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Wiesenmargeriten in der Wildblumenwiese: Gruppen, Höhe, Blüte und Samen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Margeriten unregelmäßig verteilen, einzeln und in Gruppen, mit 20 bis 30 cm Pflanzabstand.
  • Mit 60 bis 80 cm Höhe gehören sie hinter niedrige Arten, an Wegen fängt ein gemähter Randstreifen umfallende Halme auf.
  • Blütezeit von Mai bis Oktober, die erste Blüte kommt im Jahr nach der Aussaat.
  • Samen im August an einem trockenen Tag ernten, nachtrocknen und trocken, kühl und dunkel lagern.
  • Ausbreitung über Mahdzeitpunkt, abgeschnittene Samenköpfe und kurz gemähte Wege steuern, Düngung kann Margeriten verdrängen.
  • Lichtkeimer, kein Dunkelkeimer: oberflächennah und höchstens etwa 0,5 cm tief säen.
Nahaufnahme von Margeritenblüten in einer Wiese
Foto: siebeckdotcom · Pixabay Content License · Quelle ↗

Eine einzelne Margerite geht in einer hohen Wiese leicht unter. Und ein Blütenkopf, der bis zur Reife stehen bleibt, kann seine Samen auch in den gemähten Weg streuen. Wie die Wiesenmargeriten in deiner Blumenwiese wirken, entscheidest du beim Setzen. Wohin sie sich ausbreiten, steuerst du beim Mähen und bei der Samenernte. Ich plane die Margeriten deshalb zusammen mit Wegen und Mähstreifen, bevor die erste Pflanze in den Boden kommt.

Die Wiesenmargerite kurz eingeordnet

Steckbrief

Die Wiesenmargerite, botanisch Leucanthemum vulgare, ist in Deutschland einheimisch und gehört zur Artengruppe der Wiesenmargeriten. Die Pflanze ist mehrjährig, winterhart und wird 60 bis 80 cm hoch. Wie sich Wildblumen nach Lebenslauf, Wuchshöhe und Pflegezeit einordnen lassen, zeigen die Grundlagen zu Wildblumen im Kurzporträt.

Standort

Die Margerite wächst sonnig bis halbschattig auf mäßig nährstoffreichem, frischem und gut drainiertem Boden. Für Leucanthemum vulgare ist ein Boden-pH von 6 bis 8 beschrieben. Welche Fehler du bei der Standortwahl vermeidest, steht im Beitrag über Licht, Boden und pH-Wert für die Wiesenmargerite.

Aussaat

Gesät wird von März bis Juli. Die Margerite ist ein Lichtkeimer, ihr Saatgut kommt deshalb oberflächennah und höchstens etwa 0,5 cm tief in den Boden. Den Weg vom Saatkorn bis zur ersten Blüte beschreibt die Anleitung, wie du Wiesenmargeriten säst und die Keimlinge begleitest.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Leucanthemum
Hund
Giftig
Katze
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet; gegebenenfalls stützen.

Bodenart

Kalkhaltige, tonige, lehmige, sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, alkalische, neutrale Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut drainierter Boden.

Anbauort

Die Pflanze eignet sich für eine sommerblühende Gartenwiese.

Pflege

Pflege

Kleine Teilstücke zunächst im Topf im Frühbeet bewurzeln lassen.

Düngung

Wiesen mit den angebotenen Margeriten nicht düngen, denn Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist mehrjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten bieten Nützlingen und Insekten Nahrung.

Aussaatkalender Margerite
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: März, April, Mai, Juni, Juli; Blüte: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober; Ernte: AugustJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberBlüte: OktoberErnteErnte: AugustVorkulturAussaatBlüteErnte

Einzeln oder in Gruppen: so verteilst du die Margeriten

Einzelne Margeriten, verstreut über die Fläche, ergeben ein lockeres, wildes Bild. Gruppen setzen dagegen deutliche weiße Akzente, die du schon vom Weg aus siehst. Ich kombiniere beides: Gruppen an den Stellen, auf die der Blick fällt, und einzelne Pflanzen unregelmäßig dazwischen. Reihen meide ich in der Wiese, weil sie schnell wie ein Beet wirken.

Abstände und Platzbedarf

Innerhalb einer Gruppe setzt du die Jungpflanzen im Pflanzabstand zueinander. Wo du doch in Reihen pflanzt, etwa am Rand eines Staudenbeets, gilt der Reihenabstand aus der Tabelle.

