Liebeshainblume kombinieren: Partner nach Höhe, Farbe und Jahreszeit
- Die Liebeshainblume wird 10 bis 20 cm hoch und gehört an den Beetrand.
- Die Blüte reicht von Juni bis September, der Platz darf sonnig bis halbschattig sein.
- Gute Partner mögen wie sie feuchten, nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden.
- Orange setzt zum Himmelblau einen Komplementärkontrast, Blautöne wirken Ton in Ton.
- Vergissmeinnicht blüht vorher, Kissenastern blühen danach.
- Kletternde Kapuzinerkresse kann die niedrige Pflanze mit langen Trieben unterdrücken.

Neben der Liebeshainblume wird es schnell eng. Die Pflanze bleibt niedrig, und ein wüchsiger Nachbar kann ihre himmelblauen Blüten zudecken. Wollen zwei Pflanzen dazu unterschiedliche Böden, kommt im gemeinsamen Beet leicht eine von beiden zu kurz. Ich prüfe deshalb jeden Partner an vier Punkten: Höhe, Blühzeit, Licht und Boden. Hier findest du passende Begleiter nach Höhenstufen, Farbideen und eine Blühfolge vom Frühjahr bis in den Herbst.
Die Liebeshainblume kurz vorgestellt
Die Liebeshainblume (Nemophila menziesii) ist einjährig, nicht winterhart und wird 10 bis 20 cm hoch. Die Sorte ‘Blaue Nemophila’ trägt himmelblaue Blüten mit weißer Mitte, die Blütezeit reicht von Juni bis September. Welche Farbvarianten der Liebeshainblume es sonst gibt, zeigt ein eigener Ratgeber, die kulturelle Geschichte der Pflanze ein weiterer.
Die Liebeshainblume wächst in voller Sonne oder im Halbschatten auf nährstoffreichem, feuchtem und gut durchlässigem Boden. Gesät wird direkt am endgültigen Standort, in Reihen oder breitwürfig und etwa 0,5 bis 1 cm tief. Nach der Keimung vereinzelst du die Sämlinge rechtzeitig. In trockenen Sommerphasen gießt du, einen RückschnittBeim Rückschnitt kürzt du Triebe oder Stängel einer Pflanze ein, bei Stauden oft bis knapp über den Boden. Je nach Zeitpunkt räumt er alte Stängel ab, regt eine Nachblüte an oder bremst das Aussamen. braucht die Pflanze nicht. Wie du die Liebeshainblume durchs Gartenjahr pflegst, beschreibt ihr eigener Pflege-Ratgeber.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Geeignet ist nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet; in sommerlichen Trockenperioden zur Blütenförderung wässern.
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Topf ziehen.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Direkt am endgültigen Standort säen.
- Saattiefe
Das angebotene Saatgut etwa 0,5 - 1 cm tief säen.
Pflege
- Pflege
In trockenen Sommerphasen gießen, um die Blüte zu fördern; kein Rückschnitt erforderlich.
- Düngung
Vor dem Pflanzen in Gartenränder oder Gefäße Kompost einarbeiten.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten bieten Nützlingen und Insekten Nahrung.
Vier Fragen an jeden Partner
Eine Kombination wirkt harmonisch, wenn beide Pflanzen am selben Platz gut wachsen und sich im Bild ergänzen. Ich gehe jeden Kandidaten deshalb mit denselben vier Fragen durch.
Welches Licht? Die Liebeshainblume kommt mit Sonne und Halbschatten zurecht. Unkompliziert sind Partner mit derselben Spanne, etwa Garten-Stiefmütterchen und das Schmuckkörbchen ‘Gazebo’. Zinnien und der Husarenknopf verlangen volle Sonne und gehören an die hellste Stelle des Beets.
Welcher Boden? Gewünscht ist nährstoffreiche, feuchte und gut durchlässige Erde. Garten-Fuchsschwanz und Gartenwicke stellen fast dieselben Ansprüche. Pflanzen für magere, trockene Plätze passen dagegen schlecht in denselben Streifen.
