Blumen · Sommerblumen & Einjährige · Anbau

Garten-Resede kultivieren: pflanzen, gießen, düngen, Blüte verlängern

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Pflanzabstand 20 cm in der Reihe, 25 cm zwischen den Reihen, frei wachsend ohne Rankhilfe.
  • Boden frisch halten und bodennah gießen; bei Hitze durchdringend mit etwa 20 bis 25 l/m² in mehreren Gießgängen.
  • Mit Humus versorgen und nach Bodenuntersuchung düngen, nicht nach Kalender.
  • Verblühtes laufend entfernen, nach dem Abblühen zurückschneiden; Blüte von Juni bis September.
  • Dichten Bestand vermeiden, Blattläuse bei schwachem Befall mit dem Wasserstrahl abspülen.
  • Einjährig und nicht winterhart: Durch den Winter kommt die Resede in der Regel als Samen.
Wohlriechende Reseda mit dichter, grünlich-gelber Blütenähre und orangefarbenen Staubbeuteln vor unscharfem Wiesengrün
Foto: Salicyna · CC BY-SA 4.0 · Ausschnitt · Quelle ↗

Deine Reseden sind aufgelaufen oder stehen vorgezogen auf der Fensterbank, und nun beginnt die Pflege bis zum Herbst. Die Garten-Resede blüht von Juni bis September. Mit Ausputzen und einer guten Humusversorgung kannst du diese Zeit verlängern. Ich putze meine Reseden beim Gießen aus und schaue dabei unter die Blätter. Hier geht es um alles nach der Anzucht: Pflanzen, Gießen, Düngen, Stützen, Blüte, Gesundheit und den Weg durch den Winter.

Die Wohlriechende Resede (Reseda odorata) ist botanisch eine einjährige Pflanze und nicht winterhart. Sie wird 20 bis 30 cm hoch und ebenso breit, duftet und eignet sich als Schnittblume. Was Sommerblumen allgemein ausmacht, von der Lebensdauer bis zur Herkunft, fasst das Kurzporträt im Sommerblumen-Ratgeber zusammen.

Reseden pflanzen: Platz, Abstand und Start im Beet

Reseden wachsen in voller Sonne und im Halbschatten. Für britische Gärten beschreibt die RHS einen mäßig nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden, der neutral bis alkalisch ist. Welche Plätze im Beet und im Kübel passen, zeigt der Ratgeber zu den Standortansprüchen der duftenden Resede.

Direktsaat vereinzeln, Jungpflanzen abhärten

Reseden sät man gern gleich an den endgültigen Platz. Dort vereinzelst du die Sämlinge rechtzeitig auf 20 cm Abstand in der Reihe. Zwischen den Reihen bleiben 25 cm frei. Erzogen werden die Pflanzen als frei wachsende Reihe, eine Stütze bekommen nur Triebe, die umkippen.

Vorgezogene Reseden gewöhnst du vor dem Auspflanzen schrittweise an das Freiland. Bei mildem Wetter stehen sie zuerst geschützt im Schatten, später auch in der Sonne. Sinken die Nachttemperaturen, holst du sie wieder in Schutz. Beim Einsetzen halte ich die Jungpflanze am Ballen, setze sie so tief, wie sie im Topf stand, und drücke die Erde an. Danach gieße ich an und halte den Boden frisch, bis die Pflanze sichtbar weiterwächst.

Pflanzung im Beet Wert
Abstand in der Reihe 20 cm
Abstand zwischen den Reihen 25 cm
Erziehung frei wachsende Reihe, Stütze nur für umkippende Triebe
Wuchshöhe 20 bis 30 cm
Wuchsbreite 20 bis 30 cm
Blütezeit Juni bis September

Jede Resede wird 20 bis 30 cm breit. Bei 20 cm Abstand berühren sich die Nachbarn in der Reihe also, und enger zu setzen macht den Bestand nur dichter. Wenn du die Reihen vorab einzeichnen willst, hilft dir der Beetplaner für dein Gartenbeet.

Reseden im Topf und Kübel

Die Resede eignet sich auch für Kübel und Topf. Das Gefäß braucht freie Abzugslöcher und strukturstabile Erde, und das Wasser muss unter dem Gefäß ablaufen können. Beete, Rabatten, Beeteinfassungen und die Vase nennt die RHS als Verwendung. Wie du Reseden im Balkonkasten und in Kombinationen einsetzt und welche Sorten dazu passen, steht im Ratgeber über die Resede in Gartenstilen und auf dem Balkon.