Angabe Wert
Pflanzabstand 20 bis 30 cm
Reihenabstand 20 bis 30 cm
Wuchsform mehrjährige Staude, gegebenenfalls gestützt
Wuchsbreite 30 bis 50 cm
Wuchshöhe 60 bis 80 cm

Der Pflanzabstand liegt bei 20 bis 30 cm. Eine einzelne Margerite wird aber 30 bis 50 cm breit, deshalb wachsen die Pflanzen einer Gruppe nach dem Anwachsen zu einem geschlossenen Tuff zusammen. Wenn du Margeritengruppen am Rand eines Staudenbeets planst, kannst du sie im Beetplaner mit ihren Abständen einzeichnen.

In eine neue Wiese

Legst du die Wiese neu an, prüfst du zuerst die Artenliste der Mischung. Die Bezeichnung Wildblumen allein garantiert keine heimischen Arten, erst der botanische Name Leucanthemum vulgare zeigt, dass die Margerite dabei ist. Auf lehmigem Wiesenboden kommen neben der Wiesenmargerite etwa Wiesenflockenblume, Rote Lichtnelke und Wiesenglockenblume infrage. Willst du Gruppen gezielt setzen, ziehst du Jungpflanzen vor und pflanzt sie erst als kräftige, abgehärtete Pflanzen aus.

In eine bestehende Wiese oder einen Rasen

Eine vorhandene Rasenfläche kannst du stellenweise öffnen und standortgerechte Wildblumen in die Lücken säen. Zum Anreichern einer bestehenden Wiese sieht die Berliner Ansaatanleitung vor, etwa 50 % der Vegetationsdecke zu öffnen, durch Vertikutieren oder streifenweises Abschälen. Nach einer Kräuternachsaat hältst du das vorhandene Gras kurz, bis die neuen Kräuter Rosetten gebildet haben. Für Sportrasen ist diese Nachsaatmethode ausgeschlossen, sie setzt einen Bestand ohne Obergräser voraus.

Ich steche für jede Margeritengruppe ein Stück Grasnarbe ab und setze die Jungpflanzen in die offene Erde. Kleine Teilstücke einer vorhandenen Margerite lasse ich vorher im Topf im Frühbeet bewurzeln.

Tipp

Leg Wege und Mähstreifen fest, bevor du die ersten Gruppen setzt. Dann siehst du gleich, welche Gruppen später an einen Weg grenzen und einen Randstreifen brauchen.

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Strukturen in der Wiese schaffen

Eine Blumenwiese gliedert sich nicht nur in hoch und niedrig. Gemähte Wege machen sie begehbar, ungemähte Inseln, stehende Stängel und Steinhaufen bieten Tieren Platz.

Wege, Ränder und Blumeninseln

Wege, Spiel- und Sitzbereiche hältst du frei, indem du sie regelmäßig kurz mähst. In einen bestehenden Rasen lassen sich Blumeninseln einfügen, die ein regelmäßig gemähter Rand einfasst. Gemähte Randstreifen können bei Blühwiesen außerdem die erkennbare Pflege und die Akzeptanz unterstützen. Ich lege die Wege im Frühjahr mit dem Rasenmäher fest und halte sie den Sommer über kurz.

Ungemähte Teilflächen und Stängel über Winter

Bei der Mahd bleiben 10 bis 20 % der Fläche als Rückzugsraum für Kleintiere stehen, jedes Jahr auf einer anderen Teilfläche. Über Winter stehen gelassene Altgrasstreifen dienen Tieren als Überwinterungsquartier und Vögeln als Sitzwarte. Stehende Pflanzenstängel können Insekten als Winterquartier und Eiablageplatz dienen, zurückgeschnitten wird dann erst im Frühjahr. Ausgereifte Fruchtstände, die stehen bleiben, unterstützen außerdem das Nahrungsangebot des Stieglitzes. Ich lasse deshalb jedes Jahr eine andere Margeritengruppe bis zum Frühjahr stehen.

