Blumenzwiebeln richtig lagern: Sommerlager, Winterlager und Kontrolle
- Frühjahrsblüher erst ausgraben, wenn das Laub vollständig eingezogen ist; das dauert nach der Blüte im Mittel 6 bis 8 Wochen.
- Ausgegrabene Frühjahrszwiebeln bis zum Herbst kühl und luftig in Körben oder Netzen lagern, nicht dicht gestapelt.
- Gekaufte Zwiebeln von Frühlingsblühern lagern bis zur Pflanzung vorübergehend dunkel und luftig bei etwa 18 °C.
- Keine luftdichten Beutel verwenden: Schwitzwasser begünstigt Fäulnis.
- Äpfel fernhalten, denn ihr Reifegas Ethylen kann einen vorzeitigen Austrieb anregen.
- Regelmäßig kontrollieren und faulende, weiche oder vollständig vertrocknete Zwiebeln entfernen.
- Dahlienknollen frostfrei und dunkel bei etwa 4 bis 8 °C überwintern.
Sobald das Tulpenlaub in meinem schweren Lehmbeet eingezogen ist, hole ich die Zwiebeln aus der Erde. Ab dann sollen sie bis zur Pflanzung im Herbst fest und gesund bleiben. Im Lager drohen ihnen Schwitzwasser, zu dichte Stapel und kranke Zwiebeln, die unbemerkt im selben Korb liegen.
Lagern heißt dabei nicht für jede Zwiebel dasselbe. Frühjahrsblüher wie Tulpen liegen über den Sommer im Lager, frostempfindliche Knollen wie Dahlien über den Winter. Gekaufte Zwiebeln warten dagegen nur auf ihren Pflanztermin. Für alle drei Fälle findest du hier Vorbereitung, Lagerplatz, Behälter und Kontrolle.
Welches Lager brauchen deine Zwiebeln?
Ausgegrabene Frühjahrsblüher bewahrst du bis zum Herbst kühl und luftig auf. Danach kommen sie zurück in die Erde, denn September und Oktober sind günstige Pflanzmonate für frühlingsblühende Zwiebeln. Bei geeigneter Witterung geht es auch noch im November. Das Laub zieht nach der Blüte erst ein, gepflanzt wird im Herbst: Für Tulpen, Narzissen und Hyazinthen ist das Lager deshalb Sommersache.
Gekaufte Zwiebeln von Frühlingsblühern überbrücken nur die Zeit bis zur Pflanzung und lagern so lange dunkel und luftig. Ein frostfreies Winterlager brauchen dagegen Knollen, die keinen Frost vertragen, etwa Dahlien.
| Lager | Für welche Zwiebeln | So lagerst du | Bis wann |
|---|---|---|---|
| Sommerlager | ausgegrabene Frühjahrsblüher wie Tulpen, Narzissen und Hyazinthen | kühl und luftig in Körben oder Netzen, nicht dicht gestapelt | bis zur Pflanzung im Herbst |
| Zwischenlager | gekaufte Zwiebeln von Frühlingsblühern | dunkel und luftig bei etwa 18 °C, getrennt von Äpfeln | bis zur Pflanzung |
| Winterlager | frostempfindliche Knollen wie Dahlien | frostfrei und dunkel | bis zum Frühjahr |
Muss jede Zwiebel überhaupt ins Lager?
Ausgraben ist sinnvoll, wenn Tulpen in feuchtem Boden stehen oder du Narzissenhorste teilen willst. Auch ein Beet, das für Sommerblumen frei werden soll, kann ein Grund sein. Andere Arten lässt du besser in Ruhe. Schneeglöckchen, Blausterne und Krokusse können am passenden Standort über Jahre Blütenteppiche bilden, wenn sie ungestört wachsen dürfen. Puschkinien setzt du erst um, wenn ihre Blüte nachlässt.
„Alle Blumenzwiebeln müssen nach der Blüte aus der Erde.“ Das stimmt nicht. Die üblichen Gartennarzissen sind winterhart und dürfen im Beet bleiben. Wildtulpen können bei geeigneten Bedingungen jahrelang am selben Platz stehen; zum Ausreifen ihrer Zwiebeln brauchen sie sommerliche Trockenheit.
