Liebeshainblume: Pflege durchs Gartenjahr, Wetterschutz und Samenernte
- Einjährig und nicht winterhart, 10 bis 20 cm hoch.
- Blütezeit von Juni bis September, in Sonne oder Halbschatten.
- Direktsaat von April bis Juni oder im September, etwa 0,5 bis 1 cm tief.
- Sämlinge rechtzeitig vereinzeln: 10 cm in der Reihe, 20 cm zwischen den Reihen.
- Kein Rückschnitt nötig; in trockenen Sommerphasen gießen, Staunässe vermeiden.
- Samen bei trockenem Wetter ernten, auf Papier nachtrocknen, kühl, dunkel und trocken lagern.

Die Liebeshainblume ist schnell gesät und verlangt wenig Pflege. Aufmerksam sein musst du an zwei Stellen: in trockenen Sommerwochen und auf Böden, in denen das Wasser steht. Ich säe sie direkt ins Beet, vereinzele die Sämlinge früh und schaue im Sommer vor allem auf die Bodenfeuchte. Hier liest du, wie du sie durch das Gartenjahr bringst, vor Wetterstress schützt, ihre Blüte förderst und am Ende eigene Samen erntest.
Warum passt die Liebeshainblume zu Gartenanfängern?
Die Liebeshainblume, botanisch Nemophila menziesii, ist eine einjährige Sommerblume aus dem westlichen Nordamerika, unter anderem aus Kalifornien und Oregon. Die als ‘Blaue Nemophila’ angebotene Form trägt himmelblaue Blüten mit weißer Mitte. Wie sich Sommerblumen nach Lebensdauer und Herkunft unterscheiden, zeigt das Kurzporträt der Sommerblumen.
Für Einsteiger zählt, dass die Arbeit überschaubar bleibt. Gesät wird direkt an den Platz, an dem die Pflanzen blühen sollen. Die Samen keimen in 7 bis 14 Tagen. Danach geht es ums VereinzelnVereinzeln heißt, zu dicht aufgegangene Sämlinge in der Saatreihe auszudünnen, damit die übrigen Pflanzen genug Platz, Wasser und Nährstoffe haben. Manchmal ist auch das Pikieren gemeint, also das Umsetzen junger Sämlinge in einzelne Töpfe. und Jäten, einen Rückschnitt braucht die Liebeshainblume nicht. Weil sie am endgültigen Standort gesät wird und ohne Rückschnitt auskommt, bündelt sich die Arbeit auf wenige Handgriffe. Das sind Saatbett vorbereiten, vereinzeln, jäten und in trockenen Sommerphasen gießen. Wachsen kann die Pflanze im Beet, im Hochbeet und im Topf, und ihre Blüten dienen Nützlingen und Insekten als Nahrungsquelle.
Ganz ohne Aufmerksamkeit geht es trotzdem nicht. Die Liebeshainblume ist nicht winterhart und lebt nur eine Saison, du säst sie also jedes Jahr neu. Der Boden soll feucht bleiben, und in trockenen Sommerphasen gießt du, um die Blüte zu fördern. Duft bringt die Pflanze nicht mit, und als Schnittblume wird sie nicht geführt. Wer das weiß, plant sie als niedrige, blaue Saisonblume für Beetränder, Lücken und Gefäße ein.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Lebensdauer | einjährig, nicht winterhart |
| Wuchshöhe | 10 bis 20 cm |
| Wuchsbreite | 15 bis 30 cm |
| Blütezeit | Juni bis September |
| Licht | sonnig bis halbschattig |
| Aussaat | direkt an Ort und Stelle, April bis Juni sowie September |
| Saattiefe | etwa 0,5 bis 1 cm |
| Keimdauer | 7 bis 14 Tage |
| Abstand in der Reihe | 10 cm |
| Reihenabstand | 20 cm |
| Saatform | in Reihen oder breitwürfig, nach der Keimung vereinzeln |
| Duft | keiner |
| Gefäß | topfgeeignet |
Volle Sonne passt ebenso wie Halbschatten, der Boden soll nährstoffreich, feucht und gut durchlässig sein. Im britischen Kulturkontext gilt die Liebeshainblume auf Kalk-, Ton-, Lehm- und Sandböden als anbaubar. Worin sich Sonne und Halbschatten für die Blüte unterscheiden, erklärt der Ratgeber, welcher Standort mit Licht und Boden zur Liebeshainblume passt.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Geeignet ist nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet; in sommerlichen Trockenperioden zur Blütenförderung wässern.
