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Lampionblumen im Staudenbeet: Platz, Abstand und Partner für einen bunten Spätsommer

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Die Lampionblume (Physalis alkekengi) ist eine mehrjährige Staude; ihr orangefarbener Lampion ist der zur Fruchtreife vergrößerte Kelch.
  • Mit 60 bis 100 cm Höhe gehört sie in die mittlere Reihe, davor stehen nur niedrige Begleiter.
  • Gepflanzt wird im April und Mai im Raster: 30 cm Abstand in der Reihe, 30 cm zwischen den Reihen.
  • Gute Partner mögen wie sie Sonne oder Halbschatten und frischen, gut durchlässigen Boden, etwa Hoher Phlox, Purpur-Sonnenhut oder Chinaschilf.
  • Die Lampions sind im September und Oktober erntereif, die Myrten-Aster ‘Pink Star’ blüht zur selben Zeit.
  • Die Lampionblume gilt als verwilderungsfähig: Plane ihr einen überschaubaren Platz und robuste Nachbarn ein.
Nahaufnahme einer Lampionblume (Physalis alkekengi) mit ihren charakteristischen orange-roten, lampionförmigen Früchten.
Foto: Jeffry Surianto · Pexels License · Quelle ↗

Wenn im Staudenbeet der Hochsommer vorbei ist, beginnt bei der Lampionblume erst die farbige Zeit: Ihre orangefarbenen Lampions sind im September und Oktober erntereif. Ob sie dann im Beet auffallen oder zwischen anderen Stauden untergehen, entscheidest du schon beim Pflanzen. Ich plane Lampionblumen deshalb vom Herbst her. Zuerst lege ich fest, wo die Lampions im September stehen sollen, dann ordne ich Höhen und Partner darum herum.

Genau um diese Planung geht es hier: den Platz in der Höhenstaffelung, den Pflanzabstand und die Stauden und Gräser, die vor, neben und nach den Lampions wirken. Aussaat, Pflege und Ernte findest du am Ende als kurzen Überblick mit Verweisen.

Kurz erklärt

Die Lampionblume heißt botanisch Physalis alkekengi und ist auch als Blasenkirsche bekannt. Der orangefarbene Lampion ist keine Blüte, sondern der Kelch, der sich zur Fruchtreife vergrößert. Die eigentliche Blütenkrone ist weißlich.

Die Lampionblume auf einen Blick

Für die Planung zählen vor allem Höhe, Breite und die Zeit, in der die Lampions Farbe zeigen. Die Lampionblume passt in Beete und Rabatten ebenso wie in Bauerngärten, Stadt- und Hofgärten.

Merkmal Angabe
Botanischer Name Physalis alkekengi (Blasenkirsche)
Lebensdauer mehrjährig
Wuchshöhe 60 bis 100 cm
Wuchsbreite 30 bis 50 cm
Licht sonnig oder halbschattig
Boden frisch, gut durchlässig
Blüte August bis Oktober, Blütenkrone weißlich
Lampions erntereif September bis Oktober
Pflanzzeit April bis Mai
Abstand 30 cm in der Reihe, 30 cm Reihenabstand
Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Physalis
Hund
Giftig
Katze
Giftig
Pferd
Giftig
Nagetiere
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Geeignet ist gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet; kann ohne angemessene Kontrolle lästig werden.

Bodenart

Kalkhaltige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Der Boden sollte gut durchlässig sein.

Anbauort

Die Pflanze eignet sich für Beete und Rabatten sowie Bauerngärten, Stadt- und Hofgärten.

Aussaat und Vermehrung

Saattiefe

Das angebotene Saatgut etwa 0,5 - 1 cm tief säen.

Pflege

Pflege

Kleine Teilstücke zunächst eintopfen und leicht schattig im Frühbeet halten, bis sie gut etabliert sind.

Düngung

Lampionblumen im Kübel von Juni bis Oktober regelmäßig mit Flüssigdünger versorgen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist mehrjährig.

Verwendung

Die Pflanze eignet sich für Blumenrabatten und Beete.

Aussaatkalender Blasenkirsche
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai, Juni; Aussaat: März, April, Mai, Juni; Blüte: Mai, Juni, Juli, August; Ernte: September, Oktober; Pflanzung: April, MaiJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiVorkultur: JuniAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustErnteErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: AprilPflanzung: MaiVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Wo die Lampionblume im Beet hingehört

In einseitig betrachteten Staudenbeeten stehen höhere Leitstauden hinten und niedrige Bodendecker vorne. Mit 60 bis 100 cm Höhe bildet die Lampionblume dazwischen die mittlere Ebene. Ich setze sie so, dass vor ihr nur niedrige Begleiter stehen und die Lampions im Herbst nicht hinter höheren Stauden verschwinden.

