Prächtiges Bärenohr: Pflege vom Samen bis zum ersten Frost
- Einjährige, nicht winterharte Sommerblume, die nur bei voller Sonne blüht.
- Vorkultur im März und April, die Samen als Lichtkeimer nur andrücken und nicht bedecken.
- Keimung bei 20 bis 25 °C. Die Keimdauer liegt bei 14 bis 21 Tagen.
- Im Mai nach dem Abhärten auspflanzen, mit 20 cm Abstand in der Reihe und zwischen den Reihen.
- Verblühtes regelmäßig entfernen, Staunässe vermeiden und organisch ohne festen Rhythmus düngen.
- Mit dem ersten Frost endet die Saison im Beet, im Frühjahr säst du neu aus.

Das Prächtige Bärenohr kommt mit Trockenheit gut zurecht, mit Schatten und Frost dagegen nicht. Wer die Samen mit Erde bedeckt oder die Jungpflanzen zu früh ins Beet setzt, verschenkt Zeit, die diese Sommerblume bis zur Blüte braucht. Ich ziehe das Bärenohr deshalb jedes Frühjahr auf der Fensterbank vor und pflanze es erst im Mai aus.
Ein Lichtkeimer braucht Licht, um zu keimen. Beim Bärenohr bleiben die samen.liveshalb an der Oberfläche der Aussaaterde und werden nur angedrückt.
Was macht das Prächtige Bärenohr aus?
Botanisch heißt das Prächtige Bärenohr Arctotis fastuosa. Die Art ist einjährig und nicht winterhart, im Garten ist sie also eine Sommerblume für eine Saison. Ihre Heimat gehört zur Klimazone der Wüsten und trockenen Buschländer, und sie gilt als trockenheitsverträglich. Blüten bildet sie nur bei voller Sonne.
| Merkmal | Prächtiges Bärenohr |
|---|---|
| Botanischer Name | Arctotis fastuosa |
| Lebensdauer | einjährig, nicht winterhart |
| Wuchshöhe | 60 bis 80 cm |
| Wuchsbreite | 20 bis 30 cm |
| Blütezeit | Juli bis September |
| Licht | vollsonnig |
| Boden | sandig oder lehmig, gut durchlässig, sauer bis neutral |
| Wasserbedarf | eher trocken |
| Verwendung | Beet, größere Gefäße, Schnittblume |
| Duft | nicht duftend |
Zur Art gehört die Sorte ‘Zulu Prince’, deren Besonderheiten beim Pikieren und AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung. ich weiter unten aufgreife. Auch in größeren Gefäßen lässt sich das Bärenohr ziehen, und wie du es in Balkonkästen und Töpfen kultivierst, beschreibt ein eigener Ratgeber. Die Blüten gelten als nützlingsfreundlich. Wie du mit dem Bärenohr ein insektenfreundliches Beet gestaltest, zeigt der Ratgeber zum Insektengarten.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Einen vollsonnigen Platz wählen; die Blüten öffnen sich nur bei voller Sonne.
- Bodenart
Geeignet ist sandiger oder lehmiger, gut durchlässiger Boden.
- Bodenreaktion
Saure bis neutrale Böden sind geeignet.
- Substrat
Der Boden sollte gut durchlässig sein.
Pflege
- Pflege
Regelmäßig wässern und zwischen den Pflanzen jäten, bis der Bestand den Boden bedeckt.
- Düngung
Die Pflanze reagiert gut auf organische Düngung.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.
Wie ziehst du das Bärenohr aus Samen vor?
Die Anzucht beginnt auf der Fensterbank und endet mit dem Auspflanzen im Mai. Die wichtigsten Werte für das Prächtige Bärenohr stehen in dieser Übersicht.
| Schritt | Wert für das Prächtige Bärenohr |
|---|---|
| Aussaatzeit | März bis April |
| Saat | Lichtkeimer, Samen nur andrücken |
| Keimtemperatur | 20 bis 25 °C |
| Keimdauer | 14 bis 21 Tage |
| Kulturdauer | 126 bis 140 Tage |
| Pflanzzeit | Mai |
| Pflanzabstand in der Reihe | 20 cm |
| Reihenabstand | 20 cm |
Wann ist die richtige Zeit für die Aussaat?
