Blumen · Sommerblumen & Einjährige · Pflege

Schwarzäugige Susanne düngen: Nährstoffe für Beet, Topf und Ampel

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 13 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • In gutem, mit Kompost verbessertem Gartenboden braucht die Susanne meist keinen zusätzlichen Dünger.
  • In Topf, Kübel und Ampel gibst du während des aktiven Wachstums monatlich Flüssigdünger nach Packungsangabe.
  • In vorgedüngter Blumenerde wartest du 4 bis 6 Wochen mit der ersten Zusatzgabe.
  • Flüssigdünger kommt nur auf feuchte Erde und bei großer Hitze nie über das Laub.
  • Gelbe junge Blätter mit grünen Adern können auf Eisen hindeuten, das durch hohen pH-Wert festgelegt ist.
  • Bei Salzschäden im Topf stellst du die Düngung ein und spülst die Erde bei freiem Ablauf durch.
Pflege eines blühenden Sommerblumenbeets im Garten
Foto: Kampus Production · Pexels License · Quelle ↗

Ob deine Schwarzäugige Susanne Dünger braucht, entscheidet vor allem ihr Platz. In gutem, mit Kompost verbessertem Gartenboden kommt sie meist ohne zusätzliche Düngung aus. Im Topf, im Kübel und in der Ampel ist der Vorrat der Erde dagegen begrenzt, dort braucht sie während des Wachstums regelmäßig Nachschub. Ich frage deshalb bei jeder Pflanze zuerst, wo sie wächst, und schaue dann aufs Blatt statt in den Kalender.

Die Schwarzäugige Susanne heißt botanisch Thunbergia alata, viele kennen sie auch als Schwarzäugige Susanna. Die Kletterpflanze blüht von Mai bis Oktober. Hier erfährst du, wie du sie von der Aussaat bis zum Saisonende versorgst. Dazu kommen die Haupt- und Spurennährstoffe und die Frage, wie du Mangel und Überdüngung erkennst und behebst.

Düngung auf einen Blick

Phase oder Platz Was die Susanne bekommt Worauf du achtest
Aussaat und Vorkultur nährstoffarme Aussaaterde mit einem Salzgehalt unter 0,5 g je Liter helle, lange Sämlinge können auf Lichtmangel hindeuten
Umsetzen der Jungpflanzen Pikiererde mit etwas Dünger, danach stärker vorgedüngte Topferde zur Größe der Pflanze passende Erde wählen
Gartenbeet Kompost als Grundlage meist kein Zusatzdünger, die Bodenuntersuchung entscheidet
Topf und Kübel vorgedüngte Blumenerde, danach Flüssigdünger erste Zusatzgabe nach 4 bis 6 Wochen, dann monatlich im aktiven Wachstum
Ampel wie im Topf vor jeder Düngergabe gießen
Saisonende keine Depotdünger und keine Hornspäne mehr Bodenprobe zwischen Herbst und Frühjahr, Kompost erst im Spätwinter oder Frühjahr

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Bodenart

Kalkhaltige, tonige, lehmige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, alkalische, neutrale Böden sind geeignet.

Substrat

Der Boden sollte gut durchlässig sein.

Anbauort

Je nach Sorte ist die Kultur im Hochbeet, im Topf oder im Kübel möglich.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Die Pflanze lässt sich durch Samen vermehren, bei Kultur unter Glas auch durch halbverholzte Stecklinge.

Saattiefe

Das angebotene Saatgut etwa 0,5 - 1 cm tief säen.

Pflege

Pflege

Eine Kletterhilfe anbieten. Im Freiland kein Rückschnitt nötig; unter Glas auf Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliege und Schildläuse achten.

Düngung

Pflanzen in gutem, mit Kompost verbessertem Gartenboden benötigen meist keine zusätzliche Düngung. Bei Gefäßkultur während des aktiven Wachstums monatlich flüssig düngen.

Lebensform und Verwendung

Verwendung

Die angebotenen Sorten eignen sich für Beet und Balkon.

Aussaatkalender Thunbergie
GartenkalenderVorkultur: Februar, März, April; Aussaat: Februar, März, April; Blüte: Mai, Juni, Juli, August, September, OktoberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: FebruarVorkultur: MärzVorkultur: AprilAussaatAussaat: FebruarAussaat: MärzAussaat: AprilBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberBlüte: OktoberVorkulturAussaatBlüte

Kurz zur Pflanze: was die Susanne mitbringt

Die Schwarzäugige Susanne ist botanisch eine immergrüne, mehrjährige Kletterpflanze. Weil sie nicht winterhart ist, wird sie bei uns einjährig kultiviert und jedes Jahr neu ausgesät. Wie sich Lebensdauer und Herkunft der Sommerblumen einordnen, zeigt das Kurzporträt im Sommerblumen-Ratgeber.

