Birnenmelonen im Gewächshaus: Pepino säen, pflegen und frostfrei überwintern
- Birnenmelone, Melonenbirne und Pepino meinen Solanum muricatum, ein Nachtschattengewächs und keine Melone; die Pflanze ist mehrjährig, aber nicht winterhart.
- Gesät wird von Februar bis April im warmen Gewächshaus, die Samen keimen bei 20 bis 25 °C.
- Ausgepflanzt wird im Mai mit 50 bis 100 cm Abstand in der Reihe und 50 bis 60 cm zwischen den Reihen; die Pepino wächst als Busch.
- Im Sommer gelten 28 °C als Obergrenze, über 30 °C kann die Pflanze während der Blüte ihre Blüten abwerfen.
- Die Blüten sind zwittrig, eine einzelne Pflanze kann sich selbst bestäuben.
- Geerntet wird von Juli bis Oktober, ein leichter Duft zeigt die Reife an.
- Überwintert wird hell und frostfrei, als ganze Pflanze oder über halbreife Stecklinge im geschützten Gewächshaus.

Bei der Birnenmelone, auch Melonenbirne oder Pepino genannt, kommt es im Gewächshaus auf zwei Temperaturgrenzen an. Frost verträgt sie nicht, und Hitze in der Blütezeit kann sie ihre Blüten kosten. Unter Glas kannst du beides steuern: Im Sommer lüftest und schattierst du, im Winter hältst du das Haus frostfrei. Ich ziehe meine Pepinos im Gewächshaus und habe dort im Sommer ein Thermometer auf Pflanzenhöhe hängen.
Was ist eine Birnenmelone (Melonenbirne)?
Birnenmelone, Melonenbirne und Pepino sind drei Namen für dieselbe Pflanze: Solanum muricatum. Sie gehört zu den NachtschattengewächsenNachtschattengewächse sind eine Pflanzenfamilie, zu der im Gemüsegarten Kartoffeln, Tomaten, Paprika und Auberginen gehören. Weil sie für dieselben Krankheiten anfällig sind, sollen sie nicht direkt nacheinander auf demselben Beet stehen. (Solanaceae) und wächst als immergrüner Strauch. Die Pflanze ist mehrjährig, aber nicht winterhart. Sie wird 60 bis 80 cm hoch. In der Breite braucht sie 50 bis 80 cm. Ihre reifen Früchte isst du frisch, sie sind saftig-süß und erinnern an Melone.
Mit echten Melonen ist die Pepino nicht verwandt. Zucker- und Wassermelonen gehören zu den Kürbisgewächsen, werden einjährig kultiviert und gelten als StarkzehrerStarkzehrer sind Gemüsearten mit hohem Nährstoffbedarf, vor allem an Stickstoff, etwa Kohl, Kürbis, Tomaten und Zucchini. In der Fruchtfolge kommen sie zuerst auf ein frisch versorgtes Beet, zum Beispiel nach einer Kompostgabe.. Wie du Zucker- und Wassermelonen warm vorziehst und auspflanzt, steht im Melonen-Ratgeber.
Der Name klingt nach einer Kreuzung aus Birne und Melone. Die Pepino ist aber ein Nachtschattengewächs, Melonen gehören zu den Kürbisgewächsen. An die Melone erinnert der Geschmack der Frucht, nicht die Verwandtschaft.
Empfehlungen für den Garten
Aussaat und Vermehrung
- Saattiefe
Die Samen 0-0,5 cm tief säen.
Aussaat: Wann und wie warm keimt die Pepino?
Die Aussaat läuft von Februar bis April im warmen Gewächshaus. Die Samen keimen bei 20 bis 25 °C, deshalb stelle ich die Saatschale an den wärmsten hellen Platz. Mehr als 0,5 cm Erde sollte nicht über den Samen liegen. Ich drücke sie an und siebe gerade so viel Erde darüber, dass sie bedeckt sind.
Danach braucht es Geduld: Bis die Keimlinge erscheinen, vergehen 14 bis 30 Tage. Halte die Erde in dieser Zeit warm und feucht. Ziehst du außerhalb des Gewächshauses vor, braucht die Anzucht einen hellen Platz, etwa ein Südfenster.
