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Prächtiges Bärenohr düngen: womit, wann und wie viel

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Das Prächtige Bärenohr reagiert gut auf organische Düngung, eine feste Menge oder Häufigkeit ist nicht festgelegt.
  • Die Düngermenge richtet sich nach Bodenuntersuchung, Pflanzenbedarf und Produktangabe; Kompost rechnest du mit.
  • Im Garten soll die jährliche Kompostgabe 2 bis 3 l/m² nicht überschreiten.
  • Dünger gehört auf feuchten Boden, bei Hitze kommt Flüssigdünger niedrig konzentriert auf den Boden und nicht über die Blätter.
  • Das Bärenohr ist einjährig: Gedüngt wird nur in der Saison, nicht im Herbst für das nächste Jahr.
Eine leuchtend orangefarbene Blüte der Pracht-Bärenohr (Arctotis fastuosa) mit dunkler Mitte und markanten
Foto: Ermell · CC BY-SA 4.0 · Ausschnitt · Quelle ↗

Bevor ich mein Prächtiges Bärenohr dünge, will ich wissen, was der Boden schon mitbringt. Die Art reagiert gut auf organische Düngung, doch eine feste Menge oder Häufigkeit ist für sie nicht festgelegt. Wer ohne Befund nachlegt, kann Stickstoff verlieren, der als Nitrat ausgewaschen wird. Auch Kompost kann den Boden mit Phosphat überversorgen, wenn er häufig und ohne Kontrolle kommt.

Hier liest du, womit, wann und in welchem Rahmen du das einjährige Bärenohr im Beet und im Kübel versorgst. Die Menge leitest du aus Bodenprobe und Packungsangabe ab, nicht aus einem festen Kalender.

Was das Prächtige Bärenohr vom Dünger erwartet

Das Prächtige Bärenohr (Arctotis fastuosa) wird bei uns als einjährige Sommerblume gezogen und ist nicht winterhart. In den Pflanzenangaben von SANBI blüht es nur bei voller Sonne. Dieselbe Quelle beschreibt, dass es gut auf organische Düngung reagiert, nennt aber weder Menge noch Frequenz.

Merkmal Angabe zum Prächtigen Bärenohr
Lebensdauer einjährig, nicht winterhart
Aussaat März bis April, Lichtkeimer
Pflanzzeit Mai
Kulturdauer 126 bis 140 Tage
Blütezeit Juli bis September
Wuchshöhe 60 bis 80 cm
Licht vollsonnig
Boden sandig oder lehmig, gut durchlässig
Boden-pH sauer bis neutral
Feuchtebedarf trocken, trockentolerant
Düngung reagiert gut auf organische Düngung, ohne feste Menge oder Frequenz

Weil das Bärenohr einjährig und nicht winterhart ist, muss die Düngung nur eine Saison tragen. Stickstoff außerhalb der Vegetationsperiode kann als Nitrat ausgewaschen werden, eine Herbstgabe für das nächste Jahr nützt dem Bärenohr also nichts. Ich plane die Versorgung deshalb nur von der Pflanzung bis zum Ende der Blüte.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Arctotis
Hund
Ungiftig
Katze
Ungiftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Einen vollsonnigen Platz wählen; die Blüten öffnen sich nur bei voller Sonne.

Bodenart

Geeignet ist sandiger oder lehmiger, gut durchlässiger Boden.

Bodenreaktion

Saure bis neutrale Böden sind geeignet.

Substrat

Der Boden sollte gut durchlässig sein.

Pflege

Pflege

Regelmäßig wässern und zwischen den Pflanzen jäten, bis der Bestand den Boden bedeckt.

Düngung

Die Pflanze reagiert gut auf organische Düngung.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist einjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.

Aussaatkalender Prächtiges Bärenohr
GartenkalenderVorkultur: März, April; Aussaat: Mai, Juni; Blüte: Juli, August, September; Pflanzung: MaiJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilAussaatAussaat: MaiAussaat: JuniBlüteBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberPflanzungPflanzung: MaiVorkulturAussaatBlütePflanzung

Boden und pH kurz eingeordnet

Das Bärenohr wächst in sandigem oder lehmigem, gut durchlässigem Boden mit saurem bis neutralem pH-Wert. Liegt der pH-Wert über 7,0, kann Eisen stark eingeschränkt verfügbar sein, auch wenn der Boden genug davon enthält. Wie du Struktur, Drainage und pH-Wert für das Bärenohr verbesserst, zeigt der Ratgeber zur Bodenverbesserung.