Wie hoch? Mit 10 bis 20 cm steht die Liebeshainblume vorn. Im Staudenbeet gilt dieselbe Ordnung: Hohe Leitstauden stehen eher hinten, kleinere Begleiter ergänzen sie davor.
Wann blüht er? Partner mit denselben Monaten blühen gemeinsam mit ihr. Andere blühen vorher oder danach und füllen die Wochen, in denen die Liebeshainblume noch nicht oder nicht mehr blüht.
Eine einzelne Liebeshainblume wird 15 bis 30 cm breit. Plane diesen Raum schon bei der Aussaat ein, ebenso die endgültige Größe jedes Partners. Genug Abstand verbessert die Luftzirkulation, die Blätter trocknen schneller ab, und das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinkt.
Bevor ein Partner neben die Liebeshainblume kommt, gehe ich diese Punkte durch:
- Verträgt er Sonne bis Halbschatten?
- Mag er feuchten, gut durchlässigen Boden?
- Wird er höher, bekommt er einen Platz hinter ihr.
- Blüht er mit ihr, oder schließt er an ihre Blüte an?
- Bildet er lange Triebe, die über sie hinwachsen?
Partner nach Höhenstufen
Die Übersicht ordnet passende Begleiter von vorn nach hinten. Höhe und Blütezeit gelten für die genannten Sorten.
| Partner | Höhe | Blütezeit | Was zur Liebeshainblume passt |
|---|---|---|---|
| Liebeshainblume ‘Blaue Nemophila’ | 10–20 cm | Juni–September | Ausgangspunkt: himmelblau mit weißer Mitte |
| Männertreu ‘Kaiser Wilhelm’ | 10–20 cm | Juni–September | gleiche Höhe, gleiche Blühmonate |
| Garten-Stiefmütterchen | 10–20 cm | April–Oktober | sonnig bis halbschattig, feuchter Boden |
| Husarenknopf | 10–20 cm | Mai–Oktober | gelbe Sorten wie ‘Solaris’, volle Sonne |
| Kissenaster ‘Rosenwichtel’ | 20–30 cm | Ende September–Ende Oktober | lilarosa, blüht nach der Liebeshainblume |
| Cosmos sulphureus ‘Mandarin’ | 20–30 cm | Juli–Oktober | dunkles Orange als Kontrast |
| Zinnie ‘Profusion’ | 20–30 cm | Juni–Oktober | sonnig, auch im Gefäß |
| Schmuckkörbchen ‘Gazebo’ | 50–60 cm | Juni–Oktober | Weiß, Rosa, Pink, sonnig bis halbschattig |
| Zinnien ‘Red Lime’ und ‘Green Lime’ | 60–80 cm | Juli–Oktober | Altrosa und Limettengrün |
| Garten-Fuchsschwanz | 80–100 cm | Juni–September | feuchter, humusreicher Boden |
| Raublattastern | 60–150 cm | Herbst bis zum ersten Frost | sonnig, frischer bis feuchter Boden |
Vordergrund: so niedrig wie die Liebeshainblume
Ganz vorn teilt sich die Liebeshainblume den Platz mit Pflanzen ihrer Größe. Männertreu ‘Kaiser Wilhelm’ wird ebenfalls 10 bis 20 cm hoch. Auch seine Blütezeit von Juni bis September deckt sich mit ihrer, sodass beide den ganzen Sommer zusammen blühen.
Garten-Stiefmütterchen stehen gern sonnig bis halbschattig auf feuchtem, gut durchlässigem Boden. Damit teilen sie die Ansprüche der Liebeshainblume fast vollständig. Die Farbpalette reicht von Weiß und Gelb über Hellblau und Blau bis zu Rot, Lila und Orange.
Der Husarenknopf bleibt mit 10 bis 20 cm genauso niedrig. Die Sorte ‘Solaris’ blüht leuchtend gelb, und in gemischten Kübeln kommt er vorzugsweise an den vorderen Rand. Er braucht volle Sonne und mäßig nährstoffreichen, durchlässigen Boden. Ich setze ihn deshalb an die sonnigste Stelle der Beetkante.
Die Kornblumenmischung ‘Midget’ erreicht 20 bis 30 cm und eignet sich für kleine Gärten und Töpfe. Im Beet steht sie direkt hinter dem Streifen der Liebeshainblume.