Für die Kultur im Garten wird volle Sonne mit gut durchlässigem Boden und einer Kletterhilfe empfohlen. Die Susanne kommt mit Kalk-, Ton- und Lehmboden zurecht und wächst auch in Topf, Kübel und Hochbeet. Ausputzen, Unkraut und Rankhilfe für alle Sommerblumen behandelt der Abschnitt Pflege im selben Ratgeber.

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Nährstoffbedarf im Jahreslauf: von der Aussaat bis zum Saisonende

Gedüngt wird bei der Susanne nach Bedarf, nicht nach Datum. Der Bedarf ändert sich aber mit der Phase, und jede Phase stellt ihre eigene Frage.

Aussaat und Vorkultur: nährstoffarm starten

Vorgezogen wird die Susanne von Februar bis April. Bei der ‘Thunbergien Mischung’ legst du für die Vorkultur 5 bis 6 Samen in einen Topf. Als Substrat nimmst du frische, ausdrücklich als Aussaaterde gekennzeichnete Erde. Diese Erde ist hygienisch, humos, durchlässig und bewusst nährstoffarm. Ihr Salzgehalt sollte unter 0,5 g je Liter liegen. Wann welche Sommerblume an der Reihe ist, hältst du im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken fest.

Werden die Sämlinge hell und lang, fehlt ihnen nicht zwingend Dünger. Zu wenig Licht lässt Jungpflanzen lang, instabil und hellgrün werden. Nach der Keimung senkst du deshalb die Temperatur, weil viel Wärme bei Lichtmangel lange, weiche Triebe begünstigt. Aussaaterde ist also absichtlich nährstoffarm, und Lichtmangel färbt Jungpflanzen hell: Wer helle Sämlinge auf der Fensterbank düngt, behandelt womöglich das falsche Problem. Ich stelle die Anzuchttöpfe ans hellste Fenster und sehe mir zuerst Farbe und Länge der Triebe an, bevor ich an Dünger denke.

Umsetzen: die Nährstoffe kommen mit der Erde

Mit jedem Umsetzen wächst das Nährstoffangebot über das Substrat. Pikiererde für Beet- und Balkonpflanzen enthält etwas Dünger, die spätere Topferde ist stärker vorgedüngt. Bei ausreichend Platz setzt du die Jungpflanzen zunächst in 8-cm-Töpfe und später bei Bedarf in größere Endtöpfe um. Ich wähle für jeden Schritt die passende Erde und gebe in der Anzucht keinen zusätzlichen Dünger. Vor dem Auspflanzen härtest du die Jungpflanzen durch niedrigere Temperaturen und mehr Belüftung ab.

Hauptsaison: Wachstum und Blüte

In der Hauptsaison entscheidet der Standort über die Düngung. Steht die Susanne in gutem, mit Kompost verbessertem Gartenboden, braucht sie meist keinen zusätzlichen Dünger. Im Gefäß gibst du ihr während des aktiven Wachstums monatlich flüssigen Dünger. Woran du siehst, dass die Versorgung stimmt: Kräftig grüne Blätter und zügiges Wachstum zeigen bei Balkon- und Kübelpflanzen eine gute Nährstoffversorgung an.

Bei großer Hitze und Trockenheit gibst du Flüssigdünger nur niedrig konzentriert auf zuvor angefeuchteten Boden und nie über das Laub. Ich notiere das Pflanzdatum auf dem Topfetikett und trage jede Düngergabe gleich daneben ein. So sehe ich bei einem auffälligen Blatt, wann zuletzt gedüngt wurde.

Mythos-Check

„Viel Dünger bringt viele Blüten.“ In gutem, mit Kompost verbessertem Gartenboden braucht die Susanne meist gar keinen Zusatzdünger. Zu hohe Gaben können im Gefäß über Salzschäden die Wurzeln absterben lassen. Bei Zierpflanzen gehört das Vermeiden von Stickstoffüberdüngung zudem zur Vorbeugung gegen Echten Mehltau.

