Dahlienknollen teilen: So vermehrst du Dahlien sortenecht
- Große Dahlien-Wurzelstöcke teilst du im zeitigen Frühjahr beim Vortreiben oder spätestens unmittelbar vor dem Pflanzen.
- Jedes Teilstück braucht mindestens 1 Knospe und möglichst viele unverletzte Wurzeln.
- Die Knospen sitzen am Wurzelhals, deshalb gehört zu jedem Teilstück ein Stück davon.
- Schneide mit einem scharfen, sauberen Messer und reinige es, wenn du in krankes Gewebe geschnitten hast.
- Kranke Stöcke sind kein Vermehrungsmaterial, denn Dahlienmosaik wird über infizierte Knollen weitergegeben.
- Vorgezogene Teilstücke kommen nach den letzten Frösten ins Freie, üblicherweise ab Mitte Mai.

Wenn du im Frühjahr einen großen Dahlien-Wurzelstock aus dem Winterlager holst, hältst du mehrere Pflanzen in der Hand. Teilst du ihn, wachsen daraus neue Dahlien mit demselben Erbgut wie die Mutterpflanze. Ein falsch gesetzter Schnitt kostet dich dagegen ein Teilstück, denn ohne Knospe taugt es nicht zur Vermehrung. Ich teile meine großen Stöcke jedes Frühjahr beim Vortreiben und prüfe vor jedem Schnitt zwei Dinge: Wo sitzt die Knospe, und wie viele Wurzeln bleiben heil?
Dahlien lassen sich auf drei Wegen vermehren: durch Teilen des Wurzelstocks, durch StecklingeEin Steckling ist ein junger, von der Mutterpflanze abgeschnittener Trieb, der in Erde oder Wasser eigene Wurzeln bildet. So entsteht eine neue Pflanze mit denselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze. und durch Aussaat. Hier geht es ums Teilen, vom Zeitpunkt über Werkzeug und Knollenauswahl bis zu den Teilstücken nach dem Schnitt. Einen Vergleich aller drei Wege findest du im Ratgeber dazu, welche Vermehrungsmethode für Dahlien wann passt.
Warum lohnt es sich, Dahlien durch Teilen zu vermehren?
Beim Teilen entsteht keine neue Pflanze aus Samen, sondern ein Stück der alten wächst weiter. Vegetativ vermehrte Tochterpflanzen haben deshalb dieselben Erbanlagen wie die Mutterpflanze. Für eine benannte Sorte zählt genau das: Was du teilst, behält die Eigenschaften der Mutterpflanze. Bei der Aussaat kombinieren Sämlinge dagegen die Erbanlagen beider Eltern, sodass unveränderte Sortenmerkmale nicht garantiert sind.
Die anderen Wege haben ihre eigenen Stärken. Aus Samen gezogene Dahlien können schon im Sommer oder Herbst des Aussaatjahres blühen, allerdings ohne Garantie auf die Sortenmerkmale. Stecklinge sind der zweite sortenechte Weg; du gewinnst sie im zeitigen Frühjahr aus vorgetriebenen Knollen. Ein Teilstück bringt dagegen von Anfang an eigene Wurzeln und eigene Speicherknollen mit.
Eine Grenze hat die Teilung, und sie folgt aus demselben Prinzip. Vegetative Vermehrung gibt das Pflanzenmaterial unverändert weiter, und Dahlienmosaik wird über infizierte Knollen übertragen. Wer einen kranken Stock teilt, vermehrt die Infektion also gleich mit. Deshalb beginnt gute Vermehrung bei der Auswahl, lange vor dem ersten Schnitt.
Was du Dahlienknolle nennst, ist eine verdickte Wurzel, in der die Pflanze ihre Reserven speichert. Die Knospen für den neuen Austrieb sitzen am WurzelhalsDer Wurzelhals ist die Übergangszone zwischen Sprossachse und Hauptwurzel einer Pflanze. Botanisch ist er der untere Teil des Keimstängels und oft etwas verdickt., dort, wo die verdickten Wurzeln in den alten Stängel übergehen. Der Wurzelstock ist das ganze Gebilde aus Stängelrest, Wurzelhals und Knollen.