Mitte: etwas höher für Struktur
In der zweiten Reihe geben etwas höhere Pflanzen dem Beet Struktur. Das Schmuckkörbchen ‘Gazebo’ wird 50 bis 60 cm hoch und blüht in Weiß, Rosa und Pink. Wie die Liebeshainblume verträgt es Sonne bis Halbschatten. Die Sorte ‘Cosimo’ bleibt mit 40 bis 60 cm etwas niedriger und eignet sich für den Rabattenrand.
Zinnien bringen kräftigere Farben ins Beet. Die Mischung ‘Profusion’ bleibt mit 20 bis 30 cm kompakt. Das Duo ‘Red Lime’ und ‘Green Lime’ verbindet Altrosa mit Limettengrün und erreicht 60 bis 80 cm. Zinnien sollten geschützt in voller Sonne stehen.
Kompost arbeitest du für die Liebeshainblume vor der Aussaat ein. Schmuckkörbchen bevorzugen dagegen lockeren, nährstoffarmen Boden und brauchen im Beet keine zusätzliche Düngung. Stehen beide zusammen, bekommt deshalb nur der vordere Streifen den Kompost.
Hintergrund: Höhe und Tiefe
Hohe Sommerblumen im Hintergrund geben dem Beet Tiefe. Der Garten-Fuchsschwanz wird 80 bis 100 cm hoch und braucht einen sonnigen, geschützten Platz. Er mag feuchten, humusreichen und fruchtbaren Boden und blüht von Juni bis September. Weil beide feuchten Boden wollen und gleichzeitig blühen, versorgst du sie in Trockenphasen gemeinsam und siehst sie den ganzen Sommer zusammen. Amarant kann zum Umknicken neigen, dann hält ihn eine Stütze aufrecht. Die Sorte ‘Coral Fountain’ trägt korallrosa, ‘Emerald Tassels’ limettengrüne hängende BlütenständeEin Blütenstand (botanisch: Infloreszenz) ist der Teil einer Pflanze, an dem sich der Spross verzweigt und mehrere Blüten trägt. Je nach Bauweise unterscheidet man zum Beispiel Traube, Ähre, Dolde, Köpfchen und Rispe..
Raublattastern werden je nach Sorte 60 bis 150 cm hoch und wollen Sonne sowie frischen bis feuchten Boden. Auf zu nährstoffreichem Boden können sie an Standfestigkeit verlieren. Die Asternblüte beginnt erst im Herbst, wenn die Liebeshainblume ausklingt.
Wer statt einzelner Partner eine Mischung säen möchte, findet passende Höhen bei den Veitshöchheimer Mischungen. Die einjährigen Mischungen Sommertöne, Gelbtöne und Pastelltöne bleiben mit ihrer maximalen Wuchshöhe unter 1 m.
Farbideen zum Himmelblau
Im Farbkreis nach Itten bilden Orange und Blau sowie Gelb und Violett kontrastierende Komplementärpaare. Eine Ton-in-Ton-Pflanzung arbeitet dagegen mit helleren und dunkleren Nuancen derselben Farbe.
Orange als Gegenpol
Orange und Blau sind Komplementärfarben, deshalb steht das Himmelblau der Liebeshainblume neben orangefarbenen Blüten in deutlichem Kontrast. Im Vordergrund passt das Schmuckkörbchen Cosmos sulphureus ‘Mandarin’, das mit 20 bis 30 cm niedrig bleibt. Es blüht dunkelorange von Juli bis Oktober und überschneidet sich damit bis September mit der Liebeshainblume.
Die Ringelblume ‘reinorange’ säst du von April bis Ende Juni direkt ins Beet. Die Liebeshainblume wird im selben Zeitraum direkt gesät, du kannst beide also in einem Arbeitsgang aussäen.
Hinten setzt die Sonnenblume ‘Sonja’ das Orange fort. Diese Sorte bildet zahlreiche kleine orangefarbene Blüten an Seitentrieben und wird 90 bis 120 cm hoch.