In Staudenmischpflanzungen kannst du Arten bewusst gruppieren und höhere Arten in Bändern anordnen. Für die Lampionblume heißt das: Setze sie als Gruppe oder zieh ein Band durch die Mitte des Beets. So wirkt das Orange im Herbst als Fläche und nicht als einzelner Punkt.

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Abstand und Pflanzzeit: so planst du die Gruppe

Die Lampionblume pflanzt du im Raster. In der Reihe hält jede Pflanze 30 cm Abstand zur nächsten. Zwischen den Reihen lässt du ebenfalls 30 cm Platz. Eine einzelne Pflanze wird dabei 30 bis 50 cm breit.

Zahl im Blick

Lampionblume im Raster: 30 cm Abstand in der Reihe, 30 cm Reihenabstand. Eine Pflanze wird 30 bis 50 cm breit und 60 bis 100 cm hoch. Pflanzzeit ist April bis Mai.

Für die Partner gilt eine andere Orientierung: Mittelhohe bis hohe Stauden wie Phlox oder Astern ordnest du wirkungsvoll in Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen an. Ich stecke die Pflanzplätze vor dem Setzen mit Stäben ab und messe die Abstände nach, bevor ich das erste Loch grabe. Wenn du die Aufteilung vorher in Ruhe ausprobieren willst, kannst du deine Beetaufteilung im Beetplaner durchspielen.

Die Lampionblume kommt im April und Mai ins Beet. Ziergräser pflanzt du am günstigsten im zeitigen Frühjahr, wenn der Boden schon erwärmt ist, denn Herbstpflanzungen können schlechter anwachsen. Planst du Lampionblumen zusammen mit Gräsern, legst du das Beet deshalb im Frühjahr in einem Arbeitsgang an.

Welche Partner zur Lampionblume passen

Pflanzgemeinschaften werden stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht haben. Die Lampionblume wächst in Sonne oder Halbschatten auf frischem, gut durchlässigem Boden. Wie Licht, Boden und Platz auf Blüte und Früchte wirken, liest du im Ratgeber dazu, welchen Standort die Lampionblume braucht. Die Grundlagen zu Licht, Feuchte und pH-Wert für alle Stauden stehen im Abschnitt Standort und Boden im Stauden-Überblick.

Stauden, die mit den Lampions blühen

Hoher Phlox (Phlox paniculata) hat ähnliche Ansprüche: Er mag sonnige bis absonnige, eher kühle und luftige Plätze mit stets frischem, nährstoffreichem, lehmig-humosem Boden. Je nach Sorte und Standort wird er 60 bis 140 cm hoch. Er blüht vom Hochsommer bis in den Herbst in Weiß, Rosa, Rot oder Lila. Mit späten Sorten wie ‘Kirmesländler’ rückt die Phloxblüte näher an die Zeit der Lampions. Echter Mehltau kann Phlox besonders bei trocken-warmer Witterung befallen. Ausreichender Abstand, gute Belichtung und Durchlüftung lassen die Pflanzen schneller abtrocknen und gehören zur Vorbeugung.

Die Myrten-Aster ‘Pink Star’ blüht im September und Oktober. Sie steht also genau dann in Blüte, wenn die Lampions erntereif sind. Mit 100 bis 130 cm Höhe gehört sie hinter die Lampionblume, und sie braucht einen sonnigen Platz mit frischem Boden.

Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) wächst gern sonnig auf frischen, nährstoffreichen Böden. Die Sorte ‘Roter Leuchtstern’ blüht von Juli bis Oktober und füllt die Zeit, bis die Lampions Farbe zeigen. Ihre Samenstände bleiben als Winterschmuck stehen. Für die halbschattige Seite der Pflanzung eignet sich eher der Gewöhnliche Sonnenhut der Gattung Rudbeckia, denn er kann auch im Halbschatten stehen.

Indianernesseln (Monarda didyma) bevorzugen feuchten, gut durchlässigen Boden in voller Sonne und vertragen etwas Schatten. Sie blühen von Juli bis September und lassen sich mit Phlox paniculata und Echinacea purpurea zu sommerlichen Staudenbildern kombinieren. In einer vergleichenden Sichtung war keine geprüfte Form vollständig widerstandsfähig gegen Echten Mehltau, plane also auch hier genug Luft ein.