Wann teilst du Dahlienknollen am besten?
Große Wurzelstöcke teilst du im zeitigen Frühjahr, wenn du sie zum Vortreiben aus dem Lager holst. Dahlien lassen sich bereits im Februar oder Anfang März in Töpfen vorziehenVorziehen heißt, Samen im Haus, im Gewächshaus oder im Frühbeet auszusäen und dort zu Jungpflanzen heranzuziehen. Später pflanzt du sie ins Beet oder in den Kübel aus., hell, kühl und frostfrei. Ich topfe den ganzen Stock zuerst ein und schneide erst, wenn sich am Wurzelhals die Knospen zeigen. Dann sehe ich, wo die Triebe sitzen, und muss beim Schnitt nicht raten.
Hast du keinen Platz zum Vortreiben, kannst du große Wurzelstöcke auch unmittelbar vor dem Pflanzen teilen. Vorgezogene Dahlien kommen nach den letzten Frösten ins Freie, üblicherweise ab Mitte Mai. Der Weg über den Topf bringt dir einen Vorsprung. Ab März im Haus vorgezogene Dahlien können etwa 4 bis 6 Wochen früher blühen als direkt ins Freiland gepflanzte Knollen. Teilst du beim Vortreiben, können die neuen Stücke diesen Vorsprung also gleich mitnehmen.
Die Termine rund ums Teilen im Überblick:
| Arbeitsschritt | Zeitpunkt und Bedingung |
|---|---|
| Ausgraben | vor dem ersten Nachtfrost bis kurz nach dem ersten leichten Frost |
| Stängel kürzen | etwa 10 bis 15 cm über dem Boden |
| Lagern | frostfrei und dunkel bei etwa 4 bis 8 °C |
| Vortreiben im Topf | im Februar oder Anfang März, hell, kühl und frostfrei |
| Teilen | beim Vortreiben im zeitigen Frühjahr oder unmittelbar vor dem Pflanzen |
| Auspflanzen | nach den letzten Frösten, üblicherweise ab Mitte Mai |
Damit du den Moment fürs Eintopfen nicht verpasst, kannst du dir die Termine im Aussaatkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken notieren.
Welches Werkzeug brauchst du zum Teilen?
Du brauchst vor allem ein scharfes Messer. Damit schneidest du glatt durch den Wurzelhals, statt Knollen abzureißen oder abzubrechen. Durch frische Verletzungen können Pilze in Dahlienknollen eindringen, deshalb soll keine Wunde entstehen, die nicht nötig ist.
Genauso wichtig ist ein sauberes Messer. An Werkzeug haftende Erde kann Pflanzenkrankheiten verschleppen. Hast du in ein krankes oder fauliges Stück geschnitten, reinigst du die Klinge sorgfältig, bevor sie einen gesunden Stock berührt. Ich stelle mir dafür einen Eimer Wasser und einen Lappen neben den Arbeitsplatz und reinige das Messer zwischen zwei Wurzelstöcken.
Für das Ausgraben im Herbst nimmst du eine Grabegabel. Zum Vortreiben brauchst du Töpfe mit nährstoffversorgter, strukturstabiler und durchlässiger Erde. Dazu kommen Etiketten, damit jedes Teilstück seinen Sortennamen behält.
scharfes Messer · Eimer Wasser und Lappen für die Klinge · Grabegabel fürs Ausgraben · Töpfe und durchlässige Erde zum Vortreiben · Etiketten und wasserfester Stift
Welche Knollen eignen sich zum Teilen?
Die Auswahl beginnt im Sommer, solange die Pflanzen im Beet stehen und blühen. Ich stecke dann ein Schild an Stöcke, die kräftig gewachsen sind, und ein anderes an Pflanzen mit auffälligem Laub. Gelbgrüne Blattmuster und gestauchter Wuchs können auf Dahlienmosaik hindeuten. An Dahlienmosaik erkrankte Knollen bringen auch im Folgejahr kranke Pflanzen hervor.
Ein Symptom ist allerdings noch keine Diagnose. Eine sichere Diagnose von Pflanzenviren gibt erst eine Laboruntersuchung, denn ähnliche Schadbilder lassen sich verwechseln. Einen verdächtigen Stock vermehre ich trotzdem nicht, bis die Ursache geklärt ist. Geschwächte oder kranke Pflanzen sind kein Ausgangsmaterial für neue Pflanzungen.
