Prächtiges Bärenohr: Blütezeit verlängern mit Ausputzen, Folgesaat und Wetterschutz
- Das Prächtige Bärenohr blüht von Juli bis September, und zwar nur bei voller Sonne.
- Verblühte Blüten regelmäßig entfernen, denn Samenbildung kann weitere Blüten vermindern.
- Für eine Folgesaat zwei Sätze säen, im März und im April, und beide im Mai auspflanzen.
- Wind- und Regenschutz so aufstellen, dass er keinen Schatten wirft, und Staunässe vermeiden.
- Die Art ist einjährig und nicht winterhart, zusätzliche Blütezeit gewinnst du innerhalb einer Saison.

Wenn dein Bärenohr im Hochsommer mehr welke Köpfe als Knospen trägt, kann dich das Blütezeit kosten. Bei vielen Sommerblumen kann Samenbildung weitere Blüten vermindern. Deshalb greife ich zur Schere, sobald die ersten Köpfe welken. Das Prächtige Bärenohr (Arctotis fastuosa) blüht von Juli bis September. Mit AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung., einer gestaffelten Aussaat und einem Wetterschutz, der keinen Schatten wirft, kannst du diese Spanne besser ausnutzen.
Was ist das Prächtige Bärenohr für eine Pflanze?
Prächtige Bärenohren sind einjährig, nicht winterhart und werden 60 bis 80 cm hoch. Ihre Heimat liegt in einer Klimazone mit Wüsten und trockenem Buschland, und Trockenheit vertragen sie gut. Wie du das Bärenohr vom Samen bis zur Blüte heranziehst und vor Frost schützt, beschreibt der Ratgeber dazu ausführlich.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Einen vollsonnigen Platz wählen; die Blüten öffnen sich nur bei voller Sonne.
- Bodenart
Geeignet ist sandiger oder lehmiger, gut durchlässiger Boden.
- Bodenreaktion
Saure bis neutrale Böden sind geeignet.
- Substrat
Der Boden sollte gut durchlässig sein.
Pflege
- Pflege
Regelmäßig wässern und zwischen den Pflanzen jäten, bis der Bestand den Boden bedeckt.
- Düngung
Die Pflanze reagiert gut auf organische Düngung.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.
Wann blüht das Prächtige Bärenohr, und was verkürzt die Blüte?
Die natürliche Blütezeit des Prächtigen Bärenohrs reicht von Juli bis September. Dabei blüht die Art nur bei voller Sonne. Gesät wird von März bis April, ausgepflanzt im Mai, und die Kulturdauer liegt bei 126 bis 140 Tagen. Weil die Art einjährig und nicht winterhart ist, gewinnst du zusätzliche Blütezeit nur in derselben Saison und nicht in einem zweiten Gartenjahr.
Innerhalb dieser Saison können drei Dinge die Blüte verkürzen: Samenbildung, fehlende Sonne und Nässe im Wurzelbereich. Gegen die Samenbildung setzt du die Schere ein. Gegen Schatten und Nässe arbeitest du mit dem passenden Platz und einem Wetterschutz, der die Sonne durchlässt. Eine gestaffelte Aussaat kommt hinzu, damit nicht alle Pflanzen im selben Entwicklungsstand sind.
Ausputzen heißt, einzelne welke Blütenköpfe abzuschneiden. Beim RückschnittBeim Rückschnitt kürzt du Triebe oder Stängel einer Pflanze ein, bei Stauden oft bis knapp über den Boden. Je nach Zeitpunkt räumt er alte Stängel ab, regt eine Nachblüte an oder bremst das Aussamen. nimmst du einen ganzen Blütenstiel tiefer zurück, bis ins Laub. Eine Folgesaat ist ein zweiter Aussaatsatz, den du später säst als den ersten.
Verblühte Blüten entfernen: so gehe ich vor
Bei der Sorte ‘Zulu Prince’ werden verblühte Blüten regelmäßig entfernt, und so halte ich es bei allen Bärenohren. Der Grund liegt in der Samenbildung, die bei vielen Sommerblumen weitere Blüten vermindern kann. Nimmst du welke Blüten ab, kann das die weitere Blüte fördern.
