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Birnenmelonen im Gewächshaus: Pepino säen, pflegen und frostfrei überwintern

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 6 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Birnenmelone, Melonenbirne und Pepino meinen Solanum muricatum, ein Nachtschattengewächs und keine Melone; die Pflanze ist mehrjährig, aber nicht winterhart.
  • Gesät wird von Februar bis April im warmen Gewächshaus, die Samen keimen bei 20 bis 25 °C.
  • Ausgepflanzt wird im Mai mit 50 bis 100 cm Abstand in der Reihe und 50 bis 60 cm zwischen den Reihen; die Pepino wächst als Busch.
  • Im Sommer gelten 28 °C als Obergrenze, über 30 °C kann die Pflanze während der Blüte ihre Blüten abwerfen.
  • Die Blüten sind zwittrig, eine einzelne Pflanze kann sich selbst bestäuben.
  • Geerntet wird von Juli bis Oktober, ein leichter Duft zeigt die Reife an.
  • Überwintert wird hell und frostfrei, als ganze Pflanze oder über halbreife Stecklinge im geschützten Gewächshaus.
Eine Pepino-Pflanze mit ihren charakteristischen lila-weißen Blüten und einer unreifen grünen Frucht im Freiland.
Foto: Michael Wolf · CC BY 2.5 · Ausschnitt · Quelle ↗

Bei der Birnenmelone, auch Melonenbirne oder Pepino genannt, kommt es im Gewächshaus auf zwei Temperaturgrenzen an. Frost verträgt sie nicht, und Hitze in der Blütezeit kann sie ihre Blüten kosten. Unter Glas kannst du beides steuern: Im Sommer lüftest und schattierst du, im Winter hältst du das Haus frostfrei. Ich ziehe meine Pepinos im Gewächshaus und habe dort im Sommer ein Thermometer auf Pflanzenhöhe hängen.

Was ist eine Birnenmelone (Melonenbirne)?

Birnenmelone, Melonenbirne und Pepino sind drei Namen für dieselbe Pflanze: Solanum muricatum. Sie gehört zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae) und wächst als immergrüner Strauch. Die Pflanze ist mehrjährig, aber nicht winterhart. Sie wird 60 bis 80 cm hoch. In der Breite braucht sie 50 bis 80 cm. Ihre reifen Früchte isst du frisch, sie sind saftig-süß und erinnern an Melone.

Mit echten Melonen ist die Pepino nicht verwandt. Zucker- und Wassermelonen gehören zu den Kürbisgewächsen, werden einjährig kultiviert und gelten als Starkzehrer. Wie du Zucker- und Wassermelonen warm vorziehst und auspflanzt, steht im Melonen-Ratgeber.

Mythos-Check

Der Name klingt nach einer Kreuzung aus Birne und Melone. Die Pepino ist aber ein Nachtschattengewächs, Melonen gehören zu den Kürbisgewächsen. An die Melone erinnert der Geschmack der Frucht, nicht die Verwandtschaft.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Solanum
Hund
Giftig
Katze
Giftig
Pferd
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Aussaat und Vermehrung

Saattiefe

Die Samen 0-0,5 cm tief säen.

Aussaatkalender Birnenmelonen
GartenkalenderVorkultur: Februar, März, April; Blüte: Juli, August, September; Ernte: Juli, August, September, Oktober; Pflanzung: MaiJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: FebruarVorkultur: MärzVorkultur: AprilBlüteBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: MaiVorkulturBlüteErntePflanzung

Aussaat: Wann und wie warm keimt die Pepino?

Die Aussaat läuft von Februar bis April im warmen Gewächshaus. Die Samen keimen bei 20 bis 25 °C, deshalb stelle ich die Saatschale an den wärmsten hellen Platz. Mehr als 0,5 cm Erde sollte nicht über den Samen liegen. Ich drücke sie an und siebe gerade so viel Erde darüber, dass sie bedeckt sind.

Danach braucht es Geduld: Bis die Keimlinge erscheinen, vergehen 14 bis 30 Tage. Halte die Erde in dieser Zeit warm und feucht. Ziehst du außerhalb des Gewächshauses vor, braucht die Anzucht einen hellen Platz, etwa ein Südfenster.

Sobald die Sämlinge ausreichend entwickelt sind, pikierst du sie einzeln in Töpfe. Ich warte damit, bis ich jeden Sämling samt Wurzelballen sicher greifen kann. Neben der Aussaat lässt sich die Pepino auch über halbreife Stecklinge vermehren, dazu mehr beim Überwintern.

Anzucht der Pepino Wert
Aussaat Februar bis April, im warmen Gewächshaus
Keimtemperatur 20 bis 25 °C
Saattiefe 0 bis 0,5 cm
Keimdauer 14 bis 30 Tage
Pflanzzeit Mai
Häufiger Fehler

Die Saatschale wird nach 14 Tagen ohne Keimling ausgeleert. Pepinos lassen sich bis zu 30 Tage Zeit, so lange bleibt die Schale warm und feucht stehen.

