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Strelitzien im Kübel dauerhaft halten: Standort, Topf, Erde und Winterquartier

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 11 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Sonnig und hell: Ein schattiger Platz mindert bei Strelitzia reginae die Blühfreudigkeit.
  • Draußen steht sie von Anfang Juni bis Ende September an einem windgeschützten, sonnigen Platz.
  • Der neue Kübel misst oben mindestens 2 cm mehr im Durchmesser, übergroße Gefäße erhöhen das Vernässungsrisiko.
  • Freie Abzugslöcher und strukturstabile, torffreie Kübelerde beugen Staunässe vor; jährlich oben frisches Substrat ergänzen.
  • Winterquartier hell bei etwa 10 bis 20 °C, bei etwa 20 °C nur mit guten Lichtverhältnissen.
  • Besprühen mit zimmerwarmem Wasser gehört bei Spinnmilben in trockener Heizungsluft zu den Maßnahmen ohne Chemie; sprühe morgens.
Strelitzie mit orangefarbenen Blütenblättern und blauer Griffelzunge aus dem waagerechten Hochblatt, unteres Bilddrittel dunkel
Foto: PSRVSKY PI · Pexels License · Quelle ↗

Eine Strelitzie im Kübel kaufst du nicht für einen Sommer. Die Pflanze ist mehrjährig, wird groß und zieht jedes Jahr zwischen Sommerplatz und hellem Winterquartier um. Passen Topf, Erde oder Standort nicht, trägst du das Jahr für Jahr mit: einen Ballen, der unten nass bleibt, oder einen Kübel, der für den Umzug zu schwer wird. Ich plane meine Strelitzie deshalb vom Kübel her. Wo steht sie im Sommer, wie kommt sie ins Winterquartier, und bleibt die Erde über Jahre stabil?

Was die Strelitzie mitbringt

Die Strelitzie stammt ursprünglich aus der Kapprovinz in Südafrika und ist nach der britischen Königin Sophie Charlotte aus dem Haus Mecklenburg-Strelitz benannt. Bei Strelitzia reginae besteht die Einzelblüte aus orangefarbenen Kelchblättern und blauvioletten Kronblättern, von beiden je drei. Warum Pflanzen unterschiedlicher Herkunft verschiedene Pflege brauchen, erklärt der Überblick über Gruppen und Herkunft der Zimmerpflanzen.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Strelitzia
Hund
Giftig
Katze
Giftig
Pferd
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Unter Glas torffreies, lehmbasiertes Kultursubstrat in einem großen Gefäß verwenden. Einen sehr hellen Platz mit Schutz vor heißer Sonne wählen.

Bodenart

Kalkhaltige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Unter Glas torffreies, lehmbasiertes Kultursubstrat in einem großen Gefäß verwenden.

Anbauort

Die angebotenen Sorten lassen sich im Kübel und im Topf ziehen.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Teilung bewurzelter Seitentriebe; alternativ Aussaat, wobei die dickschaligen Samen zuvor eingeweicht werden.

Pflege

Pflege

Im Wachstum ausreichend, im Winter sparsam gießen. Bei Gefäßkultur jährlich oberflächlich frisches Substrat ergänzen; Umtopfen etwa jedes zweite Jahr.

Düngung

Bei geschützter Topfkultur während des Wachstums ausgewogenen Flüssigdünger verwenden.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist mehrjährig.

Verwendung

Die Pflanze eignet sich für Terrassen- und Gefäßbepflanzung, Beete an Mauern, Schnittblumen, Wintergarten und Gewächshaus, Zimmerpflanze.

Aussaatkalender Strelitzie
GartenkalenderVorkultur: Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember; Blüte: Mai, Juni, Juli, AugustJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: JanuarVorkultur: FebruarVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiVorkultur: JuniVorkultur: JuliVorkultur: AugustVorkultur: SeptemberVorkultur: OktoberVorkultur: NovemberVorkultur: DezemberBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustVorkulturBlüte

Warum die Dauerkultur im Kübel eigene Regeln hat

Für Strelitzia reginae wird eine Wuchshöhe von 100 bis 150 cm angegeben. Als mehrjährige Staude kann sie sogar etwa 2 m hoch werden. Diese Größe wächst in einem begrenzten Wurzelraum, dessen Erde mit zunehmender Durchwurzelung ausgelaugt wird.