Woran ich erkenne, was ab muss
In der Blütezeit gehe ich regelmäßig durch das Beet und schaue mir jeden Blütenkopf an. Wirkt ein Kopf welk, schneide ich ihn ab, ohne zu warten, bis er ganz vertrocknet ist. Knospen und frisch geöffnete Blüten lasse ich stehen.
Wo ich schneide
Ich schneide nicht direkt unter dem Kopf, sondern tiefer am Stiel, knapp über dem nächsten Blatt. So bleiben keine kahlen Stielstummel zwischen den frischen Blüten stehen. Dafür nehme ich eine scharfe, saubere Schere. Ist sie mit krankheitsbelasteter Erde verschmutzt, reinige ich sie vorher, damit ich keine SchaderregerSchaderreger ist im Pflanzenschutz der Sammelbegriff für Schädlinge und Krankheitserreger, die Pflanzen befallen: etwa Insekten oder Fadenwürmer (Nematoden) sowie Pilze, Bakterien und Viren. verschleppe.
Schnitt für die Vase zählt mit
Das Bärenohr eignet sich als Schnittblume, und Samenbildung kann weitere Blüten vermindern: Jeder Stiel für die Vase ist also eine Blüte weniger, die Samen ansetzt. Vor dem Einstellen schneidest du die Stielenden mit einem scharfen Messer erneut schräg an. Wie du das Bärenohr als Schnittblume schneidest und arrangierst, zeigt der Ratgeber dazu.
Rückschnitt: wann ich tiefer schneide
Ist ein ganzer Blütenstiel fertig und kommt daran nichts mehr nach, schneide ich ihn bis ins Laub zurück. Das ist der Rückschnitt, den ich beim Bärenohr mache: Stiel für Stiel, über die ganze Blütezeit verteilt. Nach Sturm oder Starkregen suche ich außerdem gezielt nach umgeknickten Stielen. Was abgeknickt ist, kürze ich unterhalb der Knickstelle bis zum nächsten gesunden Blatt.
Einen kräftigen Rückschnitt der ganzen Pflanze, wie ihn manche Stauden nach der ersten Blüte bekommen, mache ich beim Bärenohr nicht. Die Pflanzen sind einjährig, und jeder Stiel, der noch Knospen trägt, gehört zur Blüte dieser einen Saison.
„Ein beherzter Rückschnitt nach der ersten Blühwelle bringt dem Bärenohr eine zweite Blüte.“ Gesichert ist das für diese einjährige Art nicht. Ich bleibe deshalb beim regelmäßigen Ausputzen und nehme nur fertige oder abgeknickte Stiele tiefer zurück.
Gestaffelte Aussaat: zwei Sätze im März und April
Mit einer Folgesaat stehen im Sommer Bärenohren in zwei Entwicklungsständen im Beet. Das Aussaatfenster der Art reicht von März bis April. Ich säe deshalb den ersten Satz im März und den zweiten im April. Gepflanzt werden beide Sätze im Mai, der jüngere ist dann noch kleiner. Einen dritten Satz im Mai plane ich nicht ein, denn der Mai ist beim Bärenohr Pflanzzeit und keine Aussaatzeit.
Bis auf den Aussaattermin gelten für beide Sätze dieselben Werte:
| Arbeitsschritt | Wert |
|---|---|
| Aussaat | Satz 1 im März, Satz 2 im April |
| Saattiefe | 0 bis 0,5 cm, die Samen sind Lichtkeimer |
| KeimtemperaturDie Keimtemperatur ist die Temperatur, bei der Samen keimen. Jede Pflanzenart hat dafür ein Minimum, ein Optimum und ein Maximum; unterhalb des Minimums keimt die Saat nicht. | 20 bis 25 °C |
| Keimdauer | 14 bis 21 Tage |
| PikierenPikieren heißt, dicht aufgelaufene Sämlinge zu vereinzeln: Du setzt die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe, sobald sich in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, damit jedes genug Platz zum Wachsen hat. bei ‘Zulu Prince’ | 2 bis 3 Sämlinge je Topf, hell weiterziehen |
| AbhärtenAbhärten heißt, drinnen vorgezogene Jungpflanzen vor dem Auspflanzen schrittweise an das Wetter im Freien und an die volle Sonne zu gewöhnen. Dafür stehen sie zunächst tagsüber draußen im Schatten. | etwa eine Woche an einem windgeschützten, schattigen, aber hellen Platz |
| Auspflanzen | im Mai |
| Abstand im Beet | 20 cm in der Reihe, 20 cm Reihenabstand, Wuchsbreite 20 bis 30 cm |
| Kulturdauer | 126 bis 140 Tage |
| Blütezeit der Art | Juli bis September |
Die Abhärtungszeit gilt für Jungpflanzen, die du im Zimmer vorgezogen hast. Die ausführliche Anzucht vom Lichtkeimer bis zum Auspflanzen beschreibt der Ratgeber zur Pflege vom Samen bis zur Blüte. Beide Aussaattermine trägst du dir am besten in den Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken ein. Wo die zwei Sätze im Beet stehen sollen, kannst du vorab im Beetplaner auf deiner Fläche einzeichnen.