Saisonende: die Düngung auslaufen lassen

Weil die Susanne nicht winterhart ist, endet ihre Saison im Herbst. Mit dem aktiven Wachstum endet auch die monatliche Flüssiggabe im Topf. Mineralische Depotdünger und Hornspäne eignen sich wegen ihrer verzögerten Freisetzung nicht für eine Düngung im Herbst. Kompost bringst du zur Vermeidung von Nitratauswaschung im Spätwinter oder Frühjahr aus, nicht als pauschale Herbstgabe. Eine späte Gabe käme also vor allem dem leeren Beet zugute, in dem keine Susanne mehr wächst.

Die Topferde ist am Ende der Saison durchwurzelt und ausgelaugt. Für die nächste Saison startest du im Gefäß deshalb mit frischer, vorgedüngter Erde.

Jetzt dran

Ist das Beet abgeräumt, kommt die Bodenprobe an die Reihe. Genommen wird sie nach der Kultur und vor der nächsten Düngung, also zwischen Herbst und Frühjahr. Vor der Probenahme düngst du nicht.

Beet, Topf oder Ampel: was sich bei der Düngung unterscheidet

Die Susanne wächst im Beet, in Töpfen und Kübeln und in Ampeln. Die Regeln für den Dünger unterscheiden sich vor allem darin, wie groß der Vorrat ist, aus dem ihre Wurzeln schöpfen.

Im Gartenbeet: Bodenuntersuchung und Kompost

Im Beet richtet sich die Düngung nach der Bodenuntersuchung und berücksichtigt die Stickstoffnachlieferung aus dem Humus. Je nach Nachlieferung fällt sie kleiner aus oder entfällt ganz. Eine Standarduntersuchung erfasst Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf. Die erste Untersuchung machst du vor einer Neuanlage, danach wiederholst du sie alle 3 bis 5 Jahre.

Für die Probe nimmst du in einem Nutzungsbereich 10 bis 15 Einzelproben und mischst sie. Davon schickst du rund 500 g ein. Unterschiedlich genutzte Flächen untersuchst du getrennt, deshalb lohnt es sich, das Beet vorher im Beetplaner aufzuteilen. Die Grunddüngung richtest du dann an den gemessenen Vorräten aus. Ist ein Nährstoff sehr hoch versorgt, setzt du ihn aus.

Kompost ist im Beet meine Grundlage. Ich streue ihn im Frühjahr auf den abgetrockneten Boden und arbeite ihn leicht ein. Willst du Hornspäne als langsam verfügbaren Stickstoffdünger nutzen, bringst du sie auf Zierbeeten ebenfalls schon im Frühjahr aus.

Zahl im Blick

Als allgemeine Garten-Faustzahl gelten jährlich etwa 3 l Kompost je m². Die Faustzahl ersetzt keine artspezifische Düngeberechnung, und bei stark überhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten bringst du weniger aus.

Teilt sich die Susanne das Beet mit anderen Pflanzen, planst du von Anfang an Raum für die endgültige Größe jeder Kultur ein. Passende Nachbarn kannst du im Mischkultur-Planer zusammenstellen.

Im Topf und Kübel: begrenzter Vorrat

Im Gefäß sind Wurzelraum und Erdvorrat begrenzt. Mit fortschreitendem Wachstum wird die Erde durchwurzelt und ausgelaugt. Ich pflanze die Susanne in vorgedüngte Blumenerde und gebe danach zunächst 4 bis 6 Wochen keinen Zusatzdünger. Anschließend düngst du während des aktiven Wachstums monatlich flüssig. Die Menge misst du nach der Dosierungsanweisung des Produkts ab. Die Düngerlösung kommt nur auf bereits feuchte Erde, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen.

Auch in vorgedüngter torffreier Erde kann durch die Torfersatzstoffe zu wenig Stickstoff verfügbar sein. Die Wartezeit nach dem Pflanzen gilt deshalb nicht blind: Hellen die Blätter in dieser Zeit auf und stockt das Wachstum, kann der Nachschub früher fällig sein.

Statt Flüssigdünger kommt für Kübelpflanzen auch ein mineralischer Langzeitdünger infrage, den du beim Pflanzen unter das Substrat mischst. Bei umhüllten Depotdüngern bremst die Hülle die Abgabe, und wie viel frei wird, hängt von Temperatur und Feuchte ab. Das spart Arbeitsgänge, lässt dich aber weniger fein nachsteuern. Flüssigdünger passt du dagegen bei jeder Gabe an das an, was du am Blatt siehst. Ich bleibe bei der Susanne im Topf beim flüssigen Volldünger. Wer Langzeitdünger nutzt, rechnet diese Grunddüngung bei jeder zusätzlichen Gabe mit ein.