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Pflanzen im Mai: Gewächshausbeet, Hochbeet oder Kübel?

Ausgepflanzt wird im Mai. Die Pepino wächst im Gewächshausbeet, im Hochbeet und im Kübel. Plane sie als Busch ein, denn sie braucht in der Reihe und zwischen den Reihen Platz für ihre Wuchsbreite.

Pflanzsystem Wert
Abstand in der Reihe 50 bis 100 cm
Reihenabstand 50 bis 60 cm
Wuchsform immergrüner Strauch, als Busch gezogen
Wuchshöhe 60 bis 80 cm
Wuchsbreite 50 bis 80 cm

Ich lasse meine Pepinos als Busch wachsen. Neigt sich ein Trieb unter den Früchten, binde ich ihn an einen Stab.

Boden und Substrat

Der Boden muss vor allem gut durchlässig sein. Die Pflanzendatenbank PFAF verlangt einen pH-Wert über 6. Bereite das Beet nicht so reich vor wie für Melonen. Melonen gelten als Starkzehrer, während ein sehr fruchtbarer Boden bei der Pepino Blätter und Triebe fördert und die Früchte zu kurz kommen. Nach einer Kompostgabe im Frühjahr braucht die Pepino im Gartenboden zunächst keinen weiteren Dünger.

Im Kübel nimmst du ein leichtes Substrat, das Luft und Wasser speichert und einen Nährstoffvorrat mitbringt. Es soll weder ganz austrocknen noch staunass werden.

Im Beet gilt für die Pepino eine Fruchtwechselpause von 4 Jahren. So lange wartest du, bevor wieder eine Pepino auf dieselbe Fläche kommt. Welche Nachbarn zur Birnenmelone passen, kannst du in der Mischkultur-Übersicht nachschlagen.

Klima unter Glas: Wie warm darf es werden?

Im Sommer liegt die Obergrenze für die Pepino bei 28 °C. Während der Blüte kann Hitze über 30 °C dazu führen, dass die Pflanze ihre Blüten abwirft. Die Pepino blüht von Juli bis September. Da Hitze in der Blüte Blüten kosten kann, schaust du in diesen Monaten vor allem auf das Thermometer.

Ein Kleingewächshaus sollte sich auf mindestens einem Viertel seiner Fläche zum Lüften öffnen lassen. Temperaturgesteuerte Fensteröffner lüften auch ohne Stromanschluss. Reicht das Lüften nicht, schattierst du vorübergehend. Zwischen Schattierung und Pflanzen muss dabei Luft zirkulieren können.

Marias Erfahrung

Ich öffne an sonnigen Sommertagen morgens alle Fenster und lese mittags das Thermometer auf Pflanzenhöhe ab. Nähert sich der Wert den 28 °C, hänge ich zusätzlich ein Schattiernetz mit Abstand über die Pflanzen.

Gießen und Düngen: gleichmäßig feucht, nicht zu üppig

Die Pepino mag gleichmäßig feuchte Erde, aber keine Staunässe. Wie viel Wasser sie braucht, hängt von Sorte, Witterung, Substrat, Sonne und Wind ab. Prüfe deshalb mit dem Finger, ob die Erde angetrocknet ist, bevor du gießt. Ich gieße früh am Morgen, weil dann weniger Wasser sofort verdunstet. Eine Tropfbewässerung führt das Wasser gezielt an die Pflanze.

Welke allein beweist keinen Wassermangel. Auch Wurzeln, die durch zu viel Wasser gelitten haben, können eine Pflanze welken lassen. Prüfe dann zuerst die Erde, bevor du nachgießt.

Eine Mulchdecke hält das Wasser länger im Boden. Grasschnitt lässt du vorher anwelken und trägst ihn dünn auf.

Im Kübel düngst du während des Wachstums nach. Ist der Wurzelballen trocken, gießt du ihn vor dem Düngen leicht an. Behalte dabei die Pflanze im Blick: Treibt sie viele Blätter, setzt aber kaum Blüten an, kann das auf ein Zuviel an Nährstoffen hindeuten.

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Bestäubung: Braucht die Pepino Hilfe?

Pepino-Blüten sind zwittrig, sie tragen Staubblätter und Fruchtblätter zugleich. So sind Selbst- und Fremdbestäubung möglich. Eine einzelne Pflanze kann sich also selbst bestäuben, für den Fruchtansatz brauchst du keine zweite. Getrennte weibliche Blüten, auf die du wie bei der Zuckermelone Pollen mit dem Pinsel überträgst, hat die Pepino nicht.

Ich öffne an warmen Tagen Tür und Fenster, damit auch Insekten an die Blüten kommen. Fallen Blüten ab, prüfe zuerst die Temperatur: Hitze in der Blütezeit ist ein möglicher Grund.