Blau in Blau
Ton in Ton arbeitest du mit helleren und dunkleren Blautönen. Garten-Stiefmütterchen gibt es in Hellblau und Blau. Kornblumen wie ‘Blauer Junge’ ergänzen das Blau, und regelmäßiges AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung. verlängert bei dieser Sorte die Blütezeit. Die Gartenverbene ‘Duftmix’ bringt Blau zusammen mit Weiß und Pink ins Beet.
Weiß und Pastell
Die weiße Blütenmitte der Liebeshainblume lässt sich mit weißen und pastelligen Partnern aufgreifen. Das Schmuckkörbchen ‘Gazebo’ liefert dafür Weiß, Rosa und Pink. Im Herbst setzen die Raublattaster ‘Herbstschnee’ und die Glattblattaster ‘Zauberspiel’ den hellen Ton mit reinweißen Blüten fort. ‘Zauberspiel’ wird 80 bis 100 cm hoch und zeigt beim Abblühen einen rosa Hauch. Glattblattastern brauchen gleichmäßig feuchten Boden, was gut zur Liebeshainblume passt.
Stiefmütterchen tauchen in vielen dieser Farbideen auf. Wie du Stiefmütterchen farblich kombinierst, zeigt ein eigener Ratgeber.
Gestaltungsideen mit der Liebeshainblume
Saum vor dem Staudenbeet
Als niedriger Saum passt die Liebeshainblume vor ein Staudenbeet. Sommerblumen eignen sich als Lückenfüller zwischen Stauden und als Folgebepflanzung nach frühblühenden Zwiebelgewächsen. Wie das grundsätzlich funktioniert, steht im Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Standort und Boden der Sommerblumen. Ich säe die Liebeshainblume dafür als durchgehenden Streifen an die Vorderkante und skizziere die Höhenstufen vorher im Beetplaner.
Naturnahes Insektenbeet
Die Liebeshainblume dient NützlingenNützling ist kein biologischer Fachbegriff, sondern eine Sammelbezeichnung für wildlebende Tiere, die dem Menschen nützen: Sie fressen Schädlinge wie Blattläuse, bestäuben Pflanzen oder tragen zur Bodenfruchtbarkeit bei. und anderen Insekten als Nahrungsquelle. Für ein durchgehendes Angebot kombinierst du Pflanzen mit unterschiedlichen Blühzeiten. Krokus und Lungenkraut im Frühjahr, Schmuckkörbchen und Kornblume im Sommer sowie ungefüllte Herbstastern ergänzen das Blütenangebot für Bienen über die Saison. Klatschmohn bietet Wildbienen Pollen, aber keinen Nektar.
Viele ungefüllte und halbgefüllte Blüten eignen sich als Pollen- und Nektarquellen, stark gefüllte meidest du besser. Allein entscheidet die Füllung den Bienenwert aber nicht, denn auch manche gefüllte Blüte bildet noch zugänglichen Pollen oder Nektar. Wildbienen brauchen außerdem Nistplätze, etwa eine offene Bodenstelle oder etwas Totholz am Beetrand.
Ackerwildkräuter wie die Kornrade brauchen offene Keimstellen und werden ohne wiederkehrende Bodenbearbeitung von ausdauernden Pflanzen verdrängt. Da die Liebeshainblume ohnehin jedes Jahr neu gesät wird, passt sie gut in ein solches Beet, das du jedes Frühjahr lockerst und neu einsäst.
Halbschattige Ecken
Im Halbschatten wächst die Liebeshainblume ebenfalls, dort kommen andere Partner infrage. Fleißige Lieschen eignen sich für halbschattige bis schattige Plätze und mögen feuchten Boden. Von Mai bis Oktober blühen sie unter anderem in Weiß, Orange und Rot. Bei gefüllt blühenden Sorten ist pralle Sonne ein Risiko für die Blüte, im Halbschatten stehen sie passender. Begonien und Fuchsien kommen als weitere Begleiter infrage, wobei Knollenbegonien reichlich Wasser wollen. Für den Herbst im Halbschatten eignen sich die Weiße Wald-Aster und Sorten der Wald-Aster.