Kübelerde braucht eine stabile Struktur, die Wasser speichert und überschüssiges Wasser abgibt. Die Abzugslöcher müssen offen bleiben, und stehendes Wasser im Untersetzer leerst du aus.

Häufiger Fehler

Eine schlappe Pflanze bekommt Dünger auf trockene Erde. Welke kann von Trockenheit kommen, aber auch von Staunässe mit geschädigten Wurzeln. Düngerlösung gehört nur auf feuchte Erde, deshalb prüfst du zuerst die Feuchte, gießt bei Bedarf und düngst erst danach.

In der Ampel: vor dem Düngen gießen

Die Ampel ist ein Gefäß wie jeder Topf, Vordüngung und monatliche Flüssiggabe gelten hier genauso. Mehr Erdvolumen vergrößert den Wasserspeicher eines Gefäßes, wenig Erde trocknet entsprechend schneller ab. Weil Düngerlösung nur auf feuchte Erde gehört und eine Ampel mit wenig Erde schnell abtrocknet, gießt du dort vor jeder Düngergabe zuerst.

Bei torffreier Erde kann die Oberfläche schon trocken sein, während es weiter unten noch nass ist. Bei der Ampel prüfst du die Feuchte deshalb über ihr Gewicht. Meine Ampeln hebe ich vor dem Düngen kurz an: Ist eine leicht, gieße ich zuerst und dünge erst danach.

Haupt-, Sekundärnährstoffe und Spurenelemente

Kurz erklärt

Hauptnährstoffe braucht eine Pflanze in größeren Mengen, das sind Stickstoff, Phosphor und Kalium. Zu den Sekundärnährstoffen zählen Calcium, Magnesium und Schwefel. Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Zink und Bor braucht sie nur in Spuren, doch auch ihr Mangel kann sich am Blatt zeigen.

Im Beet liefern Humus und Kompost einen Grundstock an Nährstoffen. Im Topf kommen sie aus der Vordüngung der Erde und aus dem Dünger, den du nachgibst. Für Kübelpflanzen eignen sich flüssige Volldünger, die Haupt- und Spurennährstoffe enthalten. Ich nehme deshalb im Topf einen solchen Volldünger und keinen reinen Stickstoffdünger.

Calcium, Kalk und pH-Wert

Calcium bringst du im Garten über Kalk in den Boden. Ob dein Beet Kalk braucht, zeigt die Bodenuntersuchung. Gekalkt wird nur, wenn der gemessene pH-Wert für die jeweilige Bodenart zu niedrig liegt. Der anzustrebende pH-Wert hängt von Bodenart und Humusgehalt ab, ein einheitlicher Grenzwert reicht dafür nicht. Die Susanne selbst stellt hier keine engen Ansprüche und wächst auf sauren, neutralen und alkalischen Böden.

Magnesium und Eisen

Magnesiummangel zeigt sich allgemein zuerst an älteren Blättern. Die Blätter hellen auf, während die Blattadern zunächst grün bleiben. Eisenmangel kann sich dagegen an jungen Blättern und Triebspitzen zeigen. Dabei muss das Eisen im Boden nicht fehlen: Viel Kalk, ein hoher pH-Wert oder Staunässe können seine Verfügbarkeit einschränken.

Im Topf kommt das Gießwasser dazu. Hohe Carbonathärte kann den pH-Wert des Substrats anheben und so die Festlegung von Eisen begünstigen. Regenwasser ist dagegen weich und salzarm. Die Susanne verträgt zwar alkalische Böden, doch ein hoher pH-Wert und hartes Gießwasser können Eisen festlegen. Gelbes junges Laub im Topf kann deshalb vom Gießwasser kommen, und dann setzt du beim Wasser an statt beim Dünger.

Vergilbungen zwischen grünen Adern an jungen Blättern sind allerdings nicht immer eindeutig von anderem Spurennährstoffmangel zu unterscheiden, etwa bei Mangan oder Zink.

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Mangel und Überdüngung erkennen und beheben

Blattbilder sind Hinweise, keine Diagnosen. Allgemeiner Nährstoffmangel und Stickstoffmangel lassen sich am Aussehen allein kaum unterscheiden. Die Tabelle zeigt, worauf ein Bild hindeuten kann und was ich dann prüfe.