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Topf ziehen.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Direkt am endgültigen Standort säen.
- Saattiefe
Das angebotene Saatgut etwa 0,5 - 1 cm tief säen.
Pflege
- Pflege
In trockenen Sommerphasen gießen, um die Blüte zu fördern; kein Rückschnitt erforderlich.
- Düngung
Vor dem Pflanzen in Gartenränder oder Gefäße Kompost einarbeiten.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten bieten Nützlingen und Insekten Nahrung.
Wie bereitest du das Beet vor und hältst Unkraut fern?
Für die Direktsaat brauchst du ein fein geharktes, unkrautfreies und gut durchlüftetes Saatbett. Ich lockere den Boden, entferne unerwünschten Bewuchs und ziehe die Fläche mit dem Rechen glatt. Danach lasse ich das Beet liegen, bis die ersten Unkräuter auflaufen, und entferne sie vor der Saat. Vor dem Säen arbeite ich Kompost ein, im Beet genauso wie im Gefäß. Kompost lockert schwere Böden und verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Ausgebracht wird er im Spätwinter oder Frühjahr statt im Herbst, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird.
Gesät wird in Reihen oder breitwürfig, im Frühjahr von April bis Juni und noch einmal im September. Die Samen kommen etwa 0,5 bis 1 cm tief in die Erde. Termine, Vorkultur und die Pflege der Sämlinge beschreibt der Ratgeber, wie du die Liebeshainblume im Frühjahr oder Herbst aussäst.
Vereinzeln und Abstände
Nach der Keimung vereinzelst du rechtzeitig. In der Reihe bleibt alle 10 cm eine Pflanze stehen. Zwischen den Reihen hältst du 20 cm Abstand. Bei breitwürfiger Saat lichtest du die Fläche so aus, dass die Pflanzen ähnlich weit auseinanderstehen. Weil die Pflanzen 15 bis 30 cm breit werden, schließt sich die Reihe auch nach dem Vereinzeln. Ein unverzogener Bestand wird dagegen sehr dicht, und sehr dichte Bestände begünstigen bei Beet- und Balkonpflanzen GrauschimmelGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten.. Wer Reihen und Abstände vorher festlegen möchte, kann sie im Beetplaner skizzieren.
Jäten und Lockern ohne Schaden
Solange die Sämlinge klein sind, jäte ich von Hand und steche hartnäckige Kräuter aus. Verhärtete Bodenoberflächen lockerst du vorsichtig. In bestehenden Beeten eignet sich dafür ein Sauzahn, weil er lockert, ohne die Bodenschichten zu wenden. Flaches Hacken unterbricht außerdem die Kapillaren im Boden und kann so die Verdunstung vermindern. Das Beet selbst betrittst du möglichst nicht, damit seine Poren und seine Wasserspeicherfähigkeit erhalten bleiben.
Zum Jäten lege ich ein Brett quer über das Beet und knie darauf. So trete ich nicht zwischen die Reihen und erreiche die Sämlinge trotzdem von oben.
Hitze, Staunässe, Regen: so schützt du die Liebeshainblume vor Wetterstress
Wetterstress trifft die Liebeshainblume von zwei Seiten: durch Trockenheit im Sommer und durch Nässe, die nicht abfließt. Gegen beides setzt du bei Platzwahl, Bodenvorbereitung und Feuchte an.
Zu viel Sonne und trockene Hitze
Volle Sonne und Halbschatten passen beide, solange der Boden feucht bleibt. In trockenen Sommerphasen gießt du, um die Blüte zu fördern. Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung aus dem Boden und seine Aufheizung. Ich nehme dafür angewelkten Rasenschnitt und bringe ihn in dünnen Schichten aus, damit er nicht verklebt oder schimmelt. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr bleibt die Schicht dünn. Stroh, Holz und Rinde sind stickstoffarm und können beim Zersetzen Stickstoff im Boden binden.