Garten-Chrysanthemen, auch Winterastern genannt, verlängern die Saison nach hinten. Sie blühen je nach Sorte von August bis zu den Frösten im November oder Dezember. Sie mögen feuchte, nährstoffreiche und möglichst tiefgründige Böden an sonnigen bis halbschattigen Plätzen. Weil das Sortiment auch nicht frostharte Kübelpflanzen enthält, wählst du für das Beet winterharte Staudenchrysanthemen und pflanzt sie im Frühjahr.

Gräser für Struktur bis in den Winter

Ein Gras im Hintergrund gibt dem Beet eine ruhige Fläche, vor der sich die Lampions absetzen. Das Reitgras Calamagrostis × acutiflora ‘Karl Foerster’ blüht ab Mitte Juni. Durch seine aufrechte Gestalt bleibt es bis in Herbst und Winter gestalterisch wirksam. Mit etwa 180 cm Blütenhöhe gehört es in die hintere Reihe, hinter die Lampionblume.

Chinaschilf der Miscanthus-Sinensis-Gruppe bevorzugt frische bis feuchte, nährstoffreiche Böden und teilt damit die Vorliebe der Lampionblume für frischen Boden. Bei Lampenputzergräsern kommt es auf die Sorte an: ‘Hameln’ und ‘Little Bunny’ brauchen eher frische, nährstoffreiche Böden, Pennisetum orientale kommt dagegen besser mit trockenen, gut drainierten Böden zurecht. Neben die Lampionblume gehören deshalb die frischeliebenden Sorten.

Rutenhirse (Panicum virgatum) ist auf lehmigem Boden sehr trockenheitsverträglich. Zusammen mit dem Reitgras wird sie als Gräserpartner für Indianernesseln empfohlen und verbindet so die Sommerstauden mit der Lampiongruppe.

Niedrige Begleiter für die vordere Reihe

Vor der Lampionblume stehen Pflanzen, die niedrig bleiben und den Blick auf die Lampions frei lassen. Der Storchschnabel Geranium cinereum ‘Giuseppii’ wird 15 bis 20 cm hoch und blüht von Juni bis August. Er wächst auf trockenen bis frischen Böden in Sonne bis Halbschatten und kommt damit mit den Bedingungen der Lampionblume zurecht.

Campanula portenschlagiana bildet 10 bis 20 cm hohe Polster mit violetten Glockenblüten im Früh- und Hochsommer. Sie mag sonnige bis halbschattige Plätze auf frischen bis mäßig trockenen, durchlässigen Böden. Durch kurze Ausläufer dehnt sie sich langsam aus.

Frauenmantel (Alchemilla mollis) wird 30 bis 40 cm hoch und trägt im Frühsommer lockere, grünlich gelbe Blütenstände. Er ist konkurrenzstark und gehört deshalb nicht neben sehr schwachwüchsige Nachbarn.

Die Partner im Überblick

Die Tabelle ordnet die genannten Pflanzen nach Höhe, Zeit und Platz im Beet.

Pflanze Höhe Blüte oder Wirkung Platz im Beet
Lampionblume (Physalis alkekengi) 60 bis 100 cm Lampions im September und Oktober Mitte
Hoher Phlox (Phlox paniculata) 60 bis 140 cm Hochsommer bis Herbst Mitte bis hinten
Myrten-Aster ‘Pink Star’ 100 bis 130 cm September und Oktober hinten
Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) 40 bis 100 cm Juli bis Oktober (‘Roter Leuchtstern’) Mitte
Witwenblume ‘Red Knight’ (Knautia macedonica) 60 bis 80 cm Juli bis September Mitte, sonnige Seite
Reitgras ‘Karl Foerster’ 180 cm Blütenhöhe ab Mitte Juni, wirkt bis in den Winter hinten
Kokardenblume ‘Arizona Sun’ 20 bis 30 cm Juni bis September vorne, sonnige Seite
Storchschnabel (Geranium cinereum ‘Giuseppii’) 15 bis 20 cm Juni bis August vorne
Frauenmantel (Alchemilla mollis) 30 bis 40 cm Frühsommer vorne

Farben und Zeitfolge für den Spätsommer

Die Lampionblume selbst blüht von August bis Oktober mit weißlicher Krone. Ihre Farbe bringen erst die Lampions zur Fruchtreife. Bis dahin sorgen die Partner für Farbe: Im Hochsommer blühen Phlox, Indianernesseln und Purpur-Sonnenhut. Im September und Oktober stehen die Lampions zusammen mit der Myrten-Aster ‘Pink Star’. Danach blühen Garten-Chrysanthemen je nach Sorte bis zu den Frösten, und das Reitgras bleibt mit seiner aufrechten Gestalt bis in den Winter sichtbar.