Beim Teilen selbst nimmst du jede Knolle noch einmal in die Hand. Pflanzgut für Dahlien soll gesund, unverletzt und kräftig sein. Teilknollen mit weichen, fauligen oder angefressenen Stellen kommen nicht mit ins Beet. Und jedes Stück, das du behältst, braucht eine Knospe am Wurzelhals.
Wie teilst du einen Dahlien-Wurzelstock Schritt für Schritt?
Die Teilung beginnt schon im Herbst, wenn du den Stock aus dem Beet holst. Die eigentlichen Schnitte setzt du dann im Frühjahr.
Schritt 1: Den Wurzelstock im Herbst schonend ausgraben
Für das Ausgraben reichen die Empfehlungen von vor dem ersten Nachtfrost bis kurz nach dem ersten leichten Frost. Schneide die Stängel zum Einwintern etwa 10 bis 15 cm über dem Boden ab. Der Stumpf zeigt dir später, wo der Wurzelhals mit den Knospen sitzt.
Stich die Grabegabel so weit vom Stängel entfernt ein, dass du keine Knolle triffst, und lockere den Boden rundum. Dann hebst du den ganzen Stock von unten an, ohne am Stängel zu ziehen. Jede Wurzel, die dabei abbricht, fehlt im Frühjahr einem Teilstück, denn jedes Stück soll möglichst viele unverletzte Wurzeln behalten.
Vor dem Einlagern darf in den hohlen Stängeln kein Wasser zurückbleiben, weil es Fäulnis begünstigt. Ich stelle die Stöcke deshalb mit den Stängelstümpfen nach unten hin, bis nichts mehr herausläuft. Grobe Erde schüttle ich ab, und das Sortenetikett binde ich direkt an den Stumpf.
Schritt 2: Im Frühjahr eintopfen und die Knospen abwarten
Im Februar oder Anfang März setzt du den Stock in einen Topf: die verdickten Wurzeln nach unten, den alten Stängel nach oben. Er steht dann hell, kühl und frostfrei. Beobachte den Wurzelhals, denn dort sitzen die Knospen. Sobald sie schwellen oder erste Triebe erscheinen, kannst du die Schnitte planen.
Schritt 3: Die Schnittlinien festlegen
Schau dir den Stock von oben an. Die Knospen sitzen am Wurzelhals, die Knollen hängen darunter. Plane jeden Schnitt so, dass jedes Teilstück ein Stück Wurzelhals mit Knospe und die Knollen darunter behält.
Mindestens 1 Knospe und möglichst viele unverletzte Wurzeln: Das braucht jedes Teilstück eines Dahlien-Wurzelstocks.
Schritt 4: Glatt durchschneiden
Setz das Messer am alten Stängel an und schneide zwischen den Knospen senkrecht nach unten durch den Wurzelhals. Zieh die Hälften nicht auseinander, sondern schneide weiter, bis sie sich ohne Kraft lösen. Große Stöcke teilst du so schrittweise weiter, solange jedes Stück die Regel erfüllt. Weiche oder faulige Teilknollen schneidest du ganz ab; woran du Krankheiten erkennst, steht bei den Praxistipps weiter unten.
Eine einzelne dicke Knolle vom Stock abbrechen und einpflanzen. Ohne ein Stück Wurzelhals fehlt ihr die Knospe, die jedes Teilstück braucht.
Wie behandelst du die Teilstücke nach dem Schnitt?
Ich lege die frisch geschnittenen Stücke an einen luftigen, schattigen Platz, bis sich die Schnittflächen trocken anfühlen. Erst dann kommen sie in die Erde. In dieser Zeit sehe ich mir jede Schnittfläche noch einmal an. Festes Gewebe darf bleiben, weiche oder bräunlich verfärbte Stellen schneide ich nach und reinige danach das Messer.
