rübenreihe wähle ich deshalb nach Platz und Arbeitsablauf: Die Reihen müssen sichtbar bleiben, damit ich dazwischen hacken kann. Prüf im Mischkultur-Planer, welche Nachbarn zu Futterrüben passen.
„Buschbohnen düngen die Rüben nebenan mit.“ Bei Leguminosen binden Bakterien an den Wurzeln Luftstickstoff. Ob die Rübe in der Nachbarreihe davon spürbar etwas hat, ist schwer nachzuweisen, wie viele Nachbarschaftseffekte in der Mischkultur. Ich dünge Futterrüben als Starkzehrer deshalb unabhängig davon, was neben ihnen wächst.
Fruchtfolge im Blick behalten
Für die Runkelrübe wird eine Fruchtwechselpause von 4 Jahren genannt. Im ökologischen Feldanbau folgt sie auf humusaufbauende Kulturen. Rote Bete und Mangold gehören botanisch zur selben Art wie die Futterrübe, deshalb führe ich sie in meinem Fruchtfolgeplan in derselben Spalte. Damit du die Pause über die Jahre nicht aus den Augen verlierst, trag die Rübenreihe in deinen Beetplan für die Fruchtfolge ein.
Futterrüben auf kleiner Fläche
Für den Einstieg setze ich eine einzelne Rübenreihe an den Rand des Gemüsebeets. Die Abstände halte ich auch auf kleiner Fläche ein, damit Hacke und Hände zwischen die Pflanzen kommen. Im Kübel oder Hochbeet achte ich auf eine tiefe Erdschicht, weil Futterrüben tiefgründigen Boden bevorzugen. Pflanzgefäße brauchen außerdem Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser abläuft und keine Staunässe entsteht. Den Kübel stelle ich vollsonnig auf.
Ernte und Winterlager im Überblick
Futterrüben erntest du von September bis November. Weil sie nicht winterhart sind, holst du sie vor dem Frost aus dem Boden. Ein eigener Ratgeber erklärt, woran du die Erntereife erkennst und wie du Futterrüben schonend aushebst.
Frische Futterrüben sind bei etwa 5 °C begrenzt lagerfähig. Wärme lässt sie austrocknen, Frost mit anschließendem Auftauen begünstigt Fäulnis. Wie du Miete, Keller oder Sandkiste vorbereitest, liest du im Ratgeber, wie du Futterrüben verlustarm über den Winter lagerst.
Von der Ernte bis auf den Teller: Futterrüben nutzen
Aus einer Reihe Futterrüben nutze ich zwei Teile: die Rübe und das Laub.
Futter für Kaninchen und Meerschweinchen
Futterrüben sind Futter, keine Medizin. Neues Futter führst du bei Kaninchen langsam ein, damit sich der Verdauungsapparat darauf einstellen kann. Frisches Trinkwasser brauchen Kaninchen und Meerschweinchen immer, auch wenn sie im Freigehege fressen. Vor dem Verfüttern wasche ich die Rüben und schneide sie in Stücke. Wie viel Rübe zu welcher Tierart passt und welche Vorsicht nötig ist, erklärt der Ratgeber, wie du Futterrüben an Kleintiere und Nutztiere verfütterst.
Die Futterwerttabelle nennt für Futterrüben diese Inhaltsstoffe:
| Inhaltsstoff (Futtertabellenwert) | Wert |
|---|---|
| Trockenmasse | 146 g je kg Frischmasse |
| Rohprotein | 80 g je kg Trockenmasse |
| Zucker | 545 g je kg Trockenmasse |
| Nettoenergie Laktation | 7,47 MJ NEL je kg Trockenmasse |
| Kalzium | 2,7 g je kg Trockenmasse |
Die Werte beschreiben, was in der Rübe steckt, nicht, was sie im Tier bewirkt.
Verfüttere nur feste, saubere Rüben und frisches Laub. Schimmelpilzgifte können schon auf dem Feld oder erst im Lager entstehen, deshalb gehört Verschimmeltes nie ins Futter. Hältst du Schafe oder Ziegen, bedenke: Nitratreiches Herbstfutter kann besonders für Wiederkäuer ein Vergiftungsrisiko sein, und eine pauschal sichere Menge gibt es nicht.
Futterrüben in der Küche
Für die Küche nehme ich feste, saubere Rüben ohne Faulstellen. Gewaschen und geschält koche ich sie wie Rote Bete. Für eine Suppe dünste ich Rübenwürfel mit Zwiebeln an, gieße mit Gemüsebrühe auf und koche alles weich, bevor ich es püriere. Im Ofen röste ich Spalten mit Öl, Salz und Rosmarin, bis sie weich sind und an den Rändern bräunen.
Das Laub nutzen
Das Laub verfüttere ich nur frisch und sauber. Bei Kaninchen führst du es genauso langsam ein wie die Rübe, damit sich die Verdauung umstellen kann. Welkes oder schimmeliges Laub landet bei mir auf dem Kompost. In der Küche verwende ich junge Blätter wie Mangold und dünste sie.
Typische Anfängerfehler und wie du sie vermeidest
| Fehler | So machst du es besser |
|---|---|
| Nach Kalender in kalten Boden säen | in Saattiefe messen; Direktsaat erst ab mindestens 5 bis 8 °C Bodentemperatur |
| Keimlinge zu dicht stehen lassen | bis zum 4-Blatt-Stadium warten, dann auf 30 cm in der Reihe vereinzeln |
| Unkraut in den ersten Wochen laufen lassen | besonders in der 4. bis 8. Woche nach dem Auflaufen hacken und von Hand jäten |
| Rüben an eine nasse Stelle setzen | tiefgründigen Boden ohne Staunässe wählen, zu Nässe neigende Böden meiden |
| Nur mit Kompost düngen | als Starkzehrer mit gut verrottetem Mist grunddüngen |
| Kalken ohne Messung | erst den pH-Wert bestimmen; liegt er über dem Zielbereich, kein Kalk |
| Jedes Jahr dasselbe Beet | Fruchtwechselpause von 4 Jahren einhalten |
| Bei Welke sofort gießen | erst den Boden prüfen, denn auch zu viel Wasser lässt Pflanzen welken |
Beim Vereinzeln zögern, weil jedes Pflänzchen gesund aussieht. Bleiben zu viele stehen, stehen die Rüben enger als vorgesehen. Ich ziehe deshalb konsequent bis auf den Endabstand und lasse nur die kräftigste Pflanze stehen.