Topf und Balkonkasten
Die Liebeshainblume eignet sich auch für Töpfe und HochbeeteEin Hochbeet ist ein erhöhtes, stabil eingefasstes Beet, das mit Erde gefüllt wird, etwa aus Holz, Stein, Beton, Metall oder Kunststoff. Es erlaubt rückenschonendes Gärtnern auf wenig Grundfläche.. Im Balkonkasten kombiniere ich sie mit Elfenspiegel, der sonnige bis halbschattige Plätze verträgt und für Ampeln, Töpfe und Kästen gedacht ist. Als dritter Partner bietet sich die Lobeliensorte ‘Kaiser Wilhelm’ an, bekannt als Männertreu. Elfenspiegel und Lobelien wurden bereits gemeinsam im Kombitopf geprüft.
Elfenspiegel reagiert empfindlich auf hohe Salzkonzentrationen und sollte nicht mit StarkzehrernStarkzehrer sind Gemüsearten mit hohem Nährstoffbedarf, vor allem an Stickstoff, etwa Kohl, Kürbis, Tomaten und Zucchini. In der Fruchtfolge kommen sie zuerst auf ein frisch versorgtes Beet, zum Beispiel nach einer Kompostgabe. zusammenstehen. Pelargonien und Hängepetunien haben einen hohen Nährstoffbedarf, sie gehören deshalb nicht in diesen Kasten. In geprüften gemischten Balkonpflanzungen wurden Petunien zudem häufig dominanter, während schwache Partner im Sommer verdrängt wurden.
Duft und Vase dazunehmen
Die Liebeshainblume duftet nicht und wird auch nicht als Schnittblume geführt. Beides holst du über Partner dazu. Die Gartenverbene ‘Duftmix’ verbindet duftende Blüten in Weiß, Pink und Blau und gedeiht in lockerem, sandig-lehmigem und nährstoffreichem Boden. Duftpflanzen nimmst du an Sitzplätzen, Terrassen und Gartenwegen gut wahr, deshalb setze ich solche Paare an den Rand der Terrasse.
Die Gartenwicke duftet ebenfalls und blüht wie die Liebeshainblume von Juni bis September. Gartenwicken sind topfgeeignet, und die kompakte Mischung ‘Ampelkorb’ bildet nur etwa 20 bis 25 cm lange Ranken ohne Bedarf an einer Rankhilfe. Beachte, dass alle Teile der Edelwicke giftig sind, besonders die Samen. Für die Vase eignen sich Kornblume, Zinnie und Garten-Fuchsschwanz.
Steingarten
Für den Steingarten gelten eigene Regeln bei Boden und Partnern. Wie du die Liebeshainblume im Steingarten einsetzt, beschreibt ein eigener Ratgeber.
Partner durchs Gartenjahr
Die Liebeshainblume blüht nur von Juni bis September. Mit Partnern davor und danach bleibt derselbe Beetbereich von März bis in den Herbst bunt.
| Jahreszeit | Partner | Blütezeit |
|---|---|---|
| Frühjahr | Wald-Vergissmeinnicht | März–Mai |
| Frühjahr | Tausendschön | März–Juli, im zweiten Jahr |
| Frühjahr und Herbst | Garten-Stiefmütterchen ‘Goldgelb mit Auge’ | März–Mai und September–November |
| Sommer | Liebeshainblume | Juni–September |
| Sommer | Männertreu ‘Kaiser Wilhelm’, Garten-Fuchsschwanz, Gartenwicke | Juni–September |
| Sommer bis Herbst | Schmuckkörbchen ‘Gazebo’, Zinnie ‘Profusion’ | Juni–Oktober |
| Herbst | Kissenaster ‘Rosenwichtel’ | Ende September–Ende Oktober |
| Herbst | Raublatt- und Glattblattastern | bis zum ersten Frost |
Frühjahr: Vorgänger im Beet
Bevor die Liebeshainblume aufblüht, gehört das Beet den Frühjahrsblühern. Wald-Vergissmeinnicht wird zweijährig gezogen und im Juni oder Juli gesät. Im September oder Oktober pflanzt du es aus, im folgenden Frühjahr blüht es von März bis Mai. Für eine Schale passen gelbe Stiefmütterchen, gelbe Narzissen ‘Tête à Tête’, blaue Vergissmeinnicht und weißes Tausendschön zusammen.