Ich beschrifte jede Aussaatschale mit Datum und Satznummer. Beim Auspflanzen stecke ich das Schild mit ins Beet. Im Notizbuch halte ich fest, wann jeder Satz die erste Blüte zeigt, und plane danach das nächste Jahr.
Wetterschutz: Blüten bei Wind, Nässe, Hitze und Frost schützen
Das Bärenohr blüht nur bei voller Sonne, und ein Wind- oder Regenschutz wirft leicht Schatten. Jeder Schutz, den ich aufstelle, steht deshalb so, dass er die Pflanzen nicht beschattet.
Die Matte gegen den Wind steht auf der Sonnenseite der Pflanzen. Dann ist der Wind weg, aber auch die volle Sonne, ohne die die Art nicht blüht.
Wind
Mit 60 bis 80 cm Höhe stehen Bärenohren an offenen Ecken voll im Wind. Für neue Pflanzungen suche ich einen Platz, an dem eine Hecke den Wind abhält, ohne Schatten auf das Beet zu werfen. Abgeknickte Stiele kürze ich nach einem Sturm bis zum nächsten gesunden Blatt.
Regen und Staunässe
Das Bärenohr ist trockentolerant und kommt mit eher trockenen Bedingungen zurecht. Regen kannst du im Beet nicht abstellen, deshalb setze ich dort auf gut durchlässigen Boden. Länger anhaltende Staunässe verursacht Sauerstoffmangel im Wurzelbereich und begünstigt Wurzel- und Stammgrundfäule.
Im Topf hast du mehr Möglichkeiten. Pflanzgefäße brauchen Ablauflöcher, damit sich an regenreichen Tagen kein Wasser im Topf staut. Nach starkem Regen leere ich den Untersetzer, weil stehendes Wasser Wurzelfäulnis begünstigen kann. Bei angekündigtem Dauerregen stelle ich die Töpfe unter ein Vordach und hole sie danach gleich zurück in die volle Sonne.
Hitze und Trockenheit
Trockenheit verträgt das Bärenohr gut. Frisch bepflanzte Beete und Kübel brauchen bei Trockenheit trotzdem mehr Aufmerksamkeit als gut eingewachsene Pflanzungen. Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung und das Aufheizen des Bodens. Für sonnig-trockene Pflanzungen auf mageren, durchlässigen Böden eignet sich mineralischer Mulch, RindenmulchRindenmulch ist rohe, nicht kompostierte Baumrinde, mit der du den Boden unter Gehölzen abdeckst. Er enthält wachstumshemmende Stoffe und bindet Stickstoff im Boden, deshalb gehört er nicht ins Gemüsebeet. kann dagegen im Boden Stickstoff binden.
Im Topf prüfe ich vor dem Gießen die Feuchte im unteren Substrat oder hebe das Gefäß an. Welkt eine Topfpflanze an einem heißen Tag, kann das auch an der Hitze selbst oder an Wurzelschäden durch Dauernässe liegen. Deshalb kommt die Feuchteprobe vor jeder zusätzlichen Wassergabe.