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Nährstoffe in Kürze

Stickstoff braucht die Pflanze für Eiweiß, Chlorophyll und das Wachstum von Blättern und Trieben. Kalium regelt den Zellinnendruck und damit den Wasserhaushalt, Magnesium ist Bestandteil des Chlorophylls. Den Überblick über alle Nährstoffe gibt der Abschnitt Düngen im Ratgeber zu Stauden und Ziergräsern, und ausführlich steht dort nebenan, wie du Stauden und Bodendecker nach Bedarf, Menge und Zeitpunkt düngst.

Womit du das Bärenohr düngst

Für das Beet nehme ich reifen Kompost, weil das Bärenohr gut auf organische Düngung reagiert. Organisch gebundene Nährstoffe werden erst durch Zersetzung und Mineralisierung im Boden pflanzenverfügbar. Diese Nährstoffe stehen deshalb langsamer bereit als die aus mineralischen Düngern.

Kompost bringst du im Spätwinter oder Frühjahr aus und nicht im Herbst, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird. Auch Kompost kann den Boden mit Phosphat überversorgen, deshalb gilt für ihn eine Obergrenze.

Zahl im Blick

Im Garten soll die jährliche Kompostgabe 2 bis 3 l/m² nicht überschreiten, damit kein Phosphat überdüngt wird. Der Wert gilt für die Beetfläche, nicht je Pflanze.

Brauchst du gezielt Stickstoff, ist Hornmaterial die stickstoffbetonte organische Wahl. Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl enthalten typischerweise 10 bis 14 % Stickstoff. Auch hier wird der Stickstoff erst durch mikrobiellen Abbau für die Wurzeln verfügbar.

Leicht lösliche mineralische Dünger wirken schnell. Wendest du sie nicht bedarfsgerecht an, können sie vor allem Stickstoff durch Auswaschung verlieren. Umhüllte Depotdünger geben ihre Nährstoffe dagegen durch die Hüllschicht nach und nach ab. Düngst du überwiegend mineralisch, braucht der Boden zusätzlich organisches Material, damit seine Struktur erhalten bleibt. Für mein Bärenohrbeet ist organische Düngung deshalb die erste Wahl, mineralische Dünger bleiben die Ausnahme.

Rindenmulch kann bei seiner Zersetzung Stickstoff binden und dann eine ergänzende Stickstoffversorgung nötig machen. Das rechne ich mit ein, wenn ein Beet so abgedeckt ist.

Mythos-Check

„Viel Phosphor, viele Blüten.“ Phosphor dient Energiehaushalt, Erbsubstanz und Zellmembranen, ein pauschaler Blühverstärker ist er nicht. Ein phosphorbetonter Dünger ist beim Bärenohr deshalb keine Abkürzung zu mehr Blüten. Ob dein Beet überhaupt Phosphor braucht, zeigt die Bodenuntersuchung.

Achtung

Holzasche gehört weder direkt ins Beet noch auf den Kompost, auch wenn sie aus naturbelassenem Holz stammt. Tiermist kompostierst du, bevor er in den Garten kommt.

Pflanzenjauche wird zur Wurzeldüngung in der Regel im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt und um die Pflanzen herum an die Wurzeln gegossen. Eine allgemeingültige Menge oder einen festen Rhythmus gibt es dafür nicht, weil Pflanzenbedarf und Bodennährstoffe zählen. Weitere natürliche Dünger ordnet der Stauden-Ratgeber im Abschnitt Düngen ein.