Ausgesät wird im März und April. Die Kulturdauer liegt bei 126 bis 140 Tagen. Weil die Kultur so lange dauert und der erste Frost die Saison beendet, bleibt bei einem späten Saattermin weniger Zeit für die Blüte. Ich plane den Termin deshalb mit dem Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken und säe lieber zu Beginn des Aussaatzeitraums.
Wie säst du richtig?
Für die Aussaat brauchst du flache Schalen, salzarme Aussaaterde und einen warmen, hellen Platz. Die Bayerische Gartenakademie empfiehlt für Aussaaterden einen Salzgehalt unter 0,5 g pro Liter. Überschüssiges Gießwasser muss aus der Schale ablaufen können.
- Fülle die Schale mit Aussaaterde und feuchte sie an.
- Verteile die Samen so, dass sie sich nicht berühren.
- Drücke die Samen nur an und bedecke sie nicht mit Erde.
- Stelle die Schale an einen Platz mit 20 bis 25 °C.
- Halte das Substrat während QuellungQuellung ist die Wasseraufnahme eines trockenen Samens und der erste Schritt der Keimung. Der Same schwillt dabei an, bis der innere Druck die Samenschale öffnet und die Keimwurzel austreten kann. und Keimung ständig feucht.
Deckst du die Schale mit einer lichtdurchlässigen Haube ab, nimmst du sie beim ersten Keimling herunter. Danach stehen die Keimlinge hell, aber geschützt vor praller Sonne. Die Keimdauer liegt bei 14 bis 21 Tagen.
Die Samen werden mit Erde übersiebt. Das Bärenohr ist ein Lichtkeimer, unter einer Erdschicht fehlt den Samen das Licht zum Keimen.
Ich schreibe das Aussaatdatum auf jedes Schalenetikett. Vor Ablauf der Keimdauer räume ich keine Schale weg, auch wenn die Erde noch leer aussieht.
Wann und wie pikierst du?
Haben sich die ersten Laubblätter gebildet, pikierst du dicht stehende Sämlinge. Ich hebe sie mit einem PikierstabDer Pikierstab ist ein Werkzeug zum Pikieren: Mit ihm bohrst du Pflanzlöcher in die Erde, hebst Sämlinge vorsichtig aus dem Aussaatgefäß und drückst ihre Wurzel ins neue Loch. heraus und halte sie dabei an den KeimblätternKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen., ohne zu ziehen. Bei der Sorte ‘Zulu Prince’ kommen jeweils 2 bis 3 Sämlinge zusammen in einen Topf. Danach stehen die Töpfe weiter an einem hellen Platz.
Wie härtest du die Jungpflanzen ab?
Bevor die Jungpflanzen ins Beet ziehen, gewöhnst du sie tagsüber schrittweise an die Außentemperaturen. Dafür stehen sie etwa eine Woche an einem windgeschützten, schattigen, aber hellen Platz. Erst danach kommen sie an ihren endgültigen Standort.
Wie pflanzt du das Bärenohr im Mai aus?
Welcher Platz passt?
Das Bärenohr braucht einen vollsonnigen Platz, denn nur dort blüht es. Der Boden darf sandig oder lehmig sein, solange er gut durchlässig ist und sauer bis neutral reagiert. Wie du den Gartenplatz für das Bärenohr staunässefrei vorbereitest, zeigt der Standort-Ratgeber.
So setzt du die Jungpflanzen
Gepflanzt wird im Mai, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Vorher tauchst du jeden Topfballen in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Dann hebst du ein Pflanzloch aus und setzt die Pflanze so tief, wie sie im Topf stand. Ich fülle Erde nach, drücke sie rund um den Ballen an und gieße die frisch gesetzten Pflanzen an.
In der Reihe setzt du die Pflanzen mit 20 cm Abstand. Der Reihenabstand beträgt ebenfalls 20 cm. Ich pflanze das Bärenohr frei wachsend in Reihen. Jede Pflanze wird 20 bis 30 cm breit. Bei diesem Abstand schließt sich die Fläche im Lauf des Sommers, und bis dahin jätest du zwischen den Pflanzen.
Die Jungpflanzen sind abgehärtet, und Frostgefahr besteht nicht mehr. Jeder Ballen ist gewässert, und jede Pflanze bekommt 20 cm Abstand in der Reihe wie zwischen den Reihen. Nach dem Setzen gießt du an.
Wie schützt du das Bärenohr vor Frost?