Frost am Anfang und am Ende der Saison
Das Prächtige Bärenohr ist nicht winterhart, deshalb kommt es erst im Mai ins Freiland. Im Herbst lege ich bei angekündigtem Frost ein Vlies über die Pflanzen im Beet und stelle die Töpfe an einen geschützten Platz. Am nächsten Morgen nehme ich das Vlies wieder ab, damit die Blüten Sonne bekommen. Wie lange die Saison danach noch läuft, entscheidet das Wetter.
Mein Rundgang in der Blütezeit
- welke Blütenköpfe knapp über dem nächsten Blatt abschneiden
- fertige Blütenstiele bis ins Laub zurücknehmen
- abgeknickte Stiele nach Wind oder Regen kürzen
- Untersetzer nach starkem Regen leeren
- im Topf die Feuchte unten prüfen, bevor du gießt
- bei Frostwarnung im Herbst das Vlies bereitlegen
Standort, Gießen und Düngen kurz eingeordnet
Standort und Boden
Das Bärenohr braucht einen vollsonnigen Platz und sandigen oder lehmigen, gut durchlässigen Boden, der sauer bis neutral reagiert. Im Ratgeber zum Standort liest du, welcher Gartenplatz passt und wie du ihn staunässefrei vorbereitest. Wie du Struktur und Drainage deines Bodens verbesserst, steht im Ratgeber zur Bodenverbesserung.
Gießen
Bis der Bestand den Boden bedeckt, wässerst du regelmäßig und jätest zwischen den Pflanzen. Gegossen wird am besten morgens direkt im Wurzelbereich, denn schnell abtrocknende Blätter verringern die Gefahr von Blattkrankheiten. Im Ratgeber zur Bewässerung steht, wie viel und wie oft du das Bärenohr je nach Phase und Wetter gießt.
Düngen
Das Bärenohr reagiert gut auf organische Düngung, eine feste Menge oder einen festen Rhythmus gibt es dafür nicht. Phosphor ist kein pauschaler Blühverstärker, mehr davon verlängert die Blütezeit also nicht automatisch. Wie das Düngen von Kompost bis gar nicht bei Stauden und Ziergräsern funktioniert, fasst der Ratgeber zu Stauden und Ziergräsern zusammen.
Krankheiten, Winter und Saatgut kurz eingeordnet
Krankheiten und Schädlinge
Beim Pflanzenschutz gehst du in Stufen vor: vorbeugen, kontrollieren, mechanisch eingreifen. Bei schwachem Blattlausbefall an Zierpflanzen genügt häufig ein Wasserstrahl. Welche Krankheiten und Schädlinge beim Bärenohr auftreten können, beschreibt der Ratgeber zur Pflege vom Samen bis zur Blüte.
Überwinterung
Das Prächtige Bärenohr ist einjährig und nicht winterhart, im Beet endet seine Saison deshalb mit dem Winter. Was du bei Frost tun kannst, steht ebenfalls im Ratgeber zur Pflege vom Samen bis zur Blüte.
Samen ernten
Wer Saatgut gewinnen will, lässt gegen Ende der Saison einige Blütenköpfe ausreifen, statt sie abzuschneiden. Bei HybridsortenHybriden sind Pflanzen der ersten Tochtergeneration (F1) aus der gezielten Kreuzung zweier möglichst reinerbiger Elternlinien. Sie wachsen einheitlich und kräftig, lassen sich aber nicht zuverlässig mit ihren Eigenschaften über eigenes Saatgut weitervermehren. können die Nachkommen aus selbst geernteten samen.liveutlich von der Mutterpflanze abweichen. Wie du Bärenohr-Samen erntest, trocknest und lagerst, zeigt der Ratgeber dazu.
Bärenohren im Beet, im Topf und im Steingarten
Im Beet kombinierst du das Bärenohr mit Pflanzen, die ebenfalls volle Sonne und durchlässigen Boden brauchen. Im Ratgeber dazu siehst du, welche Partner und Beetkonzepte zum Bärenohr passen. Das Bärenohr eignet sich auch für größere Gefäße. Eigene Anleitungen gibt es für die Kübelpflanzung auf Balkon und Terrasse und für Balkonkästen und Töpfe. Weil die Art nützlingsfreundlich ist, passt sie in ein insektenfreundliches Beet, und wie sie sich in einen Steingarten einfügt, zeigt ein weiterer Ratgeber.