Dazu kommt der Umzug. Im Sommer steht die Strelitzie draußen, im Winter hell im Haus. Der Kübel muss also jedes Jahr hinaus und wieder herein. Das gemeinsame Gewicht von Pflanze, Erde und Gefäß muss deshalb einen sicheren Transport weiterhin erlauben.

Für Kübelpflanzen lässt sich außerdem kein allgemeingültiger Gieß- und Düngerhythmus festlegen. Du richtest dich nach Pflanze, Topf und Platz, nicht nach dem Kalender. Ich notiere mir für jeden Kübel, wann er umgezogen ist und wann er frische Erde bekommen hat.

So sieht das Jahr einer Kübelstrelitzie aus:

Zeitraum Standort Worauf du achtest
Anfang Juni ins Freie, zuerst warm, halbschattig und windgeschützt Blätter an Sonne und Wind gewöhnen
Sommer bis Ende September geschützter, sonniger Platz Windschutz, freier Wasserabzug
Vor dem Einräumen noch draußen einige Wochen vorher auf Schädlinge und Krankheitssymptome prüfen
Winter helles Quartier bei etwa 10 bis 20 °C weniger gießen, Platz für die ausladenden Blätter
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Der richtige Standort für die Strelitzie im Kübel

Die Kübelstrelitzie braucht zwei gute Plätze: einen draußen für den Sommer und einen hellen im Haus. Welche Faktoren in Haus und Garten grundsätzlich über den Erfolg entscheiden, beschreibt der Ratgeber zu Licht, Temperatur und Kälteschutz der Strelitzie in Haus und Garten.

Licht: sonnig und hell

Die Strelitzie ist eine Pflanze für sonnige Plätze. Ein schattiger Standort mindert bei Strelitzia reginae die Blühfreudigkeit. Im Wintergarten oder Gewächshaus braucht sie volle Helligkeit, aber Schutz vor heißer Sonne. Am Fenster im Zimmer zählen der Abstand zur Scheibe und lichthemmende Vorhänge mit. Willst du es genau wissen, miss die Beleuchtungsstärke mit einem Luxmeter direkt am geplanten Platz. Ich stelle meine Strelitzie im Haus nah ans Fenster und lasse dort keine dichten Vorhänge hängen.

Temperatur und Freiluftsaison

Draußen hat die Strelitzie ein festes Zeitfenster. Für Strelitzia reginae werden geschützte, sonnige Plätze im Freien von Anfang Juni bis Ende September genannt. Beim ersten Umzug stellst du den Kübel zunächst warm, halbschattig und windgeschützt auf, damit sich die Blätter an Sonne und Wind gewöhnen. Erst danach kommt er an den sonnigen Sommerplatz. Ende September zieht die Pflanze zurück ins helle Winterquartier, dessen Temperaturen du beim Überwintern findest.

Ich sehe mir den Sommerplatz schon vor dem Umzug an. Wo steht nachmittags die Sonne, wo zieht der Wind durch, und kommt der Kübel mit der Sackkarre dorthin?

Luftfeuchtigkeit: wann sich Besprühen lohnt

Besprühen ist bei der Strelitzie vor allem in der Heizperiode ein Thema. Wird kalte Außenluft im Wohnraum erwärmt, sinkt ihre relative Luftfeuchtigkeit. Warme, trockene Heizungsluft begünstigt wiederum Spinnmilben, und ein Befall zeigt sich an hellen Sprenkeln und teils feinen Gespinsten auf den Blättern. Bei Spinnmilben gehören das Besprühen mit zimmerwarmem Wasser und das Abduschen zu den empfohlenen Maßnahmen ohne Chemie. Braune Blattspitzen können auf trockene Luft hindeuten, braune Blattränder dagegen auf einen zu hohen Salzgehalt durch Überdüngung.

Sprühe morgens, damit die Blätter bis zum Abend abgetrocknet sind. Im Gewächshausanbau gehört es zur Vorbeugung gegen Grauschimmel, dass Pflanzen nachts trocken bleiben. Stehen viele Pflanzen eng in einem warmen Raum, halte ich mich mit dem Sprühen zurück. Feuchtwarme Luft und enger Stand begünstigen Grauschimmel, besonders an geschwächten Zimmerpflanzen in der dunklen Jahreszeit.

Wie feucht die Luft am Platz wirklich ist, zeigt dir ein Hygrometer. Für den Wohnraum gelten zur Schimmelvorbeugung 40 bis 60 % relative Luftfeuchtigkeit als Orientierung, ein Zielwert für die Pflanze ist das nicht. Mehr dazu, wie du die Luftfeuchtigkeit für deine Strelitzie im Wohnraum auch im Winter regelst, steht im eigenen Ratgeber.