Roher, nicht kompostierter Rindenmulch auf dem Beet. Für Beete mit Einjahresblumen ist er ungeeignet; nimm lieber gesunden Grasschnitt ohne Unkrautsamen.
Gegossen wird morgens und direkt auf die Erde, damit das Laub trocken bleibt. Wie oft und wie viel, hängt von Boden, Wetter und Wachstumsphase ab; das zeigt der Ratgeber, wie du Liebeshainblumen je nach Phase und Wetter gießt. Im Gefäß puffert ein größeres Erdvolumen den raschen Wasserverlust an heißen Tagen ab.
Staunässe und Fäulnis
Ein hoher Tonanteil verringert die Wasserdurchlässigkeit des Bodens und begünstigt Staunässe. Die Liebeshainblume braucht gut durchlässigen Boden, auf schwerem Ton verbesserst du ihn deshalb vor der Saat. Tonige Böden lassen sich durch Lockern und durch gröberen Humus, Kompost und bei Bedarf groben Sand verbessern. Für schwere Gartenböden gelten je nach Ausgangszustand 2 bis 5 l gewaschener Sand ohne Feinanteile je m².
Im Topf und im Balkonkasten müssen die Abzugslöcher frei bleiben. Wassergefüllte Untersetzer leerst du nach Regen, damit an den Wurzeln keine Nässe steht. In torffreier Erde kann die Oberfläche schon trocken sein, während es weiter unten noch nass ist. Ich prüfe deshalb mit dem Finger tiefer im Topf oder hebe das Gefäß an. Wie die Pflanze im Gefäß sonst gedeiht, beschreibt der Ratgeber, wie du die Liebeshainblume in Töpfen und Balkonkästen ziehst.
Welke Pflanzen sind nicht automatisch durstig. Auch Staunässe mit Wurzelfäule lässt sie welken; prüfe deshalb erst die Erdfeuchte, bevor du nachgießt.
Regen, Wind und kalte Nächte
Grauschimmel bildet bei hoher Luftfeuchtigkeit einen grauen Belag auf faulenden Pflanzenteilen; solche Teile entfernst du. Vom Wind geknickte Blätter und Blütenstiele können bei Balkonpflanzen ebenfalls zu Befallsstellen werden. Welche Krankheiten und Schädlinge sonst auftreten und wie du von Hand eingreifst, liest du im Ratgeber, wie du Liebeshainblumen vor Krankheiten und Schädlingen schützt.
Die Liebeshainblume ist nicht winterhart. Kästen und Kübel, die du vor Mitte Mai bepflanzt, brauchen bei drohendem Spätfrost Schutz.
Wie förderst du die Blüte?
Die Liebeshainblume blüht von Juni bis September, einen Rückschnitt braucht sie dafür nicht. Zwei Handgriffe können die Blüte unterstützen: Wasser in trockenen Sommerphasen und das Abknipsen welker Blüten. Bei Sommerblumen kann das Entfernen verwelkter Blüten die Samenbildung begrenzen und weitere Blüten fördern. Samen entstehen aber nur an Blüten, die bis zur Samenreife stehen bleiben, wer ernten will, putzt also nicht alles aus. Ich lasse an einem Ende der Reihe einige Blüten stehen und putze den Rest beim Gießen aus.
„Nach der ersten Blüte kräftig zurückschneiden, dann kommt eine zweite Welle.“ Für die Liebeshainblume ist kein Rückschnitt vorgesehen. Verblühtes abzuknipsen kann bei Sommerblumen weitere Blüten fördern, ein sicherer zweiter Flor ist das nicht.
Gedüngt wird nach Bedarf, für Gartenbeete richtet sich die Düngung nach einer Bodenuntersuchung. Phosphatbetonte Blütendünger sind keine sinnvolle pauschale Strategie für mehr Blüten. Wie du Gießen und Düngen nach Phase und Bedarf abstimmst, beschreibt der Sommerblumen-Überblick im Abschnitt zum Gießen und Düngen.