Vorbereitung: vom Beet in den Korb
Den richtigen Zeitpunkt abwarten
Grab Frühjahrsblüher erst aus, wenn ihr Laub vollständig eingezogen ist. Solange die Blätter grün sind, baut die Zwiebel darüber Reserven für die nächste Blüte auf. Wer grünes Laub zu früh entfernt, kann die Blüte im Folgejahr beeinträchtigen.
Bei Zwiebelpflanzen im Beet dauert das Einziehen des Laubs nach der Blüte im Mittel 6 bis 8 Wochen. Abgeschnitten wird erst, was vollständig abgestorben ist.
Ich stecke neben jede Gruppe einen Stab, solange das Laub noch zu sehen ist, damit ich die Zwiebeln später wiederfinde.
Erde abschütteln und abtrocknen lassen
Schüttle anhaftende Erde nach dem Ausgraben vorsichtig ab. Ins Lager kommt nur, was trocken ist, denn eine pflanzfähige Zwiebel soll trocken, fest und glatthäutig sein. Feuchte Zwiebeln lässt du deshalb zuerst abtrocknen. Das Laub entfernst du erst, wenn es vollständig abgetrocknet ist. Bei Frühjahrsgeophyten wie Schneeglanz oder Traubenhyazinthen fällt es dann von selbst ab.
Frisch ausgegrabene Zwiebeln lege ich zuerst einlagig in eine flache Steige im Schuppen. In Netze räume ich sie erst, wenn Erde und Schale trocken sind.
Sortieren: was ins Lager darf
Ins Lager gehören nur feste, gesunde Zwiebeln ohne weiche, kranke oder angefressene Stellen. Geschrumpfte oder schimmelige Exemplare sortierst du ebenfalls aus. Weiche und matschige Zwiebeln entsorgst du. Geschwächte oder kranke Zwiebeln nimmst du nicht als Ausgangsmaterial für neue Pflanzungen.
Danach sortierst du nach Größe. Eine größere Zwiebel ist ein Hinweis auf eine kräftigere Blüte. Kleine Tochterzwiebeln von Tulpen blühen gegebenenfalls erst im zweiten Jahr. Ich lege große und kleine Zwiebeln deshalb in getrennte Netze.
Beschriften
Beschrifte ausgegrabene Zwiebeln und Knollen vor dem Einlagern, damit du sie beim Pflanzen zuordnen kannst. Ich schreibe Sorte, Farbe und Herkunftsbeet auf ein Etikett am Netz. Wo welche Sorte stand, hältst du zusätzlich im Beetplaner für deinen Garten fest.
Die richtigen Lagerbedingungen
Temperatur: kühl, für Knollen frostfrei
Für ausgegrabene Frühjahrsblüher heißt die Vorgabe kühl. Ich nutze dafür den kühlsten Raum im Haus, bei mir ist das der Keller. Gekaufte Zwiebeln von Frühlingsblühern lagern bis zur Pflanzung vorübergehend bei etwa 18 °C. Frostempfindliche Knollen brauchen einen frostfreien Platz, und ihre Werte unterscheiden sich je nach Art. Eine Einheitstemperatur für alle Blumenzwiebeln gibt es deshalb nicht; die Werte für Gladiolen und Dahlien stehen weiter unten bei den Arten.
Feuchte: trocken, aber nicht ausgedörrt
Tulpenzwiebeln lagerst du in der Sommerpause trocken und luftig. Ganz austrocknen sollen Zwiebeln trotzdem nicht. Vollständig vertrocknete Exemplare sortierst du bei der Kontrolle aus.
Zwiebeln im verschlossenen Plastikbeutel aufheben. In luftundurchlässigen Beuteln bildet sich Schwitzwasser, und das begünstigt Fäulnis. Ein offenes Netz lässt die Feuchte entweichen.
Licht: dunkel lagern
Dunkelheit verbindet die Lagerformen. Gekaufte Zwiebeln, Tulpen im Sommerlager und Dahlienknollen im Winterquartier lagern dunkel. Eine abgedeckte Kiste im Keller genügt dafür.
Luft: locker statt gestapelt
Ausgegrabene Frühblüherzwiebeln lagern luftig und ohne dichtes Stapeln. So bekommt jede Zwiebel Luft, und eine weiche Zwiebel fällt beim Kontrollieren schneller auf.
