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Lampionblume: Wann sie blüht und wie die Laternen entstehen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 6 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Physalis alkekengi var. franchetii blüht weiß von Juni bis August.
  • Die Laternen sind vergrößerte Kelchblätter, die die Beere umhüllen und sich während der Fruchtreife von Grün zu Rotorange färben.
  • Verblühtes bleibt stehen, denn aus dem Kelch der Blüte wächst die Laterne.
  • Lampions schneidest du von September bis Oktober, getrocknet halten sie lange.
  • Standort sonnig bis halbschattig, Boden gut durchlässig und frisch; im Kübel von Juni bis Oktober regelmäßig Flüssigdünger.
  • Grüne Pflanze, unreife Beeren und Wurzelstock sind giftig; die Lampionblume ist nicht die Andenbeere.
Nahaufnahme einer Lampionblume (Physalis alkekengi) mit ihren charakteristischen orange-roten, lampionförmigen
Foto: Jeffry Surianto · Pexels License · Quelle ↗

Wer im Juni nach orangen Laternen sucht, sucht an der Lampionblume zu früh. Zuerst öffnen sich weiße Blüten, und erst danach wachsen die Kelchblätter zu den Lampions heran. Ich schaue deshalb ab Juni gezielt nach den Blüten und lasse sie stehen, denn aus ihnen werden die Laternen für den Herbst.

Wichtig ist von Anfang an: Die Lampionblume ist giftig. Die grüne Pflanze, besonders die unreifen Beeren, und der Wurzelstock können Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Die als Obst verkaufte Kapstachelbeere, auch Andenbeere genannt, ist eine andere Art. Die Kapstachelbeere heißt Physalis peruviana, die Lampionblume dagegen Physalis alkekengi.

Wann blüht die Lampionblume?

Bei Physalis alkekengi var. franchetii erscheinen die weißen Blüten von Juni bis August. In diesen Wochen siehst du an der Pflanze also Weiß, kein Orange. Die farbigen Lampions sind keine Blüten, sie folgen erst auf die Blüte.

Für Honigbienen bieten die Blüten nur wenig Nektar und Pollen. Hummeln förderst du über ein vielseitiges Blütenangebot und passende Nistmöglichkeiten im Garten. Im Staudenbeet planst du Blütezeitabfolge und Farben deshalb gemeinsam. Welche Nachbarn sich eignen, zeigt der Ratgeber zu Begleitpflanzen und Gestaltungsideen für die Lampionblume.

So sieht das Gartenjahr der Lampionblume aus:

Zeitraum Was an der Lampionblume ansteht
Frühjahr Rückschnitt nur, wenn du einen willst; Pflicht ist er nicht
April bis Mai Pflanzzeit
Juni bis August weiße Blüten bei var. franchetii, Verblühtes bleibt stehen
nach der Blüte Kelchblätter wachsen zur grünen Laterne um die Beere
während der Fruchtreife die Laterne färbt sich von Grün zu Rotorange
September bis Oktober Lampions schneiden
Juni bis Oktober im Kübel regelmäßig Flüssigdünger
Marias Erfahrung

Ich notiere mir, wann an meinen Lampionblumen die ersten weißen Blüten offen sind. Ab dann schneide ich an den blühenden Trieben nichts mehr ab, bis die Laternen umgefärbt sind.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Physalis
Hund
Giftig
Katze
Giftig
Pferd
Giftig
Nagetiere
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Geeignet ist gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet; kann ohne angemessene Kontrolle lästig werden.

Bodenart

Kalkhaltige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Der Boden sollte gut durchlässig sein.

Anbauort

Die Pflanze eignet sich für Beete und Rabatten sowie Bauerngärten, Stadt- und Hofgärten.

Aussaat und Vermehrung

Saattiefe

Das angebotene Saatgut etwa 0,5 - 1 cm tief säen.

Pflege

Pflege

Kleine Teilstücke zunächst eintopfen und leicht schattig im Frühbeet halten, bis sie gut etabliert sind.

Düngung

Lampionblumen im Kübel von Juni bis Oktober regelmäßig mit Flüssigdünger versorgen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist mehrjährig.

Verwendung

Die Pflanze eignet sich für Blumenrabatten und Beete.

Aussaatkalender Blasenkirsche
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai, Juni; Aussaat: März, April, Mai, Juni; Blüte: Mai, Juni, Juli, August; Ernte: September, Oktober; Pflanzung: April, MaiJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiVorkultur: JuniAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustErnteErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: AprilPflanzung: MaiVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Wie wird aus der Blüte eine Laterne?

