Schwarzäugige Susanne natürlich schützen: Schnecken, Läuse und Mehltau
- Fraß vom Blattrand und silbrige Schleimspuren sprechen für Schnecken: zuerst absammeln, bei anhaltender Zuwanderung einen Schneckenzaun setzen.
- Unter Glas achtest du an der Susanne auf Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliege und Schildläuse.
- Schwachen Blattlausbefall spritzt du an Zierpflanzen häufig schon mit einem Wasserstrahl ab.
- Marienkäfer sowie Florfliegen- und Schwebfliegenlarven fressen Blattläuse; Verstecke und ungefüllte Blüten in der Nähe fördern sie.
- Bei Mehltau und Grauschimmel entfernst du befallene Teile früh, Falschen Mehltau gibst du nicht auf den eigenen Kompost.
- Vor dem Einräumen ins Winterquartier kontrollierst du die Pflanze gründlich auf Schädlinge.

Wenn an meiner Schwarzäugigen Susanne Blätter angefressen sind oder sich Triebspitzen kräuseln, schaue ich zuerst genau hin, bevor ich irgendetwas unternehme. Viele Probleme an der Kletterpflanze lassen sich mit Absammeln, Wasser, Nützlingen und sauberer Pflege angehen. Chemie brauchst du dafür in aller Regel nicht.
Die Schwarzäugige Susanne, oft auch Susanna genannt, heißt botanisch Thunbergia alata. Sie ist eine immergrüne mehrjährige Kletterpflanze, die nicht winterhart ist und bei uns deshalb meist einjährig kultiviert wird. Wie sich Schädlinge und Krankheiten an Sommerblumen grundsätzlich einordnen lassen, beschreibt der Abschnitt zu Krankheiten und Schädlingen im Sommerblumen-Ratgeber.
Schnecken an der Schwarzäugigen Susanne: erkennen und abwehren
Ob Schnecken an deiner Susanne fressen, verraten dir zwei Spuren. Der Fraß beginnt am Blattrand, und dazu kommen silbrige Schleimspuren. Auch eingetrocknete Schleimspuren neben Fraßschäden sind bei Sommerblumen ein Hinweis auf Schnecken.
Gegen Schneckenfraß sammelst du die Tiere zuerst ab. Wandern immer wieder neue zu, schränkst du die Zuwanderung mit einem Schneckenzaun ein. Einzelne gefährdete Pflanzen kannst du zusätzlich mit einem Schneckenkragen schützen. Ich sammle bei meinen Kontrollgängen ab, was ich finde, und schaue dabei auch unter die untersten Blätter am Fuß der Rankhilfe.
Bei einigen Sommerblumen richtet sich der Blick vor allem auf die Jungpflanzen. Bei Sonnenblumen können Nacktschnecken den jungen Bestand beträchtlich schädigen, bei Kosmeen kontrolliert man gezielt die jungen Pflanzen. Frisch ausgepflanzte Susannen behalte ich deshalb besonders aufmerksam im Blick.
Tagetes können Schnecken anlocken. Steht eine Studentenblume in der Nähe deiner Susanne, sammelst du dort gezielt ab.
Eine dicke Mulchschicht rund um die Susanne. Zu dicker Mulch fault, bietet Schnecken einen idealen Unterschlupf und verlangsamt im Frühjahr die Bodenerwärmung. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr legst du Mulch deshalb nur dünn aus.
Kaffeesatz wird oft als Barriere gegen Schnecken empfohlen. Ich setze auf Absammeln und, wo die Zuwanderung anhält, auf den Zaun.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, alkalische, neutrale Böden sind geeignet.
- Substrat
Der Boden sollte gut durchlässig sein.
- Anbauort
Je nach Sorte ist die Kultur im Hochbeet, im Topf oder im Kübel möglich.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Die Pflanze lässt sich durch Samen vermehren, bei Kultur unter Glas auch durch halbverholzte Stecklinge.