Tipp

Nimm zum Sprühen zimmerwarmes Wasser, gern Regenwasser. Kaltes oder hartes Leitungswasser kann empfindlichen Arten Probleme bereiten.

Windschutz

Wind kühlt den Standort ab und erhöht die Wasserverdunstung. Kübelpflanzen, die Wärme brauchen, profitieren deshalb von Windschutz, und der Sommerplatz der Strelitzie soll ausdrücklich geschützt sein. Ich suche dafür eine Ecke, in der eine Hauswand den Wind abhält und trotzdem Sonne hinkommt. Der Kübel selbst muss im Freien witterungsbeständig, standfest und stabil sein. Nach windigen Tagen prüfe ich die Erde früher als sonst.

Topf, Drainage und Substrat für die Dauerhaltung

Topfgröße: mitwachsen, aber nicht übergroß

Der Kübel wächst mit der Strelitzie mit, aber in Schritten. Für Strelitzia reginae unter Glas wird ein großes Gefäß empfohlen, gleichzeitig soll ein neuer Topf nicht unverhältnismäßig groß sein. Ein übergroßes Gefäß erhöht das Risiko, zu viel zu gießen und die Wurzeln zu schädigen. Ein zu knapper Topf hat den umgekehrten Nachteil: Je kleiner er im Verhältnis zur Pflanze ist, desto häufiger musst du gießen. Ich messe den alten Kübel vor dem Kauf am oberen Rand und nehme das Maß mit in den Laden. Die einzelnen Schritte beim Umtopfen findest du weiter unten.

Zahl im Blick

Der neue Kübel hat am oberen Rand mindestens 2 cm mehr Durchmesser als der alte. Den Ballen setzt du so ein, dass seine Oberkante etwa 3 cm unter dem Topfrand liegt. Dieser Gießrand bleibt frei.

Topfmaterial: Ton oder Kunststoff

Unglasierte Tontöpfe verlieren zusätzlich Wasser über ihre poröse Wand, Kunststofftöpfe haben diese Verdunstung nicht. Ton bringt dafür mehr Eigengewicht mit und verbessert so die Standfestigkeit. Auf einem windigen Sommerplatz steht ein Tonkübel also sicherer, trocknet aber schneller ab, weil der Wind die Verdunstung zusätzlich erhöht. Bei jedem Material prüfst du, ob du Pflanze, Erde und Kübel zusammen noch sicher bewegen kannst. Ich entscheide nach dem Weg ins Winterquartier: Führt er über Stufen, wähle ich das leichtere Gefäß und stelle es draußen besonders windgeschützt.

Drainage: freier Abzug statt Staunässe

Pflanzkübel brauchen ausreichend Abzugslöcher im Boden. Diese Löcher müssen frei bleiben, damit sich keine Staunässe bildet. Prüfe vor dem Einpflanzen, ob der Kübel wirklich Löcher hat; bei torffreier Erde gehört dieser Blick ausdrücklich dazu. Bleibt ein Ballen zu lange nass, leiden die Wurzeln unter Sauerstoffmangel und können faulen. Draußen stelle ich den Kübel so, dass die Abzugslöcher nicht direkt auf dem Boden aufliegen.

Der zweite Teil der Drainage steckt in der Erde selbst. Für langjährige Gefäßbepflanzungen beugt strukturstabile Kübelerde Verdichtung und Vernässung im unteren Topfbereich vor. Poröse mineralische Zuschläge wie Lava und Bims können die Strukturstabilität verbessern.

Häufiger Fehler

Der Kübel hat Löcher, steht aber in einem Übertopf oder Untersetzer, in dem das Wasser stehen bleibt. Bei den meisten Topfpflanzen darf überschüssiges Wasser dort nicht bleiben. Entferne es nach dem Gießen.

Substrat für viele Jahre

Eine Kübelerde für viele Jahre muss langfristig Wasser speichern, überschüssiges Wasser ableiten und den Wurzeln ausreichend Luft bieten. Das gelingt, wenn kleine, wasserspeichernde Poren und größere Poren für Abzug und Belüftung zusammenkommen. Für Strelitzia reginae unter Glas eignet sich ein torffreies, lehmbasiertes Kultursubstrat in einem großen Gefäß.