Wann du das Bärenohr düngst

Zeitraum Was beim Bärenohr ansteht Düngung
März bis April Aussaat als Lichtkeimer salzarme Aussaaterde
Spätwinter bis Frühjahr Beet vorbereiten Kompost nach Befund, im Jahr nicht mehr als 2 bis 3 l/m²
Mai Auspflanzen Nachdüngen nur nach Befund und Produktangabe
Juli bis September Blüte Verblühtes entfernen, Pflanzen beobachten
Herbst Saisonende keine Düngung

Für die Aussaat nimmst du salzarme Aussaaterde. Die Bayerische Gartenakademie empfiehlt für Aussaaterden einen Salzgehalt unter 0,5 g/Liter. Beim Bärenohr ‚Zulu Prince‘ kommen nach der Keimung je 2 bis 3 Sämlinge zusammen in einen Topf und werden hell weiterkultiviert. Den ganzen Weg, wie du das Bärenohr als Lichtkeimer vom Samen bis zur Blüte heranziehst, beschreibt der Pflegeratgeber.

Im Beet kommt es auf den Boden an. Niedrige Bodentemperaturen vermindern die Nährstoffaufnahme, und mehr Dünger gleicht das nicht automatisch aus. Wärme und Bodenfeuchte beschleunigen dagegen gemeinsam, dass Mikroorganismen Nährstoffe aus Humus freisetzen.

Das Bärenohr mag trockenen, durchlässigen Boden, und organische Dünger setzen bei Trockenheit kaum Nährstoffe frei. Am trockenen Standort des Bärenohrs bringt Nachlegen in einer Trockenphase also wenig, kann aber beim nächsten feuchtwarmen Wetter einen starken Nährstoffschub auslösen. Ich lege deshalb in Trockenphasen keinen Dünger nach, sondern prüfe zuerst die Bodenfeuchte.

Das Bärenohr blüht von Juli bis September. Bei der Sorte ‚Zulu Prince‘ werden verblühte Blüten regelmäßig entfernt, und so halte ich es bei allen meinen Bärenohren. Was du sonst tun kannst, um die Blütezeit des Bärenohrs zu verlängern, steht im eigenen Ratgeber dazu. Mit dem Saisonende endet beim einjährigen Bärenohr auch die Düngung. Die Termine für Aussaat und Pflanzung hast du im druckbaren Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser auf einem Blatt.

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Wie viel: Menge nach Befund statt nach Kalender

Eine Bärenohr-Dosis zum Abmessen gibt es nicht. Die Düngermenge im Garten richtet sich nach Bodenuntersuchung, Pflanzenbedarf und Produktangabe. Nährstoffe aus Kompost, Stallmist oder Gründüngung ziehst du von der zusätzlich nötigen Menge ab.

Ich nehme vor der ersten Düngung eine Mischprobe aus dem Beet und schicke sie ins Labor.

Mini-Checkliste

10 bis 15 über das Beet verteilte Teilproben aus 0 bis 30 cm Tiefe stechen. Alles gut mischen und etwa 500 g davon einsenden. Stickstoff eigens beauftragen, denn die Standarduntersuchung erfasst üblicherweise Phosphat, Kali und Kalkbedarf. Bereiche mit unterschiedlichen Bodenarten für den pH-Wert getrennt beproben.

Weist der Befund einen Nährstoff als hoch oder sehr hoch versorgt aus, düngst du genau diesen Nährstoff nicht zusätzlich. Bei stark erhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten schränkst du auch die Kompostgabe ein. Gibst du regelmäßig Kompost, kontrolliert eine Bodenuntersuchung alle 4 bis 5 Jahre mögliche Phosphor- und Kaliumanreicherungen.

Kurz erklärt

Aus Befund und Packung rechnest du die Menge so: Düngermenge in g/m² = Düngebedarf des Nährstoffs in g/m² × 100 ÷ Gehalt dieses Nährstoffs im Dünger in %. Den Düngebedarf liefert die Düngeempfehlung zum Befund, den Gehalt die Packungsangabe. Nährstoffe aus Kompost, Stallmist oder Gründüngung ziehst du vorher ab.

Danach taste ich mich heran. Ich gebe die errechnete Menge, schaue auf Blätter und Wuchs und richte die nächste Gabe danach aus.

Marias Erfahrung

Ich führe für jedes Beet einen Zettel mit Datum, Dünger und Menge. Kommt ein neuer Laborbefund, lege ich ihn daneben und plane die nächste Kompostgabe danach.