Was du siehst Kann hindeuten auf Was ich dann tue
helles Laub, gehemmtes Wachstum, ältere Blätter zuerst gelb allgemeinen Nährstoffmangel oder Stickstoffmangel im Topf die letzte Düngergabe prüfen und nach Packungsangabe nachdüngen, bei Sämlingen zuerst das Licht prüfen
ältere Blätter hellen zwischen grünen Adern auf Magnesiummangel Bodenuntersuchung, im Topf die Zusammensetzung des Düngers prüfen
junge Blätter und Triebspitzen gelb, Adern zunächst grün Eisenmangel, auch durch hohen pH-Wert, Kalk oder Staunässe Wasserabzug und Gießwasser prüfen, pH-Wert messen
dunkelgrüne bis rötlich-purpurne Blätter, gehemmtes Wachstum möglichen Phosphormangel, allein keine sichere Diagnose Bodenuntersuchung auf Phosphat
braune Ränder an älteren bis mittelalten Blättern Kaliummangel, aber auch Trocken- oder Salzschaden Erdfeuchte und Düngetermine prüfen, bevor du nachlegst
braune Blattränder und absterbende Wurzeln im Gefäß Salzschaden durch Überdüngung Düngung einstellen, Salze ausspülen
welke Blätter Trockenheit oder Wurzelschaden durch Dauernässe Erdfeuchte prüfen, geschwächte Pflanzen erst nach der Erholung düngen

Braune Ränder an älteren Blättern können auf Kaliummangel hinweisen, ähneln aber Salzschäden durch Überdüngung. Wer sie vorschnell als Kaliummangel deutet und nachdüngt, kann einen Salzschaden verstärken.

Überdüngung beheben

Hohe Salzbelastung durch Überdüngung kann Wurzeln absterben lassen und braune Blattränder verursachen, besonders bei Gefäßpflanzen. Bei Verdacht stellst du die Düngung ein. Im Topf wäschst du die Salze mit langsam fließendem Wasser aus, das unten frei ablaufen kann. Bei deutlichen Salzschäden tauschst du die Erde im Gefäß aus.

Mini-Checkliste

Düngung stoppen. Abzugslöcher freimachen und Untersetzer leeren. Salze langsam durchspülen und das Wasser frei ablaufen lassen. Bei starken Schäden die Erde tauschen.

Mangel beheben

Einem vermuteten Mangel im Topf begegnest du mit der nächsten Flüssiggabe nach Packungsangabe, immer auf feuchte Erde. Im Beet zeigt die Bodenuntersuchung, welcher Nährstoff tatsächlich knapp ist. Bei unklaren Blattflecken und kümmernden Pflanzen kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose und die Wahl der Maßnahme klären.

Nicht jedes gelbe Blatt ist ein Nährstoffproblem. Unter Glas kann die Susanne von Blattläusen, Spinnmilben, Weißer Fliege und Schildläusen befallen werden. Gelbliche Sprenkel mit Gespinsten und weißen Häutungsresten an den Blattunterseiten sind mögliche Hinweise auf Spinnmilben. Eine kranke Pflanze düngst du erst, wenn sie sich erholt hat. Wie du die Susanne natürlich vor Schädlingen schützt, beschreibt ein eigener Ratgeber.

Marias Erfahrung

Bei einem gelben Blatt an der Susanne schaue ich zuerst in den Untersetzer und fühle die Erde unten im Topf. Erst danach sehe ich auf meinem Etikett nach, wann ich zuletzt gedüngt habe.

Natürlich düngen: Kompost, Hornspäne, Mulch und Gründüngung

Kompost lockert schwere Böden und verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Humusaufbau durch Kompost, Gründüngung oder organisches Mulchen verbessert außerdem, wie der Boden Wasser aufnimmt und hält. Hornspäne ergänzen den Kompost als langsam verfügbare Stickstoffquelle.

Organische Dünger setzen ihre Nährstoffe abhängig von der Witterung frei. Bei Frost, Trockenheit und stauender Nässe geben sie wenig ab. Bei feuchtwarmem Wetter können dagegen starke Nährstoffschübe mit Auswaschungsgefahr entstehen. Wer nach einer nassen Phase organisch nachlegt, weil die Pflanze nicht wächst, baut also einen Vorrat auf, der beim nächsten feuchtwarmen Wetter auf einmal frei werden kann. Dünger bringst du möglichst auf feuchten Boden aus, damit seine Nährstoffe unmittelbar wirken können.