Sobald die Sämlinge ausreichend entwickelt sind, pikierst du sie einzeln in Töpfe. Ich warte damit, bis ich jeden Sämling samt WurzelballenDer Wurzelballen ist das Geflecht aus Wurzeln und anhaftender Erde, das beim Austopfen oder Ausgraben einer Pflanze zusammenhält. Ist daran kaum noch Erde zu sehen, ist er stark durchwurzelt. sicher greifen kann. Neben der Aussaat lässt sich die Pepino auch über halbreife StecklingeEin Steckling ist ein junger, von der Mutterpflanze abgeschnittener Trieb, der in Erde oder Wasser eigene Wurzeln bildet. So entsteht eine neue Pflanze mit denselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze. vermehren, dazu mehr beim Überwintern.
| Anzucht der Pepino | Wert |
|---|---|
| Aussaat | Februar bis April, im warmen Gewächshaus |
| Keimtemperatur | 20 bis 25 °C |
| Saattiefe | 0 bis 0,5 cm |
| Keimdauer | 14 bis 30 Tage |
| Pflanzzeit | Mai |
Die Saatschale wird nach 14 Tagen ohne Keimling ausgeleert. Pepinos lassen sich bis zu 30 Tage Zeit, so lange bleibt die Schale warm und feucht stehen.
Pflanzen im Mai: Gewächshausbeet, Hochbeet oder Kübel?
Ausgepflanzt wird im Mai. Die Pepino wächst im Gewächshausbeet, im Hochbeet und im Kübel. Plane sie als Busch ein, denn sie braucht in der Reihe und zwischen den Reihen Platz für ihre Wuchsbreite.
| Pflanzsystem | Wert |
|---|---|
| Abstand in der Reihe | 50 bis 100 cm |
| Reihenabstand | 50 bis 60 cm |
| Wuchsform | immergrüner Strauch, als Busch gezogen |
| Wuchshöhe | 60 bis 80 cm |
| Wuchsbreite | 50 bis 80 cm |
Ich lasse meine Pepinos als Busch wachsen. Neigt sich ein Trieb unter den Früchten, binde ich ihn an einen Stab.
Boden und Substrat
Der Boden muss vor allem gut durchlässig sein. Die Pflanzendatenbank PFAF verlangt einen pH-Wert über 6. Bereite das Beet nicht so reich vor wie für Melonen. Melonen gelten als Starkzehrer, während ein sehr fruchtbarer Boden bei der Pepino Blätter und Triebe fördert und die Früchte zu kurz kommen. Nach einer Kompostgabe im Frühjahr braucht die Pepino im Gartenboden zunächst keinen weiteren Dünger.
Im Kübel nimmst du ein leichtes Substrat, das Luft und Wasser speichert und einen Nährstoffvorrat mitbringt. Es soll weder ganz austrocknen noch staunass werden.
Im Beet gilt für die Pepino eine FruchtwechselpauseDie Fruchtwechselpause ist die Zeit, in der auf einem Beet weder dieselbe Gemüseart noch eine verwandte Art aus derselben Pflanzenfamilie wächst, damit sich Krankheitserreger und Schädlinge im Boden nicht so leicht vermehren. von 4 Jahren. So lange wartest du, bevor wieder eine Pepino auf dieselbe Fläche kommt. Welche Nachbarn zur Birnenmelone passen, kannst du in der Mischkultur-Übersicht nachschlagen.
Klima unter Glas: Wie warm darf es werden?
Im Sommer liegt die Obergrenze für die Pepino bei 28 °C. Während der Blüte kann Hitze über 30 °C dazu führen, dass die Pflanze ihre Blüten abwirft. Die Pepino blüht von Juli bis September. Da Hitze in der Blüte Blüten kosten kann, schaust du in diesen Monaten vor allem auf das Thermometer.
Ein Kleingewächshaus sollte sich auf mindestens einem Viertel seiner Fläche zum Lüften öffnen lassen. Temperaturgesteuerte Fensteröffner lüften auch ohne Stromanschluss. Reicht das Lüften nicht, schattierst du vorübergehend. Zwischen Schattierung und Pflanzen muss dabei Luft zirkulieren können.
Ich öffne an sonnigen Sommertagen morgens alle Fenster und lese mittags das Thermometer auf Pflanzenhöhe ab. Nähert sich der Wert den 28 °C, hänge ich zusätzlich ein Schattiernetz mit Abstand über die Pflanzen.
Gießen und Düngen: gleichmäßig feucht, nicht zu üppig
Die Pepino mag gleichmäßig feuchte Erde, aber keine Staunässe. Wie viel Wasser sie braucht, hängt von Sorte, Witterung, Substrat, Sonne und Wind ab. Prüfe deshalb mit dem Finger, ob die Erde angetrocknet ist, bevor du gießt. Ich gieße früh am Morgen, weil dann weniger Wasser sofort verdunstet. Eine Tropfbewässerung führt das Wasser gezielt an die Pflanze.