Bärenohr im Kübel düngen

Das Prächtige Bärenohr eignet sich auch für größere Gefäße. Ein größeres Substratvolumen kann mehr Wasser und Nährstoffe speichern als ein kleiner Topf. Torffreie Erden sind meist vorgedüngt, ihre Ersatzstoffe können aber die Stickstoffverfügbarkeit einschränken. Bei torffreien Bioerden passt du die Nachdüngung deshalb an die tatsächlich verfügbare Stickstoffversorgung an. Im Kübel schaue ich darum genauer auf Wuchs und Blätter als im Beet.

Abzugslöcher und strukturstabiles Substrat helfen, Staunässe und Sauerstoffmangel im Wurzelraum zu vermeiden. Das zählt auch für die Ernährung, denn Staunässe kann die Nährstoffaufnahme stören und Mangelsymptome hervorrufen.

Tipp

Prüfe bei torffreier Kübelerde vor dem Düngen die Feuchte auch im unteren Substratbereich oder über das Gefäßgewicht. Eine trockene Oberfläche kann Nässe darunter verdecken.

So bringst du den Dünger aus

Dünger gibst du auf feuchten Boden und nicht auf feuchte Pflanzenteile. Die Wurzeln nehmen Nährsalze als im Wasser gelöste Ionen auf, deshalb braucht die Aufnahme ausreichend Bodenfeuchte. Bei großer Hitze oder längerer Trockenheit feuchtest du den Boden zuerst an und gibst Flüssigdünger dann niedrig konzentriert, nicht über die Blätter. Gegossen wird möglichst morgens direkt im Wurzelbereich. Den Rest, also wie viel und wie oft du das Bärenohr gießt, klärt der Ratgeber zur Bewässerung.

Häufiger Fehler

Dünger auf staubtrockene Erde streuen und auf den nächsten Regen warten. Ohne ausreichende Bodenfeuchte fehlt das Wasser, in dem die Wurzeln Nährsalze gelöst aufnehmen, und organische Dünger setzen bei Trockenheit kaum etwas frei.

Blattdüngung nur als Ergänzung

Als alleinige Versorgung mit Hauptnährstoffen ist Blattdüngung in der Regel zu aufwendig, weil dafür viele Behandlungen nötig wären. Eine gezielte Blattdüngung kann aber die Festlegung von Spurenelementen im Boden vorübergehend umgehen, ihre Wirkung hält nur begrenzt. Sprühe bei bedecktem Himmel oder abends, denn starke Sonne kann die Lösung auf dem Blatt konzentrieren und Blattschäden verursachen. Eine feine Zerstäubung vermindert, dass die Nährlösung zu schnell abtropft. Bei empfindlichen Pflanzen ist vor der flächigen Anwendung eine Probespritzung sinnvoll. Ich teste deshalb zuerst an einer Pflanze und sehe mir deren Blätter an, bevor ich weitermache.

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Mangel oder zu viel Dünger erkennen

Blattsymptome sind Hinweise, keine Diagnose. Trockenheit und Staunässe können die Nährstoffaufnahme stören und so selbst Mangelsymptome hervorrufen. Eisenmangelchlorosen können durch einen zu hohen Boden-pH entstehen, aber auch durch verdichteten oder vernässten Boden. Ein hoher Kalkgehalt kann die Eisenaufnahme ebenfalls behindern, auch wenn genug Eisen im Boden ist.

Kleine Blätter oder Rosettenbildung können auf Zinkmangel hindeuten, weiße Blattspitzen oder Spitzenwelke auf Kupfermangel. Bei einem pH-Wert unter 5,5 kann Molybdän schlecht verfügbar sein. Bevor du Spurenelemente gibst, berücksichtigst du pH-Wert und Bodengefüge. Zusätzliche Bodendüngung behebt eine eingeschränkte Verfügbarkeit nämlich nicht zuverlässig. Erklärt die Bodenanalyse eine vermutete Ernährungsstörung nicht, kann eine Pflanzenanalyse den tatsächlichen Versorgungszustand klären.