- Saattiefe
Das angebotene Saatgut etwa 0,5 - 1 cm tief säen.
Pflege
- Pflege
Eine Kletterhilfe anbieten. Im Freiland kein Rückschnitt nötig; unter Glas auf Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliege und Schildläuse achten.
- Düngung
Pflanzen in gutem, mit Kompost verbessertem Gartenboden benötigen meist keine zusätzliche Düngung. Bei Gefäßkultur während des aktiven Wachstums monatlich flüssig düngen.
Lebensform und Verwendung
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich für Beet und Balkon.
Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliege: welche Sauger kommen vor?
Unter Glas, also im Gewächshaus, im Wintergarten oder am Fenster, achtest du bei der Susanne auf Blattläuse, SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall., Weiße Fliege und Schildläuse. Auch an Zierpflanzen im Freiland können Blattläuse und Weiße Fliege auftreten. Die Anzeichen in der Übersicht sind Hinweise, keine sichere Diagnose.
| Schädling | Mögliche Hinweise | Erster Schritt |
|---|---|---|
| Blattläuse | Tiere an Blattunterseiten und Triebspitzen, gekräuselte oder verkrüppelte Blätter und Triebe | vorhandene Nützlinge beachten, schwachen Befall mit Wasser abspritzen |
| Spinnmilben | gelblich-weiße Sprenkel auf den Blättern, teils feine Gespinste, im Haus auch weiße Häutungsreste an den Blattunterseiten | Blattunterseiten mit der Lupe prüfen |
| Weiße Fliege | klebriger HonigtauHonigtau ist die zuckerhaltige Ausscheidung von Blattläusen, die die Blätter verklebt. Auf ihm können sich schwarze Rußtaupilze ansiedeln, außerdem fressen Ameisen ihn. auf den Blättern | stark besetzte Blätter abpflücken, größere Blätter abwaschen |
Blattläuse an Triebspitzen und Blattunterseiten
Bevor du gegen Blattläuse vorgehst, schau nach, ob schon Nützlinge an der Kolonie sind. Ist der Befall schwach, genügt an Zierpflanzen häufig ein kräftiger Wasserstrahl. Stark besetzte Pflanzenteile kannst du auch entfernen, wie es etwa bei Kapuzinerkresse üblich ist. Ich drehe beim Gießen ein paar Blätter um und schaue mir die Triebspitzen an.
Bei jungen Pflanzen lohnt dieser Blick doppelt. Blattläuse sitzen häufig an den Triebspitzen, und das Kürzen der Triebspitzen junger Susannen regt ihre Verzweigung an. Schneidest du eine stark besiedelte Spitze heraus, nimmst du die Läuse mit und förderst zugleich den verzweigten Wuchs.
Spinnmilben: Sprenkel und feine Gespinste
Spinnmilben sind etwa 0,5 mm groß. Auffälliger als die Tiere selbst sind die gelblich-weißen Sprenkel, die sie auf den Blättern hinterlassen, teils mit feinen Gespinsten. Bei Pflanzen im Haus können auch weiße Häutungsreste an den Blattunterseiten auf sie hindeuten. An Petunien und Pelargonien wird ihr Auftreten mit trockenen, heißen Bedingungen verbunden. In heißen Wochen und im Winterquartier nehme ich deshalb die Lupe mit und schaue gründlich unter die Blätter.
Weiße Fliege: klebrige Blätter
Bei der Weißen Fliege entsteht der Hauptschaden durch klebrigen Honigtau. Im Freiland pflückst du die am stärksten besetzten Blätter ab und entsorgst sie. Größere Blätter lassen sich mit Wasser abwaschen.
Welche Nützlinge helfen gegen Blattläuse?
SchlupfwespenSchlupfwespen sind nützliche Insekten, die mit ihrem Legestachel Eier in Schädlinge wie Blattläuse legen. Die Larve wächst im Inneren der befallenen Tiere heran und ernährt sich von ihnen. und Schwebfliegen gelten als die wichtigsten Blattlausfeinde. Dazu kommen Marienkäfer und die Larven der Florfliegen. Ein Marienkäfer frisst während seiner gesamten Lebenszeit etwa 5000 Blattläuse. Schlupfwespen legen bis zu 50 Eier in Blattläuse.