Weil das Vergissmeinnicht im Mai ausklingt und die Liebeshainblume im Juni beginnt, bleibt Blau von März bis September im Beet. Die Liebeshainblume säst du ab April direkt an ihren Platz vor den Frühjahrsblühern.
„Vergissmeinnicht und Liebeshainblume blühen gemeinsam.“ Die Blühzeiten sprechen dagegen: Wald-Vergissmeinnicht blüht als Frühjahrsblüher von März bis Mai, die Liebeshainblume von Juni bis September. Die beiden lösen sich ab und eignen sich deshalb für eine Blühfolge.
Sommer: gemeinsam in Blüte
Von Juni bis September steht die Liebeshainblume in Blüte. Männertreu ‘Kaiser Wilhelm’, Garten-Fuchsschwanz und Gartenwicke teilen genau diese Monate. Schmuckkörbchen ‘Gazebo’ und Zinnie ‘Profusion’ starten ebenfalls im Juni und blühen bis in den Oktober. In trockenen Sommerphasen gießt du die Liebeshainblume, das fördert ihre Blüte. Elfenspiegel verträgt große Hitze schlecht, und lässt seine Blüte im Sommer nach, schneidest du ihn kräftig zurück.
Herbst: Nachfolger am selben Platz
Im September klingt die Liebeshainblume aus, als einjährige, nicht winterharte Pflanze endet damit ihre Saison. Danach übernehmen Herbstblüher. Die Kissenaster ‘Rosenwichtel’ wird 20 bis 30 cm hoch und blüht lilarosa von Ende September bis Ende Oktober. Mit dieser Höhe passt sie in den vorderen Bereich. Raublatt- und Glattblattastern blühen bis zum ersten Frost und werden von Honigbienen, Wildbienen, SchwebfliegenSchwebfliegen sind Fliegen mit oft schwarz-gelber, wespenähnlicher Zeichnung, die in der Luft auf der Stelle schweben können. Sie gelten als Nützlinge: Die erwachsenen Tiere bestäuben Blüten, die Larven vieler Arten fressen Blattläuse. und Tagfaltern besucht. Auch Ringelblumen, Kosmeen, Tagetes und Zinnien blühen bis in den Spätherbst.
Den frei gewordenen Platz der Liebeshainblume bepflanzt du im September oder Oktober mit Wald-Vergissmeinnicht. So beginnt die Blühfolge im nächsten Frühjahr von vorn. Bleibt die Fläche leer, schützt eine GrüneinsaatGrüneinsaat ist die Aussaat einer Gründüngung, etwa Gelbsenf, Phacelia oder Ackerbohne, auf einem abgeernteten Beet. Die Pflanzen halten den Boden über Herbst und Winter bedeckt, schützen ihn und verbessern seine Struktur. über Winter den geräumten Boden vor Abschwemmung und Nährstoffauswaschung.
Ich schreibe mir vor jeder Saison die Blühmonate aller Partner in eine Liste und lege sie nebeneinander. So plane ich Lücken schon auf dem Papier. Die Saattermine hole ich mir aus dem Aussaatkalender für Sommerblumen.
Nachbarn, die schlecht passen
Manche Pflanzen sehen neben der Liebeshainblume reizvoll aus, stellen aber andere Ansprüche. Kletternde Kapuzinerkresse bildet bis zu 2,5 m lange Triebe und kann damit andere Pflanzen unterdrücken. Neben der niedrigen Liebeshainblume greifst du deshalb zu kompakten Sorten, wie sie für Gefäße empfohlen werden.
Trockenheitsliebende Sommerblumen landen im selben Streifen wie die Liebeshainblume. Goldmohn will einen nährstoffarmen, gut durchlässigen Boden und braucht dort keine Düngung. Portulakröschen und Mittagsblumen bevorzugen trockene, magere Plätze in voller Sonne. Die Liebeshainblume wünscht sich dagegen nährstoffreiche, feuchte Erde, und an einem gemeinsamen Platz kann eine Seite zu kurz kommen. Gib solchen Arten lieber ein eigenes Beet.