Für torffreie Gefäßkultur werden Qualitätserden mit mindestens 3 verschiedenen Torfersatzstoffen empfohlen. Infrage kommen etwa Holzfasern, Rindenhumus, Substratkompost, Kokosmaterial und mineralische Zuschläge. Lies die Packung genau, denn auch als Bio-Erde bezeichnetes Substrat kann Torf enthalten. Reinen Kompost nimmst du nicht, er ist als Gefäßsubstrat zu nährstoffreich.

Bei Gefäßkultur ergänzt du jährlich oben frisches Substrat. Ich kaufe dafür frische Erde, statt einen alten Sackrest zu nehmen, weil bei länger gelagerten torffreien Erden Verpilzung und Salzgehalt zunehmen können. Welche Erde deine Strelitzie braucht und wie du sie selbst mischst, zeigt der Ratgeber zur passenden Erde für Strelitzien im Topf und im Freiland.

pH-Wert über die Jahre im Blick behalten

Für Strelitzien eignen sich saure, neutrale und alkalische Böden. Handelsübliche Fertigsubstrate für den Großteil der Zierpflanzen sind auf einen pH-Wert von 5,5 bis 6,5 eingestellt. Nach unten gibt es eine Grenze: Bei Zierpflanzensubstraten kann ein pH-Wert unter 5 die Aufnahme von Calcium, Magnesium und Kalium vermindern.

Über die Jahre spielt auch das Gießwasser mit. Eine hohe Carbonathärte begünstigt den Anstieg des Substrat-pH. Mit steigendem pH-Wert nimmt die Verfügbarkeit von Eisen, Zink, Mangan, Kupfer und Bor ab. Wer lange mit hartem Leitungswasser in denselben Kübel gießt, riskiert also einen steigenden pH-Wert und damit weniger verfügbare Spurennährstoffe. Für Kübelpflanzen wird ohnehin möglichst Regenwasser empfohlen.

Schnelle pH-Korrekturen können im Topf heftig und schwer vorhersehbar wirken. Ich tausche deshalb beim Umtopfen einen Teil der alten Erde gegen frische, statt nachzuregeln.

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Strelitzien im Kübel überwintern

Im Herbst zieht die Strelitzie ins Haus. Bereite den Umzug vor, statt am letzten warmen Tag zu improvisieren.

Vorbereitung vor dem Einräumen

Kontrolliere die Pflanze schon einige Wochen vor dem Einräumen auf Schädlinge und Krankheitssymptome, solange sie noch draußen steht. Plane im Quartier genug Platz ein, denn Strelitzien brauchen wegen ihrer ausladenden Blätter ausreichend Raum. Das Einräumen legst du auf das Ende der Freiluftsaison, also Ende September.

Mini-Checkliste

Vor dem Einräumen

  • Blätter und Blattunterseiten auf Schädlinge und Krankheitssymptome angesehen
  • Platz im Quartier für die ausladenden Blätter frei
  • Transportweg und Gewicht von Pflanze, Erde und Kübel geprüft
  • Untersetzer geleert, Abzugslöcher frei
  • Thermometer im Quartier aufgestellt

Die passende Wintertemperatur

Strelitzien überwintern hell bei etwa 10 bis 20 °C. Innerhalb dieses Rahmens gibt es zwei Varianten:

Winterquartier Temperatur Voraussetzung
kühles Quartier 12 bis 15 °C hell
wärmeres Quartier etwa 20 °C ausdrücklich gute Lichtverhältnisse

Hast du nur einen warmen Platz, muss er besonders hell sein. Bei Zimmerpflanzen kann die Kombination aus wenig Licht und zu hoher Temperatur Blattfall verursachen. Ich stelle in jedes Winterquartier ein Thermo-Hygrometer, das Temperatur und Luftfeuchte zusammen anzeigt.

Gießen und Düngen im Winter

Bei geringerem Winterlicht brauchen Zimmerpflanzen weniger Wasser und Nährstoffe, auch wenn der Raum warm bleibt. Bei Strelitzien folgt zudem nach der Blüte eine Ruhephase mit geringerem Wasserbedarf. Gieße im Winter also weniger und prüfe vorher die Erde, bei torffreier Erde auch unten im Ballen. Ein zu nasser und kalter Wurzelballen begünstigt bei überwinternden Kübelpflanzen wurzelschädigende Pilze. Ist der Ballen staunass, entferne überschüssiges Wasser und gieße zunächst nicht weiter.