Zum Orange der Lampions setzt du Kontraste mit Lila und Violett. Hoher Phlox bringt Lilatöne mit, und die Koreanische Minze Agastache rugosa blüht violett von Juni bis Oktober. Sie braucht allerdings einen sonnigen Standort und ist trockenheitstolerant. Setze sie deshalb an die sonnigste Stelle mit dem durchlässigsten Boden, nicht in den Halbschatten.

Ton in Ton wird es mit Rot und Orange. Die Witwenblume Knautia macedonica ‘Red Knight’ trägt rubinrote Blüten von Juli bis September und ist für sonnige Standorte angegeben. Die Kokardenblume ‘Arizona Sun’ hat orange-rote Blüten mit leuchtend gelben Spitzen und blüht von Juni bis September. Kokardenblumen der Arizona-Serie brauchen Sonne und vertragen weder nasse Erde noch Staunässe. Auf gut durchlässigem Boden passen sie aber vor die Lampionblume.

Marias Erfahrung

Ich notiere mir im Herbst, welche Partner neben den Lampions gerade blühen und wo Lücken klaffen. Im Frühjahr pflanze ich nach dieser Notiz nach, statt aus dem Gedächtnis zu planen.

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Insektenfreundlich kombinieren

Für Honigbienen bietet die Lampionblume nur ein geringes Nektar- und Pollenangebot. Soll dein Beet auch Insekten versorgen, übernehmen das deshalb die Partner. Indianernesseln, Kokardenblumen und Lavendel gehören zu den sommerblühenden Bienenpflanzen, und die Koreanische Minze wird von Bienen und Schmetterlingen besucht. Wähle dabei offene, ungefüllte Blüten, denn bei gefüllten Blüten können Staub- und Fruchtblätter ihre ursprüngliche Funktion verlieren. Welche Rolle die Lampionblume selbst spielt, liest du im Ratgeber über die Lampionblume im Naturgarten und ihren Nutzen für Tiere.

Ausbreitung einplanen

Die Lampionblume gilt als verwilderungsfähig und kann ohne angemessene Kontrolle lästig werden. Plane ihr deshalb einen Platz, den du gut überblickst, und setze keine zarten, schwachwüchsigen Stauden direkt daneben. Ich schaue mir den Rand der Lampiongruppe gezielt an und nehme Pflanzen heraus, die außerhalb ihres Platzes erscheinen.

Bei vielen Stauden kann das rechtzeitige Entfernen verwelkter Blüten eine unerwünschte Selbstaussaat verhindern. Bei der Lampionblume ist der Schmuck aber gerade der Kelch zur Fruchtreife. Wer die Lampions im Beet sehen will, kann deshalb nicht vorher ausputzen.

Im Kübel als beweglicher Akzent

Die Lampionblume ist auch topfgeeignet. Einen Kübel stellst du im Herbst als Akzent an den Beetrand oder an die Terrasse. Im Kübel versorgst du sie von Juni bis Oktober regelmäßig mit Flüssigdünger. Das Gefäß braucht Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Bei torffreier Erde prüfst du vor dem Gießen auch die Feuchte im unteren Bereich, weil eine trockene Oberfläche feuchte tiefere Schichten verdecken kann.

Aussaat, Pflege und Ernte in Kürze

Aussaat

Gesät wird von März bis Juni, etwa 0,5 bis 1 cm tief. Die Sämlinge pikierst du einzeln in Töpfe oder ins Saatbeet und verpflanzt sie ab dem Sommer. Wann welche Staude an der Reihe ist, zeigt dir der Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken.

Pflege

Neu gepflanzte Stauden brauchen in den ersten ein bis zwei Vegetationsperioden bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringende Wassergaben. Welche Arbeiten von Frühjahr bis Winter anfallen, zeigt der Ratgeber zu den Pflegearbeiten an der Lampionblume im Jahresverlauf. Die Grundlagen zu Rückschnitt, Winter und Mulch findest du im Abschnitt Pflege im Jahreslauf des Stauden-Überblicks.