Erwachsene Schwebfliegen besuchen häufig Korb- und Doldenblüten. Die Weibchen legen ihre Eier in die Nähe von Blattlauskolonien, und die Larven saugen die Läuse aus. FlorfliegenlarvenFlorfliegenlarven sind die räuberischen Larven der zarten, hellgrünen Florfliege. Mit langen Saugzangen saugen sie Blattläuse, Spinnmilben, Thripse und andere Kleininsekten aus und gelten deshalb im Garten als wichtige Nützlinge. sind nach ihrer Fressmenge sehr wichtige Regulierer in Blattlauskolonien und fressen daneben auch Thripse und Spinnmilben.
Erwachsene Schlupfwespen und Schwebfliegen brauchen leicht zugänglichen Pollen und Nektar aus ungefüllten Korbblüten und Dillgewächsen. Ungefüllte Ringelblumen und Kosmeen bieten ihnen genau diese Nahrung. Setzt du solche Blumen in die Nähe der Susanne, versorgst du also die Tiere, deren Nachwuchs von Blattläusen lebt.
Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten fördern die Ansiedlung von Nützlingen, die Blattläuse dezimieren. Laubschichten und PolsterstaudenPolsterstauden sind niedrige, winterharte Stauden, die flach in die Breite wachsen und dabei dichte Polster oder Teppiche bilden. Sie werden vor allem im Steingarten und als Bodendecker verwendet. bieten Marienkäfern Schutz über den Winter. Der Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz schont die nützlichen Insekten zusätzlich.
Ich lasse im Herbst unter meinen Sträuchern eine Laubschicht liegen und räume die Ecke mit den Polsterstauden erst im Frühjahr auf. Beim Aufräumen schaue ich nach, wer darin überwintert hat.
Nützlinge gezielt einsetzen: Wintergarten und Blumenfenster
Am Blumenfenster und im Wintergarten werden Nützlinge auch gezielt eingesetzt. Gegen die Gemeine Spinnmilbe ist das die Raubmilbe Phytoseiulus persimilis. Die Erzwespe Encarsia formosa parasitiert die Jugendstadien der Weißen Fliege. Gegen Blattläuse kommen Larven von Marienkäfern, Schwebfliegen und Florfliegen infrage. Eingesetzt werden sie möglichst früh, beim ersten Auftreten der Schädlinge, und die Pflanzen werden dabei täglich leicht übersprüht.
Nützlinge am Blumenfenster und im Wintergarten arbeiten bei 20–24 °C optimal.
Hausmittel gegen Schädlinge: was du davon erwarten kannst
Neben dem Wasserstrahl kursieren viele Rezepte. SchmierseifeEine Schmierseifenlösung ist in Wasser aufgelöste Schmierseife, die als altes Hausmittel auf Pflanzen gesprüht wird. Sie legt sich als flüssiger Film über Schädlinge wie Blattläuse, die dadurch ersticken. wird oft gegen saugende Schädlinge wie Blattläuse und Spinnmilben genannt. Knoblauchsud soll Spinnmilben und Weiße Fliegen fernhalten. Ich greife an der Susanne zuerst zum Wasser und setze auf die Nützlinge.
BrennnesseljaucheBrennnesseljauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Brennnesselblättern, die zehn bis 14 Tage in Wasser gären. Sie liefert schnell verfügbaren Stickstoff und eignet sich besonders für stark zehrendes Gemüse. gilt vielen als Mittel gegen Läuse. Sie ist in erster Linie ein Dünger, den man verdünnt im Wurzelbereich ausbringt. Ihre Nährstoffgehalte schwanken mit Pflanzenart, Pflanzenzustand und Erntezeitpunkt. Eine allgemein gültige Ausbringmenge oder Häufigkeit gibt es nicht, entscheidend sind Pflanzenbedarf und vorhandene Bodennährstoffe. In gutem, mit Kompost verbessertem Gartenboden braucht die Susanne meist keine zusätzliche Düngung. Wie du die Schwarzäugige Susanne in Beet und Topf bedarfsgerecht düngst, zeigt ein eigener Ratgeber.