Überdüngung bringt eigene Probleme mit. Unkontrollierte Düngung kann über unausgewogene Nährstoffverhältnisse die Aufnahme anderer Nährstoffe hemmen. Beim Schmuckkörbchen fördert zu viel Dünger das Blattwachstum auf Kosten der Blüten, beim Mandelröschen tun das zu reiche Böden. Ich achte deshalb auch beim Bärenohr darauf, ob viel Laub und wenige Knospen zusammenkommen, und lasse dann die nächste Gabe weg.

Jetzt dran

Bei Mangelverdacht prüfst du zuerst die Bodenfeuchte im Wurzelraum. Danach schließt du Staunässe und Verdichtung aus und klärst den Boden-pH. Die Bodenanalyse wertest du aus und ergänzt bei offenen Fragen eine Pflanzenanalyse. Erst dann düngst du gezielt.

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Häufige Fragen

Wie oft sollte man das Prächtige Bärenohr während der Wachstumsphase düngen?
Einen festen Düngerhythmus gibt es für das Prächtige Bärenohr nicht. Die Art reagiert gut auf organische Düngung, eine Menge oder Frequenz ist dafür aber nicht festgelegt. Wie oft und wie viel du gibst, richtest du nach Bodenuntersuchung, Pflanzenbedarf und Produktangabe und rechnest Kompost dabei mit. Überhöhte oder zu häufige Stickstoffgaben können als Nitrat ausgewaschen werden.
Welche Düngemethoden eignen sich für Sommerblumen wie das Bärenohr?
Für das Prächtige Bärenohr passt vor allem organische Düngung über den Boden, etwa reifer Kompost im Spätwinter oder Frühjahr, weil die Art gut darauf reagiert. Dünger kommt auf feuchten Boden und nicht auf feuchte Pflanzenteile. Bei Hitze gibst du Flüssigdünger niedrig konzentriert auf zuvor angefeuchteten Boden statt über die Blätter. Blattdüngung taugt nur als Ergänzung, weil die Versorgung mit Hauptnährstoffen allein über das Blatt viele Behandlungen bräuchte.
Welche Nährstoffe benötigt Arctotis fastuosa für optimales Wachstum?
Arctotis fastuosa braucht wie andere Pflanzen Stickstoff für Blätter und Triebe, Phosphor für Energiehaushalt und Zellmembranen und Kalium für den Wasserhaushalt. Dazu kommen Calcium, Magnesium, Schwefel und Spurennährstoffe wie Eisen, Zink oder Bor. Ein festes Nährstoffverhältnis für die Art gibt es nicht, deshalb zeigt eine Bodenuntersuchung, was im Beet tatsächlich fehlt. Phosphor ist dabei kein pauschaler Blühverstärker.
Welche Anzeichen deuten auf Nährstoffmangel beim Prächtigen Bärenohr hin?
Blattsymptome sind nur Hinweise: Kleine Blätter oder Rosettenbildung können auf Zinkmangel hindeuten, weiße Blattspitzen auf Kupfermangel. Solche Zeichen können aber auch durch Trockenheit, Staunässe, verdichteten Boden oder einen zu hohen pH-Wert entstehen, auch wenn im Boden genug Nährstoffe vorhanden sind. Prüfe deshalb zuerst Bodenfeuchte und pH-Wert und lass eine Bodenanalyse machen, bevor du gezielt düngst. Erklärt sie das Bild nicht, kann eine Pflanzenanalyse den tatsächlichen Versorgungszustand klären.
Wie unterscheidet sich organische von mineralischer Düngung beim Prächtigen Bärenohr?
Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne werden erst von Bodenorganismen zersetzt und geben ihre Nährstoffe langsamer frei, bei Trockenheit kaum, bei feuchtwarmem Wetter unter Umständen sehr viel. Leicht lösliche mineralische Dünger wirken schnell, können bei nicht bedarfsgerechter Anwendung aber vor allem Stickstoff durch Auswaschung verlieren. Weil das Prächtige Bärenohr gut auf organische Düngung reagiert, ist sie im Beet die naheliegende Wahl. Düngst du überwiegend mineralisch, braucht der Boden zusätzlich organisches Material für seine Struktur.
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