Kleinstrukturen am Wiesenrand

Totholz, Laub- und Steinhaufen sowie Trockenmauern ergänzen das Blütenangebot um Brutplätze für verschiedene Insekten. Offene oder schütter bewachsene Bodenstellen bieten bodennistenden Wildbienen Lebensraum. Einen Lesesteinhaufen schichtest du mindestens 0,5 m hoch aus unterschiedlich großen Steinen auf und lässt einige Hohlräume frei. Rundherum bleibt ein unbearbeiteter Pufferstreifen von etwa 50 cm. Niststrukturen brauchen ein vielfältiges Blütenangebot in unmittelbarer Nähe, damit die Tiere dort zugleich Nahrung finden. Eine Margeritengruppe gehört deshalb neben den Steinhaufen und nicht ans andere Ende der Wiese.

Wuchshöhe: wo die Margerite in der Staffelung steht

Mit 60 bis 80 cm überragt die Wiesenmargerite Arten wie Wiesen-Salbei oder Rundblättrige Glockenblume. Für die Staffelung heißt das: niedrige Arten nach vorn, die Margerite in die Mitte oder nach hinten.

Art Wuchshöhe Platz in der Staffelung
Gänseblümchen 5 bis 20 cm am gemähten Rand
Rundblättrige Glockenblume 15 bis 50 cm, je nach Standort vorn
Wiesen-Salbei 20 bis 60 cm vorn bis Mitte
Acker-Witwenblume 30 bis 80 cm Mitte, neben der Margerite
Wiesenmargerite 60 bis 80 cm Mitte bis hinten

Ich setze die Margeriten nie an die Vorderkante, sondern eine Pflanzenbreite dahinter, damit die niedrigen Arten vom Weg aus sichtbar bleiben. Für die Margerite wird empfohlen, sie gegebenenfalls zu stützen. Ich stütze nur einzelne Pflanzen am Beetrand und lasse die Gruppen in der Wiese frei stehen.

Neben hochwachsenden Blumenwiesen wird an Wegen und Beeten ein mindestens 50 cm breiter Rasenstreifen empfohlen, der umfallende Halme auffängt. Da die Margerite zu den hohen Arten deiner Wiese gehört, planst du diesen Streifen überall ein, wo eine Margeritengruppe an einen Weg grenzt.

Passende Partner

Wiesen-Salbei blüht gleichzeitig und setzt mit seinem Blau einen Kontrast zum Weiß der Margeriten. Mit Acker-Witwenblume und Wiesen-Salbei wird die Margerite auch in heimischen Wiesen- und Saumblumenmischungen kombiniert, und wie du Witwenblumen in der Blumenwiese ansiedelst, steht in einem eigenen Beitrag. Farben, Blühfolge und Beetaufbau planst du mit den passenden Begleitern für Wiesenmargeriten.

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Blütezeit und Ernte

Wann die Wiesenmargerite blüht

Die Blütezeit der Wiesenmargerite reicht von Mai bis Oktober. Die Hauptblüte einer heimischen Blumenwiese liegt häufig im Mai und Juni. Wann es bei dir genau losgeht, hängt von Witterung und Klima ab. Auch regionale Herkünfte derselben Art können sich im Blühzeitpunkt unterscheiden. Frag beim Saatgutkauf deshalb nach dem Ursprungsgebiet, denn für gebietseigenes Saatgut krautiger Arten ist Deutschland in 22 Ursprungsgebiete eingeteilt. Hitze und Trockenheit können Blüten schneller verblühen lassen und das Pollen- und Nektarangebot vermindern.

Häufiger Fehler

Die junge Wiese im ersten Sommer abschreiben, weil keine Margerite blüht. Aus der Aussaat kommt die Wiesenmargerite erst im Jahr danach zur ersten Blüte, und in mehrjährigen Mischungen können einzelne Arten erst im zweiten Lebensjahr blühen.

So ist die Blüte aufgebaut

Was wie eine einzelne Blüte aussieht, ist ein Blütenkörbchen. Außen sitzt eine weiße Randzone, die goldgelbe Mitte besteht aus zahlreichen Röhrenblüten. Bekannt ist die Wiesenmargerite auch als Orakelblume des spielerischen Liebesorakels.

Margeriten für die Vase

Für die Vase schneidest du Margeriten möglichst morgens. Zu Hause schneidest du die Stängel noch einmal sauber an und entfernst die Blätter, die ins Wasser ragen würden. Nimm eine saubere Vase und wechsle das Wasser regelmäßig. Ich schneide meine Sträuße zuerst an den Wegrändern, wo ich keine Sämlinge haben will. In der Wiese lasse ich an jeder Gruppe einzelne Köpfe für die Samenernte stehen.