Mini-Checkliste

Vor dem Auspflanzen prüfe ich vier Dinge.

  • Sind die Jungpflanzen abgehärtet?
  • Sind 20 cm in der Reihe und 25 cm zwischen den Reihen markiert?
  • Ist das Beet unkrautfrei und locker?
  • Haben Töpfe und Kübel freie Abzugslöcher?

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, alkalischer, gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet.

Bodenart

Kalkhaltige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, alkalischer, gut durchlässiger Boden.

Anbauort

Die angebotenen Sorten lassen sich im Kübel und im Topf ziehen.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Direkt am endgültigen Standort säen.

Saattiefe

Das angebotene Saatgut etwa 1 - 2 cm tief säen.

Pflege

Pflege

Verblühtes zur Verlängerung der Blüte entfernen; nach dem Abblühen zurückschneiden.

Düngung

Gartenreseden mit Humus versorgen; dies kann ihre Blütezeit verlängern.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist einjährig.

Verwendung

Die Pflanze eignet sich für Blumenrabatten und Beete, Schnittblumen, Beeteinfassung.

Aussaatkalender Wohlriechende Reseda
GartenkalenderVorkultur: April, Mai; Aussaat: April, Mai; Blüte: Juni, Juli, August, SeptemberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberVorkulturAussaatBlüte

Pflege während der Wachstumsphase

Zur Pflege gehören Gießen, Düngen und hin und wieder eine Stütze. Zwischen den Reihen hältst du Unkraut kurz und lockerst den Boden behutsam. Die Beetfläche betrittst du dabei möglichst nicht, damit ihre Poren und ihre Wasserspeicherfähigkeit erhalten bleiben. Wie du im Sommerblumenbeet hackst und jätest, beschreibt der Pflegeteil des Sommerblumen-Ratgebers.

Reseden gießen: frisch, aber nicht nass

Reseden brauchen einen frischen Boden, der zugleich gut durchlässig ist. Ich gieße bodennah, damit das Wasser an die Wurzeln kommt und weniger verdunstet. Gesammeltes Regenwasser eignet sich dafür gut. Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung und die Aufheizung des Bodens. Weil die Resede frischen Boden braucht und Mulch die Verdunstung bremst, bleibt der Boden unter Mulch zwischen zwei Gießgängen länger im passenden Bereich. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr lege ich Mulch nur dünn aus.

Bei Hitze und Trockenheit gießt du das Beet durchdringend, mit etwa 20 bis 25 l/m². Diese Menge verteilst du auf mehrere Gießgänge. Eine tägliche Pauschalmenge ist das nicht, der Wert gilt für heiße, trockene Phasen.

Kurz erklärt

Frisch nennt man im Garten einen Boden, der gleichmäßig leicht feucht ist, ohne nass zu sein. Diesen Feuchtebereich braucht die Resede, auf einem Boden, der überschüssiges Wasser gut abführt.

Im Topf gießt du so, dass das Substrat bis zum Topfboden durchfeuchtet ist. Wie oft, richtet sich nach dem Bedarf der Pflanze. Torffreie Erde trocknet an der Oberfläche schnell ab, deshalb prüfst du die Feuchte vor dem Gießen im unteren Bereich. Ein größeres Erdvolumen bevorratet mehr Wasser und kann den raschen Wasserverlust an heißen Tagen abpuffern. Untersetzer leere ich nach Regen, damit keine Nässe an den Wurzeln steht.

Reseden düngen: Humus statt Kalender

Reseden versorgst du mit Humus, das kann ihre Blütezeit verlängern. Wie viel Dünger darüber hinaus nötig ist, zeigt eine Bodenuntersuchung. Sie erfasst üblicherweise Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf. Untersucht wird vor der Neuanlage eines Beets und danach alle 3 bis 5 Jahre. Die Probe nimmst du, bevor du düngst.