Äpfel in einen anderen Raum
Lagere Blumenzwiebeln getrennt von Äpfeln. Deren ReifegasReifegas ist die gängige Bezeichnung für Ethylen, ein Gas, das manches Obst selbst bildet, besonders Äpfel. Es lässt Obst und Gemüse in der Nähe schneller reifen, welken oder austreiben. Ethylen kann einen vorzeitigen Austrieb anregen. Meine Äpfel liegen deshalb in der Garage, die Zwiebeln im Keller.
Lagermethoden: Netz, Korb oder Kiste
Für ausgegrabene Frühjahrsblüher nimmst du Körbe oder Netze. Ein Netz hängt platzsparend an einem Haken, und die Luft kommt von allen Seiten an die Zwiebeln. Weiche Stellen siehst du darin aber schlechter als in einem flachen Korb, der dafür Stellfläche braucht. Ich nehme Netze für große Mengen einer Sorte und flache Körbe für kleine Tochterzwiebeln, die ich genauer im Blick behalten will.
Für Knollen wie Dahlien eignen sich luftige Holz- oder Kunststoffkisten. Die Knollen liegen darin nebeneinander, nicht aufgestapelt.
Zwiebeln in mobilen Töpfen musst du für das Einziehen nicht ausgraben. Stell den Topf nach der Blüte an einen ungestörten Platz außer Sicht, wo das Laub weiter einziehen kann.
Gekaufte Zwiebeln bis zum Pflanztermin
Für gekaufte Zwiebeln gelten die Regeln des Zwischenlagers aus der Übersicht oben. Manche Arten vertragen das Warten allerdings schlecht. Schneeglöckchen setzt du nach dem Kauf im Herbst möglichst zügig, weil die Zwiebeln ohne feste Außenhülle leicht austrocknen. Hasenglöckchen pflanzt du im Spätsommer oder Herbst möglichst unmittelbar nach dem Kauf, damit sie nicht austrocknen. Auch Kaiserkronen kommen baldmöglichst in die Erde, denn bei längerer Lagerung können ihre Zwiebeln austrocknen.
Sind Winterlingsknollen beim Kauf geschrumpft, legst du sie vor dem Pflanzen einige Tage in feuchten Sand. So können sie wieder Wasser aufnehmen. Wann welche Art in die Erde kommt, zeigt dir der Aussaatkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken.
Bei der Kaiserkrone ist vor allem die alkaloidhaltige Zwiebel giftig. Hasenglöckchen sind giftig, beim Atlantischen Hasenglöckchen betrifft das die ganze Pflanze und besonders die Zwiebel. Beim Winterling ist die ganze Pflanze giftig, vor allem die Knolle. Iss keine dieser Zwiebeln und Knollen.
Tulpen, Narzissen und Hyazinthen: was jede Art braucht
Tulpen
Ob Tulpen aus der Erde müssen, hängt vom Standort ab. An sommertrockenen Plätzen können die Zwiebeln im Boden bleiben. In feuchten Lagen gräbst du sie aus, sobald der Blütenstängel eingetrocknet ist. Regelmäßiges Gießen benachbarter Pflanzen im Sommer kann ruhende Tulpenzwiebeln faulen lassen. Eine sommerliche Trockenphase begünstigt dagegen eine reiche Blüte in der nächsten Saison. Steht deine Tulpe in einem Beet, das du im Sommer gießt, verschafft ihr das trockene Lager genau diese Trockenphase.
Im Lager liegen Tulpenzwiebeln trocken, luftig, kühl und dunkel bis zum Herbst. Brutzwiebeln wachsen nach der Blüte weiter, bis das Laub eingezogen ist. Willst du sie abtrennen, gräbst du deshalb erst aus, wenn die Blätter vertrocknet sind. Musst du das Beet früher räumen, nimmst du die Zwiebeln mitsamt dem einziehenden Laub heraus. Die Blätter ziehen dann im Lager fertig ein.
Beim Sortieren prüfst du Tulpen auf TulpenfeuerTulpenfeuer ist eine Pilzkrankheit der Tulpen, ausgelöst durch den Grauschimmelerreger Botrytis tulipae. Befallene Tulpen treiben mit verkrüppelten, graubraun gefleckten Blättern aus; der Pilz überdauert in kranken Zwiebeln im Boden.. Braune Flecken auf den fleischigen Zwiebelschuppen mit etwa 1 mm großen schwarzen Dauerkörpern können auf diese Pilzkrankheit hindeuten. Eine sichere Diagnose ist ein solcher Fund allein nicht, krankheitsverdächtige Zwiebeln sortierst du aber aus. Zwiebeln aus einem Bestand mit Tulpenfeuer hebst du nicht zur Wiederpflanzung auf. Nach Befall mit Tulpenfeuer oder GrauschimmelGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten. wechseln die nächsten Tulpen auf ein anderes Beet.