Samen ernten und aufbewahren

Die samen.liver Wiesenmargerite erntest du im August. Gesammelt wird an einem trockenen Tag, sobald die Samen ausgereift sind und sich leicht aus ihren Hüllen lösen. Die Samen sind fein, ihr Tausendkorngewicht liegt bei 0,3116 bis 0,5308 g. Ich schüttle die Köpfe deshalb direkt in eine Papiertüte aus. Danach lässt du die Samen vollständig nachtrocknen. In beschrifteten Tüten lagerst du sie trocken, kühl und dunkel bis zur Aussaat.

Kurz erklärt

Margeritensamen gelten als orthodox. So heißen austrocknungsresistente Samen, und nur sie eignen sich für die trockene Tiefkühllagerung in Saatgutbanken. Gründliches Nachtrocknen schadet deinen Margeritensamen also nicht.

Achtung

Bevor du selbst geerntete Samen außerhalb deines Gartens ausbringst, kläre die Fläche. Gebäuden zugeordnete Gärten zählen grundsätzlich nicht zur freien Natur im Sinne von § 40 BNatSchG. Auch extensiv genutzte Flächen innerhalb von Siedlungen können aber dazugehören, entscheidend ist der Einzelfall. Öffentliche Flächen bepflanzt du nur mit Zustimmung des zuständigen Grünflächenamts.

Die Ausbreitung im Zaum halten

Eine Margerite, die bis zur Samenreife stehen darf, kann sich in der Wiese aussäen. Ob daraus zu viel wird oder zu wenig, steuerst du über den Mahdzeitpunkt, die Samenköpfe und das Mähgut.

Ziel Was du tust
mehr Margeriten Teilflächen bis nach der Samenreife stehen lassen, Mähgut zum Ausfallen der Samen kurz liegen lassen, dann abräumen
keine Margeriten im Weg verblühte Köpfe abschneiden, Wege und Ränder regelmäßig kurz mähen, Sämlinge ausstechen
Bestand halten nicht düngen, Mähgut abräumen, nicht zu selten mähen

Der Mahdzeitpunkt

Der Mahdzeitpunkt einer Blumenwiese richtet sich nach der Samenbildung ihrer blühenden Pflanzen. In stärker wachsenden Wiesen kann das beginnende Verblühen der Margeriten das Signal für den ersten Schnitt sein. Weil die Samenernte bei der Margerite erst im August liegt, nimmt ein Schnitt zu Beginn des Verblühens den gemähten Köpfen die Zeit zum Ausreifen. Sollen sich die Margeriten vermehren, lässt du Teilflächen bis nach der Samenreife stehen. Das Mähgut kann dann zum Ausfallen der Samen kurz auf der Fläche bleiben, danach räumst du es ab.

Marias Erfahrung

Ich binde zur Hauptblüte einen Wollfaden um einzelne kräftige Margeriten. Diese Pflanzen umfahre ich beim Mähen, bis ich im August ihre Samen ernte.

Samenköpfe abschneiden und Wege kurz halten

Wo du keine neuen Margeriten willst, schneidest du die verblühten Köpfe ab, bevor sie reifen. Ich gehe nach der Hauptblüte mit der Schere an den Wegrändern entlang und nehme die Köpfe mit. Regelmäßig kurz gemähte Wege und Ränder halten die Flächen außerhalb der Wiese frei. Sämlinge, die im Beet auftauchen, steche ich im Frühjahr aus und setze sie in eine Lücke der Wiese.

Zu breite Pflanzen teilen

Ist eine Margerite zu breit geworden, teilst du sie im Frühling oder im Herbst. Die Teilstücke pflanzt du sofort wieder ein und gießt sie gut an. Kleine Teilstücke bewurzeln zunächst im Topf im Frühbeet, bevor sie an einen neuen Platz kommen.

Wenn die Margeriten weniger werden

Der BUND weist darauf hin, dass Düngung Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen kann. Zu hohe Gaben schnell verfügbaren Stickstoffs fördern Gräser und hochwüchsige Kräuter. Auch zu seltenes Mähen kann auf Dauer die Gräser fördern und die Blütenvielfalt verringern. Das Mähgut räumst du deshalb nach jeder Mahd ab, damit der Boden allmählich Nährstoffe verliert. Auf wüchsigen Wiesenstandorten kann das bei nicht zu spätem Schnitt innerhalb von 5 bis 10 Jahren eine Abmagerung bewirken, verlass dich aber nicht auf ein schnelles Ergebnis.