Pulver oder Tauchbäder verwende ich dabei nicht. Desinfizieren heißt bei dieser Arbeit für mich zweierlei: sauberes Werkzeug und keine kranken Teile im neuen Bestand. Was du abgeschnitten hast, weil es faul oder krank war, gehört nicht auf den Gartenkompost. Krankheitserreger können dort bei unzureichender RottetemperaturDie Rottetemperatur ist die Temperatur im Inneren eines Komposthaufens, die entsteht, weil Mikroorganismen beim Abbau des Materials Wärme freisetzen. Liegt sie in der Heißrotte über 55 °C, hilft sie, Krankheitserreger abzutöten. überdauern.
Zum Schluss bekommt jedes Teilstück sein eigenes Etikett mit dem Sortennamen.
Teilstücke einlagern oder gleich eintopfen?
Ich lagere im Winter ganze Stöcke und teile erst beim Vortreiben. Für die Teilstücke stellt sich die Frage nach dem Einlagern deshalb nicht: Sie kommen nach dem Abtrocknen in die Erde. Offen ist nur, ob sie zuerst in einen Topf oder gleich ins Beet kommen.
Der Topf kostet dich Platz an einem hellen, kühlen und frostfreien Ort, bis die Fröste vorbei sind. Dafür nehmen die Teilstücke den Blühvorsprung der Vorkultur mit. Außerdem lassen sich schneckengefährdete Dahlien in Töpfen vorziehen, bevor sie ins Beet kommen. Das Beet spart dir diese Zeit und Arbeit, aber du pflanzt erst nach den letzten Frösten und verzichtest auf den Vorsprung. Wenn du den Platz hast, empfehle ich dir den Topf.
So setzt du ein Teilstück ins Beet: Das Pflanzloch muss das Stück aufnehmen, ohne dass Knollen abbrechen, denn auch hier können Pilze durch frische Wunden eindringen. Lege das Stück mit den Knollen nach unten und dem Stängelrest nach oben hinein. Setze es so tief, dass der Wurzelhals mit den Knospen etwa 5 cm unter der Erdoberfläche liegt. Ist der Boden trocken, gießt du kräftig an. Im Topf gilt dieselbe Ausrichtung.
Aus einem Stock werden mehrere Pflanzen, die im Beet Platz brauchen. Wo sie stehen sollen, kannst du vorher im Beetplaner einzeichnen.
Neben die neuen Dahlien passen Ziergräser, Spätsommerstauden oder Dill. Das ist eine Gestaltungsidee und kein Pflanzenschutz; welche Nachbarn sich kombinieren lassen, zeigt dir die Übersicht zur Mischkultur.
Was brauchen die neuen Dahlien im Beet?
Für die Teilstücke suchst du einen Platz in Sonne bis Halbschatten mit nährstoff- und humusreichem Boden, denn nasse, schwere Böden vertragen Dahlien nicht. Während des Wachstums brauchen sie gleichmäßige Bodenfeuchte ohne Staunässe, und hohe Sorten stützt du gegen Wind und Regen. Wie du beides einrichtest, zeigt der Überblick zu Standort, Boden und Pflege von Knollenpflanzen.
Wie kommen die neuen Knollen über den Winter?
Auch aus deinen Teilstücken werden bis zum Herbst wieder Wurzelstöcke, und weil Dahlien nicht winterhart sind, müssen sie frostfrei überwintern. Ausgraben und Kürzen laufen wie in Schritt 1 beschrieben, gelagert wird dunkel bei etwa 4 bis 8 °C. Lagerort und Kontrolle im Winter beschreibt der Blumenzwiebel-Überblick im Abschnitt Ausgraben und Überwintern.
Meine Praxistipps fürs Teilen von Dahlienknollen
Wie oft solltest du Dahlienknollen teilen?
Ich richte mich dabei nicht nach dem Kalender, sondern nach dem Stock. Geteilt werden große Wurzelstöcke, kleine pflanze ich ganz. Die Entscheidung fällt jedes Frühjahr beim Eintopfen. Zeigen sich an mehreren Stellen des Wurzelhalses Knospen und hängen an jeder Stelle Knollen, wird geteilt. Sitzen alle Knospen dicht an einer Stelle, lasse ich den Stock ganz.
Gilt das für alle Dahliensorten?