Die Laterne ist der Kelch der Blüte, der nach dem Blühen weiterwächst. Nach der weißen Blüte vergrößern sich die Kelchblätter und schließen sich als Hülle um die Beere. So läuft die Entwicklung Schritt für Schritt ab:

  1. Blüte: Bei var. franchetii öffnen sich die weißen Blüten von Juni bis August.
  2. Kelch wächst: Nach der Blüte werden die Kelchblätter größer und umhüllen die Frucht.
  3. Färbung: Während die Frucht reift, wechselt die Hülle von Grün zu Rotorange.
  4. Schnitt: Von September bis Oktober schneidest du die fertigen Lampions.
  5. Trocknen: Die Lampions sind lange haltbar und eignen sich für Trockengestecke.
Kurz erklärt

Lampion nennt man hier den vergrößerten Kelch. Er ist eine Hülle aus Kelchblättern, die eigentliche Frucht ist die Beere darin.

Eine grüne Laterne zeigt dir, dass die Beere darin noch reift, und gerade unreife Beeren sind besonders giftig. Ich öffne grüne Laternen deshalb nicht zum Nachsehen. Mehr dazu erklärt der Ratgeber, wie giftig die Lampionblume ist und wie du sicher mit ihr umgehst.

Achtung

Bei der Lampionblume sind die grüne Pflanze, besonders unreife Beeren, und der Wurzelstock giftig und können Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Probier die Beeren nicht und stell Gestecke mit Lampions außer Reichweite von Kindern. Bei Verdacht auf eine Vergiftung nimmst du Pflanzenreste aus dem Mund, löst kein Erbrechen aus und rufst den regionalen Giftnotruf an.

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Was fördert Blüte und Laternen?

Jede Laterne wächst aus dem Kelch einer Blüte. Wer die Blüten schont, schont damit den späteren Fruchtschmuck.

Häufiger Fehler

Verblühtes gleich abknipsen. Bei der Lampionblume schneidest du damit den Kelch ab, aus dem die Laterne werden sollte.

Platz, Boden und Wasser

Die Lampionblume wächst sonnig bis halbschattig und braucht gut durchlässigen Boden, der frisch bleibt. Auf Trockenheitstoleranz verlässt du dich bei ihr besser nicht. Ich prüfe vor dem Gießen mit dem Finger, ob die Erde unter der Oberfläche noch feucht ist, und gieße dann lieber gründlich als ständig ein bisschen. Wie Sonne, Wärme und Durchlässigkeit bei den Arten dieses Bereichs zusammenspielen, steht unter Standort und Boden im Überblick zu Exoten und Gemüse-Raritäten.

Im Kübel von Juni bis Oktober düngen

Im Kübel bekommt die Lampionblume von Juni bis Oktober regelmäßig Flüssigdünger. Damit reicht die Versorgung von der Blüte bis in die Erntezeit der Laternen. Gefäß, Substrat und das Überwintern im Topf erklärt der Ratgeber, wie du Lampionblumen im Gefäß pflegst und im Topf überwinterst.

Fragen zur Blüte

Warum blüht meine Lampionblume nicht?

Schau zuerst auf den Zeitpunkt. Bei var. franchetii erscheinen die weißen Blüten von Juni bis August, die orangen Laternen kommen erst danach. Wer im Frühsommer Orange erwartet, sucht also nach dem Falschen. Fehlen bis in den August hinein Blüten, gehst du die Bedingungen durch.

Mini-Checkliste

Steht die Pflanze sonnig bis halbschattig? Ist der Boden gut durchlässig und frisch, nicht ausgetrocknet? Bekommt sie im Kübel seit Juni regelmäßig Flüssigdünger?

Diese Punkte sind Hinweise, keine Diagnose. Ab welchem Standjahr junge Pflanzen sicher blühen, lässt sich nicht pauschal sagen. Ich gebe Sämlingen und frischen Teilstücken deshalb Zeit, bevor ich über einen neuen Platz nachdenke.

Lässt sich die Blütezeit verlängern?

Auf Maßnahmen, die die Blüte selbst strecken sollen, verlasse ich mich nicht. Länger dauert dafür die Zeit mit Schmuck: Die Lampions schneidest du von September bis Oktober, und getrocknet halten sie lange. Weil kein Pflichtschnitt nötig ist und sich ein Rückschnitt am Frühjahr orientieren kann, dürfen Stängel mit Laternen auch über den Winter stehen bleiben. Ich lasse einen Teil davon im Beet und schneide den Rest für Gestecke.

Warum sind die Laternen noch grün?