Narzissen
Narzissen vertragen nasse Böden besser als Tulpen, Staunässe aber auch nicht. Die üblichen Gartennarzissen sind zudem winterhart. Hast du feuchten Boden, gräbst du also eher die Tulpen aus und lässt die Narzissen stehen.
Ein Grund zum Ausgraben ist das Teilen von Horsten. Das machst du nach dem Verwelken der oberirdischen Pflanzenteile im Sommer. Am Zwiebelboden bilden Narzissen Tochterzwiebeln, die sich nach etwa 2 bis 3 Jahren aus der Hülle der Mutterzwiebel lösen. Ich lege solche losen Tochterzwiebeln in ein eigenes Netz.
Bis zur Pflanzung lagern Narzissenzwiebeln wie andere Frühblüher kühl und luftig in Körben oder Netzen. Im Herbst setzt du sie in frostfreien Boden, damit sie vor dem Frühjahr einwurzeln. Hatten die Pflanzen schlecht ausgetrieben und nicht geblüht, prüfst du die Zwiebeln genau. Weiche, von Maden besetzte Zwiebeln können dann auf die Narzissenfliege hinweisen. Solche Zwiebeln kommen nicht ins Lager.
Narzissen sind in allen Pflanzenteilen giftig, auch in der Zwiebel. Enthalten sind Amaryllidaceenalkaloide wie Lycorin, die nach dem Verschlucken schwere Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Schon Haut- oder Augenkontakt kann Reizungen verursachen. Ich putze und sortiere Narzissenzwiebeln deshalb mit Handschuhen. Iss nichts davon; bei Verdacht auf Verschlucken wendest du dich an ein Giftinformationszentrum oder an ärztliche Hilfe.
Hyazinthen
Ausgegrabene Hyazinthen behandelst du wie andere Frühblüher: kühl und luftig in Körben oder Netzen, ohne dichtes Stapeln. Ab dem zweiten Standjahr bilden Hyazinthen meist kleinere und lockerere BlütenständeEin Blütenstand (botanisch: Infloreszenz) ist der Teil einer Pflanze, an dem sich der Spross verzweigt und mehrere Blüten trägt. Je nach Bauweise unterscheidet man zum Beispiel Traube, Ähre, Dolde, Köpfchen und Rispe., auch nach sorgfältiger Lagerung. Beim Sortieren achtest du auf Faulstellen. Tritt dort gelber Saft aus, kann das ein Hinweis auf bakterielle Gelbfäule sein. Solche Zwiebeln kommen nicht ins Lager.
Getriebene Hyazinthen aus dem Glas sind ein Sonderfall. Nach der Blüte entfernst du den verblühten Stiel und lässt das Laub einziehen. Die erschöpfte Zwiebel wandert danach in den Garten statt zurück in die Treiberei. Für die nächste Glastreiberei wählst du vorgekühlte Zwiebeln, die fest, prall und schimmelfrei sind.
Gladiolen und Dahlien
Gladiolenknollen gräbst du vor dem Durchfrieren des Bodens aus und überwinterst sie luftig bei etwa 8 bis 12 °C. Dahlienknollen lagern frostfrei und dunkel bei etwa 4 bis 8 °C; das Ausgraben beider Arten erklärt der Ratgeber, wie du frostempfindliche Knollen überwinterst.
Während der Lagerung: kontrollieren und aussortieren
Eingelagerte Zwiebeln und Knollen kontrollierst du regelmäßig, im Sommerlager wie im Winterquartier. Ich nehme dafür jedes Netz in die Hand und drücke verdächtige Zwiebeln kurz an. Faulende, weiche oder vollständig vertrocknete Exemplare entfernst du. Bei frostempfindlichen Knollen prüfst du zusätzlich das Lagermaterial. Wird es zu trocken, befeuchtest du es leicht, ohne es zu durchnässen.