Die Düngung richtet sich nach diesem Ergebnis und rechnet die Stickstoffnachlieferung aus Humus an. Je nach Nachlieferung kann sie geringer ausfallen oder ganz entfallen. Wer Reseden ohnehin mit Kompost versorgt, hat damit einen Teil der Düngung schon erledigt: Der Humus liefert Stickstoff nach, und genau diese Nachlieferung wird angerechnet.

Als allgemeine Faustzahl gelten etwa 3 l Kompost je m² im Jahr. Eine Düngeberechnung für die einzelne Art ersetzt sie nicht. Zeigt die Bodenprobe stark überhöhte Phosphor- oder Kaliumwerte, bringst du weniger Kompost aus. Kompost kommt im Spätwinter oder Frühjahr aufs Beet, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird. Kalk gibst du nur, wenn der gemessene pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig liegt.

Im Kübel mit vorgedüngter Blumenerde verzichtest du zunächst 4 bis 6 Wochen auf zusätzlichen Dünger. Kräftig grüne Blätter und zügiges Wachstum zeigen dir, dass die Nährstoffversorgung stimmt.

Brauchen Reseden eine Stütze?

Mit 20 bis 30 cm Wuchshöhe bleibt die Resede niedrig, eine Stütze ist die Ausnahme. Kippen nach Wind oder Regen einzelne Triebe um, stecke ich einen Stab daneben und binde den Trieb locker an. Dabei achte ich darauf, den Stängel nicht zu quetschen. Bei Balkonpflanzen können vom Wind geknickte Blätter und Blütenstiele zu Befallsstellen für Grauschimmel werden. Ich schneide solche Teile deshalb auch an Reseden gleich ab.

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Wie verlängerst du die Blüte der Resede?

Die Resede blüht von Juni bis September. Verblühte Blütenstände schneide ich laufend heraus, denn das Entfernen von Verblühtem kann die Blüte verlängern. Nach dem Abblühen schneidest du die Pflanzen zurück. Ausputzen und Samenernte schließen sich am selben Blütenstand aus, denn für Saatgut müssen einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen bleiben. Ich lege deshalb früh fest, welche Blütenstände ich für Samen stehen lasse, und putze alle anderen aus.

Marias Erfahrung

Beim Gießen habe ich eine kleine Schere in der Schürzentasche und schneide verblühte Blütenstände gleich mit ab. Die Blütenstände, die Samen bringen sollen, markiere ich mit einem Stück Bast, damit ich sie nicht aus Versehen erwische.

Duft und Insekten

Die Resede ist eine Duftpflanze, ihr deutscher Name Wohlriechende Resede sagt es schon. Sie gilt außerdem als nützlingsfreundlich. An Garten-Reseden im Botanischen Garten Dresden wurde die Reseden-Maskenbiene Hylaeus signatus nachgewiesen.

Den Duft holst du dir auch als Schnittblume ins Haus. Schnittblumen schneidest du bevorzugt morgens bei trockenem Wetter. Wie du Reseden für Vase und Strauß schneidest und lange frisch hältst, zeigt ein eigener Ratgeber.

So beugst du Krankheiten und Schädlingen vor

Ein dichter Bestand begünstigt bei Beet- und Balkonpflanzen die Ausbreitung von Grauschimmel. Halte deshalb die 20 cm in der Reihe ein und setze nicht enger. Erkrankte Pflanzenteile schneidest du heraus, Schädlinge sammelst du ab. Nach der Arbeit an kranken Pflanzen reinigst du Schere und Handschuhe, bevor du an gesunde gehst.

Bei schwachem Blattlausbefall reicht an Zierpflanzen meist ein Wasserstrahl, der die Tiere abspült. Verstecke und Überwinterungsplätze im Garten fördern Nützlinge, die Blattläuse dezimieren. Die Resede gilt als nützlingsfreundlich. Zusammen mit solchen Verstecken kann ein Resedenbeet also die Gegenspieler der Läuse in der Nähe halten. Welche Partnerpflanzen sich dazu eignen, beschreibt der Ratgeber dazu, wie du Reseden in Mischkultur anbaust.

Bei Schneckengefahr sammelst du die Tiere ab. Auf Böden mit hohem Tonanteil versickert Wasser schlechter, und Staunässe wird wahrscheinlicher. Organisches Material verbessert bei schweren Böden die Krümelstruktur und die Durchlüftung.