Taugt die Liebeshainblume als Schnittblume?
Als Schnittblume wird die Liebeshainblume nicht geführt. Bei 10 bis 20 cm Wuchshöhe bleiben die Stiele kurz, für eine große Vase reichen sie nicht. Plane sie deshalb eher für ein kleines Glas auf dem Tisch als für einen Strauß.
Wer ein paar Stiele schneiden möchte, hält sich an die allgemeinen Regeln für Schnittblumen. Ich schneide früh am Morgen und stelle die Stiele sofort ins Wasser. Das Glas ist sauber, und kein Blatt reicht ins Wasser. Die Stiele spaltest oder hämmerst du nicht, weil das die Wasseraufnahme behindern kann. Das Wasser wechselst du täglich. Seinen Platz findet das Glas weder in Zugluft noch in voller Sonne und nicht neben reifem Obst.
Wo passt die Liebeshainblume sonst noch hin?
Sommerblumen eignen sich als Lückenfüller im Staudenbeet und als Folgebepflanzung nach frühblühenden Zwiebelgewächsen. Mit ihrem niedrigen Wuchs lässt sich die Liebeshainblume auch flächig säen; wie das gelingt, zeigt der Ratgeber, wie du sie als Bodendecker nutzt. Für halbschattige Steingärten eignet sie sich ebenfalls, Ideen dazu sammelt der Ratgeber zur Gestaltung von Steingärten mit Liebeshainblumen.
Welche Partner farblich zu ihr passen, beschreibt der Ratgeber zu Pflanzenkombinationen mit der Liebeshainblume. Welche Farbvarianten es gibt und wie du mit ihnen gestaltest, liest du im Ratgeber zu den Farbvarianten der Liebeshainblume. Was die Pflanze Nützlingen und Insekten bietet, erklärt der Ratgeber über ihren Wert im Naturgarten.
Samen ernten: Saatgut für das nächste Jahr gewinnen
Für eigene Samen lässt du einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen. Geerntet wird bei trockenem, sonnigem Wetter, sobald die Samen ausgereift sind. Gesammelt werden braune, ausgereifte Samen; dunkle und trockene Körner zeigen häufig die Erntereife an.
Ich schneide die Samenstände ab und lege sie zum Nachtrocknen auf Papier. Danach trenne ich die Samen von den Pflanzenresten. Stammt dein Saatgut von einer Hybridsorte, können die Nachkommen anders aussehen als die Mutterpflanze. Bei F1-HybridenF1-Hybriden sind Sorten, deren Saatgut aus der gezielten Kreuzung zweier ausgewählter Elternlinien stammt. Die Pflanzen dieser ersten Nachkommengeneration (F1) wachsen häufig sehr einheitlich, ihre eigenen Samen bringen die Sorte aber nicht zuverlässig wieder hervor. spalten die Merkmale in der Folgegeneration wieder auf.
Einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen lassen, bei trockenem Wetter ernten, auf Papier nachtrocknen, Samen von Resten trennen, beschriften und kühl, dunkel und trocken lagern.
Samen richtig lagern
Vollständig getrocknete Samen lagerst du kühl, dunkel und trocken. Ich fülle sie in dicht schließende Gefäße und beschrifte sie mit Sortennamen und Erntedatum. Luftdicht verpackt ist das Saatgut vor Feuchtigkeit und Wärme geschützt.
Ein Saatguthersteller lagert seine Bestände klimatisiert bei 15 bis 18 °C. Die relative Luftfeuchte hält er je nach Art konstant bei 35 bis 45 %. Für den Hausgarten ist das eine Orientierung aus dem Handel, keine Grenze für die Liebeshainblume.