Mehltau, Grauschimmel, Wurzelfäule: Krankheiten erkennen
Weiße Beläge, graue Fäule oder welke Triebe können an der Susanne verschiedene Ursachen haben. Schau deshalb genau hin, bevor du handelst.
Echter oder Falscher Mehltau?
Echter Mehltau bildet typischerweise einen abwischbaren weißen Belag auf der Blattoberseite, der später bräunlich werden kann. Er kann auch bei trockenwarmer Witterung auftreten. Falscher Mehltau bildet dagegen einen nicht abwischbaren Belag auf der Blattunterseite und gelbliche bis braune Flecken auf der Oberseite. Der Wischtest mit dem Finger ist deshalb mein erster Handgriff.
Bei beginnendem Echtem Mehltau entfernst du erkrankte Blätter und schneidest betroffene Triebe zurück, um die Ausbreitung einzudämmen. Gegen Ende der Saison ist ein gewisser Befall an Sommerblumen tolerierbar. Von Falschem Mehltau befallenes Material entfernst du und entsorgst es nicht auf dem eigenen Kompost. Vorbeugend unterstützen ausreichender Pflanzabstand, gute Belichtung und Durchlüftung sowie das Vermeiden von Stickstoffüberdüngung.
Milch und Backpulver oder Natron tauchen in vielen Hausmittel-Listen gegen Echten Mehltau auf. Das Ausschneiden befallener Blätter bleibt der erste Schritt.
„Wer abends gießt, holt sich Mehltau.“ Beim Echten Mehltau an Sommerblumen gilt der Verzicht auf abendliches Gießen als Maßnahme mit nicht gesicherter Wirkung. Ich gieße trotzdem morgens direkt am Boden, weil Pflanzen und Boden dann tagsüber abtrocknen.
Grauschimmel auf faulenden Teilen
Grauschimmel bildet bei hoher Luftfeuchtigkeit einen grauen Belag auf faulenden Pflanzenteilen. Diese Teile entfernst du, um den Befall einzudämmen. Ein sehr dichter Bestand begünstigt bei Beet- und Balkonpflanzen seine Ausbreitung. Vom Wind geknickte Blätter und Blütenstiele können zu Befallsstellen werden. Abgeknickte Triebe an der Rankhilfe schneide ich deshalb heraus, statt sie hängen zu lassen.
Welke Triebe: zu trocken oder zu nass?
Welke Blätter können sowohl auf Trockenstress als auch auf beginnende Wurzelfäule hindeuten. Prüfe deshalb die Bodenfeuchte, bevor du gießt. Im Topf begünstigt stehendes Wasser Wurzelfäulnis, darum braucht jedes Gefäß Ablauflöcher. Eine Kiesschicht ohne Abzugsloch ersetzt den Wasserabzug nicht.
Die Susanne braucht eine gleichmäßige Wasserversorgung, besonders an heißen Tagen, ohne starke Trockenheit oder dauerhafte Nässe. Wie oft und wie viel du gießt, erklärt der Ratgeber, wie du die Schwarzäugige Susanne je nach Wachstumsphase gießt.
Unklare Blattflecken
Blattflecken an Sommerblumen sind meist nicht bekämpfungswürdig, weil die Toleranzschwelle hoch ist. Befallene Blätter entfernst du trotzdem. Flecken können durch Schaderreger, aber auch durch nichtparasitäre Schäden entstehen. Bleibt die Ursache unklar und kümmert die Pflanze, kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose und die passenden Maßnahmen klären.