Häufiger Fehler

Eine welke Topfresede sofort kräftig zu gießen. Welke kann auch auf Dauernässe und abgestorbene Wurzeln hindeuten. Prüf deshalb erst die Feuchte im Substrat, bevor du nachgießt.

Wie kommt die Resede durch den Winter?

Weil die Resede einjährig und nicht winterhart ist, kommt sie in der Regel als Samen durch den Winter. Ein Winterquartier für die Pflanze gehört deshalb nicht zu ihrer Kultur.

Mythos-Check

„Topf-Reseden überwintern hell und kühl im Haus.” Die Resede ist eine einjährige Pflanze und nicht für ein Winterquartier gemacht. Für die neue Saison sammelst du Samen oder säst neu.

Herbstsaat in milden Lagen

Im britischen Gartenbau sät man die Resede auch im Herbst direkt aus und schützt die Saat mit einer Haube vor Frost. Bei uns ist die Aussaat im April und Mai der übliche Termin. Wer in einer milden Gegend gärtnert, kann eine Herbstsaat unter der Haube versuchen. Sicher ist das nicht, denn winterhart ist die Resede nicht. Ich halte mich an die Frühjahrssaat.

Samen ernten, lagern und neu säen

Für eigenes Saatgut lässt du einzelne Blütenstände bis zur Samenreife stehen und erntest bei trockenem Wetter. Die Samen trocknest du auf Papier nach, trennst sie von Pflanzenresten und lagerst sie beschriftet kühl, dunkel und trocken.

Manche Gartenratgeber empfehlen, Resedensamen im Herbst mit feuchtem Sand in den Kühlschrank zu legen. Ich lasse den Kühlschrank deshalb weg und lagere die Samen bis zur Aussaat trocken.

Gesät wird im April und Mai direkt an den endgültigen Platz, etwa 1 bis 2 cm tief, denn die Resede ist kein Lichtkeimer. Sie keimt bei 10 bis 15 °C. Wie du Schritt für Schritt säst, Sämlinge heranziehst und Saatgut gewinnst, zeigt die Anleitung zum Aussäen der Resede.

Den Termin trägst du dir in den Aussaatkalender für Sommerblumen ein. Was bei der Resede in welcher Jahreszeit zu tun ist, findest du in der Übersicht nach Jahreszeiten.

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Häufige Fragen

Welche Standortanforderungen haben Reseden im Garten?
Reseden wachsen in voller Sonne und im Halbschatten. Der Boden sollte gut durchlässig und mäßig nährstoffreich sein und frisch bleiben. Im britischen Gartenkontext gilt ein neutraler bis alkalischer Boden als passend. Auch im Kübel oder Topf lässt sich die Resede ziehen.
Wie und wann sollte man Resedensamen aussäen?
Gesät wird im April und Mai, direkt an den Platz, an dem die Resede blühen soll. Die Samen kommen etwa 1 bis 2 cm tief in die Erde, denn die Resede ist kein Lichtkeimer. Sie keimt bei 10 bis 15 °C.
Welche Bedeutung haben Reseden als Bienenweide im Garten?
Die Resede gilt als nützlingsfreundliche Pflanze und blüht von Juni bis September. An Garten-Reseden im Botanischen Garten Dresden wurde die Reseden-Maskenbiene Hylaeus signatus nachgewiesen. Wer Verblühtes laufend entfernt, kann die Blüte und damit das Angebot für Insekten verlängern.
Welche Pflege benötigen Reseden während der Wachstumsphase?
Halte den Boden frisch und gieße bodennah, damit das Wasser an die Wurzeln kommt. Gedüngt wird nach einer Bodenuntersuchung, und eine gute Versorgung mit Humus kann die Blütezeit verlängern. Verblühtes schneidest du laufend aus, nach dem Abblühen schneidest du die Pflanzen zurück. Kippen einzelne Triebe um, bindest du sie locker an einen Stab.
Stimmt es, dass Reseden nur in warmen Klimazonen gedeihen können?
So pauschal stimmt das nicht, denn die Resede keimt bei 10 bis 15 °C und wird bei uns im April und Mai gesät. Winterhart ist sie allerdings nicht, als einjährige Pflanze kommt sie in der Regel als Samen durch den Winter. Im britischen Gartenbau sät man sie auch im Herbst und schützt die Saat dann mit einer Haube vor Frost.
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