Gedüngt wird nur, wenn die übrigen Bedingungen Wachstum ermöglichen. Bleibt das Wachstum im Winter lichtbedingt aus, ist zusätzlicher Dünger nicht angezeigt.

Marias Erfahrung

Ich hebe den Kübel im Winterquartier vor dem Gießen an einer Seite kurz an. Ist er noch schwer, warte ich und fühle unten am Abzugsloch nach, ob die Erde dort noch nass ist.

Häufiger Fehler

Hängende Blätter im Winter als Durst lesen und nachgießen. Schlaffe, welke Blätter können auch durch beginnende Wurzelfäule entstehen. Prüfe zuerst die Feuchte im Ballen, denn durch Vernässung geschädigte Wurzeln können trotz nasser Erde kein Wasser mehr aufnehmen.

Schutz vor Frost, Heizungsluft und Zugluft

Das Winterquartier bleibt im Bereich von etwa 10 bis 20 °C, Frost gehört also nicht dazu. Unbeheizte, helle Räume wie Garage oder Gartenhaus kontrolliere ich deshalb mit dem Thermometer, bevor die Strelitzie einzieht, und auch in kalten Nächten. Stell den Kübel nicht unmittelbar über eine Heizung, denn dort trifft besonders warme und trockene Luft auf die Pflanze.

Temperaturschwankungen können bei Zimmerpflanzen gelbe Blätter mit Blattfall auslösen, ebenso Lichtmangel oder Wasserstress. Meine Strelitzie steht deshalb nicht direkt neben einer Tür, die oft aufgeht. Gelbe Blätter sind allein auch kein Grund zum Nachdüngen, denn sie belegen keinen Düngermangel.

Gießen, Düngen, Umtopfen und Schädlinge in Kürze

Die Grundlagen dazu stehen für alle Zimmerpflanzen im Zimmerpflanzen-Ratgeber, in den Abschnitten zum Gießen, Düngen, Umtopfen und zu Krankheiten und Schädlingen. Für die Kübelstrelitzie hier das Wichtigste.

Gießen

Gieße durchdringend, bis das Substrat bis zum Topfboden feucht ist, möglichst mit Regenwasser in Umgebungstemperatur. Bei torffreier Kübelerde prüfst du vorher auch die Feuchte im unteren Ballen, weil die Oberfläche schneller abtrocknet. Wie oft, wie viel und mit welcher Technik du gießt, zeigt der Ratgeber dazu, wie du deine Strelitzie richtig gießt.

Düngen

Für Strelitzien werden im Sommer und während der Blüte Düngergaben im Abstand von etwa 1 Woche empfohlen. Bei Strelitzia reginae in geschützter Topfkultur nimmst du dafür einen ausgewogenen Flüssigdünger, dosiert nach Gebrauchsanleitung und auf bereits feuchte Erde gegeben. Mit welchen Nährstoffen, zu welchen Zeitpunkten und in welcher Menge du düngst, erklärt der Ratgeber dazu, wie du Strelitzien im Topf richtig düngst.

Umtopfen und Teilen

Topfe die Strelitzie bei Bedarf vorzugsweise im Frühjahr um, und zwar vorsichtig, denn ihre Wurzeln sind empfindlich. Den Bedarf zeigt ein stark durchwurzelter Ballen, an dem kaum noch Erde zu sehen ist; vermehren lässt sich die Pflanze dabei durch Teilung bewurzelter Seitentriebe. Wie du auch große und alte Exemplare umsetzt, steht im Ratgeber, wann und wie du eine Strelitzie umtopfst.

Krankheiten und Schädlinge

Zwei Standortfaktoren behalte ich beim Kübel im Blick: Warme, trockene Heizungsluft begünstigt Spinnmilben, ein nasser, kalter Ballen im Winter wurzelschädigende Pilze. Kranke Kübelpflanzen düngst du erst wieder, wenn sie sich erholt haben. Welche Fehler bei Schädlingen und Pflege häufig passieren und wie du sie korrigierst, zeigt der Ratgeber zu typischen Pflegefehlern bei Strelitzien.

Blüte: Licht und Geduld

Ein schattiger Standort mindert die Blühfreudigkeit von Strelitzia reginae, unter geeigneten Kulturbedingungen kann sie dagegen fast ganzjährig blühen. Bei aus Samen gezogenen Strelitzien liegt die Wartezeit bis zur ersten Blüte bei ungefähr 4 bis 7 Jahren, eine Blühgarantie ist das nicht. Was rund um die Blüte zählt, behandelt der Zimmerpflanzen-Ratgeber im Abschnitt zur Pflege rund um die Blüte.