Schädlinge unter Glas: Weiße Fliegen, Blattläuse, Spinnmilben

An Pepinos treten Weiße Fliegen, Blattläuse und Spinnmilben auf. Im Gewächshaus gehst du in drei Schritten vor: vorbeugen, kontrollieren, mechanisch eingreifen. Vorbeugen heißt, Standort und Klima passend zu halten und das Gewächshaus sauber zu führen. Abgestorbene Blätter sammle ich ab und bringe sie aus dem Haus.

Zum Kontrollieren drehe ich Blätter um und schaue auf die Unterseiten. Einzelne befallene Blätter schneidest du ab, Blattläuse streifst du mit den Fingern ab. Gegen beginnenden Spinnmilbenbefall lassen sich im Gewächshaus frühzeitig Raubmilben einsetzen, etwa Phytoseiulus persimilis oder Amblyseius californicus.

Mini-Checkliste

Blattunterseiten auf Weiße Fliegen und Spinnmilben ansehen · Triebspitzen auf Blattläuse prüfen · abgestorbene Blätter aus dem Gewächshaus bringen · bei ersten Spinnmilben Raubmilben einplanen.

Ernte: Woran erkennst du reife Früchte?

Geerntet wird von Juli bis Oktober. Von der Blüte bis zur reifen Frucht vergehen etwa 3 Monate. Ein Reifezeichen ist ein leichter Duft. Ich rieche an jeder Frucht, bevor ich die Schere ansetze. Reife Früchte isst du frisch, am Stück oder im Obstsalat.

Überwintern: hell und frostfrei

Die Pepino ist mehrjährig, verträgt aber keinen Frost. Ihr Winterquartier muss hell und frostfrei sein. Bleibt dein Gewächshaus im Winter frostfrei, kann die Pflanze dort stehen bleiben. Bei einem beheizten Gewächshaus verringern Stegdoppelplatten die Wärmeverluste, weil sie Luft einschließen.

Weil die Pepino auch im Kübel wächst und ein helles, frostfreies Quartier braucht, ist der Kübel im Vorteil, wenn dein Gewächshaus nicht frostfrei bleibt. Du trägst die Pflanze dann an einen passenden Platz. Im Winterquartier gießt du nur so viel, dass das Substrat nicht ganz austrocknet. Staunässe vermeidest du auch jetzt.

Der zweite Weg ins nächste Jahr sind Stecklinge. Du schneidest halbreife Triebe und überwinterst die Stecklinge geschützt im Gewächshaus. Im Folgejahr pflanzt du sie im Mai aus.

Kurz erklärt

Halbreif ist ein Trieb, der an der Basis schon fest wird und an der Spitze noch weich ist.

Achtung

Die Pepino ist nicht winterhart. Ein Thermometer mit Minimum-Anzeige zeigt dir, ob es im Winterquartier nachts frostfrei geblieben ist.

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Häufige Fragen

Ist die Birnenmelone mit der Melone verwandt?
Nein. Die Birnenmelone, auch Pepino oder Melonenbirne genannt, heißt botanisch Solanum muricatum und gehört zu den Nachtschattengewächsen. Melonen zählen dagegen zu den Kürbisgewächsen. An die Melone erinnert der saftig-süße Geschmack der reifen Frucht, nicht die Verwandtschaft.
Wann und wie säe ich Pepino im Gewächshaus aus?
Gesät wird von Februar bis April im warmen Gewächshaus. Die Samen keimen bei 20 bis 25 °C. Bedecke sie mit höchstens 0,5 cm Erde und halte die Schale warm und feucht, denn bis zur Keimung können 14 bis 30 Tage vergehen. Danach pikierst du die Sämlinge einzeln in Töpfe.
Wie viel Abstand brauchen Birnenmelonen im Beet?
In der Reihe stehen die Pflanzen 50 bis 100 cm auseinander. Zwischen den Reihen planst du 50 bis 60 cm ein. Die Pepino wächst als Busch und wird 50 bis 80 cm breit.
Warum wirft meine Pepino im Gewächshaus die Blüten ab?
Ein möglicher Grund ist Hitze: Während der Blüte kann eine Temperatur über 30 °C dazu führen, dass die Pflanze ihre Blüten abwirft. Im Sommer gelten 28 °C als Obergrenze. Lüfte das Gewächshaus deshalb früh am Tag und schattiere bei Bedarf so, dass zwischen Abdeckung und Pflanzen Luft zirkulieren kann.
Woran erkenne ich, dass eine Pepino reif ist?
Ein Reifezeichen ist ein leichter Duft der Frucht. Von der Blüte bis zur reifen Frucht vergehen etwa 3 Monate. Geerntet wird von Juli bis Oktober, und reife Früchte isst du frisch.
Wie überwintere ich eine Birnenmelone?
Die Pepino ist mehrjährig, aber nicht winterhart. Sie braucht ein helles, frostfreies Winterquartier, zum Beispiel ein frostfrei gehaltenes Gewächshaus. Statt der ganzen Pflanze kannst du auch halbreife Stecklinge geschützt im Gewächshaus überwintern. Das Substrat soll dabei weder ganz austrocknen noch staunass werden.
Zuletzt geprüft:
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