Mulch: Feuchte halten, Stickstoff im Blick

Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung aus dem Boden und dessen Aufheizung. Grasschnitt bringst du angewelkt und in dünnen Schichten aus, damit er nicht verklebt oder schimmelt. Der Schnitt sollte gesund und frei von Unkrautsamen sein. Stickstoffarme Materialien wie Stroh, Holz und Rinde können bei ihrer Zersetzung Stickstoff im Boden binden. Roher, nicht kompostierter Rindenmulch ist für Beete mit Einjahresblumen ungeeignet. Ich mulche die Susanne im Beet mit angewelktem Grasschnitt und lasse Rinde weg.

Gründüngung und selbst angesetzte Flüssigdünger

Gründüngung passt bei der einjährig kultivierten Susanne ins Winterhalbjahr. Grüneinsaaten über Winter schützen geräumte Beete vor Abschwemmung und Nährstoffauswaschung. Ihre Wurzeln halten den Boden außerdem locker.

Wer Brennnesseljauche oder Komposttee selbst ansetzt, behandelt sie wie jeden Flüssigdünger. Beide kommen nur auf feuchte Erde und bei großer Hitze nicht über das Laub.

Ökologisch düngen: Boden und Wasser schonen

Was die Susanne nicht aufnimmt, bleibt nicht einfach im Boden liegen. Nitrat kann ausgewaschen werden, und das ist der Grund, warum Kompost ins Frühjahr gehört statt in den Herbst. Die Bodenuntersuchung erfasst Phosphat und Kalium, und bei stark überhöhten Werten muss sogar die Kompostgabe sinken. Ohne Messung kann also auch naturnaher Kompost eine Überversorgung verstärken.

Ob organisch oder mineralisch, ist bei der Susanne vor allem eine Frage des Standorts. Kompost bringt Humus mit und verbessert die Struktur, wirkt aber je nach Witterung. Umhüllte mineralische Depotdünger geben ihre Nährstoffe gebremst und ebenfalls abhängig von Temperatur und Feuchte ab, verbessern den Boden aber nicht. Im Beet setze ich auf Kompost, im Topf auf flüssigen Volldünger.

Kalkhaltige Naturdünger wie Algenkalk gehören nur ins Beet, wenn die Messung einen für die Bodenart zu niedrigen pH-Wert zeigt. Gesammeltes Regenwasser eignet sich als umwelt- und pflanzenverträgliches Gießwasser. Dünger bewahrst du im Garten mit Kindern kindersicher unter Verschluss auf.

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Rankhilfe, Schnitt und Gießen: wo die Düngung mitspielt

Klettern und Gedeihen

Die ‘Thunbergien Mischung’ erreicht etwa 100 bis 150 cm Höhe und bekommt frühzeitig eine Rankhilfe. Ihre Nährstoffe nimmt die Susanne über die Wurzeln auf, egal wie hoch sie klettert. Dünger gehört deshalb auf die feuchte Erde am Fuß der Pflanze. Über die Blätter dünge ich sie nicht: Gartenpflanzen gießt man bevorzugt im Wurzelbereich, ohne das Laub zu benetzen, und bei großer Hitze gehört Flüssigdünger ausdrücklich nicht aufs Laub.

Im Kübel muss das Gefäß für eine einjährige Kletterpflanze genug Standfestigkeit bieten. Das Klettergerüst sicherst du möglichst zusätzlich an einer festen Rückwand. Mehr Erde im Gefäß vergrößert außerdem den Wasserspeicher, was dem Düngen auf feuchte Erde entgegenkommt.

Schnitt und Nährstoffe

Einen regelmäßigen Rückschnitt braucht die Susanne im Freiland nicht. Eine Extragabe Dünger nach dem Schnitt musst du deshalb nicht einplanen.

Wasser und Nährstoffe

Welkt die Susanne, prüfst du vor jeder Gabe zuerst die Erdfeuchte, denn auch Dauernässe mit geschädigten Wurzeln lässt Topfpflanzen welken. Wie oft und wie viel du je nach Phase gießt, zeigt der Ratgeber, wie du die Schwarzäugige Susanne bedarfsgerecht bewässerst. Die Grundregeln für alle Sommerblumen stehen im Abschnitt Gießen und Düngen des Sommerblumen-Ratgebers.