Grün bleibt die Hülle, solange die Frucht darin reift. Die Färbung zu Rotorange kommt mit der Fruchtreife, geschnitten wird von September bis Oktober. Vor der Erntezeit sind grüne Laternen deshalb nichts Ungewöhnliches.

Wann schneidest du die Lampions und wofür?

Die Lampions schneidest du von September bis Oktober, sobald die Hüllen rotorange gefärbt sind. Die Lampions sind lange haltbar und eignen sich für Trockengestecke, die du außer Reichweite von Kindern aufstellst. Wie Ernte und Lagern bei den übrigen Arten laufen, ordnet derselbe Überblick im Abschnitt Ernte und Lagern ein.

Grundlagen in Kürze

Muss ich die Lampionblume schneiden und im Winter schützen?

Einen Pflichtschnitt verlangt die Lampionblume nicht, ein Rückschnitt kann sich am Frühjahr orientieren. Die Lampionblume ist winterhart und mehrjährig. Allgemeines steht im Überblick unter Pflege und Überwintern, das Überwintern im Topf im Kübel-Ratgeber.

Welche Krankheiten und Schädlinge zeigen sich?

Kleine weißlich gelbe Sprenkel auf den Blättern und später feine Gespinste können auf Spinnmilben hindeuten. Welke ist kein sicherer Hinweis auf Durst, denn auch faulende Wurzeln durch zu viel Wasser können sie auslösen. Vorbeugen und Absammeln beschreibt der Überblick im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.

Wie vermehre ich die Lampionblume, und breitet sie sich aus?

Gesät wird von März bis Juni, in Schalen unter Glas oder ab Mai im Saatbeet. Kleine Teilstücke topfst du zuerst ein und hältst sie leicht schattig im Frühbeet, bis sie gut etabliert sind. Die Lampionblume kann verwildern und ohne Kontrolle lästig werden, deshalb wählst du ihren Platz mit Bedacht. Teilung und Vorkultur ordnet der Überblick unter Aussaat und Vorkultur ein, Zeitpunkt und Pikieren erklärt der Ratgeber, wann und wie du Lampionblumen aussäst.

Was ist die Lampionblume botanisch?

Die Lampionblume heißt botanisch Physalis alkekengi, ein weiterer Name ist Blasenkirsche. Die mehrjährige Pflanze wird 60 bis 100 cm hoch und eignet sich für Beete, Rabatten und Bauerngärten. Wie die Arten dieses Bereichs botanisch einzuordnen sind, zeigt der Überblick unter Was hier wächst.

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Häufige Fragen

Wann blüht die Lampionblume und wie lange dauert die Blütezeit?
Bei Physalis alkekengi var. franchetii erscheinen die weißen Blüten von Juni bis August. Danach vergrößern sich die Kelchblätter und wachsen zu den Laternen heran, die die Beere umhüllen. Die fertigen Lampions schneidest du von September bis Oktober, getrocknet halten sie lange.
Welche Standortbedingungen bevorzugt Physalis alkekengi im Garten?
Die Lampionblume wächst an sonnigen bis halbschattigen Plätzen in gut durchlässigem Boden, der frisch bleibt. Auf Trockenheitstoleranz verlässt du dich bei ihr besser nicht. Weil die Lampionblume verwildern und ohne Kontrolle lästig werden kann, setzt du sie an einen Platz, den du gut im Blick hast.
Wie entwickeln sich die charakteristischen Fruchtkelche der Lampionblume?
Nach der weißen Blüte vergrößern sich die Kelchblätter und schließen sich als Laterne um die Beere. Während die Frucht darin reift, färbt sich die Hülle von Grün zu Rotorange. Die fertigen Lampions schneidest du von September bis Oktober, sie sind lange haltbar und eignen sich für Trockengestecke.
Worin unterscheiden sich Blasenkirsche und Lampionblume?
Gar nicht, denn Blasenkirsche ist ein weiterer Name für die Lampionblume Physalis alkekengi. Eine andere Art ist die als Obst verkaufte Kapstachelbeere, auch Andenbeere genannt, botanisch Physalis peruviana. Bei der Lampionblume sind die grüne Pflanze, besonders unreife Beeren, und der Wurzelstock giftig und können Magen-Darm-Beschwerden verursachen.
Stimmt es, dass Lampionblumen keine besonderen Ansprüche an die Gartenpflege stellen?
Zum Teil. Die Lampionblume ist winterhart, und einen Pflichtschnitt braucht sie nicht. Einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit gut durchlässigem, frischem Boden solltest du ihr aber bieten, im Kübel außerdem von Juni bis Oktober regelmäßig Flüssigdünger. Weil die Lampionblume verwildern kann, behältst du ihre Ausbreitung im Blick.
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