Pflege und Nutzen für Insekten in Kürze

Pflege übers Jahr

Die Wiesenmargerite ist winterhart, und eine etablierte Blumenwiese braucht im Sommer normalerweise kein zusätzliches Wasser. Gemäht wird eine Garten-Blumenwiese je nach Wüchsigkeit und Standort ein- bis dreimal im Jahr. Welche Handgriffe von Frühling bis Winter anstehen, steht bei den Pflegearbeiten für Wiesenmargeriten durch die vier Jahreszeiten.

Was die Margerite Insekten bietet

Die Wiesenmargerite bietet verschiedenen Wildbienen Nahrung, darunter Masken-, Furchen- und Schmalbienen, dazu Käfern und Schwebfliegen. Langlebige, artenreiche Wiesen sind für Insekten wertvoller als Blühflächen, die nur vorübergehend bestehen, und die mehrjährige Margerite gehört in genau solche Wiesen. Mehr dazu steht im Beitrag, welche Rolle die Wiesenmargerite für Insekten im Naturgarten spielt.

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Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Eigenschaften der Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare)?
Die Wiesenmargerite ist eine mehrjährige, winterharte und in Deutschland einheimische Pflanze, die 60 bis 80 cm hoch wird. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Das Blütenkörbchen hat eine weiße Randzone und eine goldgelbe Mitte aus zahlreichen Röhrenblüten. Gut wächst die Margerite sonnig bis halbschattig auf mäßig nährstoffreichem, frischem und gut drainiertem Boden.
Wie gestaltet man eine naturnahe Wildblumenwiese mit Margeriten?
Verteile die Margeriten unregelmäßig, als einzelne Pflanzen und in Gruppen, mit 20 bis 30 cm Pflanzabstand innerhalb einer Gruppe. Weil die Margerite 60 bis 80 cm hoch wird, setzt du sie hinter niedrigere Arten und planst an Wegen einen gemähten Randstreifen ein, der umfallende Halme auffängt. Gemähte Wege, ungemähte Teilflächen und über Winter stehende Stängel gliedern die Fläche. Das Mähgut räumst du nach jeder Mahd ab.
Sind Wiesenmargeriten Dunkelkeimer oder Lichtkeimer?
Die Wiesenmargerite ist ein Lichtkeimer, die Angabe Dunkelkeimer trifft auf sie nicht zu. Säe sie deshalb oberflächennah und höchstens etwa 0,5 cm tief. Die Keimung dauert 10 bis 21 Tage, und die erste Blüte folgt im Jahr nach der Aussaat.
Wie teilt man Margeriten richtig und wann ist der beste Zeitpunkt dafür?
Große Stauden teilst du im Frühling oder im Herbst. Die Teilstücke pflanzt du sofort wieder ein und gießt sie gut an. Kleine Teilstücke der Margerite lässt du zunächst im Topf im Frühbeet bewurzeln, bevor sie an ihren Platz in der Wiese kommen.
Welche regionalen Unterschiede gibt es bei der Blütezeit von Margeriten in Deutschland?
Die Blütezeit der Wiesenmargerite reicht von Mai bis Oktober, der genaue Beginn hängt von Witterung und Klima ab. Regionale Herkünfte derselben Art können sich im Blühzeitpunkt unterscheiden. Hitze und Trockenheit können Blüten zudem schneller verblühen lassen. Für gebietseigenes Saatgut krautiger Arten ist Deutschland in 22 Ursprungsgebiete eingeteilt, deshalb lohnt beim Kauf die Frage nach der Herkunft.
Sind Wiesenmargeriten wirklich so pflegeleicht wie oft behauptet wird?
Nach der Startphase ist der Aufwand gering, aber nicht null. Eine frisch gesäte Blumenwiese hältst du etwa 6 Wochen gleichmäßig feucht, eine etablierte braucht im Sommer normalerweise kein zusätzliches Wasser. Gedüngt wird nicht, denn Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen. Die Hauptarbeit ist die Mahd: Garten-Blumenwiesen werden je nach Wüchsigkeit und Standort ein- bis dreimal im Jahr gemäht, das Schnittgut wird abgeräumt.
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