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Häufige Fragen

Wie oft sollte die Schwarzäugige Susanne gedüngt werden?
Das hängt vom Standort ab. In gutem, mit Kompost verbessertem Gartenboden braucht sie meist keinen zusätzlichen Dünger. In Topf, Kübel oder Ampel gibst du während des aktiven Wachstums monatlich Flüssigdünger nach Packungsangabe. Steht sie frisch in vorgedüngter Blumenerde, beginnst du damit erst nach 4 bis 6 Wochen.
Welcher Dünger eignet sich für die Schwarzäugige Susanne?
Im Beet ist reifer Kompost die Grundlage, den du im Spätwinter oder Frühjahr ausbringst. Im Gefäß eignet sich ein flüssiger Volldünger mit Haupt- und Spurennährstoffen, den du nach Packungsangabe auf feuchte Erde gibst. Mischst du stattdessen beim Pflanzen einen mineralischen Langzeitdünger unter das Substrat, rechnest du ihn bei jeder weiteren Gabe mit ein.
Wie erkennt man Überdüngung bei der Schwarzäugigen Susanne?
Im Topf können braune Blattränder auf zu viel Düngersalz hindeuten, vor allem wenn auch Wurzeln absterben. Braune Ränder ähneln allerdings Trockenschäden und Kaliummangel, deshalb prüfst du zuerst Erdfeuchte und letzte Düngergaben. Bestätigt sich der Verdacht, stellst du die Düngung ein und spülst die Salze mit langsam fließendem Wasser bei freiem Ablauf aus. Bei starken Schäden tauschst du die Erde aus.
Was ist der Unterschied zwischen Langzeitdünger und Flüssigdünger bei Kletterpflanzen im Topf?
Umhüllten Langzeitdünger mischst du beim Pflanzen unter das Substrat, die Hülle bremst die Abgabe, und wie viel frei wird, hängt von Temperatur und Feuchte ab. Flüssigdünger gibst du gezielt mit dem Gießwasser und passt jede Gabe an das Blattbild an. Beide dosierst du nach Packungsangabe, Flüssigdünger kommt immer auf bereits feuchte Erde. Für eine Düngung im Herbst sind Depotdünger wegen ihrer verzögerten Freisetzung ungeeignet.
Wie beeinflusst der pH-Wert die Nährstoffaufnahme der Schwarzäugigen Susanne?
Die Susanne wächst auf sauren, neutralen und alkalischen Böden. Ein hoher pH-Wert, viel Kalk oder Staunässe können aber Eisen festlegen, obwohl genug davon im Boden ist. Im Topf kann hartes Gießwasser mit hoher Carbonathärte den pH-Wert anheben, Regenwasser ist dagegen weich und salzarm. Kalk gibst du nur, wenn eine Bodenuntersuchung einen für die Bodenart zu niedrigen pH-Wert zeigt.
Wie wirkt sich Mulchen auf die Düngung der Schwarzäugigen Susanne aus?
Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung, sodass die Erde länger feucht bleibt. Stroh, Holz und Rinde sind stickstoffarm und können beim Zersetzen Stickstoff im Boden binden, roher Rindenmulch ist für Beete mit Einjahresblumen ungeeignet. Grasschnitt bringst du angewelkt und in dünnen Schichten aus, damit er nicht verklebt oder schimmelt.
Woran erkennt man Spurenelement-Mangel bei der Schwarzäugigen Susanne?
Gelbe junge Blätter und Triebspitzen mit zunächst grünen Adern können auf Eisenmangel hinweisen. Das Eisen muss dabei nicht im Boden fehlen, es kann auch durch hohen pH-Wert, Kalk oder Staunässe festgelegt sein. Eindeutig ist das Blattbild nicht, weil es anderem Spurennährstoffmangel ähnelt, und bei unklaren Fällen kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose klären.
Ist es ein Mythos, dass mehr Dünger immer mehr Blüten bringt?
Ja, mehr Dünger bringt bei der Schwarzäugigen Susanne nicht automatisch mehr Blüten. In gutem, mit Kompost verbessertem Gartenboden braucht sie meist gar keinen Zusatzdünger. Zu hohe Gaben können im Gefäß über Salzschäden Wurzeln absterben lassen, und bei Zierpflanzen gehört das Vermeiden von Stickstoffüberdüngung zur Vorbeugung gegen Echten Mehltau.
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