Krankheiten und Schädlinge

Pflanzenschutz im Staudenbeet folgt einer Stufenfolge: vorbeugen, kontrollieren, mechanisch eingreifen. Bei schwachem Blattlausbefall an Zierpflanzen genügt häufig schon ein Wasserstrahl. Mehr dazu steht im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge des Stauden-Überblicks.

Vermehrung

Kleine Teilstücke der Lampionblume topfst du zunächst ein und hältst sie leicht schattig im Frühbeet, bis sie gut etabliert sind. Wie Teilen, Stecklinge und Selbstaussaat bei Stauden funktionieren, erklärt der gleichnamige Abschnitt im Stauden-Überblick.

Ernte

Die Lampionblume eignet sich als Schnittblume, ihre Lampions sind im September und Oktober erntereif. Wie du sie schneidest, versorgst und trocknest, zeigt der Ratgeber dazu, wie du Lampions für Vase und Gesteck erntest. Die Frucht im Lampion isst du nicht, solange sie nicht sicher als essbar bestimmt ist.

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Häufige Fragen

Was sind Lampionblumen und wie sehen sie aus?
Lampionblumen sind mehrjährige Stauden mit dem botanischen Namen Physalis alkekengi, auch Blasenkirsche genannt. Sie werden 60 bis 100 cm hoch und 30 bis 50 cm breit. Ihre eigentliche Blütenkrone ist weißlich, der orangefarbene Lampion ist der Kelch, der sich zur Fruchtreife vergrößert.
Wie werden Lampionblumen im Staudenbeet verwendet?
Lampionblumen werden 60 bis 100 cm hoch und gehören damit in die mittlere Reihe, hinter niedrige Begleiter und vor höhere Leitstauden. Gepflanzt wird im Raster mit 30 cm Abstand in der Reihe und dem gleichen Abstand zwischen den Reihen, am besten als Gruppe oder Band. Als Partner passen Stauden und Gräser, die ebenfalls Sonne oder Halbschatten und frischen, gut durchlässigen Boden mögen, etwa Hoher Phlox, Purpur-Sonnenhut, die Myrten-Aster ‘Pink Star’ oder das Reitgras ‘Karl Foerster’.
Was macht die laternenförmigen Fruchtstände der Lampionblume so besonders?
Der orangefarbene Lampion ist keine Blüte, sondern der Kelch, der sich zur Fruchtreife vergrößert; die eigentliche Blütenkrone ist weißlich. Deshalb kommt die Farbe erst spät ins Beet, denn die Lampions sind im September und Oktober erntereif. Im Staudenbeet wirken sie am stärksten zusammen mit spät blühenden Partnern wie der Myrten-Aster ‘Pink Star’. Die Frucht im Lampion isst du nicht, solange sie nicht sicher als essbar bestimmt ist.
Wann ist die Blütezeit von Lampionblumen und wie hoch werden sie?
Lampionblumen blühen von August bis Oktober mit einer weißlichen Blütenkrone. Auffälliger sind die orangefarbenen Lampions, die im September und Oktober erntereif sind. Die Pflanzen werden 60 bis 100 cm hoch und haben ihren Platz damit in der mittleren Reihe des Staudenbeets.
Welche Samen oder Pflanzen eignen sich am besten für das Anlegen eines Staudenbeetes mit Lampionblumen?
Eine einzige beste Auswahl gibt es nicht; entscheidend ist, dass die Partner ähnliche Ansprüche an Licht, Boden und Feuchtigkeit haben wie die Lampionblume, also Sonne oder Halbschatten und frischen, gut durchlässigen Boden. Gut passen Hoher Phlox, Purpur-Sonnenhut, Indianernesseln und die Myrten-Aster ‘Pink Star’, die im September und Oktober gleichzeitig mit den Lampions blüht. Für den Hintergrund eignen sich Gräser wie Chinaschilf oder das Reitgras ‘Karl Foerster’, für die vordere Reihe niedrige Begleiter wie Storchschnabel oder Frauenmantel.
Stimmt es, dass Lampionblumen invasiv sind und andere Pflanzen verdrängen?
Lampionblumen gelten als verwilderungsfähig und können ohne angemessene Kontrolle im Garten lästig werden. Gib ihnen deshalb einen Platz, an dem du die Gruppe gut überblickst, und setze keine zarten, schwachwüchsigen Stauden direkt daneben. Pflanzen, die außerhalb ihres Bereichs auftauchen, nimmst du heraus, sobald du sie entdeckst.
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