Einige Erreger hinterlassen erkennbare Spuren. FusariumFusarium ist eine Gattung im Boden lebender Pilze, zu der gefürchtete Erreger von Pflanzenkrankheiten gehören. Typisch ist die Fusarium-Welke: Die Pflanze welkt, ältere Blätter können einseitig vergilben, später bricht sie zusammen und fault. oxysporum kann an Blumenzwiebeln eine zunächst weiche, später trocken werdende Fäule hervorrufen. Bei Tulpen kann sich Fusarium-Zwiebelfäule als graubraune, konzentrisch gezeichnete Faulstelle mit gelblichem Rand und säuerlichem Geruch zeigen. Weiche, faulende Zwiebeln mit konzentrischen Verbräunungen können auch auf Stängelälchen hinweisen. Zu ihren WirtspflanzenWirtspflanzen sind die Pflanzen, die ein bestimmter Schädling oder Krankheitserreger befällt und von denen er lebt. Ein Schädling oder Erreger hat oft mehrere Wirtspflanzen, darunter auch verwandte Wildkräuter. gehören unter anderem Tulpen und Traubenhyazinthen. Jedes dieser Zeichen ist ein Hinweis, keine sichere Diagnose.
Ist die Zwiebel noch fest? Zeigt sie weiche Stellen, Schimmel oder Faulstellen? Ist sie vollständig vertrocknet? Ist das Etikett noch lesbar? Liegt kein Apfel in der Nähe? Ist das Lagermaterial bei frostempfindlichen Knollen nicht zu trocken?
Kranke Zwiebeln gehören in den Hausmüll, nicht auf den Kompost. Bei unzureichender RottetemperaturDie Rottetemperatur ist die Temperatur im Inneren eines Komposthaufens, die entsteht, weil Mikroorganismen beim Abbau des Materials Wärme freisetzen. Liegt sie in der Heißrotte über 55 °C, hilft sie, Krankheitserreger abzutöten. können Krankheitserreger dort überdauern. Werkzeug, das kranke Zwiebeln berührt hat, reinigst du gründlich, bevor du damit an gesunden arbeitest. Auch an Geräten und Schuhen können Erreger mit anhaftender Erde weiterwandern. Fusarium kann zudem mit SubstratSubstrat ist der Fachbegriff für Erde oder Erdmischungen, in die du aussäst, pflanzt oder umtopfst, etwa Aussaaterde, Topferde oder Kübelpflanzenerde. Es wird aus organischen und mineralischen Bestandteilen gemischt. und Kulturgefäßen verbreitet werden und mit Dauersporen mehrere Jahre überdauern. Wer Töpfe oder Erde befallener Zwiebeln wiederverwendet, kann den Erreger also in die nächste Saison mitnehmen.
Typische Fehler beim Lagern und wie du sie vermeidest
Tulpen im Boden, darüber wasserbedürftige Sommerblumen
Wer Tulpen im Boden lässt, setzt darüber keine stark wasserbedürftigen Sommerblumen als unmittelbare Nachpflanzung. Sonst können die Wassergaben für die Nachbarn die ruhenden Zwiebeln faulen lassen. Planst du dort üppige Sommerblumen, holst du die Tulpen besser heraus und lagerst sie trocken.
Der Vorrat gerät in Vergessenheit
Ein Korb, der bis zum Pflanzen unbeachtet im Keller steht, entgeht jeder Kontrolle. Unsachgemäß gelagerte Zwiebeln können von Penicillium-Schimmel befallen werden. Eine faulende Zwiebel liegt dann unbemerkt zwischen den gesunden. Ich stelle meine Netze und Körbe deshalb dorthin, wo ich ohnehin regelmäßig vorbeikomme.
Frost erreicht die Knollen
Nicht winterfeste Sommerknollen bringst du je nach Frostempfindlichkeit vor dem ersten Frost ins Winterquartier, spätestens unmittelbar danach. Auch der Lagerplatz selbst muss frostfrei bleiben. Eine Garage taugt nur, wenn dort kein Frost hinkommt.
Vor dem Pflanzen: der letzte Blick
Vor dem Setzen prüfst du jede Zwiebel noch einmal: trocken, fest und glatthäutig, ohne Schimmel oder weiche Stellen. Gelagerte Sommerknollen wie Gladiolen kommen erst nach dem letzten Frost ins Beet. Wie du Tiefe, Abstand und Boden passend wählst, fasst der Überblick zum Pflanzen von Blumenzwiebeln zusammen.