Da das Bärenohr nicht winterhart ist, liegt der Frostschutz vor allem im Timing. Du ziehst die Pflanzen im Haus vor und setzt sie erst im Mai ins Beet. Nach dem Auspflanzen behalte ich die Wettervorhersage im Blick und lege bei angekündigtem Nachtfrost ein Vlies über die Reihen.
Am Ende der Saison sieht es anders aus. Mit dem ersten Frost endet die Kultur im Beet, denn die Art ist einjährig. Ich räume die Pflanzen dann ab und plane die neue Vorkultur für das Frühjahr.
Wer eigenes Saatgut gewinnen will, braucht ausgereifte Blütenköpfe, deshalb lasse ich an einer Pflanze die Köpfe stehen und putze die übrigen weiter aus. Geerntet wird bei trockenem Wetter, sobald sich die Samen leicht aus ihrer Hülle lösen. Wie du Bärenohr-Samen erntest, prüfst und lagerst, steht im Saatgut-Ratgeber.
Wie du Bärenohren im Kübel auf Balkon und Terrasse kultivierst, von Gefäß, Substrat und DrainageDrainage bedeutet, dass überschüssiges Wasser aus der Erde abfließen kann, damit keine Staunässe entsteht. Im Pflanzgefäß sorgen dafür Abzugslöcher und eine grobe Drainageschicht, etwa aus Tonscherben oder Blähton. an, beschreibt der Ratgeber zur Kübelpflanzung des Bärenohrs.
Mit Mulch, Vlies oder Reisig kommt das Bärenohr im Beet über den Winter. Die Art ist einjährig und nicht winterhart, ihr Lebenslauf endet mit der Saison. Statt Winterschutz brauchst du im Frühjahr frisches Saatgut für eine neue Vorkultur.
Wie gießt und düngst du im Sommer?
Gießen
Das Bärenohr ist trockenheitsverträglich und mag es eher trocken. Junge Pflanzungen wässerst du trotzdem regelmäßig, bis der Bestand den Boden bedeckt, und prüfst vorher die Feuchte unter der Oberfläche. Wie viel, wie oft und mit welcher Technik, zeigt der Ratgeber zum Gießen des Prächtigen Bärenohrs je nach Wachstumsphase.
Düngen
Das Bärenohr reagiert gut auf organische Düngung. Eine feste Menge oder einen festen Rhythmus gibt es dafür nicht, deshalb dünge ich zurückhaltend und richte mich nach Wuchs und Laub. Womit und wann genau, steht im Ratgeber zum Düngen von Bärenohren.
Blüte verlängern und ausputzen
Das Bärenohr blüht von Juli bis September, und zwar nur bei voller Sonne. Verblühte Köpfe entfernst du regelmäßig, wie es auch für die Sorte ‘Zulu Prince’ gilt, denn Samenbildung kann weitere Blüten vermindern. Wie du die Blütezeit des Bärenohrs mit Rückschnitt und Wetterschutz verlängerst, beschreibt der Blüte-Ratgeber.
Wie vermehrst du das Bärenohr über Stecklinge?
Neben der Aussaat kannst du das Bärenohr über krautige Sommerstecklinge vermehren. Das Verfahren ist für dafür geeignete Beet- und Balkonpflanzen gedacht, beim Bärenohr zeigt erst der Versuch, ob jeder Trieb Wurzeln bildet. Stecklinge bringen dir zusätzliche Pflanzen einer Mutterpflanze, die dir gefällt, winterhart machen sie die einjährige Art aber nicht.
Bei HybridsortenHybriden sind Pflanzen der ersten Tochtergeneration (F1) aus der gezielten Kreuzung zweier möglichst reinerbiger Elternlinien. Sie wachsen einheitlich und kräftig, lassen sich aber nicht zuverlässig mit ihren Eigenschaften über eigenes Saatgut weitervermehren. können Nachkommen aus selbst geernteten samen.liveutlich von der Mutterpflanze abweichen. Ein Steckling ist dagegen ein Trieb der Mutterpflanze selbst. Weil die Triebe knospenfrei sein müssen und das Bärenohr ab Juli blüht, schneidest du Stecklinge, bevor sich die ersten Knospen zeigen.
- Wähle eine gesunde Mutterpflanze aus.
- Schneide Triebe, die noch nicht verholzt sind und weder Blüten noch Knospen tragen.
- Jeder Steckling trägt 3 bis 4 Blattpaare.