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Häufige Fragen

Welche Standortbedingungen benötigen Strelitzien im Kübel für optimales Wachstum?
Strelitzien im Kübel brauchen einen sonnigen, hellen Platz, denn ein schattiger Standort mindert bei Strelitzia reginae die Blühfreudigkeit. Im Freien passt ein geschützter, sonniger Platz von Anfang Juni bis Ende September. Wind kühlt den Standort ab und erhöht die Verdunstung, deshalb ist eine windgeschützte Ecke günstig. Den Winter verbringt die Pflanze hell bei etwa 10 bis 20 °C.
Welche Substrate und Drainage-Materialien eignen sich für Strelitzien im Topf?
Für die Dauerkultur im Kübel eignet sich eine strukturstabile Erde, die Wasser speichert, Überschuss ableitet und die Wurzeln belüftet. Für Strelitzia reginae unter Glas eignet sich ein torffreies, lehmbasiertes Kultursubstrat in einem großen Gefäß. Poröse mineralische Zuschläge wie Lava oder Bims können die Strukturstabilität verbessern. Für den Wasserabzug braucht der Kübel freie Abzugslöcher im Boden, damit sich keine Staunässe bildet.
Welche Temperaturbereiche sind für die Überwinterung von Königsstrelitzien erforderlich?
Strelitzien überwintern hell bei etwa 10 bis 20 °C. Für ein kühles Quartier werden 12 bis 15 °C genannt. Steht die Pflanze bei etwa 20 °C, braucht sie ausdrücklich gute Lichtverhältnisse, weil wenig Licht und zu hohe Temperatur zusammen Blattfall verursachen können. Gieße im Winter weniger, denn ein nasser, kalter Ballen begünstigt wurzelschädigende Pilze.
Wie beeinflusst der pH-Wert des Substrats die Nährstoffaufnahme bei Strelitzien?
Ein unpassender pH-Wert kann die Nährstoffaufnahme begrenzen, obwohl genug Nährstoffe im Substrat vorhanden sind. Bei Zierpflanzensubstraten kann ein pH-Wert unter 5 die Aufnahme von Calcium, Magnesium und Kalium vermindern. Steigt der pH-Wert, nimmt die Verfügbarkeit von Eisen, Zink, Mangan, Kupfer und Bor ab. Hartes Gießwasser mit hoher Carbonathärte begünstigt diesen Anstieg.
Welche Rolle spielt die Luftfeuchtigkeit bei Paradiesvogelblumen, und solltest du sie besprühen?
Trockene Luft kann bei Zimmerpflanzen braune Blattspitzen verursachen, und warme, trockene Heizungsluft begünstigt Spinnmilben. Bei Spinnmilben gehören das Besprühen mit zimmerwarmem Wasser und das Abduschen zu den empfohlenen Maßnahmen ohne Chemie. Sprühe morgens, damit die Blätter bis zum Abend abtrocknen, denn im Gewächshausanbau gehört trockenes Laub in der Nacht zur Vorbeugung gegen Grauschimmel. Wie feucht die Raumluft wirklich ist, zeigt dir ein Hygrometer.
Wie unterscheiden sich Kübel aus Terrakotta von Kunststoffkübeln für Strelitzien?
Unglasierte Tontöpfe verlieren zusätzlich Wasser über ihre poröse Wand, Kunststofftöpfe nicht. Ein Tonkübel trocknet deshalb schneller ab, steht durch sein höheres Eigengewicht aber standfester. Beides zählt im Freien, wo Wind die Verdunstung erhöht und Kübel standfest sein sollen. Prüfe außerdem, ob du Pflanze, Erde und Gefäß zusammen noch sicher ins Winterquartier bewegen kannst.
Welche Schritte sind beim Umtopfen von Terrassenpflanzen wie der Strelitzie zu beachten?
Topfe Strelitzien bei Bedarf vorzugsweise im Frühjahr und vorsichtig um, weil ihre Wurzeln empfindlich sind. Der neue Kübel sollte am oberen Rand mindestens 2 cm mehr Durchmesser haben, ohne übermäßig groß zu sein. Setze den Ballen so ein, dass seine Oberkante etwa 3 cm unter dem Topfrand liegt. In vorgedüngter Kübelerde braucht die Pflanze während der ersten 4 bis 6 Wochen gewöhnlich keinen zusätzlichen Dünger.
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