Welke allein beweist keinen Wassermangel. Auch Wurzeln, die durch zu viel Wasser gelitten haben, können eine Pflanze welken lassen. Prüfe dann zuerst die Erde, bevor du nachgießt.
Eine Mulchdecke hält das Wasser länger im Boden. Grasschnitt lässt du vorher anwelken und trägst ihn dünn auf.
Im Kübel düngst du während des Wachstums nach. Ist der Wurzelballen trocken, gießt du ihn vor dem Düngen leicht an. Behalte dabei die Pflanze im Blick: Treibt sie viele Blätter, setzt aber kaum Blüten an, kann das auf ein Zuviel an Nährstoffen hindeuten.
Bestäubung: Braucht die Pepino Hilfe?
Pepino-Blüten sind zwittrig, sie tragen Staubblätter und Fruchtblätter zugleich. So sind Selbst- und Fremdbestäubung möglich. Eine einzelne Pflanze kann sich also selbst bestäuben, für den FruchtansatzFruchtansatz ist das Entstehen einer Frucht aus einer Blüte, besonders bei Obstbäumen, aber auch bei Fruchtgemüse. Außerdem nennt man die junge, sich gerade entwickelnde Frucht selbst so. brauchst du keine zweite. Getrennte weibliche Blüten, auf die du wie bei der Zuckermelone Pollen mit dem Pinsel überträgst, hat die Pepino nicht.
Ich öffne an warmen Tagen Tür und Fenster, damit auch Insekten an die Blüten kommen. Fallen Blüten ab, prüfe zuerst die Temperatur: Hitze in der Blütezeit ist ein möglicher Grund.
Schädlinge unter Glas: Weiße Fliegen, Blattläuse, Spinnmilben
An Pepinos treten Weiße Fliegen, Blattläuse und SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall. auf. Im Gewächshaus gehst du in drei Schritten vor: vorbeugen, kontrollieren, mechanisch eingreifen. Vorbeugen heißt, Standort und Klima passend zu halten und das Gewächshaus sauber zu führen. Abgestorbene Blätter sammle ich ab und bringe sie aus dem Haus.
Zum Kontrollieren drehe ich Blätter um und schaue auf die Unterseiten. Einzelne befallene Blätter schneidest du ab, Blattläuse streifst du mit den Fingern ab. Gegen beginnenden Spinnmilbenbefall lassen sich im Gewächshaus frühzeitig RaubmilbenRaubmilben sind winzige Milben, die andere Milben wie Spinnmilben und je nach Art auch Thripslarven fressen. Als Nützlinge werden sie im Gewächshaus und im Garten gezielt gegen Spinnmilben eingesetzt. einsetzen, etwa Phytoseiulus persimilis oder Amblyseius californicus.
Blattunterseiten auf Weiße Fliegen und Spinnmilben ansehen · Triebspitzen auf Blattläuse prüfen · abgestorbene Blätter aus dem Gewächshaus bringen · bei ersten Spinnmilben Raubmilben einplanen.
Ernte: Woran erkennst du reife Früchte?
Geerntet wird von Juli bis Oktober. Von der Blüte bis zur reifen Frucht vergehen etwa 3 Monate. Ein Reifezeichen ist ein leichter Duft. Ich rieche an jeder Frucht, bevor ich die Schere ansetze. Reife Früchte isst du frisch, am Stück oder im Obstsalat.
Überwintern: hell und frostfrei
Die Pepino ist mehrjährig, verträgt aber keinen Frost. Ihr Winterquartier muss hell und frostfrei sein. Bleibt dein Gewächshaus im Winter frostfrei, kann die Pflanze dort stehen bleiben. Bei einem beheizten Gewächshaus verringern Stegdoppelplatten die Wärmeverluste, weil sie Luft einschließen.
Weil die Pepino auch im Kübel wächst und ein helles, frostfreies Quartier braucht, ist der Kübel im Vorteil, wenn dein Gewächshaus nicht frostfrei bleibt. Du trägst die Pflanze dann an einen passenden Platz. Im Winterquartier gießt du nur so viel, dass das Substrat nicht ganz austrocknet. Staunässe vermeidest du auch jetzt.
Der zweite Weg ins nächste Jahr sind Stecklinge. Du schneidest halbreife Triebe und überwinterst die Stecklinge geschützt im Gewächshaus. Im Folgejahr pflanzt du sie im Mai aus.
Halbreif ist ein Trieb, der an der Basis schon fest wird und an der Spitze noch weich ist.
Die Pepino ist nicht winterhart. Ein Thermometer mit Minimum-Anzeige zeigt dir, ob es im Winterquartier nachts frostfrei geblieben ist.