Vorbeugen: Standort, Sauberkeit und Nachbarn
Die Susanne wächst sonnig bis halbschattig in gut durchlässigem Boden. Die ‘Thunbergien Mischung’ erreicht etwa 100–150 cm Höhe und bekommt frühzeitig eine Rankhilfe. Wie du die Schwarzäugige Susanne von der Aussaat über Standort und Rankhilfe bis zur Überwinterung kultivierst, samt Sortenwahl, zeigt der Kulturratgeber.
Damit du Krankheiten nicht selbst weiterträgst, reinigst du nach Arbeiten an kranken Pflanzen Werkzeuge und Handschuhe, bevor du an gesunde gehst. Bei begrünten Kletterhilfen gehört das Entfernen toter Pflanzenteile zur Pflege. Ich nehme mir dafür beim Kontrollgang eine Schere und einen Eimer mit.
Lavendel, Thymian oder Tagetes als Nachbarn sollen Schädlinge fernhalten, doch behauptete Nachbarschaftseffekte sind schon im Gemüsebeet häufig widersprüchlich und hängen von Standort und Pflege ab. Manche Partnerpflanzen erschweren Schädlingen mit ihren Duftstoffen das Auffinden ihrer WirtspflanzenWirtspflanzen sind die Pflanzen, die ein bestimmter Schädling oder Krankheitserreger befällt und von denen er lebt. Ein Schädling oder Erreger hat oft mehrere Wirtspflanzen, darunter auch verwandte Wildkräuter., eine Garantie ist das nicht. Mit welchen Pflanzen sich die Schwarzäugige Susanne im Garten und im Topf kombinieren lässt, zeigt ein eigener Ratgeber, und Beetnachbarn prüfst du im Mischkultur-Werkzeug.
Vor dem Winterquartier: Schädlinge nicht mit ins Haus holen
Die Susanne lässt sich hell und kühl im Haus überwintern, dort gießt du sie zurückhaltend. Unter Glas sind aber genau Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliege und Schildläuse die Schädlinge, auf die du bei ihr achten musst. Mit dem Einräumen holst du die Pflanze also in die Umgebung, in der diese Sauger zum Thema werden. Deshalb ist das Einräumen der Moment für eine gründliche Kontrolle.
Vor dem Einräumen kontrollierst du die Pflanze auf Schädlinge und stellst befallene Exemplare getrennt auf. Im Quartier beseitigst du abgestorbene Pflanzenteile und hältst die Blätter trocken, das dient bei Zimmerpflanzen der Vorbeugung gegen Grauschimmel. Die Luftfeuchte hältst du dabei, wie bei Zierpflanzen gegen Grauschimmel üblich, unter 85 %. Ich spüle die Susanne vor dem Einräumen mit dem Wasserstrahl ab und schaue danach mit der Lupe unter die Blätter.
Blattunterseiten und Triebspitzen auf Läuse und Sprenkel prüfen. Klebrige Blätter als möglichen Hinweis auf Weiße Fliege ernst nehmen. Befallene Triebe herausschneiden. Befallene Pflanzen getrennt von den übrigen aufstellen.
Chemischer Pflanzenschutz: nur als letztes Mittel
Im Biogarten sind zugelassene Pflanzenschutzpräparate in der Praxis nur selten nötig. Infrage kommen sie erst, wenn ein Schaderreger zuverlässig bestimmt ist und sanftere Methoden versagt haben. Greifst du dann zu einem Mittel, muss es für den Haus- und Kleingarten zugelassen sein. Du hältst dich an die Gebrauchsanweisung, trägst die vorgesehene Schutzkleidung, beachtest die Wartezeit und entsorgst Reste vorschriftsgemäß.
Chemische Mittel können auch Nützlinge treffen. Nach der Anwendung chemischer Präparate wartest du mit einem Nützlingseinsatz mindestens 6 Wochen. In einem Garten mit Kindern bewahrst du Dünger und Pflanzenschutzmittel kindersicher unter Verschluss auf.