Vor der nächsten Aussaat machst du eine KeimprobeDie Keimprobe ist ein einfacher Test vor der Aussaat: Du legst eine abgezählte Zahl Samen auf feuchtes Küchenpapier und zählst nach der Keimdauer, wie viele gekeimt sind. So siehst du, ob sich älteres Saatgut noch lohnt.. Lege genau abgezählte Körner auf feuchtes, nicht nasses Küchenpapier und decke es gegen Austrocknung ab. Am Anteil der gekeimten Körner siehst du, wie gut dein Saatgut noch keimt.
Selbstaussaat: was du stehen lässt, entscheidet
Einjährige Pflanzen keimen, blühen, bilden Samen und sterben innerhalb einer VegetationsperiodeDie Vegetationsperiode, auch Vegetationszeit, ist der Teil des Jahres, in dem Pflanzen wachsen, blühen und fruchten. Sie beginnt im Allgemeinen, wenn das Tagesmittel der Lufttemperatur mindestens 5 Grad Celsius erreicht.. Ungünstige Zeiten überdauern sie als Samen. Lässt du Samenstände im Beet stehen, können Samen ausfallen, und ob daraus Sämlinge auflaufen, zeigt sich an deinem Standort. Darauf allein verlasse ich mich nicht: Für ein sicheres Beet säe ich mit geernteten Samen nach.
Laufen Sämlinge auf, vereinzelst du sie wie bei einer Saat und ziehst überzählige aus. Willst du keine SelbstaussaatSelbstaussaat heißt, dass sich eine Pflanze ohne Zutun des Gärtners über ihre Samen verbreitet. Die Sämlinge tauchen dann auch an Stellen auf, an denen niemand sie gepflanzt hat., schneidest du die Samenstände ab, bevor sie reifen.
Markiere die Stelle, an der du Samenstände stehen lässt, mit einem Stab. Dann jätest du dort im nächsten Frühjahr vorsichtiger.
Das Gartenjahr mit der Liebeshainblume
| Zeitraum | Was ansteht |
|---|---|
| Spätwinter bis Frühjahr | Kompost einarbeiten, Saatbett vorbereiten, Keimprobe |
| April bis Juni | direkt säen, Saat feucht halten, vereinzeln, jäten |
| Juni bis September | Blüte; in Trockenphasen gießen, dünn mulchen, ausputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung. |
| zur Samenreife | Samen bei trockenem Wetter ernten und nachtrocknen |
| September | weitere Aussaat möglich |
| Herbst bis Winter | abräumen, GrüneinsaatGrüneinsaat ist die Aussaat einer Gründüngung, etwa Gelbsenf, Phacelia oder Ackerbohne, auf einem abgeernteten Beet. Die Pflanzen halten den Boden über Herbst und Winter bedeckt, schützen ihn und verbessern seine Struktur., Bodenprobe, Saatgut lagern |
Im Spätwinter oder Frühjahr arbeitest du Kompost ein und bereitest das Saatbett vor. Von April bis Juni säst du direkt ins Beet. Ich säe in diesem Fenster in mehreren Durchgängen, damit nicht alle Pflanzen im selben Stadium stehen. Während und unmittelbar nach der Keimung darf das Saatgut nicht austrocknen. Sobald die Sämlinge stehen, vereinzelst du und jätest von Hand. Deine Termine kannst du in den Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken eintragen.
Von Juni bis September steht die Blüte im Mittelpunkt. In trockenen Phasen gießt du morgens auf die Erde, mulchst dünn und knipst Verblühtes ab, wo du keine Samen brauchst. Nach Regenphasen schaust du nach faulenden Teilen und entfernst sie.
Zur Samenreife erntest du bei trockenem Wetter und trocknest die Samen auf Papier nach. Im September ist eine weitere Aussaat möglich, den Termin passt du an dein örtliches Klima an. Abgeblühte Pflanzen räumst du ab. Wo keine Herbstsaat folgt, schützt eine Grüneinsaat über Winter das geräumte Beet vor Abschwemmung und Nährstoffauswaschung.
Zwischen Herbst und Frühjahr, nach der Ernte und vor der Düngung, ist die Zeit für eine Bodenprobe. Das Saatgut liegt bis dahin kühl, dunkel und trocken, und vor der Aussaat steht die Keimprobe an.