- Ich stecke die Triebe in feuchte, salzarme Aussaaterde.
- Stelle sie unter einer Folienabdeckung an einen hellen Platz ohne grelle Sonne.
Unter der Folie können sich nach etwa 2 bis 3 Wochen erste Wurzeln bilden. Die Abdeckung kontrollierst und lüftest du in dieser Zeit täglich. Bewurzelte Stecklinge setze ich einzeln in Töpfe, härte sie ab und pflanze sie dann aus.
Wie schützt du das Bärenohr vor Krankheiten und Schädlingen?
Pflanzenschutz im Beet folgt einer Stufenfolge: vorbeugen, kontrollieren, mechanisch eingreifen. Ich kontrolliere dafür Blätter und Triebe, vor allem die Blattunterseiten. Wie die Stufenfolge bis zur letzten Stufe aussieht, beschreibt unser Überblick zu Krankheiten und Schädlingen an Stauden.
Vorbeugen am passenden Platz
Volle Sonne, durchlässiger Boden und der empfohlene Pflanzabstand können das Risiko für viele Probleme senken. Gegen Echten Mehltau helfen vorbeugend ausreichende Pflanzabstände, gute Belichtung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Gieß morgens direkt im Wurzelbereich, ohne die Blätter zu benetzen. So trocknen die Blätter schneller ab, und die Gefahr von Blattkrankheiten sinkt gegenüber abendlicher Blattbenässung. Werkzeug, Schuhe und Stützen mit krankheitsbelasteter Erde reinigst du, damit sich SchaderregerSchaderreger ist im Pflanzenschutz der Sammelbegriff für Schädlinge und Krankheitserreger, die Pflanzen befallen: etwa Insekten oder Fadenwürmer (Nematoden) sowie Pilze, Bakterien und Viren. weniger verschleppen.
Staunässe und Fäulnis
Welken Triebe, obwohl die Erde feucht ist, kann das auf eine Wurzel- oder Stängelgrundfäule hindeuten. Deren Erreger finden bei anhaltender Bodenfeuchte und geringer Durchlüftung günstige Bedingungen. Länger anhaltende Staunässe verursacht außerdem Sauerstoffmangel im Wurzelbereich. Im Topf prüfst du vor dem Gießen die Feuchte im unteren Substrat, denn schlapp werden kann eine Pflanze auch bei Hitze oder durch geschädigte Wurzeln bei Dauernässe. Pflanzgefäße brauchen dafür freie Abzugslöcher.
Echter Mehltau
Ein weißer, mehlartiger Belag auf den Blättern kann auf Echten Mehltau hindeuten. Trockenes Wetter ist dabei keine Entwarnung, denn für die Keimung der Pilze kann bereits eine relative Luftfeuchte von 70 % ausreichen. Bei beginnendem Befall kannst du erkrankte Blätter entfernen und befallene Triebe bis ins gesunde Gewebe zurückschneiden.
Blattläuse, Spinnmilben und Schnecken
Bei schwachem Blattlausbefall genügt es häufig, die Läuse mit einem Wasserstrahl abzuspritzen. Erwachsene SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall. an Zierpflanzen sind nur etwa 0,5 bis 0,7 mm groß. Im Freiland werden sie besonders in trockenen, warmen Sommerperioden zum Problem. Weil das Bärenohr genau solche sonnigen, trockenen Plätze bekommt, suche ich in Hitzeperioden die Blattunterseiten mit der Lupe ab.
Frisch gesetzte Jungpflanzen schütze ich vor Schnecken, bis sie eingewachsen sind. Ein Schneckenzaun schützt das Beet nur zuverlässig, wenn du innerhalb der Umzäunung weiterhin regelmäßig Schnecken absammelst.
Weinbergschnecken stehen unter Schutz. Beim Absammeln lässt du sie in Ruhe, denn sie dürfen nicht gezielt bekämpft werden.
Wie nutzt du das Bärenohr in Vase und Beet?
Das Bärenohr ist auch eine Schnittblume. Wie du das Bärenohr für eine lange Haltbarkeit in der Vase schneidest und arrangierst, beschreibt der Schnittblumen-Ratgeber. Welche Partner und Beetkonzepte dazu passen, zeigt der Ratgeber zum harmonischen Kombinieren von Bärenohren. Ob es sich für deinen Steingarten eignet, klärt der Beitrag zum Bärenohr im Steingarten.