Die Regel mit mindestens 1 Knospe gilt für jeden Dahlien-Wurzelstock. Ob gefranste Hirschgeweih-Dahlie, Pompon oder Halskrause: Die Dahlienklasse beschreibt die Blütenform und legt nicht einmal die Wuchshöhe fest. Hirschgeweih-Dahlien erkennst du an gespaltenen oder kurz gezahnten Blütenblattenden. Auch dunkellaubige Dahlien bilden keine eigene Klasse und haben grundsätzlich dieselben Pflegeansprüche.
Bei einer Sorte, von der ich nur einen Stock habe, schneide ich lieber wenige große Stücke als viele kleine. So behält jedes Stück möglichst viele Wurzeln.
Ziehst du Dahlien aus einer Saatmischung, ist jede Pflanze ein Einzelstück, weil Sämlinge die Erbanlagen beider Eltern kombinieren. Bei der Mignon-Saatmischung lassen sich die im Sommer gebildeten Knollen ausgraben und im Haus überwintern. Wird ihr Wurzelstock später groß genug zum Teilen, vermehrst du genau dieses Einzelstück mit seinen Eigenschaften.
Ich beschrifte jeden Stock, solange er blüht, mit der Sorte oder bei Mischungen mit Farbe und Blütenform. Beim Teilen übertrage ich den Namen auf jedes Stück, denn im Frühjahr sehen die Wurzelstöcke für mich alle gleich aus.
Woran erkennst du Krankheiten beim Teilen?
Übel riechende Nassfäule an den Knollen kann auf die bakterielle Welkekrankheit und StängelfäuleStängelfäule ist eine Pflanzenkrankheit, bei der der Stängel meist am Stängelgrund fault: Schwarze, eingesunkene Flecken umfassen ihn, die Leitungsbahnen werden unterbrochen, die Pflanze welkt plötzlich und stirbt ab. Bei Tomaten löst sie ein Pilz aus. hindeuten. Im Sommer gehören dunkelgrüne, welkende Triebe zu ihren Warnzeichen. Faulende Teilknollen schneidest du ab und entsorgst sie über den Müll. Bestätigt sich die Krankheit an einer ganzen Pflanze, kommt auch sie in den Müll. Am betroffenen Standort sollen danach mindestens 5 Jahre keine Dahlien stehen.
Bräunliche Faulstellen, auf denen bei hoher Luftfeuchte ein grauer PilzrasenPilzrasen nennt man den sichtbaren Belag, den ein Pilz auf befallenen Blättern oder Stängeln bildet, etwa den grauen Pilzrasen beim Grauschimmel. Der Begriff beschreibt ein Merkmal des Schadbilds, nicht die Krankheit selbst. wächst, können auf Grauschimmelfäule hinweisen. GrauschimmelGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten. kann bei Dahlien auch im Lager KnollenfäuleKnollenfäule meint meist den Befall von Kartoffelknollen durch den Pilz Phytophthora infestans, den Erreger der Kraut- und Knollenfäule; die Knollen faulen oft erst im Lager. Allgemeiner heißt so jede Fäulnis an Knollen, auch an Blumenknollen. verursachen. Solche Teilknollen schneidest du ab, bevor der Stock eingetopft wird.
Bei Viren hilft kein Messer. Dahlienmosaik geben neben infizierten Knollen auch Blattläuse weiter. Dahlien gehören außerdem zum Wirtsspektrum des Tomatenbronzeflecken- und des Impatiensfleckenvirus, und beide gehen mit vegetativ vermehrtem infiziertem Material weiter. Das Tomatenbronzefleckenvirus wird bei Dahlien von Thripsen übertragen.
„Ein Bad rettet kranke Knollen.“ Gegen Viren im Pflanzengewebe hilft das nicht: Tomatenbronzeflecken- und Impatiensfleckenvirus lassen sich in befallenen Pflanzen nicht direkt bekämpfen. Selbst nach einer Sprossspitzenkultur im Labor war Dahlienmosaik in einem Versuch bei allen untersuchten Dahlien-Genotypen weiter nachweisbar.
Steht eine Virusinfektion fest, entfernst du die Pflanze samt Knollen und vernichtest sie. Auf den Kompost gehört sie nicht, und für die Vermehrung ist sie verloren.



